Thread Gewitterlage ab 23.07.13

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    • Thread Gewitterlage ab 23.07.13

      Die Gewitterdurststrecke ist bald zuende :grins

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      21.07.2013, 07:03 Uhr

      Hoch YASMINE wandert weiter

      Seit fast drei Wochen bestimmt ein umfangreiches Hochdruckgebiet mit
      Schwerpunkt über den Britischen Inseln das Wetter in weiten Teilen
      Europas. Bei uns in Deutschland äußert sich dies durch überwiegend
      sonniges und trockenes Wetter. Dank eines schwachen, nördlichen
      Windes blieb uns zudem bisher die große Hitze und Schwüle erspart.
      Mit Höchstwerten meist zwischen 25 und 30 Grad waren die Temperaturen
      erträglich.

      Dies könnte sich in der neuen Woche ändern. Denn nach den aktuellen
      Vorhersagen der Wettermodelle wird sich das Hoch mit Namen YASMINE,
      allmählich verabschieden. In den letzten Tagen lag es nahezu ortsfest
      im Bereich der Britischen Inseln oder etwas westlich davon. Nun
      begibt es sich allmählich auf einen Nordostkurs. Schon am heutigen
      Sonntag liegt der Schwerpunkt des Hochs deutlich nördlich von
      Schottland. Zu Beginn der neuen Woche wird es dann schließlich
      Richtung Nordmeer abwandern und somit den Einfluss auf unser Wetter
      verlieren.

      Stattdessen weitet sich vom Atlantik her eine Tiefdruckrinne nach
      Mitteleuropa aus. Der Nordosten Deutschlands bleibt zwischen dem
      abziehenden Hoch und der Tiefdruckrinne zunächst noch in einer Nord-
      bis Nordostströmung. Sonst ist der Wind nur noch schwach und kommt
      aus unterschiedlichen Richtungen. Um die Wochenmitte verschiebt sich
      die Tiefdruckrinne etwas nach Norden und damit kann der Wind in
      weiten Teilen Deutschlands auf West bis Südwest drehen. Das
      ermöglicht warmen und feuchten Luftmassen, die bereits über dem
      Südwesten Europas und dem Norden Afrikas lagern, langsam bei uns
      einzusickern. Die Höchsttemperaturen werden in den nächsten Tagen
      vielerorts auf über 30 Grad ansteigen, im Südwesten sind örtlich bis
      zu 35 Grad möglich. Diese Höchstwerte wird man sicherlich mit der
      feuchteren Luft als unangenehm schwül empfinden.
      Am Mittwoch wird uns voraussichtlich das Frontensystem eines Tiefs
      westlich von Irland erreichen. Dann muss insbesondere im Westen und
      Süden Deutschlands mit Gewittern gerechnet werden, die örtlich auch
      stark sein können. Im Osten Deutschlands gibt es wahrscheinlich nur
      im Bergland vereinzelt Gewitter.

      Nachfolgend beruhigt sich das Wetter zwar vorübergehend, aus heutiger
      Sicht bleiben wir allerdings auch in den darauffolgenden Tagen im
      Einflussbereich einer Tiefdruckrinne. Ein erneutes stabiles
      Sommerhoch ist vorerst nicht in Sicht. Für unser Wetter bedeutet das
      zwar weiterhin hohe Temperaturen, aber leicht unbeständiges Wetter
      mit Schauern und Gewittern. Flächendeckender Regen, den die Natur nun
      wieder gebrauchen könnte, ist allerdings in dieser Woche nicht zu
      erwarten, so dass die Trockenheit trotz der Gewitter in einigen
      Teilen Deutschlands sicherlich anhält.


      Dipl.-Met. Johanna Anger
      Deutscher Wetterdienst
      Vorhersage- und Beratungszentrale
      Offenbach, den 21.07.2013

      Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

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      Beitrag von Martin ()

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    • Hallo aus dem Norden,

      hatte ein schönes, strukturreiches Gewitter vorhin an der Elbe. Was die Entwicklung in TH anbelangt, denke ich folgendes für die kommenden Tage:

      DO -> nach abziehenden Gewittern aus der Nacht tagsüber besonders im Süden und Osten nochmal Chancen, sonst durch zunehmenden Hochdruckeinfluss abschwächende/verhinderte Gewitteraktivität von Westen her.

