25.06.2016 I MDR-Gebiet I Multizellen/-cluster, Böenfront und das 9€-Schnitzel

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    • 25.06.2016 I MDR-Gebiet I Multizellen/-cluster, Böenfront und das 9€-Schnitzel

      Nach den letzten 480 km folgten am Samstag schon die nächsten:


      Diesmal fiel die Planung eindeutig zu gunsten des Ostens aus. Diesmal war ich Beifahrer und Navigator, Ronny fuhr und Alex und Eric schauten von der Rückbank aus zu :) Unser erstes Ziel war der aus dem Erzgebirge ziehende Multizellencluster, der in Annaberg-Buchholz und Umland eine mehrere Zentimeter hohe Hageldecke und Überschwemmungen auslöste. Der nach Norden ausgreifende Niederschlag und Schirm gefielen uns nicht zu sehr und in die Tiefen des Erzgebirges wollten wir nicht. Die einzelne Zelle, die Richtung Dreseden zog, war da wesentlich interessanter und sah auf Radar und Anfahrt sehr gut aus:


      Wir kamen auch pünktlich zu ihrem Tod in Dresden (Wilsdruff abgefahren) an. Mittlerweile machte der zuerst verworfene Cluster doch noch mehr und zog allmählich aus dem Erzgebirge raus. Wir fuhren wieder zurück und setzen auf eine sich entwickelnde Linie mit den Zellen daneben. Sollte auch ganz gut klappen. Ronny wollte erst nach Döbeln um die A14-Option zu behalten. Ich war jedoch dagegen, da wir dort zu lange stehen würden und nichts sehen. Lieber noch ein Stück südlicher an die Kante des Clusters ran, da die Verlagerung letztlich doch weiter Richtung Osten gehen dürfte.


      Am Beobachtungspunkt bei Seifersdorf stand ich mit Marco schon mal im Mai 2014. Im Süden sahen wir den ständig grummelnden, blitzenden Cluster. Über uns Mammatus und wieder türkise Färbung. Nach Süden hin tauchten langsam mehr Strukturen auf und eine kleine Fahrradgruppe. Die klärten wir noch kurz auf, wann der Cluster mit welchen Erscheinungen hier sein könnte. Mag der Kern noch entfernt gewesen sein, waren die Wolkenblitze bald zu nah, zumal nicht weit von uns ein Funkmast stand. Ich entschied daher zur Standortverlagerung nach Osten. Wir fuhren wieder auf die A4 nach Osten und dann die A17 südwärts. An der AS Dresden-Gorbis fuhren wir ab und bekamen einen schöne Böenfront zu sehen. Strukturelles Highlight des Tages wie sich herausstellen sollte:






      Der aktivere Teil zog nördlich vorbei und streifte uns mit Starkregen und kräfitgen Windböen. An diesem Punkt war dann eine Skywarnmeldung nötig. An der Südkante bauten neue Zellen an, an die wir jedoch nicht so richtig rangekommen wären. Wir versuchten es nochmal über nahe Dörfer mit etwas Blick.


      Zwischenzeitlich zogen aus Tschechien die nächsten blitzaktiven Zellen heran. Dafür fuhren wir nochmal südwärts und positionierten uns westlich von Pirna. Der einen Zelle ging bereits die Puste aus, die andere produzierte Wolkenblitze und war vom Standort nur suboptimal zu sehen:


      Mittlerweile war im Thüringer Vogtland eine ansehnliche Multizelle entstanden, die später in Gera für örtliche Überflutungen sorgten sollte. Wir mussten eh nach Westen zurück für weitere Optionen und setzten auch noch etwas auf die Kaltfront am Abend. Unterwegs war kurzes Auftanken an der RS Altenburger Land notwendig. Schnitzel mit Brötchen für 9 € - Eric wird es nicht vergessen und hat im Schockzustand über Preis-Leistungsverhältnis dann doch bezahlt…




      Der weitere Plan war die nun nördlich von Gera liegende Zelle noch zu erreichen. Über die B2 nach Zeitz waren genügend Chasingpoints bekannt:






      Und wir sollten nicht alleine bleiben ;) Kurz vor Zeitz stießen noch die Kollegen aus Sachsen-Anhalt zu uns. Vor der Kaltfront sollten wir noch Zeit zum quatschen und essen finden - sympathische Truppe! Ein paar Zellen schafften es zw. Naumburg und Leipzig/Halle noch an diesem Abend. Wir schauten ihnen gemeinsam von Zeitz aus zu und quatschten über Storm Chasing, Strukturen, Erlebnisse der Vortage und genossen die Stimmung:








      Meine Hoffnungen lagen auf der Kaltfront, die an ihrem Südende in der noch vorhandenen Warmluft über Südost-/Ostthüringen nochmals aktiv werden könnte. Die Kaltfront machte neben Wind dann nach Sonnenuntergang noch etwas Wolkenstruktur und –stimmung, löste aber nicht weiter wie vermutet aus:






      Die Musik machte aber die Leipzig-Zelle, für die sich später noch die Anhaltiner entschieden. Wir schauten von der Ferne zu:




      In Erinnerung bleibt das angenehme Kennenlernen beim Gewittergucken – viel zu selten und noch seltener ist dafür so viel zeit während die Lage noch aktiv ist. Kontakt ist auf jeden Fall geknüpft und darf auch gerne weiter vertieft werden.

      VG
      Markus