WETTERTHREAD JANUAR 2016

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    • Hallo!

      Gestern Morgen war ich auf den Fahner Höhen zur blauen Stunde und Sonnenaufgang. Klarer Himmel und Schnee brachten es mit der morgendlichen Abstrahlung auf -20,5°C Minimum laut Autothermometer. Hat mal wieder gut getan :)









      VG
      Markus
      Gründer und Organisator Thüringer Storm Chaser
      ESSL Voluntary Observer Person (Qualitätslevel QC1) (European Severe Storms Laboratory)
      Premium Advanced Spotter & Regionaler Ansprechpartner Thüringen (Skywarn Deutschland e.V.)
      Weitere Mitgliedschaften: Arbeitskreis Meteore e.V. • Cloud Appreciation Society
    • Söderle, die Warmfront ist jetzt auch bei uns im Laufe der Nacht angekommen.

      Ist Ellrich/Th gestern um 23°° mit -9° in den Wetterwechsel gestartet, konnte ich heute morgen 8°° dort +1° messen.
      Temperaturverlauf der letzten Nacht (etwas ungenau...)
      Im Laufe der Nacht kam dann Niederschlag in Form von Eisregen herunter.

      In 37447 (8Km von Ellrich) zum Vergleich ging der Temperaturanstieg deutlich langsamer vonstatten. Um 8°° waren hier noch 0° auf 420müNN.
      Der nächtliche Niederschlag kam hier in Form von 7cm Schnee herunter. Etwas pappig zwar, aber Schnee.

      Zum Sonnenaufgang zog Hochnebel über unseren Hausberg ins Tal herunter, seitdem feuchtelt es recht stark.
      Es hat sich also nicht viel zu gestern verändert, es bleibt weiter Winter bei uns.

      Bild des Tages
      Liebe Grüße von der Deern

      honeysuckle-honeysuniversum.blogspot.de/

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Loni A. ()

    • Na dann werde ich mal zu den Polaren Stratosphären Wolken schreiben ;)


      Ab Montag wird Nordeuropa von einem stratosphärischen Polarwirbel gestreift.
      Somit herrschen in ca 20 Km Höhe Temperaturen von -80°C wie auf der Karte zu sehen



      Quelle :DWD

      Insofern es der Sonnenstand zulässt, lassen sich im Winter in den polaren Breiten häufiger irisierende Wolken, die perlmuttartig glänzen, beobachten. Diese Wolkenart wird "Polare Stratosphärenwolke" (engl.: polar stratospheric clouds, PSC's) oder auch "Perlmuttwolke" genannt. Diese Wolken haben aber relativ wenig mit den gewöhnlichen Wolken, die wir im Alltag beobachten, gemeinsam.Polare Stratosphärenwolken benötigen für ihre Entstehung eine Temperatur von mindestens -78 °C. Diese Temperaturen findet man in der winterlichen Stratosphäre innerhalb des Polarwirbels in einer Höhe von 15 bis 30 km wieder. Der Polarwirbel ist ein Höhentief, das sich aufgrund der Kaltluftansammlung im Winter über den Polargebieten bildet und sich von der oberen Troposphäre bis in die Stratosphäre erstreckt. In ihm lassen sich besonders tiefe Temperaturen antreffen. Für die Entstehung von Wassereis mangelt es jedoch in diesen Höhen an Wassermolekülen. Dennoch gibt es dort eine Aerosolschicht (die sogenannte "Jungschicht"), die aus winzigen Schwefelsäuretröpfchen besteht. Die Hauptquelle für diese Schwefelsäuretröpfchen sind Vulkanausbrüche. Bei Temperaturen unter -78 °C lagert sich an diesen Tröpfchen die wenigen Wasser- und Salpetersäuremoleküle ab. Aus diesem Gemisch entstehen die polaren Stratosphärenwolken. Bei weiter sinkenden Temperaturen bilden sich aus den Tröpfchen Kristalle, an denen das einfallende Sonnenlicht gebrochen wird und somit die perlmuttartige Erscheinung der Wolken erzeugt.

