Monatsthread **August**

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    • Monatsthread **August**

      Monatsthread August 2012
      Hier kann folgendes gepostet werden:

      - Aktuelle Messwerte
      - Aktuelle Beobachtungen
      - Bilder zur Wetterlage (max. 4)
      - wetterbedingte Kurznachrichten / Meldungen

      Bei besonderen Wetterlagen wird, wie sonst auch, ein Thread zur Lage erstellt.
      Die neuen Monatsthreads dienen zur Überbrückung zwischen solchen Lagen und bieten Usern die Möglichkeit, hier Platz für o.g. Themen zu finden.
      Somit erreichen wir außerdem eine entsprechende Übersichtlichkeit und eine gewisse Archivierung des Witterungsverlaufs des Jahres/Monats.

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    • Wann kommt endlich Regen!

      Hallöchen..Ich wollte nur mal vermelden, dass es im Raum Pößneck seit der Hitzewelle vor 14 Tagen keinen Tropfen mehr geregnet hat... 2200 Liter Gießwasser sind längst aufgebraucht. Meinen Pool habe ich schon zweimal mit je 1000 Litern nachgefüllt. Die Wiese ist gelb verfärbt, meine Blumen hängen die Blätter nach unten.
      Ja, auch das ist ein Wetterphänomen und ein Albtraum für jeden Gärtner... :rgn


      Edit Alexa: Leider war der Text vor der Bearbeitung auch ein Phänomen! Bitte, bitte auf die Rechtschreibung und Grammatik achten!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Alexa ()

    • Da wieder mal schön ge- und beschrieben, für den interessierten Leser und die ewige Tiefe des Forums:



      Synoptische Übersicht - Kurzfrist

      ausgegeben am Donnerstag, den 09.08.2012 um 08 UTC

      GWL und markante Wettererscheinungen:
      GWL: HB (Hoch Britische Inseln)

      Ingesamt ruhiges Wetter, heute im äußersten Süden und Südosten (Bergland) einzelne
      Gewitter nicht ausgeschlossen.

      Synoptische Entwicklung bis Samstag 24 UTC
      --------------------------------------------------------------
      Donnerstag... Die großräumige Potenzialverteilung zeigt insgesamt ein mäandrierendes
      Muster, das sich im Kurzfristzeitraum noch verstärkt. Deutschland liegt dabei im
      Übergangsbereich zwischen einem Höhenrücken über Westeuropa und einem Trog über
      Fennoskandien, der sich im Tagesverlauf über den Ostseeraum weiter nach Süden ausdehnt.
      Entsprechend dieser Konstellation ergibt sich eine nordwestliche Höhenströmung, die sich
      bis in die untere Troposphäre abbildet. Auch im Bodenniveau setzt sich eine überwiegend
      schwache, im Küstenraum auch mäßige bis frische nordwestliche Grundströmung durch, die der
      Randlage zum dominierenden, bei Irland und UK positionierten Hoch geschuldet ist. Dabei
      gelangt über die Nordsee ein Schwall maritimer Kaltluft in den Vorhersageraum, der einen
      summa summarum wechselhaften und vielerorts wolkenlastigen Witterungsabschnitt einleitet.
      Etwas schwierig gestaltet sich das Frontenkonzept, das in der Vorhersage der letzten Tage
      immer eine Kaltfront vorsah, die - ausgehend von einem kleinen Tief unweit der baltischen
      Staaten - Deutschland südwärts passieren und nach Westen hin in die Warmfront eines über
      dem Ostatlantik liegenden Tiefs übergehen sollte. Schaut man sich die aktuelle Situation
      an, so tut man sich schwer, diese Verbindung zu finden, da die thermischen Felder sowie
      die Beobachtungen nur bedingt barokline Zonen anzeigen. Stattdessen scheint die KLA eher
      graduell zu erfolgen, so dass es sein kann, dass die in der vergangenen Nacht nach Westen
      hin noch analysierte Kaltfront in den nächsten Analysen weggelassen wird, zumal das ganze
      Geschehen auch noch von Druckanstieg überlagert ist.
      Kaltfront hin, Kaltfront her, die über dem Vorhersageraum lagernde Luftmasse weist ebenso
      wie die frisch im Norden einfließende Kaltluft zwar eine gewisse Labilität auf, die in der
      Regel aber nicht so hochreichend ist, dass dabei so zahlreiche Gewitter auftreten, wie das
      von der Modellinterpretation der deutschen Modellkette vielfach schon für die Morgen- und
      Vormittagsstunden suggeriert wird. Stattdessen fällt aus der derzeit vielerorts
      vorhandenen stratiformen Bewölkung örtlich etwas Sprühregen (westlicher
      Mittelgebirgsraum), bevor sich im weiteren Verlauf vornehmlich über der Mitte, teils aber
      auch im Norden einzelne Schauer entwickeln. Über dem östlichen Mittelgebirgsraum, im
      Südschwarzwald sowie am bayerischen Alpenrand (Orografie, z.T. Trognähe) sind am
      Nachmittag und Abend vereinzelte Gewitter nicht ausgeschlossen, wie u.a. die leicht
      erhöhten MOS-Wahrscheinlichkeiten zeigen. Ob es dabei für markante Gewitter (am ehesten
      mit Starkregen) reicht, muss abgewartet werden, die Wahrscheinlichkeit dafür ist aber
      nicht besonders hoch. Abgesehen davon frischt der der nordwestliche Wind an der Ostsee
      sowie an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste mitunter böig auf, warnwürdige Böen
      (Stärke 7 Bft) dürften aber die Ausnahme sein.
      In der Nacht zum Freitag kann sich örtlich - längeres Aufklaren vorausgesetzt - wieder
      Nebel bilden.

