Angepinnt Wetterthread FEBRUAR 2018

    • Februar Wintereindrücke im oberen Erzgebirge

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      Glück Auf,

      ich möchte mal ein paar Impressionen aus der letzten Zeit im oberen Erzgebirge zeigen.
      In mittleren Lagen liegen mit Mühe und Not ein paar Krümel Schnee, aber um so winterlicher präsentiert sich der Fichtelberg.

      Eisnebelhalo´s konnte man mehrfach erleben, diese Aufnahme entstand bei der Grenze zur CZ, kurzzeitig waren die Reflektionen sogar nur ein paar Meter vor mir sichtbar.




      Mehrmals konnte ich tolle Sonnenaufgänge erleben, ich zeige mal diesen hier.



      Und vor 2 Tagen war es auch relativ frisch im Schatten :) , bei Marienberg OT Kühnhaide wurden -19,5 Grad gemessen, wobei das flächig kein Maßstab ist.
      An meiner Wetterstation waren es -12,5 Grad (an der Haustür ´nur´ -9 Grad).
      Jedenfalls hab ich auf der Rückfahrt vom Fichtelberg an der Pöhla gehalten, denn man konnte schon teils von der Strasse, die mit Schnee & Eis bedeckte Flußlandschaft sehen.



      Das war´s.

      Gruss,Norbert
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      Arctic Outbreak ist angekündigt, wenn man auch noch nicht genau sagen kann, wie kalt es wirklich wird...



      Plötzliche Stratosphärenerwärmung


      So etwas passierte im Winter 2010 und auch im Februar 2012.
      Siehe auch: Berlin-Phänomen lässt Europa frösteln


      Dieser Wechsel der Druckverhältnisse überm Atlantik lässt sich derzeit in den Karten sehr schön sehen:


      Die Karte vom heutigen Tag: Da sieht es über dem Nordatlanktik noch vertraut aus. Islandtief und Azorenhoch.


      Und eine Woche drauf am Dienstag. Jetzt haben Hoch- und Tiefdruckgebiete sozusagen die Plätze getauscht.


      Damit
      verbunden kehren sich die Windrichtungen über Mitteleuropa um: Statt
      des üblichen milden feuchten Westwindes nun Ostwind mit entsprechend
      kalter trockener Luft.
      Wie kalt, hängt davon ab, woher die
      angezapfte Kaltluft kommt. Am kältesten wird es, wenn der Kaltluftropfen
      aus dem Nordosten kommt.


      Zwei Lichtblicke:
      Über Osteuropa und Westsibirien ist es vergleichsweise wenig kalt.
      Und die Wetterlage scheint sich rasch wieder zu normalisieren Richtung Westdrift.
      Liebe Grüße von der Deern

      honeysuckle-honeysuniversum.blogspot.de/

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Loni A. ()

    • 19.02.18 - Haloerscheinung Jena

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      Hallo Leute,

      heute nachmittag gabs wieder mal Halos zu sehen...leider war ich bei den deutlichsten Erscheinungen gerade beim Arzt. Außerdem hatte ich leider meine DSLR nicht dabei und so ist die Qualität nicht ganz so pralle. Aber man erkennt, was gemeint ist.... :grins



      Halo in Jena-Boitenberg



      Halo Boitenberg


      Halo bei WInzerla


      Halo Winzerla




      Gruß

      Kay
    • "Sudden Stratospheric Warming" - Kommt der "Dejà-vu-Winter"?

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      "Sudden Stratospheric Warming" - Kommt der "Dejà-vu-Winter"?
      Datum 21.02.2018

      Der Spätwinter kommt nochmals richtig in Fahrt und lässt Deutschland frieren. Ab Sonntag herrscht nahezu landesweit Dauerfrost. Die Ähnlichkeiten zum Spätwinter 2013 sind dabei deutlich zu erkennen!

