Monatsthread DEZEMBER 2014

    • Servus Marcel!

      Interessant wird sein, was sich ab dem 26./27.12. mit diesem kleinen Tief tun könnte:


      Das könnte eine Portion Schnee in petto haben und mit rückseitig einfließender kälterer Luft und einigen Schneeschauern tatsächlich für einen Winter in den höheren Lagen sorgen. Das Tiefland sehe ich aktuell noch mehr nasskalt.

      Was sich auf die letzten Tage noch ergeben wird kann man nur abwarten. Persönlich habe ich nichts gegen Schnee und Frost ;)

      LG an Alle!
    • Ja genau so ist es...Weihnachten ohne Schnee wäre doch wie ein Weihnachtsessen ohne thüringer Klösse und Festtagsbraten. Wir dürfen also gespannt sein und die Daumen drücken...aber ich habe ein gutes Gefühl für unsere Höhenlagen ab 600m...ich hoffe mein Gefühl bestätigt sich. Und allen Flachlandthüringern aus Ef.We und J würde ich über Weihnachten einen Ausflug zum Schneekopf, Kickelhahn,Inselsberg oder an das Oberbecken der Talsperre Leibis bei Scheibe-Alsbach empfehlen.
      Auch gibt es eine gemütliche Hütte direkt am Rennsteig an der B281 von Neuhaus Richtung Eisfeld ca. 2 Km hinter Neuhaus im Wald mit Kaminfeuer und Glühwein..direkt dahinter beginnt die Rennsteigloipe...

      ...Übrigens wenn es noch ein bissl dann schneien würde....bei der Gemeinde Limbach, direkt an der B281(Nähe Steinheid) gibt es einen super Rodelhang !!!!für alle Kinder und Junggebliebenen mit einem leckeren GlühweinKiosk..und Skilift.Und unweit davon in Sigmundsburg die Snowtubingbahn. Also hoffen wir auf Weiß von Oben...! Einen schönen 4. Advent wünsche ich -
    • Auch wenn das letzte Wort im Nowcasting gesprochen wird, sieht es danach aus, dass die Schneefälle/Schneeverwehungen des Randtiefs am Samstag mehr den Südwesten/Süden des Landes tangieren werden und es nördlich/östlich des Thüringer Waldes eher trocken bleibt. Die endgültige Zugbahn des Tiefs wird es uns verraten. In den Nächten wird es generell frostig. Am Montag zieht von Norden ein weiteres Schneefallgebiet heran, dass dann den gesamten Freistaat beeinflussen kann. Der Winter ist (endlich) da.
    • Hallo zusammen,

      ich hoffe, ihr konntet ein schönes Weihnachtsfest genießen. Der Schnee kam ja pünktlich nach dem Fest (Bergland davon etwas ausgenommen) und möchte wohl auf die letzten Tage 2014 noch einmal ein Trostpflaster für den entgangenen Winter 2013/2014 und die Schneearmut des bisherigen met. Winters spenden. Mit dem heutigen Randtief "Indira" gab es heute ein paar Zentimeter Neuschnee inkl. Verwehungen bis ins Flachland.

      Für Morgen (Dienstag, 30.12.) deutet sich schon die nächste Neuschneeauflage an, doch wird es hier etwas "brenzliger" werden, wenn die Warmfront eines Tiefs über Skandinavien auf Deutschland übergreift (aktuell 17:06 Uhr sind die Niederschlagsechos im Norden Dtl. bereits zu sehen). Dann sind neue Schneefälle zu erwarten, die im Tiefland bis 5cm, im Bergland und Staulagen (Nordseiten) auch 10-15 cm erreichen können (wenn es "gut" läuft auch noch etwas mehr). Nachteil an der Geschichte ist, dass in mittleren Höhe etwas wärmere Luft herangeführt wird und der Schnee neben dicken Flocken auch mehr "Nassschnee-Charakter" besitzen kann; im Tiefland gar in Schneeregen/Regen übergehen kann, der auf den gefrorenen Böden zu Glatteis führt. Vom Timing her wird das Prozedere auch noch gut in die Morgenstunden passen. Mit winterlichen Straßenverhältnissen durch Neuschnee/Matsch sowie gefr. Regen muss gerechnet werden!

