Thread Gewitterlage 06.08./07.08.2013

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    • Thread Gewitterlage 06.08./07.08.2013

      Thread zur Gewitterlage am 06.08/07.08.2013

      Einschätzungen, Nowcast, Meldungen und Bilder.

      Zwecks Chasing-Org bitte in den Kalender eintragen:
      06.08.: storm-chasing.de/forum/index.p…ndarViewEvent&eventID=130
      07.08.: storm-chasing.de/forum/index.p…ndarViewEvent&eventID=131

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      Schwergewitterlage Dienstag/Mittwoch - Versuch einer Einschätzung

      Zur morgigen Gewitterlage -die zweifellos Potential für Unwetter hat- sind die Modelle noch recht weit auseinander. Es fällt schwer, nur einen groben Ablauf fest zu machen. Daher kann ich mich nur kurz fassen und aufs Nowcasting verweisen. 1. Tageshälfte bis Mittag wohl noch nichts, dann beginnende Gewitterbildung (Konvergenz vor der eigentlichen Kaltfront), am Nachmittag weiter ausbreitend, Schwerpunkt wohl Abend/1. Nachthälfte. Nacht zum Mittwoch andauernde Gewitter/Regen und wohl auch am Mittwoch nochmals (je nach Ablauf am Dienstag) das gleiche Spiel, wobie generell ostwärts verlagernd. Neben den Gewittern kann auch akkumuliert bis Donnerstag einiges an Regen fallen.

      Auszug DWD-SYNOP:


      Synoptische Übersicht - Kurzfrist

      ausgegeben am Montag, den 05.08.2013 um 18 UTC

      Markante Wettererscheinungen:
      Morgen an einer wellenden Kaltfront unter dem Einfluss eines Kurzwellentroges schwere
      Gewitter möglich. Mittwoch ebenfalls Unwettergefahr.

      Synoptische Entwicklung bis Donnerstag 12 UTC
      -------------------------------------------------------------
      ...
      Dienstag ... läuft aus dem LW-Trog ein weiterer kurzwelliger Anteil unter seiner
      Vorderseite nach Nordosten ab, der vor allem in der zweiten Tageshälfte in der
      Nordwesthälfte unseres Landes für Hebung sorgt.

      Das GME hat in der Prognose des Omega-Feldes 700 hPa die Hebung gegenüber dem 00 UTC-Lauf
      massiv zurückgenommen: Während der alte Lauf noch kräftige Hebung sich in der zweiten
      Tageshälfte von Luxemburg über das Rothaargebirge bis nach Rügen hin verlagern ließ, hat
      der 12 UTC-Lauf die Vertikalbewegungen deutlich zurückgenommen, wobei die Zugbahn der
      stärksten Hebung etwas weiter südöstlich ansetzt. Entsprechend hat auch C-EU die maximalen
      Niederschläge von 00 bis 24 UTC gegenüber dem 00 UTC- und dem 06 UTC-Lauf zurückgenommen
      und auch etwas weiter südöstlich angesetzt. Es werden jetzt noch bis 72 mm an der Oder
      prognostiziert. Betroffen von Niederschlag über 30 mm sind primär Thüringen,
      Sachsen-Anhalt und Brandenburg. GME simuliert maximal 25 mm im Schwarzwald, dafür im
      östlichen Brandenburg überhaupt keinen Niederschlag! Angesichts der Uneinigkeit selbst
      innerhalb der deutschen Modellkette und den starken Schwankungen von Lauf zu Lauf ist die
      Unwettersituation am Dienstag vorwarnmäßig sehr schwer in Griff zu bekommen. Auch das
      neueste NAE ist sehr moderat mit den 6stündigen Niederschlagsmengen, 5 mm werden nur sehr
      begrenzt überschritten, am ehesten abends im Nordosten. GFS bringt ebenfalls eine
      Intensivierung zum Abend hin: bis 14 mm im nordwestlichen Brandenburg (18 bis 24 UTC). Die
      Intensivierung der Vorgänge am Abend ist somit vor allem in den feinmaschigen Modellen gut
      herausmodelliert.