      Freitag... verbleibt der Vorhersageraum zwischen dem sich kräftigen Höhenrücken im Westen
      und dem Höhentrog im Osten unter einer nordwestlichen Höhenströmung. Auch im Bodenniveau
      dauert die nordwestliche bis nördliche Strömung am Rande des umfangreichen Bodenhochs mit
      Schwerpunkt bei UK an. Dabei kann die maritime Kaltluft aus dem Norden noch etwas an Raum
      nach Süden gewinnen. Zwar stehen signifikante Wettererscheinungen nicht auf der Karte,
      gleichwohl erhalten die Ambitionen auf "klassisches Sommerwetter" mit Sonne und Wärme - in
      den Wetterberichten der vergangenen Tage immer mal wieder zu hören - einen gehörigen
      Dämpfer. Vielmehr stellen sich - nach zum Teil wolkenarmen Start - verbreitet wolkige bis
      bedeckte Verhältnisse ein, wobei eine schwache Inversion um 800 hPa die ganze Sache noch
      forciert und bei feuchter und labiler Grenzschicht der konvektiven Bewölkung günstige
      Ausbreitungsbedingungen bietet. Chancen auf längere sonnige Abschnitte sind am ehesten auf
      den Inseln, im Lee der Mittelgebirge sowie im Südwesten gegeben (siehe auch
      MOS-Wahrscheinlichkeiten für Sonnenscheindauer), wo mit rund 25 Grad (Oberrheingraben)
      auch die höchste Tagestemperatur erreicht wird. Ansonsten wird es im Norden und Osten
      sowie in den Mittelgebirgen meist nicht mal für 20 Grad langen.
      Nach Osten und Nordosten hin ist in Folge der Trognähe eine kleine Wahrscheinlichkeit für
      einzelne Schauer gegeben, die in der Nacht zum Samstag ansteigt, wenn nämlich von
      Südskandinavien her ein Randtrog südwärts über die Osthälfte abläuft. Dabei sind dann
      sogar kurze Gewitter nicht ganz ausgeschlossen, auch wenn der Tagesgang dagegen spricht.
      Das gilt übrigens tagsüber auch für den äußersten Süden, wo noch eine gewisse
      Restlabilität vorhanden ist. Der nordwestliche bis nördliche Wind spielt nur eine
      untergeordnete Rolle, lediglich im äußersten Norden frischt er mitunter böig auf, bleibt
      wahrscheinlich aber unterhalb der unteren Warnschwelle (7 Bft).