      Blick in GFS/ECMWF/HIRLAM für Morgen, 07 MEZ (06 UTC):





      Quelle (3): WetterOnline Mitgliederbereich

      Schneehöhe bis Dienstagabend:

      Quelle: modellzentrale.de

      Die Niederschläge nehmen in der 2. Tageshälfte an Intensität ab. In der Nacht zu Mittwoch (31.12.) treten dann eher noch leichte Schneefälle/Schneegriesel/Sprühregen (Glatteis!) auf, die sich auch an Silvester fortsetzen werden. Dazu dominiert starke Schichtbewölkung und es ist teils trüb. Ähnliches zeichnet sich auch aktuell für die Silvesternacht ab, Neujahr aus heutiger Sicht dann bedeckt, aber trocken. Solange es nicht aufklart, sackt das Thermometer auch nicht auf zweistellige Minusgrade ab.

      Mittelfristig am 02.01. mit einer neuen Front wieder Glatteisgefahr und einsetzende Milderung bzw. Umstellung der Wetterlage mit nasskaltem Wetter im Flachland und Winterfortsetzung in den Bergen. Dazu einige Auszüge aus der Synoptischen Übersicht der Mittelfrist von heute (ganzer Text hier: wetterzentrale.de/dwdsyn2.html:

      Synoptische Übersicht - Mittelfrist

      ausgegeben am Montag, den 29.12.2014 um 10.30 UTC

      Übergang zu einer zyklonalen West-Nordwestlage mit wiederholten Niederschlägen,
      im Bergland meist als Schnee, in tiefen Lagen nasskalt. Am Freitag gefrierender
      Regen mit Glatteis möglich. Zeitweise windig, teils stürmisch.

      ...
      Nachdem der Winter zum Ende des Jahres in weiten Teilen des Landes (am wenigsten
      bis gar nicht im Nordwesten) Einzug gehalten hat, stellt sich jetzt natürlich
      die Frage, ob es zu Beginn des neuen Jahres so weiter geht. Nun, die Antwort auf
      diese Frage lautet eindeutig "jein". Tatsache ist, dass sich die Großwetterlage
      über den Jahreswechsel wieder umstellt und zwar in Richtung zyklonale
      Nordwestlage (GWL-Muster NWz), was kurz und knapp ausgedrückt für das Flachland
      nasskaltes, für das Bergland weitgehend winterliches Wetter zur Folge hat...
      ...
      Unter
      dem Strich bedeutet das zwar einen weitgehend niederschlagsfreien, aber nicht
      durchweg sonnigen Jahresstart. Die zuvor in weite Teile des Landes (Ausnahme
      Süden) vorgedrungene feuchte Nordseeluft oder zumindest feuchte Mischluft sorgen
      vielerorts für trübe Verhältnisse mit einem hochnebelartig bedeckten Himmel, so
      dass man ohne schlechtes Gewissen einige Stunden vor dem Glotzophon
      (Neujahrskonzert, Neujahrsspringen usw.) verbringen kann. Gebietsweise scheint
      aber auch die Sonne, besonders nach Süden hin.
      ...
      Im weiteren Verlauf kommt dann aber wieder Schmackes in die Atmosphäre. Der
      Höhenrücken verlagert sich nach Süden, so dass von Norden her die gut
      ausgeprägte und zunächst recht glatt konturierte Frontalzone auf unseren Raum
      übergreifen kann...
      ...Die zugehörige Kaltfront überquert
      Deutschland am Freitag von Nordwest nach Südost, was mit merklich auffrischendem
      SW-, später W- bis NW-Wind einhergeht...

      VBZ Offenbach / Dipl. Met. Jens Hoffmann


      Abschließend noch ein Blick auf die ENS für Erfurt:


      Und somit allen einen guten Rutsch (nicht für Dienstag, aber für die Silvesternacht),

      Markus
    • Thema des Tages
      Wetterextreme 2014

      Das Jahr neigt sich allmählich seinem Ende zu. Auch im Jahr 2014 gab
      es wieder zahlreiche Wetterextreme. Eine Auswahl dieser Ereignisse
      zeigt die folgende Zusammenfassung:

      Das Jahr 2014 startetet startete sehr mild. Ursache dafür war eine
      extreme Kältewelle im Nordosten Kanadas und der USA. Die Kaltluft
      floss über Neufundland über den milden Atlantik aus, wo sich in der
      Folge immer wieder kräftige Tiefdruckgebiete bildeten, die auf ihrer
      Vorderseite mit einer südlichen Strömung warme subtropische Luft nach
      Europa führte. Höhepunkt der frühlingshaften Witterung war der 9.
      Januar, als in Süddeutschland vielerorts Höchsttemperaturen über 16
      Grad gemessen wurde.

