Monatsthread SEPTEMBER

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    • Monatsthread SEPTEMBER

      Monatsthread September 2013
      [Wetter, Klima und Phänologie in Mitteldeutschland]

      Hier kann folgendes gepostet und gefunden werden:

      - Aktuelle Messwerte und Beobachtungen
      - Besprechungen zur Wetterlage/folgende Wetterlagen
      - Bilder zur Wetterlage (max. 4)
      - wetterbedingte Kurznachrichten / Meldungen

      Für besondere Wetterlagen werden separate Threads erstellt.


    • Der Sommer dreht doch nochmal auf.
      Auch bei immer kürzer werdenden Tagen will es der Sommer jetzt noch einmal wissen.Ab Mittwoch/Donnerstag ist in Thüringen verbreitet mit Werten bis 25 Grad zu rechnen. Und zum Wochenende hin dürften hier und da nochmal 29 Grad erreicht werden.
      Zumindest aus heutiger Sicht scheinen die ersten beiden Septemberwochen recht "ordentlich"für die Jahreszeit zu werden.
    • Thema des Tages

      Die Wetterküche kommt in Schwung! Kurzfristig oder Langfristig?

      Wenn man die letzten Monate, teils sogar Jahre betrachtet, stellt
      sich schon fast die Frage: "Was ist eine Westlage?"

      Betrachtet man den Zeitraum seit 2010 so dominierten immer wieder
      meridionale (nord-süd ausgerichtete) Wetterlagen mit einer Strömung
      vorzugsweise aus nördlichen Richtungen im Winter oder südlichen
      Richtungen im Sommer. Dies führte dazu, dass insbesondere diesjährige
      März sehr kalt, aber auch dass der Sommer teilweise sehr heiß und
      sonnig ausfiel. Die für die gemäßigten Breiten - also auch für
      Mitteleuropa - typischen Westlagen mit westlichen Winden und
      wechselhaftem Wetter sind doch sehr rar geworden.

      Dies lässt sich auch sehr gut an der Zeitreihe des Indexes der
      Nordatlantischen Oszillation (NAO) feststellen. Sie beschreibt die
      großräumige Luftdruckverteilung über dem östlichen Atlantik zwischen
      den Referenzorten Azoren und Island. Sind die beiden Druckgebilde
      (Azorenhoch und Islandtief) gut ausgeprägt, so ist der Index positiv.
      In diesem Fall kann sich eine stärkere Westwinddrift entwickeln. Ist
      der Index negativ, so sind Islandtief und Azorenhoch eher schwach
      ausgeprägt, sodass sich sehr häufig typische blockierende Wetterlagen
      mit einem Hochdruckgebiet über Mittel- oder Westeuropa oder auch
      Skandinavien einstellen (Omegalage). (näheres zur NAO finden sie auch
      unter: www.dwd.de/wetterlexikon -> NAO)



      Im Mittel dominieren seit dem Jahre 2010 negative NAO-Indizes.
      Ausnahmen waren meist nur von kurzer Natur. Beispielhaft sind hier
      die positiven Abweichungen im Winter 2011/2012 oder Frühjahr 2011 zu
      nennen. Auch in diesem Jahr gab es zeitweise positive Ausschläge. So
      lag der NAO-Index insbesondere von Mitte Juni bis Mitte Juli, aber
      auch wieder seit Mitte August im positiven Bereich (siehe Graphik.
      Quelle: National Oceanic and Atmospheric Administration). Bei einem
      Blick auf die Wetterkarten in diesem Zeitraum lässt sich auch sehr
      gut eine Zonalisierung der Strömung auf dem Atlantik feststellen.
      Jedoch verlief diese meist auf einer für den Sommer typischen sehr
      nördlichen Bahn und brachte Irland, Schottland sowie Norwegen und
      teils auch Schweden oftmals einen unbeständigen Wettercharakter.
      Deutschland lag aber meistens im Einflussbereich des sehr stark
      ausgeprägten Azorenhochs, welches sich zeitweise wie eine Zunge weit
      nach Mitteleuropa ausbreitete. Tiefdruckgebiete wanderten dabei von
      Norden her auf einer östlichen Bahn über Polen nach Süden oder
      bildeten sich im Golf von Genau im Lee der Alpen (Lee-Zyklogenese),
      um dann als typische Vb-Tiefs um die Ostalpen herum nach Norden zu
      ziehen. In diesem Fall gab es dann bevorzugt an den deutschen Alpen
      und dem Erzgebirge stärkere Niederschläge bis hin zu unwetterartigem
      Dauerregen.