      Die PSC's sind die Chemiefabriken der Stratosphäre. An der Oberfläche der Wolkenkristalle laufen zahlreiche chemische Reaktionen ab. Sie spielen eine wichtige Rolle beim Ozonabbau und der Entstehung des stratosphärischen Ozonlochs, das im antarktischen Frühling seine größte Ausdehnung erreicht.

      Meist bilden sich diese Wolken in arktischen bzw. antarktischen Wintern nur in polaren Regionen jenseits des 80. Breitengrades, weil nur dort die dafür sehr niedrigen Temperaturen auftreten. Eher selten, wie zuletzt im Februar 2008 und im Januar 2010, lassen sich PSC's auch in mittleren Breiten beobachten. Damals konnte man nach Sonnenuntergang ein intensives Purpurlicht (eine sehr starke rote bis purpurne Färbung des Abendhimmels) in der Dämmerung sehen. Diese Färbung entsteht durch die Mehrfachstreuung des Sonnenlichtes an den PSC's in den Erdschatten.

      Quelle: DWD


      Was heißt das nun für uns...

      Ab Dienstag dem 02.02.16 kann man bei klarer Sicht wunderschöne Sonnenuntergänge erleben mit Purpurfärbung sowie Perlmutwolken


      LG Andreas
    • Na geht doch! So schwer kann das Einfügen ja nicht sein ;)
      Gründer und Organisator Thüringer Storm Chaser
      ESSL Voluntary Observer Person (Qualitätslevel QC1) (European Severe Storms Laboratory)
      Premium Advanced Spotter & Regionaler Ansprechpartner Thüringen (Skywarn Deutschland e.V.)
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    • DIe sahen im Abendrot noch schöner aus ;) Danke!

      Und da hätten wir die polaren Stratosphärenwolken über Schottland:

      Paul from Aberdeen in Scotland spotted these beautiful #Polar #Stratospheric clouds this morning.Have you seen them as...

      Posted by Meteo Europe on Freitag, 29. Januar 2016
      Gründer und Organisator Thüringer Storm Chaser
      ESSL Voluntary Observer Person (Qualitätslevel QC1) (European Severe Storms Laboratory)
      Premium Advanced Spotter & Regionaler Ansprechpartner Thüringen (Skywarn Deutschland e.V.)
      Weitere Mitgliedschaften: Arbeitskreis Meteore e.V. • Cloud Appreciation Society
    • Zirkumzenitalbogen über Jena (kontrastverstärkt)
      Zusätzlich zum häufig beobachtbaren 22°-Ring kann man am Zirkumzenitalbogen noch den 46°-Ring erahnen.
      Konnte nur schnell ein Bild aus dem Fenster machen, danach zog es mehr zu. Vielleicht hat ja noch jemand ein besseres Bild?



      LG Marco
    • Obwohl der erste Monat des Jahres um 5,4°C kälter als der Dezember 2015 ausfiel – es war erneut ein viel zu milder Wintermonat. Mit einer mittleren Temperatur von minus 2,0 betrug die Abweichung plus 1,7°C, Platz 17 in der Rangliste seit 1940.Das Jahr begann sehr ruhig. Wir befanden uns im Übergangsbereich einer von Nordwest nach Südost verlaufenden Luftmassengrenze, welche die trockene und sehr kalte Luft nordöstlich von uns von der erheblich milderen Subpolarluft aus Südwesteuropa trennte. Dauerfrost bis zum 5. Januar (Minimum minus 6,1°C), die in der Höhe herangeführte wärmere Luft führte in der Nacht vom 4./5.Januar und 6./7.Januar zu Niederschlag mit Glatteisbildung. Nichts extremes, aber stellenweise war dennoch Vorsicht geboten.