      Samstag... zeigt sich die gesamte Strömungskonfiguration leicht progressiv, will heißen,
      Rücken und Trog verlagern sich etwas nach Osten. Dadurch verschiebt sich auch der
      Schwerpunkt des umfangreichen Bodenhochs etwas nach Osten in Richtung Norwegen und
      Nordsee, was bei uns einen Wechsel der Grundströmung zur Folge hat. Der Wind dreht über
      Nord auf nordöstliche bis östliche Richtungen, wodurch der unmittelbare Nordseeeinfluss
      zum Erliegen kommt und etwas trockenere Luft einströmen kann. Zwar bedeutet das noch nicht
      gleich überall "Sommer und Sonne pur", gleichwohl nehmen die Sonnenanteile bei wechselnder
      Bewölkung insgesamt zu, im Südwesten wird es sogar durchweg sonnig und warm mit
      Höchstwerten bis zu 25 oder 26 Grad. Im äußersten Osten, vornehmlich im sächsischen und
      bayerischen Bergland ist anfangs noch ein Schauer möglich, sonst bleibt es allgemein
      trocken.

      Modellvergleich und -einschätzung
      --------------------------------------------------------------
      Die Modelle simulieren die Basisfelder sehr ähnlich, signifikant abweichende Lösungen sind
      nicht im Angebot. Auf die Wetterinterpretation der deutschen Modellkette, vor allem
      hinsichtlich Gewitter, wurde im Text bereits hingewiesen. Vor allem das drastische
      Überangebot an Gewittern seitens GME überschreitet die Toleranzschwelle und sollte eine
      eingehende Prüfung nach sich ziehen. Offensichtlich sind die Schwellen, die die Herausgabe
      eines Gewittersymbols bedingen, zu sensibel eingestellt.

      Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
      Dipl. Met. Jens Hoffmann
    • Wetter bis zum Freitag (kein GFS):

      - das rund wirkende Viereck soll Erfurt sein -

      Montag 12 UTC

      Hochkeil Mitteleuropa mit Hochzelle Skandinavien, flankiert von Tiefs über dem Ostatlantik und Osteuropa -> Omegalage (sehr stabil!)

      storm-chasing.de/forum/index.p…0be8669738861b8b62d482a69storm-chasing.de/forum/index.p…0be8669738861b8b62d482a69

      Dienstag 12 UTC

      keine für uns entscheidenden Veränderungen, 1 oder 2°C wärmer als am Vortag, im Tagesverlauf aus Westen ein paar mehr mittelhohe und hohe Wolken

      storm-chasing.de/forum/index.p…0be8669738861b8b62d482a69storm-chasing.de/forum/index.p…0be8669738861b8b62d482a69


      EDIT by MOD: Bilder auf Wunsch entfernt

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    • Mittwoch 12 UTC

      Der Hochkeil schwächelt etwas, bodennahwird es langsam leicht zyklonaler

      storm-chasing.de/forum/index.p…0be8669738861b8b62d482a69storm-chasing.de/forum/index.p…0be8669738861b8b62d482a69

      Donnerstag 12 UTC

      Der Hochkeil liegt östlich von uns, mit einer flachen Tiefdruckrinne kann sich eine schwache Warmfront (mit ebendso schwacher Pseudokaltfront danach) zu uns durchkämpfen (etwas Regen ist möglich, die Gewitterwahrscheinlichkeit leigt geringfügig über 0). Höchstwerte über 25° erfreuen die Sommerliebhaber (wenn man sich den Regen wegdenkt).

      storm-chasing.de/forum/index.p…0be8669738861b8b62d482a69storm-chasing.de/forum/index.p…0be8669738861b8b62d482a69


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    • Last, but not Latte:

      Freitag 12 UTC

      Das Hoch im Norden und das Tief im Osten haben den Geist aufgeben, von Westen rutscht aber nochmals ein neuer Hochkeil nach Deutschland. Der hält den Kovektionsball fürs Wochenende bis auf wenige Ausnahmen ganz flach, obwohl die Temperaturen teils über 30°C liegen und die Luft nicht mehr ganz pupstrocken erscheint (Td irgendwas um 15°C).

      storm-chasing.de/forum/index.p…0be8669738861b8b62d482a69storm-chasing.de/forum/index.p…0be8669738861b8b62d482a69

      Ende.