      Diese Wetterlage hielt im Wesentlichen den ganzen Winter über an. Nur
      in der 2. Januarhälfte wurde diese Strömung kurzzeitig durchbrochen,
      als ein Skandinavienhoch mit einer nordöstlichen Strömung sibirische
      Kaltluft in den Nordosten führte, die dort für etwa 2 Wochen für
      frostige Temperaturen sorgte. Im Westen kam die Kälte nie richtig an,
      somit erlebten wir in Deutschland einen der wärmsten Winter des
      letzten Jahrhunderts. Größere Niederschläge gab es nicht, sodass der
      Winter am Alpennordrand und in den Mittelgebirgen extrem schneearm
      ausfiel. Im Tiefland gab es an vielen Orten überhaupt keinen Schnee.

      Auch das Frühjahr war durch oft lang andauernde Hochdrucklagen mit
      häufiger Warmluftzufuhr deutlich zu warm. Dabei gestaltete sich
      besonders der März über längere Zeit sehr trocken. Die Vegetation war
      der Jahreszeit deutlich voraus. Kurz vor Ostern kam es Mitte April
      nochmals zu einem Kaltlufteinbruch, der ein paar Zentimeter Schnee in
      den Mittelgebirgen und Nachtfröste bis in tiefe Lagen brachte. Diese
      Fröste richteten an der bereits fortgeschrittenen Vegetation in
      manchen Gebieten größere Schäden an.

      Der Juni verlief durch häufige Hochdrucklagen relativ trocken.
      Dennoch gab es einige schwere Gewitterlagen. Hervorzuheben ist
      hierbei das Unwetter am Pfingstmontag am 9. Juni. An diesem Tag
      befand sich eine markante Luftmassengrenze über Westeuropa.
      Deutschland lag im Einflussbereich sehr warmer und schwüler Luft mit
      Temperaturen von bis zu 38 Grad. Dabei bildeten sich im Tagesverlauf
      östlich der Luftmassengrenze schwere Gewitter über Ostfrankreich, die
      sich angefacht durch starke Höhenwinde in einer kräftigen
      Gewitterlinie organisierten. Diese Gewitterlinie überquerte am Abend
      und in der Nacht zum 10.6. mit Sturmböen Norddeutschland. Am
      heftigsten betroffen war jedoch das Ruhrgebiet, wo verbreitet
      Orkanböen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 144 km/h auftraten.
      Zahlreiche Bäume wurden entwurzelt und Dächer abgedeckt. Der Verkehr
      wurde lahm gelegt. Dies war eine der schlimmsten Gewitterlinien, die
      in den letzten 50 Jahren NRW überquert hat.

      Im Juli und im August stellte sich die Großwetterlage um.
      Tiefdruckgebiete setzten sich über Mitteleuropa fest. Immer wieder
      entwickelten sich kräftige Gewitter, die sich kaum verlagerten und
      lokal sehr große Regenmengen produzierten. Somit kam es immer wieder
      zu Überflutungen von Straßen und Unterführungen und voll gelaufenen
      Kellern. Besonders schlimm getroffen hat es am 28.7. Münster in
      Westfalen. Ein stationäres Gewitter lud extreme Regenmengen ab und
      verwandelte Straßen in reißende Bäche. Eine Station des
      Landesumweltamtes NRW registriere 292 mm in 7 Stunden.

      Diese Wetterlage führte dazu, dass besonders der Juli in Deutschland
      deutlich zu nass wurde. Der Juli und besonders der August waren im
      Vergleich zu den Sommern der letzten Jahre auch etwas zu kühl.
      Dafür gestaltete sich der September recht warm. Häufige
      Warmluftvorstöße aus Südwesten sorgten oft noch für sommerliche
      Temperaturen. Auch die Gewittersaison ging im September in die
      Verlängerung. Einen ersten richtigen Kaltlufteinbruch gab es am
      22.09. Dabei gab es den ersten Schnee auf den höchsten Gipfeln der
      südlichen Mittelgebirge.