      Die vom C-EU simulierten stündlichen Niederschläge überschreiten um 16 UTC mit 32 mm im
      Spessart die Unwettergrenze, steigern sich dann in den folgenden Stunden auf ihrer
      Nordostverlagerung und finden ihr Maximum mit 65 mm östlich von Berlin zwischen 21 und 22
      UTC. Damit sind die teils sehr hohen Werte des 06 UTC-Laufs schon merkbar reduziert
      worden.
      Die durch heftigen Starkregen im Bereich der von Westen eindringenden Kaltfront bestehende
      Unwettergefahr wurde durch die Ausgabe von Vorwarnungen für Teile des Südwestens bereits
      kommuniziert. Hagel und schwere Sturmböen sind ebenfalls recht wahrscheinlich.

      Präfrontal, nach Südosten zu, ist die Labilität noch deutlich höher als im frontalen
      Niederschlagsband: CAPE ML liegt mittags in Bayern teilweise über 2000 J/kg. Gegenüber dem
      00 UTC-Lauf wurden aber die Labilitätswerte, vor allem im Südwesten um den
      Oberrheingraben, massiv reduziert. Es ist jedoch sehr wohl vorstellbar, dass es auch
      abseits der frontalen Vorgänge, heftige Gewitter, besonders nachmittags und abends über
      dem Südostteil Bayerns, gibt. ...

      Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
      Dipl. Met. Burkhard Kirsch.
    • Danke für diesen frühen Eindruck, Rüdiger.

      Ich lese glaube erstmals in der DWD-Synop-Übersicht die Bezeichnung "Schwere Unwetter". Damit will ich keine Panik machen, doch definierte ich persönlich schwere Unwetter immer anders. Wie auch immer, hier der Auszug für heute:

      Synoptische Übersicht - Kurzfrist

      ausgegeben am Dienstag, den 06.08.2013 um 08 UTC

      GWL und markante Wettererscheinungen:
      SW z
      Schwere Unwetterlage! Heute und am Mittwoch sind über der Mitte, dem Süden und Osten
      schwere Gewitter wahrscheinlich, deren Begleiterscheinungen teilweise deutlich in den
      Unwetterbereich langen. Erst am Donnerstag erfolgt von Nordwesten her teilweise eine
      Beruhigung.


      Synoptische Entwicklung bis Donnerstag 24 UTC
      --------------------------------------------------------------
      Dienstag... haben wir es zunächst mit einer Doppelstruktur bei den Bodenfronten zu tun.
      Hinter der östlichen Front über Deutschland, die aus einer zonal orientierten
      Luftmassengrenze hervorgegangen ist, breitete sich gestern und nachts die sehr warme und
      hoch instabile Luft von Süddeutschland wieder bis in den Nordosten aus. Die zweite Front
      kam auf der Vorderseite eines westeuropäischen Troges nachts von Westen zu uns herein und
      brachte im Nordwesten bereits einen Luftmassenwechsel. In der dort einfließenden kühleren
      und u.a. durch Kaltluftadvektion stabil geschichteten Luft kommt es heute nicht zur
      Auslösung hochreichender Konvektion.
      Die beiden Frontenzüge verschmelzen im Tagesverlauf zu einer, von Südwest nach Nordost
      orientierten Luftmassengrenze, die die sehr instabile und heiße Luftmasse im Süden und
      Osten von der kühleren Luft im Nordwesten trennt. Sie befindet sich heute Abend etwa auf
      einer Linie Rheinland-Pfalz Vorpommern. Dabei verschärfen sich die thermischen Gegensätze
      im Frontbereich. Mit Annäherung des Troges nimmt überdies die Zyklonalität in der Höhe zu.


