Monatsthread AUGUST

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    • Witterungsrückblick August 2013 Region Neuhaus am Rennweg

      Nach einem so wunderbaren Juli war die Hoffnung auf einen weiteren Sommermonat in dieser Kategorie sehr groß – und was sich zu Monatsbeginn andeutete wurde zumindest vom Temperaturniveau bewahrheitet. Keine Umstellung auf eine im Sommer frustrierende West- oder gar Nordwestlage, bis auf wenige Tage ausnahmlos sommerliche Temperaturen.






      Nur der Niederschlag entsprach vor allem in unserer Region nicht der zu Beginn des August erstellten Prognose. Sei es drum, es war einfach ein schöner Sommermonat.
      Seit Beginn unserer Messungen auf dem Bornhügel im Jahr 1987 fiel nur dreimal ein August zu kühl aus, nach dem April (plus 1,7°C) ist er mit einer Abweichung von plus 1,4°C derjenige Monat an dem sich die erfolgte Klimaerwärmung mit am klarsten zeigt, dicht gefolgt von Mai und Juli. Von verschieden Institutionen und Personen, welche bis vor kurzer Zeit dies noch ignorierten wird nun nach und nach ebenfalls eingeräumt, dass seit etwa 12-13 Jahren die Klimaerwärmung global gesehen stagniert, wenn gleichfalls auf einem hohen Niveau. Temperaturmittel des August 2013 15,4°C – Abweichung plus 2,2°C und Platz 13 in der Rangliste seit 1940.






      Begonnen hatte der August mit herrlichen Hundstagen, sieben Tage höchstsommerliches Wetter, Krönung dabei der 2.August – nur ein paar verschwindend geringe Cumulusfetzen, 14,7 Stunden Sonnenschein und das Monatsmaximum von 29,6°C. Das absolute Augustmaximum vom 13.08.2013 mit 31,9°C geriet aber nicht in Gefahr. In Folge nicht mehr diese krassen Temperaturmaxima, aber bis zum Monatsende viele schöne Bergsommertage.
      War die erste Dekade um 6°C zu warm entsprach die zweite etwa dem Mittelwert, die letzte annähernd 1,5°C zu warm.






      Erwähnenswert und meteorologisch sehr interessant der 6.August, an welchem im Laufe der Abendstunden die Kaltfront des Tiefs ERNST über unsere Region zog. Während aus der Rhön (Kaltensundheim) eine Information über einen Tornadoverdacht kam wurde hier im wahrsten Sinne des Wortes (fast) nur Staub aufgewirbelt. Die lange Trockenheit und die durch die vielen Baustellen ausreichend vorhandene lose Erde wurden mit Böen der Windstärke 9 durch die Straßen gejagt. Unangenehm, aber der wirklich unwetterträchtige Teil der Front (Böen von 140 Kilometer pro Stunde, Windstärke 12 beginnt bei 117 km/h) zog westlich an uns vorbei.








      Im weiteren Monatsverlauf wurden wir von allen markanten Wettererscheinungen verschont, kleine kurze Gewitter in der Umgebung – dass war´s und mehr gab es nicht.
      Lediglich zur Monatsmitte und als Kontrast zu den anfänglichen lupenreinen Hundstagen am Morgen des 14.August nach klarer Nacht und in maritimer Polarluft der erste Reif. Minimum direkt auf der Grasoberfläche minus 1,5°C, Lufttemperatur und gleichzeitig Monatsminimum 5,3°. In Tallagen sank die Temperatur auf Werte zwischen 2 und 3°C.
      Zwar gab es im August relativ viele Niederschlagstage hier in Neuhaus, insgesamt 14, aber nur an zwei Tagen eine erwähnenswerte Menge von 10 Litern oder mehr pro Quadratmeter. Aber selbst an diesen Niederschlagstagen wurde der Waldboden nicht durchfeuchtet, Pilze hier oben absolute Mangelware, bedeutendster Fund familärerseits bisher eine(!) Krause Glucke.






      Mit 38 Liter pro Quadratmeter fielen gerade einmal 40% vom klimatologischen Mittelwert, siebenttrockenster August seit 1940.
      Die Sonnenscheindauer - wenn zugleich zum Ende hin nachlassend - schön verteilt über den gesamten Monat, nur zwei Tage (25./26.) ohne jeglichen Strahl, an immerhin 17 Tagen mehr als fünf Stunden. Im gesamten August 193 Stunden – ein Plus von acht Prozent.




      Weitere Klimawerte, in Klammern die langjährigen Mittelwerte: Relative Luftfeuchte 72% (77), Bedeckungsgrad 58% (61), Gewittertage 5 (6), Tage mit Nebel 10 (12), mittlere Windgeschwindigkeit 11,5 km/h (12,2), Tage mit Böen der Windstärke sechs 7 (10), mit Windstärke 8 einer (1), Bergsommertage (Maximum mindestens 20°C) 14 (13).
      Anhand verschiedener Pflanzen-Phasen lässt sich jetzt im Spätsommer schön erkennen wie die Natur zwar vieles aufholen konnte – zu Beginn des Sommers hinkte vieles um die 12 bis 17 Tage hinterher – aber gerade der Zeitpunkt der Fruchtreife verschiedener Bäume und Sträucher konnte trotz des warmen Temperaturen und des vielen Sonnenscheins über die zwei Sommermonate nicht ganz aufgeholt werden. Die Früchte der Eberesche zum Beispiel 10 Tage über dem mittleren Reifedatum, beim Weißdorn werden es 8 bis 9 Tage sein.




      1995 wurden die Früchte der Eberesche ebenfalls erst so spät reif, der Sommerverlauf über weite Strecken ähnlich - Temperaturen, Sonnenscheindauer, jedoch etwas feuchter. Es folgte ein kalter aber über weite Strecken schneearmer Winter. Aber – bereits Ende August erfolgte eine deutliche Wetterumstellung, die Tagesmittel lagen unter 10°C. Die Temperaturen erholten sich zwar noch einmal, Bergsommertage wurden aber nicht mehr registriert, Ende des Monats gab es den ersten leichten Frost.
      Andere Auffälligkeit und für Biergartenfreunde äußerst positiv – es gab sehr, sehr wenige Wespen in diesem letzten Sommermonat….

    • Schöner Text und Bilder in gewohnter Form Rüdiger, danke dafür. Wertest du den meteorologischen Sommer noch irgendwie aus? Muss ja kein riesen Text sein... Würde mich interessieren.

      An dieser Stelle auch noch einmal der Hinweis auf den Witterungsbericht Sommer 2013 der Thürigner Klimaagentur sowie der Auswertung des meteorologischen Sommers seitens des DWD sowie aus Agrarsicht .
    • 12.8.13 | Heiligenstadt | Sonnenuntergang

      Nachtrag.
      Da Markus eine kleine "Flaute" erwähnte, poste ich hier nochmal was vom 12.8.13




      Würd mich freuen wenn sich jemand zur Bearbeitung äußert, da ich noch in den Anfängen stecke. Bin für Tipp's und Kritik immer offen.
      Danke, MfG Peter.

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