      Die Luftmassengrenze hielt sich bis zum 7.Januar, dann setzte sich deutschlandweit wieder die Westwetterlage durch. Unerhebliche Niederschläge mit Schneeanteil ließen die Schneedecke auf 14 cm anwachsen – bei Temperaturen um die 0°C bis zum 11. Januar war diese aber wirklich nur in den obersten Lagen anzutreffen.Am 12. Januar brachte dann das über der Nordsee liegende Tief CAROLINA kühlere subpolare Meeresluft in unsere Region, die Niederschläge intensivierten sich. Vom 11. bis 13. Januar fielen 27 cm Neuschnee, am Mittag des 13. betrug die Schneehöhe 32 cm und kurz vor 14 Uhr wurde die erste Loipe hier oben auf dem Bornhügel gelegt.

      Ab dem 13. gleichfalls wieder Dauerfrost, Bodentiefserie EMMA I-IV überquerte am 14./15. Januar Deutschland und auf ihrer Rückseite drehte die Strömung auf Nord. Bis zum Morgen des 17. Januar waren weitere 27 cm Neuschnee gefallen, an diesem Sonntag wurde mit 51 cm das Schneemaximum des bisherigen Winters gemessen. Und endlich knackigere Temperaturen - und neben dem Schnee der lange vermisste Sonnenschein. Am Vormittag des 18. lockerte es auf, sonnig bis zum Abend. Schönster Wintertag des Januar jedoch der darauffolgende Dienstag. Nach klarer Nacht sank die Temperatur in der eingeflossenen maritimen Arktikluft hier oben auf minus 13,3°C. In den tieferen Lagen noch deutlich darunter, nach Aussagen von nach Süden fahrenden Pendlern gab es auf den Autothermometern - welche nach meiner Erfahrung akzeptable Messwerte liefern – bis zu minus 20°C. An einem außer Konkurrenz und direkt auf die Schneedecke platzierten konventionellen Thermometer sank die Temperatur auf unserem Schneemessfeld bis auf minus 28,6°C! Ein Unterschied von über 15°C bei einer Höhendifferenz von nur 1,5 Metern.
      Am Vormittag dieses Tages war hier zudem für etwa zwei Stunden ein seltenes und wunderschönes Phänomen zu beobachten – Eisnebelhalos. Normalerweise sieht man diese Haloerscheinungen ja an den Cirruswolken in großer Höhe. Bei den Eisnebelhalos steht man jedoch mehr oder weniger inmitten dieser schwebenden Kristalle, welche diese traumhaften Erscheinungen entstehen lassen und erlebt dieses dreidimensional.

      Am 21. und 22. Januar nochmals zwei traumhafte Wintertage mit in der Summe knapp 14 Stunden Sonnenschein. Dann zog jedoch langsam mit der erneuten Umstellung auf die uns in diesem Winter über weite Teile beherrschende Westlage wieder die Tristesse ein. Am 26. konnte ich die letzten Langläufer auf dem Bornhügel sehen und der folgende Mittwoch wurde der wärmste Tag des Monats. In sehr, sehr milder subtropischer Meeresluft betrug das Tagesmittel 4,7°C und lag damit um 15,6°C höher als acht Tage zuvor am 19. Januar. Höchsttemperatur 6,4°C, Minimum gerade einmal 2,9°C - der Schnee schrumpfte rasant. In den Mittagsstunden des 28. gerade noch einmal 14 cm und mit erheblichen Lücken.Zum schnellen Abgesang hatte natürlich auch das stürmische Monatsende beigetragen. An den letzten sechs Monatstagen täglich in Böen mindestens Windstärke 8, dazu zunehmend Regen, ein trauriges Monatsende.

      Die restlichen Klimawerte, in Klammern die langjährigen Mittelwerte: 128 (107) Liter pro Quadratmeter Niederschlag, 41 (46) Stunden Sonnenschein. An 27 (27) Tagen gab es Frost, davon waren 13 (17) Eistage mit einem Maximum von unter 0°C. Relative Luftfeuchte 95 (92) Prozent, Bedeckungsgrad 84 (80) Prozent. Gewitter trat keines im näheren Umkreis auf, an 26 (25) Tagen Nebel oder Nebeltreiben. 19 (18) Tage mit Böen der Windstärke sechs, die Windstärke acht wurde an 6 (6) Tagen erreicht.