Monatsthread NOVEMBER

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    • Monatsthread NOVEMBER

      Monatsthread November 2013
      [Wetter, Klima und Phänologie in Mitteldeutschland]

      Hier kann folgendes gepostet und gefunden werden:

      - Aktuelle Messwerte und Beobachtungen
      - Besprechungen zur Wetterlage/folgende Wetterlagen
      - Bilder zur Wetterlage (max. 4)
      - wetterbedingte Kurznachrichten / Meldungen

      Für besondere Wetterlagen werden separate Threads erstellt.
    • Guten Tag,

      eben entfloh ich dem Nebel, indem ich die Höhen der Hainleite erreichte. Dort herrschten tolle Stimmungen, zumal die Sonne zumeist schien und die Bäume mit einem Raureifpanzer (>1cm) ummantelt waren.

      Langsam sagt die Sonne 'Hallo'...


      Künstlerische Gebilde ließen fantasievolle Momente zu...




      Der Himmel ist blau...


      Grüße von der Hainleite,
      Maurice
    • @Peter: Stell bei den ISO-Einstellungen "Auto" aus und knipse bei solchen Bedingungen mit ISO 100.

      @Maurice: Tolle Reif-Eis-Nebeleindrücke von der Hainleite!

      Ich war gestern mit Marco unterwegs. Wir begannen auf dem Brocken:




      Das Highlight sollte der Poppenberg bei Ilfeld (NDH) werden. Wir verbrachten auf dem Aussichtstrum fast 4h.

      Ich habe noch nie eine schönere Inversion über Thüringen gesehen: Die Windränder der Hainleite scheinen auf dem Nebel zu stehen, im Hintergrund der Inselsberg:


      Blick nach Westen (Rtg. Eichsfeld) nach Sonnenuntergang:


      :winken
      Markus
    • Morgenwanderung auf den Filzberg ( KYF )

      Hallo,

      heute morgen schnappte ich mir die Kamera und wanderte auf den Filzberg bei Berka an der Wipper nahe Sondershausen.
      Bei Nebel und Temperaturen von 0 bis 3°C und einer Höhe von über 400 m konnte ich ein paar Bilder machen, die ich euch nicht vorenthalten möchte.



      An der Hainleite im Nebel



      Auf dem Filzberg ( Naturschutzgebiet ) Blickrichtung Süd



      abziehender Nebel


      Ich hoffe es gefällt euch !

      LG. Christian
    • Thema des Tages
      Wintereinbruch light
      Am vergangenen Sonntag wurde hier an dieser Stelle im Thema des Tages
      der Frage nachgegangen, wann der erste Schnee kommt. In den höheren
      Lagen ist er gefallen, im Flachland ist es dagegen noch "Grau-in-Grau".
      Gibt es denn in den nächsten Tagen Hoffnung auf Schnee für die Schneeliebhaber
      unter den "Flachlandtirolern"?

      Einige ausgewählte Schneehöhen am heutigen Mittwochmorgen:

      Feldberg/Schwarzwald (1489 m): 22 cm
      Wasserkuppe (921 m): 15 cm
      Brocken (1142 m): 15 cm
      Neuhaus am Rennweg (845 m): 11 cm
      Man muss sich also schon auf die höheren Berge begeben, um das
      prachtvolle Weiß in Augenschein nehmen zu können. Im Flachland
      dagegen heißt es meist: 0 cm. Die tiefste Station, an der man heute
      Morgen eine Schneedecke erleben konnte, war Erfurt-Weimar in
      Thüringen mit einer Schneehöhe von 2 cm
      . Und die liegt immerhin auch
      schon auf 316 m Höhe.

      Am heutigen Mittwoch gibt es im Süden und Osten unter dem Einfluss
      des Tiefs "Ruven II" über Polen zwar weitere Niederschläge, Neuschnee
      ist aber meist nur oberhalb von 400 bis 700 m zu erwarten. Die
      tieferen Lagen Mittel- und Süddeutschlands können zwar mal die eine
      oder andere Schneeflocke zu Gesicht bekommen, für eine Schneedecke
      wird es aber meist nicht reichen. Dafür ist die eingeflossene
      Luftmasse nicht kalt genug und die Wärme in den Böden noch zu hoch.