      Im Oktober und November stellte sich eine ähnliche Wetterlage wie im
      vergangen Winter ein. Auf der Vorderseite eines Atlantiktiefs
      gelangte oft sehr warme Luft nach Deutschland. So wurde im Oktober
      häufiger die 25 Grad Marke geknackt. Auch Anfang November gab es
      nochmals Temperaturen von bis zu 23 Grad. Es schien so, als würde der
      Sommer nie zu Ende gehen.
      Als Herbstorkan blieb Ex-Hurrikan GONZALO in Erinnerung. Er brachte
      in Verbindung mit einer Gewitterlinie am 21.10. Orkanböen im
      Flachland. Sonst blieb die Sturmsaison relativ ruhig. Erst Mitte
      Dezember lebten die Stürme in Mitteleuropa wieder auf. Die Orkantiefs
      ALEXANDRA und BILLIE richteten jedoch nur vergleichsweise geringe
      Schäden an.

      Nachdem es Anfang Dezember bei andauerndem Hochnebel und leichten
      Frostgraden auf vielen höher gelegenen Mittelgebirgslagen zu starkem
      Reifbruch kam, sodass Straßen und Wälder gesperrt werden musste,
      stellte sich ab Mitte Dezember eine sehr milde Westwetterlage ein,
      die für Schneemangel in den Mittelgebirgen und in den Alpen sorgte.
      Die Temperaturen waren so hoch, dass selbst die Kunstschneeproduktion
      unterhalb von 2000 m kaum möglich war.

      Der Wetterumschwung kam schließlich zu Weihnachten. Die Strömung
      drehte auf West bis Nordwest und führte kalte Polarluft heran. Das
      Schneetief HILDRUD brachte im Westen und in der Mitte am 27.12.
      größere Neuschneemengen von 5 bis 10 cm, in einigen Mittelgebirgen
      teils über 20 cm. Danach floss arktische Kaltluft ein, sodass in der
      Nacht zum 29.12. die kälteste Temperatur mit -24,9 °C in Altheim in
      der schwäbischen Alb gemessen wurde. Weitere Schneefälle sorgten
      dafür, dass ein Großteil von Deutschland zumindest unter einer dünnen
      Schneedecke lag.

      Dennoch war der Dezember 2014 deutlich zu warm. Mit 2014 endet in
      Deutschland das wärmste Jahr seit Beginn der regelmäßigen
      Wetteraufzeichnungen.

      Dipl.-Met. Christian Herold
      Deutscher Wetterdienst
      Vorhersage- und Beratungszentrale
      Offenbach, den 29.12.2014
      Copyright (c) Deutscher Wetterdienst
    • Witterungsrückblick Dezember 2014

      Ein erneut deutlich zu milder Dezember trug wie zehn andere Monate zuvor mit dazu bei – lediglich der August war ja etwas zu kühl ausgefallen –
      dass das vergangene Jahr das bisher wärmste seit mindestens 1940 hier oben im Schiefergebirge wurde. Und dies sehr eindeutig – mit einer
      Durchschnittstemperatur von 7,3°C wurden die bisherigen Spitzenreiter 2011 (6,8°C) und 2007 (6,6°C) regelrecht in den Schatten gestellt.

      Ein paar winterliche Impressionen gab es natürlich im ersten meteorologischen Wintermonat – so richtig vom Hocker konnte es einen jedoch nicht reißen.
      Die erste Dekade war vor allem noch geprägt von Hoch ROBIN, an dessen östlichem Rand wir anfangs mit drei Eistagen, etwas Schnee, dann aber vor allem
      Nebel und wunderschönem Raureif bedacht wurden. Den ersten Sonnenstrahl sahen wir am 8.Dezember zur Mittagszeit. Der darauf folgende Dienstag wurde das sonnige Highlight des Monats.

      Hoch ROBIN hatte sich nach Südosten verabschiedet und ein kleines Zwischenhoch mit Kern über Bayern brachte uns schon fast fünfzig Prozent der gesamten Monatssumme – 7,4 Stunden Sonnenschein.
      Bis einschließlich Heiligabend herrschte dann bis auf eine winzige Ausnahme wieder das Grau in allen Schattierungen vor. Aber - das Grau kam etwas in Fahrt.
      Mit Orkantief ALEXANDRA stellte sich die Großwetterlage nun hin zu einer straffen Westwindwetterlage völlig um. ALEXANDRA und in Folge die Tiefs BILLIE, DORIS und ENGEL brachten seit dem 22.Oktober
      erstmalig wieder Windspitzen der Kategorie Beaufort 8 und 9, und mit 20 cm am Abend des 11.Dezember die erste akzeptable Schneehöhe der Saison.
      Leider nur von kurzer Dauer, vier Tage später waren davon nur noch Flecken übrig. Tief BILLIE hatte sehr milde Meeresluft im Gepäck und diese ließ
      die Temperatur bis zum 16. nicht mehr unter den Gefrierpunkt sinken.