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    • Temperaturen 15:00 Uhr:

      37.3 Rudolstadt
      36.3 Apolda
      35.9 Jena (Sternwarte)
      35.6 Hermsdorf
      35.5 Dachwig
      35.5 Greiz
      35.4 Weimar
      35.3 Olbersleben
      35.0 Tegkwitz

      Temperaturen 16:00 Uhr:

      37.5 Rudolstadt
      37.0 Apolda
      36.6 Jena (Sternwarte)
      36.3 Tegkwitz
      36.2 Greiz
      36.1 Hermsdorf
      36.1 Dachwig
      36.1 Olbersleben
      36.1 Weimar
      36.0 Rockendorf

      Temperaturen 17:00 Uhr:

      37,3 Apolda
      36,9 Rudolstadt
      36,5 Jena (Sternwarte)
      36,4 Greiz
      36,2 Olbersleben
      36,1 Hermsdorf
      36,1 Artern
      36,1 Weimar
      36,0 Dachwig
      35,9 Tegkwitz
      35,7 Altenburg
      35,6 Rockendorf
      35,5 Gera/Leumnitz

      Quelle: DWD/MM
    • Spitzenwerte am 19.08.2012

      41.5 Bad Frankenhausen :grins
      38.0 Rudolstadt
      37.6 Apolda
      36.9°C Artern
      36.8°C Jena Sternwarte
      36.8 Greiz
      36.6 Weimar
      36.5°C Olbersleben
      36.5°C Starkenberg
      36.5 Hermsdorf
      36.5 Tegkwitz
      36,4°C Dachwig
      36.3°C Rockendorf
      36.2 Altenburg
      36.0°C Gera
      35.5 Schmieritz-Weltwitz
      35.3 Weimar Schoendorf
      35.1 Langenwetzendorf-Goettendorf
      35.0 Bad Salzungen
      34.9 Schwarzburg
      34.9 Bad Colberg-Heldburg
      34.7 Gotha
      34.5 Weberstedt/Hainich
      34.5 Muehlhausen-Goermar
      34.4 Erfurt-Flughafen
      33.9 Waltershausen
      33.8 Schmalkalden
      33.8 Moorgrund-Graefendorf-Nitzendorf
      33.8 Schleiz
      33.6 Katzhuette
      33.6 Bad Lobenstein
      33.3 Leinefelde
      33.2 Heiligenstadt (Heilbad)
      33.0 Veilsdorf
      32.8 Kaltennordheim
      32.7 Eisenach
      32.7 Meiningen
      32.7 Martinroda
      31.8 Ruhla
      31.6 Sonneberg-Neufang
      29.9 Oberhof
      29.7 Neuhaus am Rennweg
      29.4 Kleiner Inselsberg
      29.3 Birx/Rhoen
      28.4 Schmuecke

      Quelle: DWD/MM

      EDIT Markus 07:00 Uhr: Liste vervollständigt
      EDIT Mathias 07:06 Uhr: eine MM Station steht in meinem Posting nicht ganz oben!
    • Werte um 04 Uhr

      28 Waltershausen
      27 Martinroda
      27 Weimar/Schöndorf -> Weimar Stadt 18
      25 Leinefelde
      24 Hermsdorf
      24 Ruhla
      24 Erfurt
      24 Schleiz
      23 Schmieritz-Weltwitz
      23 Heiligenstadt
      23 Oberhof
      23 Masserberg
      23 Langenwetzendorf-Goetterndorf
      22 Altenburg
      22 Sonneberg
      22 Moorgrund
      22 Kleiner Inselsberg
      21 Birx
      21 Rockendorf
      21 Neuhaus
      21 Artern
      21 Eisenach
      21 Weberstedt
      20 Jena
      20 Gotha
      20 Bad Salzungen
      19 Dachwig
      19 Meiningen
      19 Tegkwitz
      18 Apolda
      18 Mühlhausen
      17 Olbersleben
      17 Rudolstadt
      17 Greiz
      17 Schmalkalden
      16 Veilsdorf
      16 Schwarzburg
      15 Kaltennordheim
      14 Bad Colberg-Heldburg
      14 Katzhütte