      In den Phasen eines negativen NAO-Indexes konnte sich ein
      Hochdruckgebiet über der Nordsee oder auch über Ostdeutschland bzw.
      Polen etablieren. Dabei sorgten im ersten Fall östliche Strömungen
      für meist trockenes und warmes, im zweiten Fall eine südliche
      Strömung für sogar heißes und im weiteren Verlauf teils auch schwüles
      und gewittriges Wetter. Bei diesen Lagen wurden wir in Deutschland
      mit Sonne verwöhnt, sodass sich die Freibäder als Anlaufstelle Nr. 1
      entwickelten.

      Auch derzeit liegen wir noch im Bereich eines positiven NAO-Indexes.
      Jedoch kommen wir nun durch die geringere Sonnenscheindauer und auch
      südliche Lage der Frontalzone (Grenze zwischen polarer und
      subtropischer Luft) zusehends in den Einflussbereich von
      Tiefausläufern. Dies macht sich durch den bereits herbstlichen
      wechselhaften Wettercharakter mit zeitweiligen Regenfällen und
      Schauern bemerkbar. Auch das Temperaturniveau hat sich schon mehr als
      deutlich nach unten verschoben. Auch ein Ausblick auf die nächsten
      Tage zeigt keine Besserung. Immer wieder sollen Niederschläge aus
      Westen bzw. Nordwesten auf Deutschland übergreifen. Dazu soll ab
      Sonntag auch noch der Wind zulegen, sodass in exponierten Lagen der
      Berge oder Küsten Sturmböen zu erwarten sind.
      Da sich der NAO-Index jedoch auf einen Abwärtstrend befindet und
      schon Ende September in den negativen Bereich eintauchen könnte,
      erhöht sich auch wieder die Wahrscheinlichkeit für meridionale
      (Nord-Süd) Wetterlagen. Dies würde dann entweder zu einem
      herbstlichen bis frühwinterlichen (bei Nordwind) oder aber einem
      spätsommerlichen (bei Südwind) Wettercharakter führen.

      Dipl.-Met. Lars Kirchhübel
      Deutscher Wetterdienst
      Vorhersage- und Beratungszentrale
      Offenbach, den 13.09.2013

      Copyright (c) Deutscher Wetterdienst
    • Sonnenuntergang bei Heiligenstadt

      Konnte heute auch mal wieder ein paar nette Bilder machen. Da ich eher selten dazu komme, bin ich doch froh dass ich etwas Glück mit dem "Wolken-Licht-Spiel" hatte. Es war zwar nicht grad der spektakulärste Sunnenuntergang, aber immerhin zum Foto's machen hat's mir persönlich ausgereicht.









      Totz den 2 Minuspunkten möchte ich euch die Ausbeute zeigen. Einmal die Schärfe, da muss ich wohl weiterhin noch etwas üben und mich damit befassen und einmal eine kleine Kante beim zusammenfügen der beiden Pano's, da hat wohl die überlappung nich ganz ausgereicht.
      Viele Grüße, Peter.
    • Wann hat man schon einen spektakulären Sonnenuntergang, Peter? Jeder Moment bietet doch bei unserem Hobby stets neue Eindrücke.

      Mit der Schärfe haut bei der aber irgendwas gar nicht hin, was vielleicht an der Einstellung liegt? Hast du Autofokus an oder manuell (und hast vielleicht nicht mitbekommen, dass auf Manuell gestellt ist)?

      LG

      Markus
    • Dank euch beiden schonmal für die Antwort. Also prinzipiell stimmt die schärfe bei normalen Licht ob Tages- oder künstliches Licht. Aber zur Zeit klappt's nicht mit der Dunkelheit. Selbst den Sternenhimmel krieg ich scharf. Bei diesen Bildern hier im Thread habe ich mit Auto- und manuellen Fokus experimentiert und auch immer auf die richtige Einstellung geachtet. Aber mir ist grad was aufgefallen. Auf dem Kameradisplay ist alles gestochen scharf, sogar wenn ich das Bild im großen Zoom betrachte. Auch die einzelnen Foto's der Pano's sind ordentlich scharf. Also könnte es rein Theopraktisch am Bearbeitungsprogramm liegen? Speziell bei der Formatierung? Begründung: Die Sonnenuntergangsbilder einschließlich mein Profilbild, sind bisher die einzigsten wo ich die Größe verändert hab (800x600). Und die sind alle unscharf.
    • Zum Thema NAO hätte ich einen klitzekleinen Tipp bzgl. saisonaler Vorhersagen (2-4 Monate im Voraus). Während ECMWF diesbezüglich noch ziemlich schwächelt, haben die MetOffice people mittlerweile ein ziemlich beeindruckendes Tool am Start. Nennt sich GloSea5 und wird hauptsächlich von Adam Scaifes Gruppe entwickelt. Unterstützt natürlich von der gesamten (riesigen) Entwicklungsabteilung. Hier die jeweils aktuelle Vorhersage: 2m Temperaturanomalie