      In der Nacht zum Donnerstag wird es etwas interessanter. Dann greift
      ein neues Tief mit Namen "Quentin" von der Nordsee her auf den Westen
      und Südwesten über und zapft polare Meeresluft aus nördlichen
      Gefilden an. Wer nun bei Quentin an den Regisseur Tarantino denkt,
      kennt seine spannenden Filme. Ähnlich spannend könnte der Wetterfilm
      in der kommenden Nacht werden, denn bei den neuen Niederschlägen
      zeigen sich in den Vorhersagekarten Schneesymbole bis in tiefste
      Lagen (siehe dazu auch die Vorhersage der Wolken und des
      Niederschlags für Mittwoch, den 20. November 2013, 22 Uhr MEZ, zu
      finden ebenfalls auf www.dwd.de rechts in der Rubrik "Thema des
      Tages" unter [mehr]). Einen Dämpfer haben die Vorhersagen aber auch
      schon parat: Der Schnee scheint nur oberhalb von 200 bis 300 m liegen
      bleiben zu wollen, sodass sich Neuschnee wahrscheinlich wieder nur
      auf die höheren Lagen beschränkt. Eine "weiße Überraschung" selbst
      ganz unten scheint jedoch nicht gänzlich ausgeschlossen.


      In den nächsten Tagen bis zum Wochenende geht es dann nasskalt mit
      Regen- und Schneefällen weiter. Der Haken an der Sache (im Sinne der
      Schneefans): Im Flachland bildet sich weiterhin meist keine
      Neuschneedecke (kleinere Unsicherheiten in der Vorhersage gibt es
      aber noch, vor allem für Freitagmorgen im Westen). So schwankt die
      Grenze, wo der Schnee liegen bleibt, voraussichtlich weiterhin
      zwischen etwa 300 und 800 m. Tief "Quentin" zieht es zum zentralen
      Mittelmeer, womit die Strömung in Deutschland zwar auf Ost dreht, die
      ganz kalten kontinentalen Luftmassen aus Russland oder Sibirien aber
      nicht den Weg zu uns finden.


      Der aktuelle Wintereinbruch ist also nur ein "Wintereinbruch light",
      weil das Flachland größtenteils ausgespart bleibt. Viele Autofahrer
      (Winterreifen schon montiert?) werden aber sicherlich gut darauf
      verzichten können. Der bevorstehende Winter wird schließlich noch
      lang genug.


      Dipl.-Met. Simon Trippler
      Deutscher Wetterdienst
      Vorhersage- und Beratungszentrale
      Offenbach, den 20.11.2013


      Copyright (c) Deutscher Wetterdienst
    • Wie zu erwarten war:

      insuedthueringen.de/regional/t…Strassen;art83467,2987713
      thueringer-allgemeine.de/start…aale-Orla-Kreis-283255653
      thueringer-allgemeine.de/start…3-wegen-Glaette-412119695

      Für Freitagnachmittag bis Samstagmorgen kann es bis 300 Meter hinab schneien. Einen nennenswerten Neuschneezuwachs zw. 5 und 10 cm gibt es oberhalb von 400 - 500 Meter, auf dem Kamm durchaus auch 15 cm. Ebenfalls frischt der Wind Morgen deutlich auf. Mehr dazu in der Vorhersage.

      Markus
    • Witterungsrückblick November

      Letztlich war es ein November wie man ihn sich im Allgemeinen vorstellt. Wichtigstes Kriterium – Nebel, dazu des Öfteren Regen, in den höheren Lagen der erste Schnee.
      Nebel gab es an fast allen Tagen, nur am 12. und 25. wurden wir davon verschont. Durchschnittlich kann man in unserer Region mit 25 Nebeltagen im November rechnen,
      freilich muss dieser nicht 24 Stunden anhalten. Der unrühmliche Rekord vom Mai 1996 war aber in keiner Weise in Gefahr – damals an 10 Tagen ununterbrochen graue Suppe, ohne jegliche Unterbrechung.