      Bereits aktuell sind an der Kaltfront über dem Norden noch Gewitter aktiv, die aber nach
      Nordosten abziehen, so dass sich das Wetter vorübergehend beruhigt. Diese Phase ist aber
      nur von kurzer Dauer. Mit einem Kurzwellentrog, der in der südwestlichen Strömung von
      Frankreich aus zu uns hereinzieht, wird die Front durch Wellenbildung im Tagesverlauf
      wieder aktiviert, was sich auch im Gewittercluster über Frankreich mit Nordostkurs schon
      abzeichnet.
      Damit kommen von Südwesten her teils heftige Schauer und Gewitter auf, (bzw. sie bilden
      sich im frontalen Bereich neu) deren Intensität bis in den Unwetterbereich reicht. Dafür
      sprechen die sehr hohen CAPE Werte bis 3000 J/kg im Südosten, hoher Wassergehalt und mit
      dem Trog zunehmende Scherung über der Mitte Deutschlands. Auch organisierte Konvektion,
      bis hin zu Superzellen mit den entsprechenden Begleiterscheinungen, von größerem Hagel bis
      hin zu Orkanböen, ist möglich.


      Im Nordosten bleibt es tagsüber zunächst relativ ruhig, einzelne Gewitter sind nicht
      ausgeschlossen, dort setzt die Hauptaktivität erst Spätabends und nachts ein.
      Auch abseits der frontalen Zone über dem Süden und Südosten bilden sich im Tagesverlauf,
      bevorzugt am Nachmittag Gewitter, die ebenfalls heftig und unwetterartig sein können, wohl
      aber nicht in der Verbreitung auftreten, wie über der Mitte.
      Der Nordwesten erlebt dagegen einen ruhigeren Ablauf mit teilweise aufgelockerter
      Bewölkung und Windböen Bft 6 bis 7 an der Nordsee.


      Nachts weitet sich der Trog über Westeuropa nach Süden aus, damit dreht die Strömung über
      Mitteleuropa mehr auf südliche Richtungen und der o.a. Kurzwellentrog wird über den
      Nordosten Richtung Ostsee herausgeführt. Dort sind anfangs noch heftige Gewitter mit
      Unwetterpotential zu erwarten, während sich in den anderen Gebieten mit einem flachen
      Kurzwellenrücken, der von Südsüdwest durchzieht, das Wetter vorübergehend beruhigt.
      Stellenweise kann sich Nebel bilden. Zum Morgen sind im Südwesten die nächsten Gewitter
      möglich.

      ...

      Modellvergleich und -einschätzung
      --------------------------------------------------------------
      Die Modelle simulieren großräumig ähnlich und geben für heute und morgen Anzeichen einer
      schweren Unwetterlage über Deutschland.
      Dies äußert sich in zahlreichen und deutlichen Signalen für Unwetter durch schwere
      Gewitter seitens der operationellen Modelle, aber auch probabilistischer Verfahren.
      Seitens Cosmo DE EPS sind dies beispielsweise hohe Wahrscheinlichkeiten für
      unwetterartigen Starkregen in den letzten Läufen über dem Süden und der Mitte, wobei diese
      eingangs der Nacht über dem Süden und Nordosten am stärksten sind. Auch die
      Wahrscheinlichkeit von Böen bis Orkanstärke 12! Ist laut C DE EPS im Süden deutlich
      erhöht. Dem schließt sich auch PEPS an mit Abstrichen, dort tauchen im 90% Perzentil 30
      m/s als Böen auf.
      Signale für großen Hagel (bis 5cm) sind den Temps zu entnehmen.
      Hohe Niederschlagsmengen werden von allen Modellen, häufig aber unterschiedlich
      positioniert, gerechnet.


      Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
      Dipl. Met. Bernd Zeuschner

      ...