      Der saisonale Vorhersageskill liegt bei 0.62, was ein extrem guter Wert ist (ab 0.25 hat man brauchbare Aussagen, 1 wäre perfekte Übereinstimmung). EZ liegt bei 0.2 wenn ich mich recht erinnere. Der Skill kommt durch die sehr hohe vertikale Modellauflösung (85 Schichten) und das gekoppelte hochauflösende Ozeanmodell (0.25°) zustande. Dazu jede Menge "state-the-art" Modellphysik- und dynamik ... et voila! Auf diese Art werden die 5 entscheidenden Parameter für die NAO-Vorhersage so gut wie bisher noch nie in Langfrist-Modellen abgebildet: 1. ENSO, 2. Arktiseisausdehnung, 3. Solarer Einfluss, 4. QBO (Quasi-Biannual Oscillation), 5. aktueller NAO- bzw. Nordatlantikzustand

      Diese 5 Parameter entscheiden letztlich (zumindest zu sehr großen Teilen), wie es mit der NAO weitergeht, welche ihrerseits die Tendenz hat, im nordhemisphärischen Winter einen gewissen Präferenzzustand einzunehmen. Entscheidend ist, in welche Richtung die 5 Parameter den Jetstream "pushen". Ende 2009 zogen bspw. alle Parameter (außer die NAO selbst) in Richtung NAO-negativ. Das Ergebnis war ein ziemlich strenger westeuropäischer Winter, was GloSea5 richtig erfasst hatte. Nach jenem Winter war der Atlantikzustand derart in Richtung NAO-negativ "gepusht", dass der darauffolgende Dezember (2010) fast zwangsweise wieder mit einer krassen Blockinglage starten musste. Hatte das Modell ebenfalls drin ... und so kann man 20 Jahre zurückschauen und findet nur wenige wirkliche Modellausfälle. Ausfälle, in denen vermutlich keiner der 5 Parameter verlässliche Aussagen geliefert hat.

      Lange Rede kurzer Sinn. Dieses Jahr ist der Fall weniger klar als 2009 und 2010, allerdings stehen mind. 3 Faktoren (Sonne, Arktiseis, QBO) wieder auf Blocking, sodass die Modelltendenz derzeit auch in die entsprechende Richtung zeigt. Dabei handelt es sich selbstredend nur um die europäische Großwetterlage, d.h. es ist max. eine Aussage Richtung Mild- oder Kaltwintertendenz drin. Mit entsprechender Vorsicht sind die Ergebnisse zu interpretieren. Letztlich sind es Wahrscheinlichkeitsaussagen. Der Punkt den ich hier machen wollte ist der, dass die Vorhersagekraft dieses saisonalen Produkts ziemlich gut ist. Genau genommen derart gut, dass die MetOffice-Leute um Adam Scaife selbst überrascht waren. Man beachte allerdings, dass die Vorhersageskills für den Sommer wesentlich geringer sind, was mit recht einfachen atmosphärendynamischen Überlegungen zu tun hat. Im Winter wird unser westeuropäisches Wetter viel viel stärker durch die Dynamik (also den Jetstream) kontrolliert, als das im Sommer der Fall ist. Mit anderen Worten, die Sommerzirkulation ist viel stärker durch den Zufall geprägt, als das entsprechende Winterpendant.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von KarSteN () aus folgendem Grund: Edith musste nochmal mit 2 Korrekturen bzgl. der Modellauflösungen eingreifen.

    • Thema des Tages
      Und schuld daran ist wieder das Wetter!

      Bis zum kommenden Sonntag müssen wir sie noch ertragen, die
      glattgebügelten Photoshopgesichter, die uns von den Wahlplakaten
      anlächeln. Spätestens aber am kommenden Montag, wenn der verknitterte
      Alltag wieder Einzug hält
      , werden wir von dem einen oder anderen
      Politiker zu hören bekommen, dass das schlechte -oder vielleicht auch
      gute- Abschneiden ihrer Partei bei der Wahl vom Wetter abhing. Da war
      es dann zu regnerisch oder zu kalt, zu windig oder aber auch zu heiß,
      so dass es den ach gar so unberechenbaren und wankelmütigen Wähler
      vom Gang zur Wahlurne abgeschreckt hat.

