Monatsthread FEBRUAR

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    • Kaum Behinderungen im Berufsverkehr

      Erfurt/Hermsdorf - Bei anhaltendem Schneefall ist der Berufsverkehr am Montagmorgen nach Angaben der Polizei meist ohne Störungen abgelaufen.

      Die Autofahrer hätten sich auf die Verhältnisse eingestellt, sagte eine Sprecherin der Polizei in Suhl, so dass auch einstündiger massiver Schneefall im Raum Meiningen nicht zu starken Behinderungen geführt habe.

      Eine Fülle von Blechschäden registrierte dagegen die Polizeiinspektion Gotha. Außerdem müssten sich Autofahrer an querstehenden Lastwagen auf der Bundesstraße 247 zwischen Gotha und Ohrdruf vorbeischlängeln.

      Christian Cohn von der Autobahnpolizei in Hermsdorf sagte: «Es rollt im Großen und Ganzen.» Allerdings sorge ein Unfall auf der Autobahn 9 in Höhe Schleiz für inzwischen acht Kilometer Stau Richtung Nürnberg. Ein Autofahrer sei in die provisorische Mittelleitplanke gefahren und habe sie auf 200 Meter Länge umgeworfen. Auf Grund von weiteren Unfällen war der Stau bis zum Mittag auf 15 Kilometer angewachsen.

      Der Deutsche Wetterdienst hat für Montag zeitweise Schneefall angekündigt, der im Tiefland in Schnee übergehen soll. Im Bergland sei aber mit fünf bis zehn Zentimetern Neuschnee zu rechnen. Je nach Lage und Höhe sollten die Temperaturen minus zwei bis plus zwei Grad erreichen. dpa/maz
    • winter schnee max

      Da am heutigen Tag mit kleiner Sicherheit das Schneemax - 3/4 Meter - des diesjährigen Winters erreicht wurde
      -zwei unspecktakuläre Bilder aus Neuhaus - aber so ist es nun mal... einfach (grau) weiß...








      Straßenränder mit von Schneefräsen im Kampf mit dem Winterdienst aufgetürmten Verteidigungswällen
      wollte ich nicht fotografieren...
      Gruß Rüdiger
    • Deutschlandwetter im Winter 2012/13
      Mal winterlich, mal mild, mal feucht - vor allem aber extrem wenig Sonne
      Offenbach, 27. Februar 2013 – Der Winter 2012/13 zeigte sich bei positiver Niederschlagsbilanz ungewöhnlich trüb. Besonders Januar und Februar machten ihn zum sonnenscheinärmsten Winter seit Beginn flächendeckender Aufzeichnungen im Jahr 1951. Kältere und mildere Perioden wechselten sich ab, wobei genau an Weihnachten die höchsten Temperaturen auftraten. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2000 Messstationen.

      Kältere und mildere Phasen – ausgerechnet an Weihnachten frühlingshaft warm
      Die Durchschnittstemperatur traf im Winter 2012/13 mit 0,3 Grad Celsius (°C) fast genau das Mittel der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990 (0,2°C). Die Abweichung gegenüber der Vergleichsperiode 1981 bis 2010 betrug dagegen -0,6 Grad. Der Winter 2012/13 lässt sich in drei kalte und zwei milde Abschnitte gliedern: Nach einer frostigen ersten Dezemberhälfte herrschte anschließend milde Witterung, die zu Weihnachten ihren Höhepunkt erreichte. Freiburg im Breisgau meldete dabei an Heiligabend mit 18,9°C die bundesweit höchste Temperatur. Einem weiteren winterlichen Zeitraum, der am 12. Januar begann, folgte vom 28. Januar bis zum 4. Februar erneut mildes Wetter, das wiederum von einer kalten Phase abgelöst wurde, die mit kurzen Unterbrechungen bis Ende Februar dauerte. Am 10. Februar registrierten die DWD-Experten mit -22,9°C in Oberstdorf die kälteste Nacht des Winters.

      Gebietsweise viel Regen und Schnee, im Nordosten Deutschlands trockener
      Mit 210 Litern pro Quadratmeter (l/m²) übertraf der Winter 2012/13 sein Niederschlagssoll von 181 l/m² um etwa 16 Prozent. Die kälteren Witterungsabschnitte brachten bis ins Flachland gebietsweise reichlich Schnee. Der lag z.B. am 13. Dezember in Chemnitz 43 cm hoch. Am 21. Januar befand sich fast ganz Deutschland unter einer geschlossenen Schneedecke. Während der Mildphasen traten regional Starkregenfälle auf, wie am 4. Januar im Chiemgau: In Aschau im Landkreis Rosenheim fielen dabei in 24 Stunden beeindruckende 147 l/m². In den drei Wintermonaten waren es hier zusammen rund 660 l/m². Auch im Schwarzwald gab es jede Menge Regen und Schnee. Im nordöstlichen Brandenburg kamen dagegen örtlich weniger als 90 l/m² zustande.