      Die ganze Übersicht/Bericht hier
    • Hier in Ernstthal richtige Luftnummer, warmer Sturm - aufregenster Teil der Böenfront der punktuelle Staubsturm welcher sich
      aus den paar schmalen Wegen nährte, aber schon recht krass war bei Bft 9 - und spätestens als ich sah dass nicht alle Kühe ihr
      Hinterteil in Windrichtung stellten und recht ruhig weiter fraßen war klar dass hier die Luft raus war...
      ... aber auch schöne Abendstimmung ...








      Gruß Rüdiger
    • So, ich hatte ja bereits diese Saison in meiner Region abgeschlossen und wurde dank Pessimismus trotzdem nochmal überrascht.

      Hier ein paar Bilder von der Böenfront, welche sich vom Bereich Meiningen bis Landkreis Hildburghausen gegen 18 Uhr ausbildete. Ich empfand sie als sehr breit (und nicht sooo schön) Leider hatte ich keine Zeit mehr für Stativ und Weitwinkel, sie bildete sich ziemlich schnell direkt zwischen Mellrichstadt und Jüchsen - und im 9. Monat schwanger lässt sichs leider nicht mehr so fix chasen. :zwinker

      Am Keltenwanderweg Blickrichtung SW:








      Als mich die Front überrollte, gings wirklich heftig zur Sache. Da ich Blick auf die Ortschaft hatte, konnte ich sehen, wie einzelne Böen (Downburst?) mehrere Hüttendächer/Scheunendächer teilweise abdeckten. Für Fotos war es leider zu staubig und es ging alles rasend schnell. Weiterhin sah ich 2 Erdblitze direkt in der Ortsmitte, kurz darauf auch Feuerarlarm und Ausrücken der Feuerwehr.
      Hagel gabs für ca. 2 Minuten aber max. Korngröße 1 cm, eher ein Zwischending zwischen Hagel und Graupel.
      Anschliessend ein paar schöne Blitze- und etwas Regen- nach ca 1,5 Stunden war der ganze Spuk vorbei.


      Und danach eine schöne Abendstimmung (Fensterblick)





      (Wie immer sind meine Bilder unbearbeitete Momentaufnahmen- der Wettergenuss stand wie immer im Vordergrund)

      Lg Dany
    • So hier sind auch die Bilder von uns :zwinker
      Wir sind ein wenig spät los gekommen und wollten eigentlich bis nach Eisenach fahren, allerdings sind wir nur bis Creuzburg gekommen.
      Dort konnten wir dann folgendes beobachten:









      Hier waren im Vorlauf extreme Windböen zu spüren, so dass man dagegen ankämpfen musste...
      Nicht viel später setzte dann auch der Regen ein und wir fuhren noch Richtung Mühlhausen, wo wir aber sehr schnell ausgebremst wurden von umgestürzten Bäumen die dort die Straßen blockierten.
      Alles in Allem ein sehr geiles Chasing mit einer sehr schönen turbulenten Böenwalze.

      Lg Jonas
    • Ich war mit RonnyEF ab 16:30 Uhr von Erfurt aus unterwegs. Wir erlebten einige Einzel- und Multizellen, die sich vor dem Cluster, der aus Südwesten aufzog, bildeten. Wir fuhren auf einen Aussichtspunkt bei Westhausen, wo sich direkt über uns 2 vermutliche Superzellen bildeten (ja, auch ich spreche mal davon). Während dieser imposanten und bedrohlichen Entwicklung nahte aus Südwesten schon die Front und zeigte bald neben Ihren Zähnen einen blau-grünen Niederschlagsbereich. Den heftigen Böen konnten wir in der Ferne regelrecht entgegensehen, wirbelten Sie Unmengen an Staub auf. Als uns die Front überquerte, gab es einige sehr starke Böen (geschätzt schwere Sturmstärke, vllt orkanartig), Starkregen und kleinen Hagel. Auf der Rückfahrt überall abgerissene Äste, von Laub bedeckte Straßen, Überflutungen.