      Aber wie wird es denn, das Wetter am Wahlwochenende?

      Vom Azorenhoch spaltet sich ein bislang noch namenloses
      Hochdruckgebiet ab, das am Sonntag mit seinem Schwerpunkt über
      Deutschland liegen wird. Für das Wetter bedeutet das, dass nach
      Auflösung einzelner Frühnebelfelder viel Sonne scheint. Nur im
      Nordosten ziehen Wolkenfelder durch. Es bleibt aber allgemein
      trocken. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 15 Grad C im
      Nordosten und bis zu 21 Grad C im Südwesten. Dazu ein meist schwacher
      Wind.

      Was will man denn mehr? Weder Glatteis, Tornados, Hagel, Gewitter,
      Dauerregen, Frost oder sonstige Wetterextreme sind angesagt. Schlicht
      ruhiges Herbstwetter und im Südwesten wird es sogar noch einmal
      richtig angenehm warm.

      Das Wetter stellt somit keinen Grund dar, nicht zur Wahl zu gehen.
      Schließlich wäre es doch schön in unserer Demokratie, wenn die Partei
      "Die Nichtwähler" einfach die Fünf-Prozent-Hürde nicht schaffen
      würde. Denken Sie darüber einmal nach!

      Dipl.-Met. Helmut Malewski
      Deutscher Wetterdienst
      Vorhersage- und Beratungszentrale
      Offenbach, den 19.09.2013

      Copyright (c) Deutscher Wetterdienst
    • Witterungsrückblick September Neuhaus am Rennweg

      Der erste Herbstmonat in spontaner Erinnerung – kühl, feucht und trüb. Aber die eigentliche charakteristisch herbstliche Periode im September dauerte dabei nur 13-14 Tage, war jedoch nach diesem schönen Sommer wohl umso krasser im Empfinden. Eingerahmt war der Herbstbeginn dabei von einem anfangs sogar noch hochsommerlichem Monatsbeginn und den Beginn des Altweibersommers im Abgang – und mittendrin der erste, aber nicht sehr wirkungsvolle Sturm des Herbstes. Vor allem Hoch HANNAH brachte unserer Region zu Monatsbeginn mehrere Tage Höchsttemperaturen über 20°C – das Monatsmaximum am 05. in Subtropikluft mit 24,3°C, im Mittel der wärmste Tag der 07. mit 18,8°C (!), das morgendliche Minimum dieses Samstages lag bei 14,3°C.




      Indessen - der Übergang erfolgte abrupt, bereits drei Tage später betrug die Höchsttemperatur nicht einmal mehr 10°C. In Folge dominierten Tiefs jeglicher Art (Boden-, Rand- und Höhentiefs) unser Wetter, vom 07. bis 20.September fiel bis auf 0,3% der gesamte Niederschlag des Monats – immerhin 111 Liter pro Quadratmeter (und er war dringend nötig), eine Abweichung vom klimatologischen Mittelwert von plus 46%, Platz 15 in der Rangliste seit 1940. Dazu an jedem dieser Tage Nebel, mehr oder weniger lange anhaltend, an sieben Tage kein Sonnenstrahl. Und wie erwähnt der erste Sturmwirbel der Saison – ROLAND – welcher sich aber rasch abschwächte, unser Windmesser kratzte an der Windstärke 8, übertroffen wurde diese hier oben auf dem Bornhügel jedoch nicht. Die durch ihn herangeführte maritime Subpolarluft brachte auf dem Großen Feldberg im Schwarzwald die erste dünne Schneedecke der Saison, bei uns blieb es freilich noch grün - allerdings ruhten die Temperaturen für fünf Tage wieder unter der 10°C-Marke, Oktoberniveau.












      Doch der September verabschiedete sich mit einer sehr schönen Seite – viel, viel Sonnenschein, schöne Sonnenauf- und Untergänge, langsam einsetzende Laubverfärbung – Beginn des Altweibersommers. Und mit dem ersten Frost – zumindest in den Tallagen.