      Rekord: Sonnenscheinärmster Winter seit Beginn der Messungen im Jahr 1951

      Deutschland erlebte den sonnenscheinärmsten Winter seit Beginn flächendeckender Messungen im Jahr 1951: Mit etwa 96 Stunden wurden lediglich 62 Prozent des Solls von 154 Stunden erreicht. Spitzenreiter war bislang der Winter 1969/70. Zahlreiche Bundesländer sowie die viele Messstellen meldeten neue Negativrekorde - allen voran der Kahle Asten im Sauerland mit 43 Stunden. Diese Summe entspricht nur 28 Prozent des dortigen Sollwertes. Auch Neuhaus am Rennweg in Thüringen erzielte mit 56 Stunden nur 34 Prozent. Am längsten zeigte sich die Sonne vom östlichen Schwarzwald bis hinüber zum Chiemgau - doch auch Oberstdorf als Spitzenreiter kam mit etwa 178 Stunden nur auf 74 Prozent des vieljährigen Mittelwertes.

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      Thüringen: Thüringen war mit -0,2°C (-0,6°C) eine der kältesten Regionen. Die Niederschlagsmenge lag mit etwa 208 l/m² (159 l/m²) um 31 Prozent über und die Sonnenscheindauer mit 79 Stunden (148 Stunden) um 46 Prozent unter dem Soll. Thüringen stellte damit einen neuen Negativrekord auf. Neuhaus am Rennweg gehörte im Winter mit nur 56 Stunden, d. h. 34 Prozent des Solls, zu den sonnenärmsten Orten.
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      Besonders kalte Orte im Winter 2012/13*
      1. Platz Zinnwald-Georgenfeld (Sachsen) - 4,3°C Abweich. - 0,4 Grad
      2. Platz Carlsfeld (Sachsen) - 3,7°C Abweich. - 0,3 Grad
      3. Platz Neuhaus am Rennweg (Thüringen) - 3,4°C Abweich. - 0,1 Grad

      Besonders trockene Orte im Winter 2012/13**
      1. Platz Grünow (Brandenburg) 84,4 l/m² 98 Prozent
      2. Platz Müncheberg (Brandenburg) 86,7 l/m² 77 Prozent
      3. Platz Artern (Thüringen) 92,1 l/m² 108 Prozent

      Besonders sonnenscheinarme Orte im Winter 2012/13**
      1. Platz Kahler Asten (Nordrhein-Westfalen) 40 Stunden 25 Prozent
      2. Platz Neuhaus am Rennweg (Thüringen) 53 Stunden 32 Prozent
      3. Platz Kleiner Feldberg/Taunus (Hessen) 54 Stunden 36 Prozent

      ** Prozentangaben bezeichnen das Verhältnis des gemessenen
      Jahreszeitenwertes zum vieljährigen Mittelwert der jeweiligen Station
      (normal = 100 Prozent)


      Quelle: www.dwd.de/presse
    • Witterungsrückblick Februar Wetterwarte Neuhaus/Rwg.

      Februar 2013 – dritter trister Wintermonat in Folge

      Verbreiteter Aufmacher Nummer eins beim Rückblick auf den vergangenen Winter war die Sonnenscheindauer – oder besser gesagt die kaum vorhandene. Deutschlandweit war es der trübste Winter seit Beginn flächendeckender Messungen im Jahre 1951.
      Für Neuhaus gibt es erst seit 1987 zuverlässige Messungen und aber selbst in diesem kurzen Zeitraum gab es einen Winter der noch einen Hauch grauer war. In den drei Wintermonaten 2009/10 nur 55,2 Stunden Sonne, in diesem Winter zwei Zehntelstündchen mehr. Nimmt man nun aber den November noch mit hinzu und der zählt in unserer Höhenlage zweifelsfrei schon zum Winter – vor drei Jahren nur 21 Stunden, im vergangenen November immerhin 45 Stunden. Also kein trübsinniger Rekord hier im Schiefergebirge.