      Quelle: DWD/MM
    • Tmax 20.08.2012 in °C

      38.4 Tegkwitz
      38.2 Greiz
      38.2 Rudolstadt
      38.1 Hermsdorf
      37.8 Altenburg
      37.7 Rockendorf
      37.6 Jena (Sternwarte)
      37.5 Gera
      37.0 Schmieritz-Weltwitz
      36.6 Langenwetzendorf-Goettendorf
      36.5 Apolda
      35.7 Schwarzburg
      35.6 Artern
      35.5 Bad Colberg-Heldburg
      35.4 Olbersleben
      35.3 Weimar
      34.9 Schleiz
      34.6 Weimar Schoendorf
      34.6 Dachwig
      34.2 Katzhuette
      34.0 Martinroda
      34.0 Veilsdorf
      34.0 Gotha
      33.8 Bad Lobenstein
      33.8 Schmalkalden
      33.6 Muehlhausen-Goermar
      33.6 Waltershausen
      33.4 Weberstedt/Hainich
      33.1 Moorgrund-Graefendorf-Nitzendorf
      33.0 Bad Salzungen
      32.9 Erfurt-Flughafen
      32.6 Eisenach
      32.2 Kaltennordheim
      32.1 Ruhla
      32.0 Leinefelde
      32.0 Meiningen
      31.7 Sonneberg-Neufang
      31.6 Heiligenstadt (Heilbad)
      30.7 Oberhof (Thuer)
      30.2 Neuhaus am Rennweg
      30.2 Masserberg
      29.9 Kleiner Inselsberg
      29.2 Birx/Rhoen
      28.9 Schmuecke

      Quelle: DWD/MM
    • Thema des Tages

      Ende der Hitzewelle in Sicht?

      Da gehen sie dahin, die heißesten Tage des Jahres. Nach dem heißen
      Wochenende, hatte auch der gestrige Montag nochmal Spitzenwerte
      oberhalb von 35 Grad zu bieten.

      Zunächst aber nochmal einen Blick auf die Frühtemperaturen des
      Montagmorgens. Diese waren nämlich auch sehr außergewöhnlich. Allen
      voran sei die Station Bad Harzburg genannt. Diese befindet sich am
      Nordrand des Harzes und liegt auf etwa 200 m Höhe. Das bisher höchste
      Minimum wurde dort am 10.07.1959 gemessen und lag bei 23.1 Grad.
      Dieser Wert wurde mit der Nacht auf Montag geradezu pulverisiert. Die
      ganze Nacht lang ging das Quecksilber nicht unter 26.6 Grad zurück.
      Das sind also 3.5 Grad über dem bisherigen Rekord.

      Ein Blick auf die vertikale Sondierung der Atmosphäre konnte diese
      Beobachtung bestätigen. Mittels einer Radiosonde lassen sich die
      Temperaturwerte in verschiedenen Höhenschichten erfassen. Der
      Aufstieg von Meiningen (Thüringen) um 2 Uhr in der Nacht zeigte, dass
      zwischen 100 und 800 m die höchsten Werte zu finden waren (25 bis 27
      Grad). Direkt darunter war es mit 21 Grad durch die nächtliche
      Auskühlung deutlich kühler. Auch darüber nahm die Temperatur dann wie
      gewohnt wieder mit der Höhe ab.

      Am Tage konnte es dann besonders in der Osthälfte noch mal sehr heiß
      werden. So wurden dort sogar die Spitzenwerte vom Sonntag
      übertroffen. Ganz oben thront Dresden mit seinen beiden
      Wetterstationen. In Hosterwitz waren es 39.8 Grad und in Strehlen
      39.7 Grad. Für beide Stationen ist dies mit Abstand ein neuer
      Hitzerekord. Die bisherigen Rekordwerte lagen bei 37.9 Grad in
      Strehlen (16.08.1974) bzw. 38.2 Grad in Hosterwitz (01.08.1994). Im
      Übrigen lagen wir damit nur 0.4 Grad unterhalb des deutschlandweiten
      Rekordwertes von 40.2 Grad!

      Damit ist aber nun Schluss. Die Nordhälfte spürt den
      Luftmassenwechsel bereits. Dort ist es nicht mehr so drückend heiß
      mit Höchstwerten zwischen 22 und 26 Grad. Im übrigen Land kommt die
      schwülheiße Luft nach den Gewittern der vergangenen Nacht noch mal
      ein Stück nach Norden voran. Die Werte steigen auf 27 bis 34 Grad,
      mit den höchsten Werten im äußersten Süden.

      Verantwortlich für den Warmluftschub ist ein kleines Tief, das von
      Frankreich kommend im Tagesverlauf nach Deutschland zieht. Auf seiner
      Vorderseite werden die schwülheißen Luftmassen nach Norden
      geschaufelt. Diese Luft ist aber auch sehr labil, sodass sich im
      Tagesverlauf kräftige und teils unwetterartige Gewitter bilden
      können. Davon ist zunächst die Mitte, später auch der Süden
      betroffen.