      FR/SA -> FR unter Hochdruckeinfluss sehr wahrscheinlich trocken, keine Gewitter. Ob nachts was aus dem Westen Dtl. den Westen TH's tangieren könnte, ist Nowcastsache. SA allenfalls im Bergland mal ein Hitzegewitter, sonst trocken

      SO/MO -> Definitiv Hitzehöhepunkt am SO, dann kommt es auf Timing und Nowcast an. Möglichkeit einer ausgeprägten Schwergewitterlagen mit allen Zutaten besteht. Dazu aber mehr wenn es soweit ist.

      Wird hier auch erwähnt:

      Synoptische Übersicht - Mittelfrist

      ausgegeben am Mittwoch, den 24.07.2013 um 10.30 UTC

      Am Wochenende heiß, vor allem Sonntag kräftige, teils unwetterartige Gewitter. Montag von
      Westen etwas kühler, danach Hochdruckeinfluss und ab Mittwoch wieder zunehmend heiß.
      __________________________________________________________

      Synoptische Entwicklung bis zum Mittwoch, den 31.07.2013
      ...
      Oberhalb der ("gedeckelten") Grundschicht weist die Luftmasse tropischen Charakter auf und ist hochlabil geschichtet
      (EML)....

      ...
      Mit Annäherung eines Randtroges setzt aber bereits im Laufe des Vormittags/Mittags (Sonntag) im
      Westen PVA- induzierte Hebung ein und es entwickeln sich im Bereich einer sich
      verstärkenden Bodentiefdruckrinne kräftige Gewitter. Diese weiten sich im Tagesverlauf
      rasch ostwärts aus und könnten sich in Form einer Squallline organisieren. Der hohe
      Energiegehalt der Luftmasse und die hohe Labilität lassen verbreitet unwetterartige
      Gewitter mit größerem Hagel, schweren Sturm- oder gar Orkanböen und Starkregen erwarten.
      In der Nacht zum und am Montag schwenken der Randtrog bzw. die Bodentiefdruckrinne rasch
      weiter ostwärts, dabei kann es vor allem im äußersten Osten und Südosten auch am Montag
      noch einmal kräftige eventuell vereinzelt auch unwetterartige Gewitter geben...

      VBZ Offenbach / Dipl. Met. Jens Winninghoff


      Bitte ergänzen/korrigieren, habe nicht viel Zeit für die Modelle gehabt.


    • Auch von mir ein Mörsdorf-Bild. Mehr war nicht zu erwarten und auch kaum drin ;-)
      Auf jeden Fall funktioniert der Blitz Trigger aus den Staaten - der Lightning Strike! Micro Pro 3.0 - aller erste Sahne. Praktisch keine Fehlauslösungen. Er zeichnet Blitze auf, die man mit bloßem Auge gar nicht gesehen hätte. Sagenhaft.
      Mal schauen, wie er sich bei einem Blitz reicheren und abends statt findenden Gewitter schlägt.
      Review dazu folgt im Herbst.

      Hier der Link zum Hersteller. Glücklicherweise musste ich nur den Zoll+Versand übernehmen, anonsten ist das Gerät nämlich ziemlich teuer:
      aeophoto.com/

      Lg Marco
    • Samstag, 27.07.2013 - Level 3



      A major outbreak of severe storms is expected across regions of France, the Benelux countries and northwestern Germany. These storms may produce tornadoes, very large hail and widespread damaging wind gusts

      A level 3 was issued across northern France, the Benelux and a part of northwest Germany for tornadoes, severe wind gusts, large or very large hail and excessive precipitation.

      A level 2 was issued across parts of France, the Benelux countries and northwestern Germany for severe winds and large or very large hail, excessive precipitation and tornadoes.

      A level 1 was issued across a larger part of France, the Benelux countries, northwest Germany as well as southeast England, parts of Denmark and north Spain for the same risks.

      [...]

      Synopsis...

      Between a deep trough over the Altantic and a ridge over central Europe, a strong southwesterly flow is present over western parts of the continent. A shortwave trough over the Bay of Biscay should move northeastward during the forecast period.