      Subjektiv gesehen ein eher ruhiger, nicht sehr aufregender Wintermonat – sieht man natürlich davon ab das mittlerweile jeder Schneefall, egal welcher Größenordnung, zum Verkehrsnotstand führt. Zu Monatsbeginn waren noch relativ milde Luftmassen wetterbestimmend, maritime Polar – und maritime Subpolarluft mit dem Hauptakteur Tief PILLE, welches vor allem am 05.Februar für etwas Bewegung in der Atmosphäre sorgte. Am Morgen bei Durchzug einer Konvergenzlinie starke Schneeschauer mit Böen der Windstärke 8 bis 9, zur Mittagszeit weitere starke Schneeschauer begleitet vom ersten Gewitter in diesem Jahr mit mehreren Entladungen im Nahbereich der Wetterwarte.
      Am 04.Februar bereits das Monatsmaximum der Lufttemperatur und hier gibt es doch einen kleinen Rekord: 1,2°C – seit Beginn unsere Messungen im Jahre gab es noch nie so ein tiefes Monatsmaximum, als bisheriger Tiefstwert standen 4,2°C aus dem Jahre 1999. Den Rest des Monats dominierte Dauerfrost, nur ein zwei Tagen zur Monatsmitte wurde an der Null-Grad-Marke gekratzt. Im Mittel kältester Tag der 22.Februar mit minus 9,6°C, jedoch das absolute Monatsminimum bereits am 11.Februar um 6:35 Uhr in kontinentaler Polarluft mit minus 10,6°C, in Steinach am Vogelsberg waren es exakt eine Stunde später zum Sonnenaufgang minus 14,5°C. Diese lange Dauerfrostperiode drückte die Monatstemperatur auf ein Mittel von minus 4,6°C – Abweichung vom klimatologischen Mittelwert minus 1,6°C und 19kältester Februar seit 1940.
      Die zu Monatsbeginn kaum vorhandene Schneedecke erhöhte sich bis zum 09. auf 42cm, stagnierte dann über 10 Tage bei dieser Höhe bevor es ab dem 19. Februar fast täglich Neuschnee gab und am 25. das bisherige Schneemaximum diesen Winters mit 75cm erreicht wurde. Interessant sicher die dabei gefallenen Niederschlagsmengen: Geht man bei Temperaturen mehr oder weniger knapp unter der Nullgradmarke bei einer Niederschlagsmenge von einem Liter pro Quadratmeter von einer Neuschneehöhe von rund einem Zentimter aus so sieht das bei tieferen Temperaturen ganz anders aus. Schöne Beispiele gab es dafür wieder am 21. und 22.Februar: Hier brachten bereits Niederschlagsmengen von 0,1 bis 0,2 Litern pro Quadratmeter eine Neuschneehöhe von einem Zentimeter. Im vergangenem Februar fielen hier oben auf dem Bornhügel insgesamt 122cm Neuschnee, seit 1987 waren es nur 1999 und 2005 einige Zentimeter mehr – 1988 aber mit 237cm der einsame Spitzenreiter, Gesamtschneehöhe damals am 28.Februar 138cm.
      Die gesamte Neuschneemenge diesen Winters gliedert sich in der Rangfolge seit 1987 bisher auf dem 10.Platz ein – da aber der März noch einiges - wie momentan absehbar - zur Gesamtsumme beitragen wird geht es sicher noch zwei, drei Plätze nach oben.
      Ein tolles Phänomenen gab es Sonntagvormittag, 10.Februar, in Neuhaus zu beobachten. Bei leichtem S/SW-Stau bildeten sich im Übergangsbereich zwischen den sich auflösenden Cumulus-/Stratocumuluswolken und der wolkenfreien Zone feinste Eisnadeln, welche zu fantastischen und sehr farbintensiven Eisnebelhalos führten. Zu beobachten dies aber im Stadtgebiet von Neuhaus nur in einem ein paar hundert Meter breiten Streifen.



      Die Niederschlagsmenge des Februar betrug 73 Liter pro Quadratmeter, das sind 96 % vom Klimamittelwert und in der Statistik seit 1940 ein Platz im goldenen Mittelfeld.
      Die restlichen Klimawerte, in Klammern die langjährigen Mittel: Relative Feuchte 97% (89), Bedeckungsgrad mit Wolken 92% (78), 20 Tage mit Nebel (20), mittlere Windgeschwindigkeit 14km/h (17), an 12 (16) Tagen in Böen Windstärke 6, an 3 (5) Windstärke 8. Da nur der erste Monatstag vollkommen frostfrei war 27 Frosttage (24), aber 23 Eistage – im Mittel sind nur 13 zu erwarten. Im Mittel der letzten 26 Jahre steht übrigens der 25.März als letzter Eistag – es ist also noch ein wenig Geduld angebracht….





      Nach dem frühlingshaftem Monatsbeginn droht aber für die zweite Dekade des März nochmals die Winterkeule, wie schwer und heftig sie sein wird sich zeigen, da gibt es nach jedem neuen Lauf der verschiedenen Modelle noch eine ziemliche Bandbreite an Möglichkeiten, dabei sehr krassen – sprich äußerst frostigen mit unter minus 10°C.







      Kleiner Hinweis - bitte nicht in jedem Punkt am Schreibstil stören, der Rückblick geht an mehrere Abnehmer, auf jeden einzeln
      einzugehen - da fehlt dann doch etwas die Zeit.

      05. März 2013 / DWD / Wetterwarte Neuhaus/Rwg. / Rüdiger Manig
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