      In der Nacht auf Mittwoch zieht das angesprochene Randtief weiter
      nach Osten. Auf seiner Rückseite kann nun deutlich kälter Luft nach
      Süden vorstoßen. Das bleibt natürlich nicht ohne Folgen. So muss in
      der Nacht auf Mittwoch in großen Teilen Deutschlands mit
      unwetterartigen Gewittern gerechnet werden, die sich bis zum Morgen
      nach Süden und Osten verlagern. Nicht ganz trocken, aber wohl frei
      von Unwettern, bleiben große Teile des Nordens.

      Im Zuge der Gewitter ist heute äußerste Vorsicht geboten. Es muss mit
      Starkregen um 20 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit, Hagel und
      Sturmböen um 85 km/h gerechnet werden. In den stärksten Entwicklungen
      sind auch Mengen bis 40 Liter pro Quadratmeter, großer Hagel und
      schwere Sturmböen um 100 km/h zu erwarten. Wie immer bei Gewittern
      können dabei große Unterschiede auf kleinstem Raum auftreten und
      nicht jeden wird es so kräftig treffen. Zeigt der Blick zum Himmel
      aber eine schwarze Wand oder es blitzt kräftig (nachts), dann ist
      Eile geboten und man sollte sich einen sicheren Platz suchen.

      Die nächsten Tage werden dann deutlich angenehmer temperiert. Einzig
      in den Gebieten südlich der Donau kann die Warmluft noch nicht ganz
      verdrängt werden. Am Freitag kann diese sogar noch mal bis zur Mitte
      vorstoßen. Inwieweit das dann auch wieder mit Unwettern einher geht,
      bleibt abzuwarten. Bis dahin sollte aber zunächst Augenmerk auf den
      heutigen Tag gelegt werden.

      Dipl.-Met. Marcus Beyer
      Deutscher Wetterdienst
      Vorhersage- und Beratungszentrale
      Offenbach, den 21.08.2012

      Copyright (c) Deutscher Wetterdienst
    • Es war ein schöner Tag, der letzte im August... die Gewitter kamen abends, als hätten sie's gewusst... oder so ähnlich. :grins

      Nach dem Abendessen schaute ich aus dem Fenster....



      Ich war beeindruckt:





      5 min war der Funnel sichtbar, von 18:53-18:57, SSW von mir. Mehr dann später dazu...
      Eben gab es erneut grandiose Eindrücke (geniale Lichtverhältnisse, nahezu stationäre Gewitterzelle, Starkregen). Ich bin immer noch überwältigt von allem.

      Grüße, Maurice
    • Abendliches Chasing um Greußen

      Als ich nun meine ersten Bilder vom Funnel hochgeladen hatte, hörte ich ein leises Donnergrollen gegen 19.40 Uhr. Das war Grund genug für mich nochmal loszufahren. Angekommen auf einem der schönen Aussichtspunkte um Greußen konnte ich ein absolut grandiose Lichtstimmung beobachten ich war vollkommen überwältigt vom Anblick der kleinen Gewitterzelle und dem Sonnenuntergang daneben. Und genau aus dieser Zelle hatte sich der kleine Funnel den wir schon vor die Linse bekamen gebildet. Aber seht selbst wie schön der letzte Tag im August endete.


      Blickrichtung auf allen 4 Bildern ist WEST





      Endlich einen Blitz am Tag erwischt :grins



      Ich änderte gegen 20.10 Uhr meien Standort da es zu regnen begann



      Ich verweilte noch ca 10 min und fuhr dann nach Hause. Auf dem weg brach die Hölle los es regnete, hagelte (ca 1 cm größe Körner) und gewittert hat es auch noch. Somit möchte ich den Sommer für beendet erklären.

      LG aus Nordthüringen von Andreas
    • Warum meint eigentlich jeder, Jahreszeiten für beendet zu erklären? :grübel
      Gibt es irgendwo ein Radar oder eine Vorhersage, die es erlaubt zu erkennen, dass es keinen schönen September mehr gibt?

      Leicht verärgerte Grüße,
      Alexa