      Der Nebel war somit gleichmäßig über den gesamten Monat verteilt – der Niederschlag hingegen nicht. Die Monatssumme von 152 Litern pro Quadratmeter bedeutet ein Plus von immerhin 64% gegenüber dem klimatologischen Mittelwert. Jedoch allein in den ersten 10 Tagen fielen 121 Liter pro Quadratmeter – es war die nasseste Novemberdekade seit Bestehen der Wetterwarte. Die erste Dekade war aber nicht nur von viel Niederschlag geprägt. Zwar gab es in der Nacht vom 05. zum 06. die erste kurzlebige Schneedecke der Saison, aber vor allem waren diese ersten 10 Tage sehr mild und stürmisch. An jedem Tag in Böen mindestens Windstärke 8, an fünf Tagen Windstärke 8 – welche dann im weiteren Monatsverlauf nicht mehr registriert wurde.







      Turbulent begann der November am ersten Wochenende. Am Samstag wurde in maritimer Subtropikluft mit 10,1°C das Maximum des vergangenen Monats aufgestellt, dazu mit knapp 30 Litern pro Quadratmeter die höchste Tagessumme beim Niederschlag, es war einfach Couchwetter. Am Sonntag im Zuge von Sturmtief FRIEDRICH mit 23,5 Metern pro Sekunde die höchste Windgeschwindigkeit des letzten Herbstmonats. Der im Mittel wärmste Tag wurde aber der 7.November, Durchschnittstemperatur 8,9°C, im gesamten Tagesverlauf schwankte die Temperatur nur zwischen 9,3 und 8,7°C. Durchschnittstemperatur der ersten Dekade 4,5°C und damit deutlich zu mild, die zweite mit 0,3°C im normalen Bereich, ruhiges Novemberwetter. Mit eindeutigem Abstand der schönste wenn auch nicht wärmste Tag (wem nützt im November warmer Regen) des Monats – Dienstag der Zwölfte. Mit 8,3 Stunden Sonnenschein und somit einem Drittel der Monatssumme ein letzter goldener Herbsttag, vor allem die an den Lärchen und Birken verbliebenen Nadeln und Blätter gaben eine wunderschöne Kulisse.




      Mitte November kommt hier oben aber dann der Zeitpunkt wo die Weichen eindeutig in den Winter gestellt werden, dies belegen viele Fakten. Das mittlere Minimum bleibt ab dem 15.. November unter der Null-Grad-Marke, die mittlere Tagestemperatur ab dem 19.November. Ebenso das mittlere Maximum – allerdings gibt es hier im weiteren Winterverlauf vom 20. – 24. Dezember eine kleine Unterbrechung, dem berüchtigtem Weihnachtstauwetter.






      Ab dem 17.November kann man zu 50% mit der Ausbildung einer Schneedecke rechnen, welches sich bis zum Monatsende bis auf eine Wahrscheinlichkeit von 70% steigert.
      In diesem Jahr am Morgen des 20. November der erste wirklich den Verkehr störende Neuschnee von 11cm, maximale Höhe bis zum Monatsende 14cm, erste Langläufer wurden gesichtet.






      Die letzte Novemberdekade fiel dann etwas frostiger aus, Durchschnittstemperatur minus 2,1°C, Dezemberniveau. Kältester Tag der 27.November, im Mittel minus 5,6°C, Minimum minus 8,7°C, in Steinach am Vogelsberg minus 10,4°C.
      Zur Glatteislage am Morgen des 28.November war ich unterwegs und blieb verschont, allerdings schienen Decken und Handtücher ein konstruktives Mittel gewesen zu sein um mitunter auf nur etwas abschüssiger, ungesalzener Straße die Seite wechseln zu können oder bis zum eingepeiltem Laden robben zu können.





      Die Klimawerte, in Klammern die langjährigen Mittelwerte:
      Temperatur 0,9°C (0,5°C), Sonne 24,9 Stunden (48,8), 20 Frosttage (16), 8 Eistage (6),
      relative Feuchte 97% (94), Bedeckungsgrad 89% (82), mittlere Windgeschwindigkeit 16 Kilometer pro Stunde (15), 16 Tage mit in Böen Windstärke 6 (16), 5 Tage mit in Böen Windstärke 8 (4).



      Im Laufe des Herbstes zeigte sich, dass es im Witterungsverlauf einige Parallelen zum Wendeherbst 1989 gibt, der November bestätigte dies in vielen Dingen. Wie man so schön sagt – erstmal ein „lalig“ Winter, dann aber diese Orkanserie im Spätwinter, die Orkane VIVIAN und WIEBKE sind mir - mit entsprechend Kleinholz - in deutlicher Erinnerung geblieben.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Rüdiger ()