      An area with steep mid-level lapse rates has advected northward off the Spanish Plateau across much of France and Germany. To the west and north of this warm air mass, convergence is located in a frontal zone with high low level moisture.

      During the day, a beginning wave in this front will become more pronounced in response to the approaching trough. An associated low-pressure area is expected to move northward ahead of this system across France, reaching southeastern England during the evening.

      Discussion...

      ...North and Northwest France, Benelux, northwest Germany...

      Widespread elevated convection is expected to be ongoing across northwestern France and the Benelux during the morning, the remnants of overnight convective activity.

      In response to pressure falls, surface winds are expected to retain an easterly component north of a boundary seperating humid air to its northwest and dry, hot air to its southeast. This boundary is visible in several NWP models and because of its temperature and moisture gradient may be interpreted either as a warm front or as a dry line.

      Strong 20-25 m/s deep-layer (0-6 km) shear is forecast north of this boundary where high amounts of storm-relative helicity are forecast of 200-300 m2/s2, suggesting a high threat that any initiating storms in that environment will quickly acquire rotation and become supercells. With dew point temperatures of 20-22 C forecast, and steep lapse rates present, sizable CAPE of about 2000 J/kg should be available.

      It seems likely that a number of supercell storms will form near the boundary during the afternoon and evening. Any supercell storm will be able of producing large hail and damaging wind gusts. In addition, strong low level (0-1 km wind shear) indicates that a risk of tornadoes will exist, some of which may be significant tornadoes (F2 or stronger).

      The storms will likely cluster overtime and may well evolve into a bowing systems producing swaths of damaging winds.

      [...].


      Quelle: www.estofex.org
    • Hallo zusammen,

      Ich hab mir jetzt ewig die aktuellen Modelle angeschaut und kann nur die Aufforderung von Chris unterstreichen, am besten nur noch Nowcast zu betreiben (welche übrigens der Einschätzung des DWD entspricht ->die Entwicklung sei bislang sehr unsicher, v.a. für Sonntag).
      Was ich jetzt für mich zusammenfasse, ist eine schwere Gewitterlage für den Westen/Nordwesten am heutigen Samstagabend. Dabei besteht die Möglichkeit, dass heute auch noch der äußerste Westen Thüringens auf welche Art und Weise auch immer berührt wird (-> Nowcast). Cape-Werte reichen heute in Mitteldeutschland übrigens bis an die 2000 J/kg.

      Für Sonntagabend rechnet Janeks WRF im 03Z Lauf eine kräftige Linie aus SW nach NO. Cape wird je nach Modell unterschiedlich berechnet, sollte aber grob (nur) bei ~ 1000-1500 J/kg liegen. Diese Entwicklung ist in den mir zugänglichen Modellen recht deckungsgleich (WZ, GFS):
      Zeitlich wird die Entwicklung von jedem Modell recht individuell gedeutet. Grobe Richtung für Thüringen: später Sonntagabend (gegen Mitternacht) bis in die frühen Morgenstunden des Montags. Die mögliche Verlangsamung der Linie Rtg. Osten kann hohe Niederschlagsmengen mit mehr als 40mm in 3 Stunden mit sich bringen. Die Bildung einer Squallline erscheint nach wie vor möglich (-> siehe hier v.a. 10m Windkarte). Zur detaillierteren Entwicklung, v.a. zur Superzellencharakteristik kann und will ich nix sagen. Ich lehne mich mit der Einschätzung schon weit genug aus dem Fenster und bitte gleichsam um muntere Kritik der Einschätzung.

      Hier mal ein paar Karten zum Text (für Sonntag):


      Quelle: modellzentrale.de


      Quelle: modellzentrale.de


      Quelle: wetterzentrale.de


      Hinsichtlich der Genesis von Superzellen durchaus interessant:


      Quelle: lightningwizard.com

      Hier noch die aktuelle Kurzfrist:

      Synoptische Übersicht - Kurzfrist

      ausgegeben am Samstag, den 27.07.2013 um 08 UTC

      GWL und markante Wettererscheinungen:
      SE a, Übergang zu S z
      Heute vor allem im Nordwesten und Westen, morgen von Nordwest nach Südost übergreifend
      Gewitter, teils unwetterartig. In ganz Deutschland starke Wärmebelastung.