      Hier ein paar Eindrücke:









      Markus
    • Unwettergefahr bleibt auch am Mittwoch bestehen!

      Aus Zeitgründen nur der obligatorische Auszug:


      S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T
      ausgegeben am Dienstag, den 06.08.2013 um 18 UTC

      Markante Wettererscheinungen:
      Weiterhin Gefahr von unwetterartigen Gewittern bis Dienstag abend einschließlich.

      Synoptische Entwicklung bis Freitag 12 UTC
      -------------------------------------------------------------
      Aktuell ... sind in einer südwestlichen Höhenströmung zwei Gewittercluster über
      Deutschland aktiv, ein weiterer zieht z. Zt. von der Schweiz ebenfalls nordostwärts
      Richtung Bodensee- Allgäu und gewinnt alsbald Einfluss auf den Südwesten, später auch auf
      den Süden Deutschlands. Jeder dieser Gewittercluster hat Unwetterpotential, das sich in
      den Nachtstunden wahrscheinlich erst einmal abschwächt. Dominierend ist dabei bisher die
      sich von Thüringen Richtung Bayern erstreckende Squall-Line mit zahlreichen eingelagerten,
      bis 12 km Höhe reichenden Gewitterzellen. Auffällig stark sind dabei die gemessenen
      Windböen (bis Bft 12), in vielen Fällen nicht so markant dagegen die stündlichen
      Regenmengen. Dies hängt mit der raschen Verlagerung der Squall-Line zusammen.

      All dies spielt sich im Vorfeld einer Luftmassengrenze ab, die sich von Südwestdeutschland
      nach Mecklenburg-Vorpommern erstreckt und sehr warme bis heiße Luft östlich von deutlich
      kühlere Luft westlich davon trennt.

      Mittwoch ... Die kräftige Abkühlung und Stabilisierung auf der Rückseite der von Südwest
      nach Nordost durchgezogenen Squall-Line ist nur von kurzer Dauer. Die damit einher
      gegangene Kaltfrontpassage kommt nämlich zum Stillstand, anschließend bekommt diese
      Luftmassengrenze einen deutlichen Impuls zurück nach Westen. Sie wird dabei zur Warmfront
      eines Tiefs, das sich vom südlichen Frankreich ausgehend unter der Vorderseite eines
      markanten westeuropäischen Höhentroges nordostwärts zunächst Richtung Benelux verlagert
      und sich dabei deutlich nach Osten ausweitet. Damit liegen nun auch weite Teile des
      westlichen Deutschlands erneut in schwülwarmer und labiler Luft. Unter dieser
      Voraussetzung können sich wiederum verbreitet Gewitter mit Unwetterpotential bilden, die
      von Südwestdeutschland ausgehend nordostwärts ziehen. Erneut sind Sturm- oder orkanartige
      Böen und Hagel sowie Starkniederschläge zu erwarten.

      Erst in der 2. Nachthälfte zum Donnerstag hat dann die Kaltfront des mittlerweile nach
      Norddeutschland weiter gezogenen Tiefs Deutschland mit Ausnahme des äußersten Südwestens
      und Südens überquert. Damit endet dann auch die durch Schwergewitter geprägte Wetterlage
      und von Westen bzw. Nordwesten her strömt deutlich kühlere Luft heran.
    • Die wahre Schönheit der Natur erkennt man erst, wenn man allein auf einem Berg steht und auf die scheinbar unberührten Vorgänge des Himmels schauen kann.
      Der Sonnenuntergang heute war genial und nahezu surreal. Ein perfekter Abschluss von diesem ersten Gewittertag.

      Mammaten, Fraktusfetzen über der Hainleite, Regenbogen, ... und grandiose Farben, sowie ein böiger und recht kühler Nordwind ließen die Gegend an der Hainleite aufleuchten.



      Roll cloud?



