11./19.05.2011, Erfolglos durch Sachsen-Anhalt

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    • 11./19.05.2011, Erfolglos durch Sachsen-Anhalt

      Guten Abend,

      am 11.05. und am 19.05. gab es - wer erinnert sich nicht - einige spektakuläre Gewitter in Deutschland. Zum Glück wichen Martin und ich diesen dabei recht erfolgreich aus.

      Wir beginnen mit dem stark gescherten 11. Mai, verwehter Eisschirm und mächtige Cumulus humilis am Horizont:



      Martin und ich setzten die Fahrt durch das schöne Sachsen-Anhalt fort und kamen bei besten Straßenverhältnissen unglaublich zügig voran. Wir schafften es sogar noch, uns vor eine mäßig blitzende Zelle zu begeben. Hier die schönsten Bilder der Zelle:





      Richtung Nordosten wurde es zeitweise spannend:



      Wir fuhren weiter, verzichteten auf das Anhalten und fuhren nach Sachsen. Südlich von Leipzig sahen wir schließlich den ein oder anderen Donner und hörten das ein oder andere Geflacker. Im Allgemeinen dürften Martin ein paar mehr Bilder als mir gelungen sein, jedoch weiß ich nicht, wie die aus dem Auto heraus geworden sind.





      Pseudo-HDR-Versuch:



      Nach einem netten Sonnenuntergang zerfielen wir und die Gewitter fuhren nach Hause.

      - - -

      Nach mehreren Tagen Maurice'schem Chaserglück standen für Martin und mich am 19.05. wieder Gewitterchancen bereit. Wir ergriffen eine dieser Chancen und ließen uns auf der A38, nur knapp südlich von Leipzig, von einem ganz vernünftigen Gewitter überrollen. Mit der Fotogenität war das so eine Sache...

      Erst als der Himmel wieder klarer wurde, konnte man den abziehenden, abgeschwächten Schauern etwas abgewinnen:





      Richtung Norden sollten uns bald ein paar mächtigere Quellungen auffallen, wir probierten mal etwas Neues und fuhren nach Sichtkontakt. Da wir dieses mal die Autobahn bevorzugten, waren wir tatsächlich in Nullkommanix zur richtigen Zeit am richtigen Ort und während das Gras die Sonne beschien, konnten wir tolle Kontraste und einen cumuliformen Arcus bestaunen:



      ... womit dieser Tag...



      ... nicht ganz so erfolglos wie der 11. Mai war.

      Wir ließen uns von der hübschen Böenfront allzu leicht täuschen und erwarteten unmittelbar das hereinbrechende Unwetter. Doch der Großteil des Gewitters zog nördlicher als gedacht. Es folgte eine Trauerfahrt durch Tempo 30-Zonen, Schlaglöcher und Sackgassen mitten auf der Landstraße.

      Immerhin bestand die Möglichkeit erstmals ein paar vernünftige Blitze zu sehen. Und das Schöne an den verschlungenen Straßen von Sachsen-Anhalt war: Jeder durfte mal schauen - Martin auf der rechten Seite und vorn, ich auf der linken Seite und vorn. Die Regenfahrt machte natürlich auch jedes Feldwegparken obsolet.

      Die Heimfahrt verlief dann abgesehen von ein paar äußerst fiesen Cu con, die ständig antäuschten und wieder zerfielen, wenig spektakulär.

      - - -

      So warteten Martin und ich noch auf interessantere Chasings, die bald folgen sollten.

      Greetz from Leipzsch
      - wetterinteressiert und unwetterbegeistert seit Beginn der 2000er Jahre
      - TSC-Mitglied seit 2007
      - aktiver Chaser seit 2010
    • :applaus Prima Bericht lieber Chris, erst gestern hatten wir es noch von deinen immer schön beschriebenen Berichten.
      Gründer und Organisator Thüringer Storm Chaser
      ESSL Voluntary Observer Person (Qualitätslevel QC1) (European Severe Storms Laboratory)
      Premium Advanced Spotter & Regionaler Ansprechpartner Thüringen (Skywarn Deutschland e.V.)
      Weitere Mitgliedschaften: Arbeitskreis Meteore e.V. • Cloud Appreciation Society