      Synoptische Entwicklung bis Montag 24 UTC
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      Samstag... liegt Deutschland noch im Bereich eines Höhenrückens, der sich vom westlichen
      Mittelmeer über den östlichen Alpenraum hinweg zur Ostsee erstreckt. Durch diesen Rücken
      wird eine Hochbrücke gestützt, die kein Druckmaximum mehr aufweist; in deren Bereich ist
      eine schwachgradientige Druckverteilung zu finden.
      Der Höhenrücken wird durch einen Langwellentrog flankiert, der über dem nahen Ostatlantik
      liegt und bis in das Seegebiet der Kanaren reicht. Aus diesem Trog laufen kurzwellige
      Anteile heraus, die auch den äußersten Westen und Nordwesten Deutschlands streifen. Einer
      dieser Kurzwellentröge wird heute im Tagesverlauf nord-nordostwärts gesteuert und
      beeinflusst zur tagesgansgedingt "interessantesten" Zeit den Nordwesten und den äußersten
      Westen Deutschlands. Dieser Kurzwellentrog liefert den dynamischen Hebungsantrieb, so dass
      in diesen Gebieten Gewitter am wahrscheinlichsten sind. Ein Kondensationsniveau unterhalb
      von 850 hPa sowie die starke Scherung deuten auf organisiertere Strukturen hoch reichender
      Konvektion hin.
      An der Vorderseite des vor Westeuropa liegenden Troges hat über Frankreich bereits
      Druckfall eingesetzt, der sich noch verstärkt. Dies führt zur Ausbildung einer thermisch
      induzierten Tiefdruckrinne, die bis ins westliche Mittelmeer reicht und aus dieser Region
      feucht-labile Subtropikluft ansaugt, die somit auch bis nach Deutschland gelangt. Diese
      trogvorderseitige Lage kann man als klassisch für die Ausbildung von unwetterträchtigen
      Schwergewittern nennen. Was bisher noch etwas fehlt ist der dynamische Antrieb, der bisher
      nur im Nordwesten sowie ganz im Westen zu erwarten ist. Aber abgesehen von den Gebieten im
      Nordwesten und Westen dürfte es zur Auslösung hoch reichender Konvektion nur durch
      orografische Unterstützung kommen. Eine Auslösetemperatur, die meist zwischen 35 und 40
      Grad liegt, sollte wohl doch noch nicht ganz erreicht werden.
      Die Tageshöchsttemperaturen erreichen 32 bis 37, nur ganz im Norden und in höheren
      Berglagen 27 bis 31 Grad und an Küstenabschnitten mit Seewind vielleicht auch etwas
      darunter.
      In der Nacht zum Sonntag rückt die Achse des Höhenrückens noch etwas nach Osten vor, so
      dass sich nunmehr über dem gesamten Vorhersagegebiet eine südwestliche Strömung einstellt.
      Mit dem nach Nordosten abziehenden Trog setzt von Südwesten her Kaltluftadvektion ein, die
      stabilisierend wirkt. Besser ist zu sagen, dass die Schichtung nicht mehr ganz so labil
      ist wie sie vorher war. Gleichzeitig entwickelt sich an der Vorderseite eines weiteren
      Kurzwellentroges, der mehr zur Frontalzone hin ansetzt, ein Sturmtief, das sich in die
      Nordsee verlagert. Dessen Kaltfront erreicht schleifend ausgangs der Nacht den Nordwesten
      und Westen Deutschlands.