      Wärmster Tag des Monats wurde der 18.Dezember mit eine Tagesmitteltemperatur 4,6°C und einem Maximum von 8,2°C – welches bei anhaltendem Sprühregen und
      stürmischen Wind in subtropischer Meeresluft nachts um 22:30 Uhr erreicht wurde. Einen kleinen, milden Rekord brachte uns die II. Dezemberdekade im Schiefergebirge –
      ein so hohes Minimum von nur minus 1,9°C konnten wir bisher noch nicht verzeichnen.

      Es folgten stürmische Tage mit Windspitzen bis Beaufort 9, erst Heiligabend ließ er dann deutlich nach. Der zwischenzeitlich am 17.12. gefallene Neuschnee von 12 cm
      verabschiedete sich bis Heiligabend wieder fast völlig – es blieben einige klägliche Reste am Waldesrand. Frostig wurde es erst wieder nach Durchzug einer Kaltfront am
      Morgen des ersten Weihnachtsfeiertages, dazu gab es einige zaghafte Schneeschauer. Zumindest waren die beiden Weihnachtsfeiertage die einzigen Tage im Dezember
      an denen kein Nebel durch den Wald zog.

      Zum Jahresende wurde es dann doch noch etwas winterlicher. Erst brachte das südlich vorbeiziehende Tief HILTRUD am 27.12. 10 cm Neuschnee, zapfte dabei frische
      Nordeuropäische Subpolarluft an und diese bescherte uns am darauffolgenden Sonntag mit einem Minimum von minus 12,3°C und einer Tagesmitteltemperatur von minus 9,8°C
      den mit Abstand kältesten Tag des Monats.
      Temperaturen unterhalb der minus 10°C konnten wir zuletzt im März 2013 verzeichnen. Bedauerlicherweise war es nur ein kurzes Intermezzo, bereits wenige Stunden vor
      dem Jahreswechsel wurde die 0°C-Marke wieder überschritten – nicht zum Wohle der ersten am Silvestertag gelegten Loipe der Saison. Zumindest charakterisierte der
      letzte Tag des Monats diesen in weiten Teilen noch einmal recht schön.

      Der Dezember 2014 war mit einer Mitteltemperatur von minus 1,0°C um 1,8 Grad zu warm und belegt in der Rangfolge seit 1940 den vierzehnten Platz.
      Niederschlag gab es ausreichend, 144 Liter pro Quadratmeter bedeuten ein leichtes Plus von 8% gegenüber dem klimatologischen Mittelwert und in der Rangliste
      einen Platz im oberen Mittelfeld. Sehr selten war die Sonne zu sehen, an 25 Tagen ließ sie sich überhaupt nicht blicken, an drei weiteren schien sie weniger als eine Stunde.
      Im gesamten Dezember lediglich 15,4 Stunden, etwa ein Drittel von dem was nach dem langjährigen Mittel zu erwarten wäre.

      Die restlichen Klimawerte (in Klammern die Vergleichswerte): Relative Luftfeuchte 97% (94), Bedeckungsgrad 94% (84), Tage mit Nebel/Nebeltreiben 29 Tage (27), 23 Frosttage (26),
      12 Eistage (15), 21 Tage mit in Böen Windstärke sechs (19), 10 Tage mit Böen mindestens Windstärke acht (6).

      Eines scheint für den Januar 2015 sicher zu sein – es geht sehr abwechslungsreich und bewegt weiter, rein statistisch gesehen steigen ab Mitte des Monats die Chancen für eine handfestere Einwinterung enorm.

      02.Januar 2015 Rüdiger Manig Wetterwarte Neuhaus am Rennweg




























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      Lg Jonas
      "Sein wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche" Che Guevara

      Alles so geschriebene bin ich als Moderator, und alles so geschriebene ist meine freie Meinung...

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