      Pano

      Weitere Bilder später...
      Maurice
    • Paar Bilder von mir. -Creuzburg-

      Ja wir (Jonas und Ich) hatten eigentlich vor noch etwas weiter in den Süden zu fahren. Aber es hatte zeitlich nicht ganz gepasst. Naja, so strandeten wir an einer Kreuzung nahe Creuzburg mit relativ guten Blick auf die Front des MCS'. Allgemein während der Anfahrt, konnten wir schon sehr schöne, beeindruckende Formationen und Strukturen beobachten. Bei der suche nach einen geeigneten Chasingpoint erlebten wir auch noch ein paar Naheinschläge. Bei einem konnten wir sehen wie sich der Blitz regelrecht auflöste.









      Es war ein sehr aufregendes Chasing für mich, da ich zum erstenmal einen solch ausgeprägte Böenkragen zu Gesicht bekam. Hoffe die Foto's gefallen.

      EDIT by MOD: Leerzeichen nach jedem Bild eingefügt --> Sorgt für mehr Übersicht

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Jonas_Hig ()

    • 06.08.2013 | Meso & Mammaten

      Hallo!
      In aller Kürze ein paar Eindrücke von heute.

      Bei Gera folgende Zelle aus Jena mit pot. Meso.:



      Dann trafen Ronny und ich bei Zeitz auf diese zweite Meso aus EF kommend (glaube ich):



      Neben anderen Erlebnissen, wie Naheinschlägen unter 150m in Jena oder 500m vor mir in die Windanlagen an der A9, Hagel, Böenfronten und so weiter. Puh, langsam sind die Eindrücke.... ERDRÜCKEND :grübel
      Deshalb hier was entspannendes....

      An der A9 bei Naumburg diese tiefen Lentis im postfrontalen Licht:



      21.30 Uhr kurz vor der Heimat musste ich noch mal in Stadtroda für dieses Bild halten:



      Eure Bilder sind einfach grandios. Scheint, als wäre für so ziemlich jede(n) was dabei gewesen? Das ist schön.
      Vor allem ist zu hoffen, dass bei dem vielen Hagel, alle schadensfrei geblieben sind...

      Lg Marco

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Marco|Jena ()



    • Die 2 gibt es auch heute wieder:



      Text dazu: www.estofex.org

      EDIT, 10:35 Uhr: Was Nowcasting und Entwicklung heute angeht, ist wirklich alles hier geschrieben:

      S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T ausgegeben am Mittwoch, den 07.08.2013 um 08 UTC

      GWL und markante Wettererscheinungen:

      GWL: Übergang zu Wa (West antizyklonal)



      Heute noch mal Unwettergefahr durch schwere Gewitter (von Südwest nach Nordost). Im weiteren Verlauf von Westen allmähliche Wetterberuhigung.



      Synoptische Entwicklung bis Freitag 24 UTC

      --------------------------------------------------------------

      Mittwoch... liegen Mitteleuropa respektive Deutschland vorderseitig eines Langwellentroges über Westeuropa, der nur leicht progressiv ist und sich heute über die Iberische Halbinsel etwas nach Süden ausweitet. Dadurch steilt die Höhenströmung bei uns etwas auf und dreht zurück auf Süd-Südwest. In die Strömung eingelagert sind kurzwellige Anteile, die wiederum verschiedene Habungsmaxima und -minima induzieren, welche nord-nordostwärts über unseren Raum hinweg laufen. Ein Hebungsschwerpunkt wird von der Numerik dabei zwar leicht westlich von uns gesehen, was aber kein Garant dafür ist, dass nicht auch über den Vorhersageraum Kurzwellentröge schwenken, die für dynamische Hebungsimpulse sorgen.