      Sonntag... intensiviert sich das Sturmtief, wobei der Kerndruck unter 990 hPa sinken soll.
      Dabei dreht dieses Tief nach Norden ein und verlagert sich in die nördliche Nordsee.
      Aufgrund der Verlagerung dieses Tiefs nach Norden kommt die Kaltfront schleifend und unter
      Wellenbildung nur noch zögernd nach Osten voran. Dabei nimmt diese Front Anacharakter an.
      Kaltluftadvektion sorgt im Frontbereich sowie postfrontal für eine leichte Stabilisierung,
      was aber nicht heißen soll, dass dort konvektiv nichts mehr passiert.
      In den anderen Gebieten, grob gesagt von der Ostsee bis zum Alpenrand und Hochrhein,
      erfolgt kein Luftmassenwechsel. Präfrontal können sich in einer thermisch induzierten
      Tiefdruckrinne Konvergenzen entwickeln, an welchen die heftigste Konvektion erfolgt. Dabei
      sind vor allem nach Süden hin präfrontal auch Superzellen, die durchaus auch langlebig
      sein können, vorstellbar.
      Von einer "Entwarnung" kann eigentlich für keine der Regionen gesprochen werden, da
      abhängig von der Entwicklung und Lage des Sturmtiefs über der Nordsee und der Kaltfront
      dieses Tiefs die Wetterentwicklung noch sehr unsicher ist. Aber auch ohne
      Nordsee-Sturmtief ist die Wetterlage alles andere als einfach.

      Die Tageshöchsttemperaturen erreichen 32 bis 38 Grad, wobei die die Maxima im Osten (vor
      allem Mark Brandenburg, aber auch in Niederbayern) zu erwarten sind. Im Nordwesten und
      ganz im Westen wird die 30 Grad-Marke wahrscheinlich nicht mehr überschritten.
      In der Nacht zum Montag wird die labilste Luft nach Osten abgedrängt. Reste sind davon
      aber noch in der Oder-Neiße-Region sowie ganz im Süden, am Alpenrand und vielleicht auch
      östlich des Schwarzwaldes, vorhanden. In diesen Gebieten muss daher mit Starkregen, der
      anfangs auch noch von Gewittern begleitet sein kann, gerechnet werden. Kaltluftadvektion,
      die vor allem in tieferen Niveaus erfolgt, sollte dann aber für zumindest vorübergehend
      für eine Stabilisierung sorgen.

      [...]

      Modellvergleich und -einschätzung
      --------------------------------------------------------------
      Die vorliegenden Modelle zeigen hinsichtlich der synoptischen Basisfelder eine weitgehend
      ähnliche Entwicklung. Prognoserelevante Unterschiede lassen sich nicht ableiten. Lediglich
      das Sturmtief, das von der deutschen Modellkette über der Nordsee simuliert wird, ist bei
      den anderen Modellen nicht zu finden. Zwar zeigen auch die anderen Modelle ein Tief, das
      aber nur einen Kerndruck von wenig unterhalb von 1000 hPa aufweist. Folglich bekommt die
      gesamte Entwicklung nicht so eine Dynamik wie nach der deutschen Modellkette, d.h. die
      über Deutschland liegende wellende Front käme dann langsamer nach Osten voran, wodurch
      dann auch die Wahrscheinlichkeit von Starkregen zunehmen würde. Auch nach EPS-Verfahren
      deutet sich eine Verlangsamung der Entwicklung an, wobei dann in der Nacht von Sonntag auf
      Montag Starkniederschläge am wahrscheinlichsten sind.
      Betont werden soll an dieser Stelle aber noch einmal die Unsicherheit der gesamten
      Entwicklung.


      Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
      Dipl. Met. Thomas Schumann



      Bemerkenswert finde ich insgesamt, wie unsicher die Entwicklung in Synopsis und Modellen an sich gedeutet werden kann. Deshalb NOWCAST :-) ... ich hoffe dennoch, dass diese Zeilen ein wenig zur runden Betrachtung beitragen.

      Bitte tragt Euch noch in die Orga-Liste für Chasings Heute/Morgen ein:
      storm-chasing.de/forum/index.p…ndarViewEvent&eventID=123

      Liebe Grüße
      Marco

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Marco ()

    • Anbei hier ein Panorama vom 24.7. bei Kleinfurra. Die Strommasten waren zwar im Weg, aber zu diesem Zeitpunkt sah die Front mal kurzzeitig nett aus. Knapp westlich von Werther kamen dann enorme Niederschlagsmengen zusammen, rund 30min ließ ich mein Auto von oben vollschütten. Blitze zuckten auch immer mal herab. Dann fuhren wir vergnügt im mäßigen Regen heim.



      Grüße, Maurice