      Minus ein Grad Celsius am Morgen des 28.September in den Tälern, auf den Höhen des Schiefergebirges die Temperaturen aber noch zwischen plus 2 – 3°C. Immerhin hier der erste Bodenfrost mit minus 2°C. Dieser Termin entspricht zugleich dem mittleren Datum seit 1987, der Termin für das erste Auftreten von Luftfrost (in exakt 2m Höhe) ist in diesem Zeitraum der 15.Oktober. Die letzten sehr sonnigen Tage des Septembers erhöhten die monatliche Sonnenscheindauer auf immerhin noch 113 Stunden – 81% vom Durchschnittswert.
      Im Prinzip völliges Mittelmaß die Durchschnittstemperatur des September, 10,0°C bedeuten eine minimale Abweichung von gerade einmal zwei Zehntel. Jedoch – die zweite Dekade um volle 6°C kälter als die erste.
      Aber in Bezug auf Veränderungen des Klimas ist der September – im Einklang mit dem Oktober – derjenige Monat, welcher in den Jahren seit 1987 bezogen auf die Temperaturentwicklung kaum oder die geringsten Veränderungen zeigt. September drei Zehntel wärmer, Oktober zwei Zehntel kühler.
      Die Sonnenscheindauer im September weißt ebenfalls nur geringe Abweichungen auf, nur die Niederschlagsmenge zeigt eine deutliche Zunahme, etwa 25%.
      Die restlichen Klimawerte, in Klammern die langjährigen Mittelwerte: Bergsommertage 4 (4), Tage mit Nebel/Nebeltreiben 18 (17), Tage mit Gewitter 0 (1-2), Tage mit in Böen Windstärke sechs 11 (10), mit Windstärke acht keiner (2). Mittlere Windgeschwindigkeit 13 km/h (14), Bedeckungsgrad 71% (66), relative Luftfeuchte 88% (84).
      Zum heutigen Tag deutet noch nichts auf einen überraschend frühen Wintereinbruch hin - wie verschiedentlich in den letzten Tagen gehört. Späte Rosen und grünes Laub an noch vielen, nicht allen, Sträuchern und Bäumen sagen aus phänologischer Sicht eher das Gegenteil.
      Früher Wintereinbruch würde für unsere Höhenlage einen Termin in der letzen Oktoberdekade oder eher bedeuten, Anfang November ist eher keine Seltenheit, Mitte November bis auf wenige Ausnahmen sicher. Seit 1987 gab es natürlich auch immer wieder mal im Oktober Schnee – 1992 10cm, 1994 bereits am 4.10. 2cm, 2003 und 2009 7cm, 2008 14cm – aber es war nie nachhaltig. Im letzten Witterungsrückblick erwähnte ich einige Gemeinsamkeiten mit dem Witterungsverlauf von 1995 – ähnlicher Verlauf des Sommers, spätes Eintreten verschiedener phänologischer Phasen – einige Gemeinsamkeiten setzten sich fort.
      1995 blieb der Oktober noch schneefrei, dazu nur wenige Frosttage.
    • rüdiger manig schrieb:

      . Im letzten Witterungsrückblick erwähnte ich einige Gemeinsamkeiten mit dem Witterungsverlauf von 1995 – ähnlicher Verlauf des Sommers, spätes Eintreten verschiedener phänologischer Phasen – einige Gemeinsamkeiten setzten sich fort.
      1995 blieb der Oktober noch schneefrei, dazu nur wenige Frosttage.[/size]

      Man darf gespannt sein! Wie du vielleicht in meinem Vesser-Bericht gesehen hast, sind die Laubwälder teilweise noch alles Andere als gefärbt. Mittelfristig sind die Modelle zumindest so umgeschwenkt, dass es nun doch kein anhaltendes stabiles Hochdruckwetter geben soll, wenn dann nur die ersten Tage (MO/DI), ehe zur Wochenmitte wohl doch ein Vorstoß polarer Kaltluft stattfinden wird, die freilich noch keinen Wintereinbruch im Gepäck hat.

      Übrigens auch schnöne spätsommerliche Bilder!

      Markus
    • Ja, bin auch gespannt. Der Rückblick ist vom Inhalt her ja vor allem für die hiesige Presse gedacht,
      manche Bemerkungen und Hinweise beziehen sich mitunter auch auf dort erschienene Artikel.
      Zum Beispiel dass schon Ende September "alle Anzeichen auf einen frühen Wintereinbruch hinweisen",
      was genau konnte ich nicht in Erfahrung bringen...

      Bei einer Führung vorletzte Woche mit älteren Leuten kam die Anmerkung dass es ja dieses Jahr Unmengen
      von Vogelbeeren gibt - da muss ja ein strenger Winter anstehen. Ich sehe es eher so dass dieses Jahr
      im Mai es keinen Frost mehr gab und die Blüten nicht kaltgestellt wurden wie ansonsten schon oft passiert.

      Kann natürlich eintreten, der frühe Winter, wer weiß, aber für uns sind Mitte Oktober ein paar nasse Flocken noch kein
      Wintereinbruch, denke mal das ist in den Kammlagen einfach normal und eh zu erwarten.


      Grüße
      Rüdiger