      Fakt ist, dass über Deutschland immer noch eine Luftmassengrenze liegt, die grob gesprochen von Südwest nach Nordost orientiert ist und die feucht-heiße und hochgradig instabil geschichtete Subtropikluft im Südosten von stabilerer und weniger warmer Meeresluft im Nordwesten trennt. An dieser Luftmassengrenze hat sich über Frankreich ein flaches Tief gebildet, auf dessen Vorderseite ein gewittriges Regengebiet entstanden ist, das inzwischen unter deutlicher Abschwächung die Mitte und Teile Bayerns (dort kleine Konvergenz) erreicht hat. Tief und Regengebiet verlagern sich über die Mitte nordostwärts, wobei sich das Regengebiet auflöst.

      Mit Verlagerung des Tiefs gewinnt die labil geschichtete Subtropikluft noch mal an Raum nach Norden bzw. Nordwesten. Gleichzeitig entsteht durch Einstrahlung sowie Überströmung der Alpen über dem Süden bzw. Südosten ein zweiter Tiefkern, so dass das gesamte Druckgebilde die Form einer zonal ausgerichteten Rinne annimmt, die sich langsam nach Norden schiebt. Konfluente Strukturen, Tagesgang, dazu die Höhenströmung sorgen letztlich dafür, dass im Tagesverlauf die Gewittertätigkeit von Südwesten her wieder auflebt (im Osten verzögert, weil aktuell durch nördliche Winde ein kleiner stabiler "Fuß" initiiert wird), wobei die Rahmenbedingungen (Feuchte, Labilität, Scherung) derart sind, dass auch wieder mit Unwettern durch großkörnigen Hagel, schwere Sturm- oder Orkanböen und Platzregen gerechnet werden muss. Die Entwicklung von Superzellen oder auch einer Squalline (wie von COSMO-DE angezeigt) ist durchaus wahrscheinlich, was das Warnmanagement etwas erleichtern würde.

      ....



      Eine geringere Gewitterwahrscheinlichkeit offenbart sich auch im äußersten Osten und Südosten. Zum einen zeigt die Höhenströmung dort eine leicht antizyklonale Kontur, zweitens wird durch das Tief von Südosten her vorübergehend etwas trockenere Luft angesaugt und drittens sorgt das Überströmen der Alpen und vielleicht auch des Erzgebirges für einen gewissen Austrocknungseffekt. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass sich in den Alpen Südföhn mit einzelnen Sturmböen auf den Gipfeln einstellt.

      In der Nacht zum Donnerstag erreicht das Tief den Nordosten des Landes. Dadurch kommt die Kaltfront vor allem im Nordteil ostwärts voran, während sie im Süden nach Westen zurückhängt. Postfrontal setzt vor allem im Westen und in der westlichen Mitte eine Stabilisierung ein. Im Norden und im Bereich der schleifenden Front (Südwesten östliche Mitte), aber auch präfrontal in der instabilen Warmluft kommt es bis weit in die Nacht hinein noch zu teils kräftigen, örtlich unwetterartigen Gewittern. Dort, wo sich das Wetter beruhigt, bildet sich gebietsweise Nebel. ....

      Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach

      Dipl. Met. Jens Hoffmann



      Der ganze Bericht hier
    • Das gestrige Unwetter war nicht ohne. Die schöne Seite: Lila-Rote-Farben und ein schöner Regenbogen mit Start und Ende.

      Die Fotos sind nicht bearbeitet und geben das Farbspiel wie es zu sehen war realistisch wieder.
      Das erste Foto wurde im Panoramamodus fotografiert, da ich mein Weitwinkelobjektiv nicht dabei hatte.





      LG
      Markus

      EDIT by MOD: Bilder eingebunden --> Bitte Bilder immer einbinden, wenn vorhanden!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Jonas_Hig ()

    • Der Tag danach!

      Hier mal ein paar Hagel u Sturmschäden von Gestern!





      Zu dem Dach ist zu sagen das es Hagelsicher bis 4cm ist,so erzählte mir der Besitzer! Das gilt nicht für den alten Dachteil,der auch kleineren Hagel nicht standgehalten hat!









      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Ronny(Ilmkreis) ()