      Betrachtet man die aktuellen großräumigen Bedingungen in der unteren Stratosphäre zwischen 20 und 25 km Höhe als auch in bodennahen Atmosphären Schichten über Europa, so gibt es derzeit eindeutige Signale für eine tief winterliche Witterungsperiode in weiten Teilen Europas in den nächsten Tagen. Dies lässt Erinnerungen an den Spätwinter 2013 aufkommen, in dem ein markanter Kaltlufteinbruch für einen sehr kalten Februar und März sorgte. Ähnlich zu damals wirkt sich derzeit in der Höhe das meteorologische Phänomen des "Sudden Stratospheric Warming" aus. Im Winter erreichen die Temperaturen über der Arktis in 20 bis 25 km Höhe normalerweise Werte um -70° C. Im Sommer sind es noch ca. -30°C. Im Normalfall bildet sich in der Stratosphäre eine Kreisströmung gegen den Uhrzeigersinn aus. Dieses System ist auch unter dem Begriff stratosphärischer Polarwirbel bekannt und kann auch als ein großräumiges Höhentief angesehen werden.

      In der vergangenen Woche kam es in der unteren Stratosphäre zu einer kräftigen plötzlichen Erwärmung, dem "Sudden Stratospheric Warming". Die Temperaturen im genannten Höhenniveau stiegen teilweise über 24 °C an (vgl. Graphik 1 vom ECMWF). Erwärmt sich die Stratosphäre plötzlich sehr stark, wie im aktuellen Fall, schwächt sich der Polarwirbel ab. In manchen Fällen spaltet er sich auch in zwei Äste (Splitting), bricht komplett zusammen oder die Kreisströmung dreht sich sogar um. Derzeit kann ein markantes Polarwirbel-Splitting beobachtet werden (vgl. Graphik 2 der FU Berlin). Das Splitting oder der Zusammenbruch des Polarwirbels hat mit einer zeitlichen Verzögerung Auswirkungen auf die Verhältnisse in tieferen Luftschichten. Oftmals stellen sich dann blockierende Wetterlagen ein, wobei hoher Luftdruck vom Nordatlantik über Skandinavien bis nach Westrussland reicht (vgl. Graphik 3). Dabei schwächt sich die die meist über Europa vorherrschende westliche Strömung ab und dreht sich über Mitteleuropa auf östliche Richtungen. Mit dieser östlichen Strömung gelangt die Kaltluft, die sich im Bereich der Hochdruckzone über Nord- und Osteuropa ansammelt, in abgeschwächter Form schließlich auch nach Deutschland.

      Mit Eintreffen der eisigen Festlandsluft aus Sibirien fallen die Temperaturen in Deutschland ab Sonntag in den Keller. Tagsüber wird nahezu landesweit Dauerfrost vorherrschen. Nachts dominiert mäßiger bis strenger Frost mit Temperaturen bis -15 Grad, über Schnee auch darunter. Atlantische Tiefdruckgebiete müssen aufgrund der Blockierung eine südliche Bahn über den Mittelmeerraum einschlagen oder aber weit nördlich über das Nordmeer ausweichen, sodass die Zufuhr milderer Luft vom Atlantik unterbunden wird.

      Ähnliche Bedingungen wurden auch im Januar und Februar 2013 beobachtet. Damals trat sogar zweimal das Phänomen der plötzlichen stratosphärischen Erwärmung auf. In der Folge kam es ebenfalls zu einem Polarwirbel-Splitting. Am Boden breitete sich nachfolgend analog zu diesem Jahr hoher Luftdruck von den Britischen Inseln bis nach Russland aus (vgl. Graphik 4). Gleichzeitig wirbelte auch ein Tief im Mittelmeerraum. Am Ende konnten wir auf einen eisigen März zurückblicken, in dem die negativen Temperaturabweichungen im Vergleich zum vieljährigen Mittel zwischen 2 und 5 Grad betrugen.

      Grundsätzlich handelt es sich bei dem Phänomen des "Sudden Stratospheric Warming" um ein kurzzeitiges Ereignis. Der sehr plötzlichen starken Erwärmung folgt meistens auch wieder eine sehr schnelle starke Abkühlung. Da die Elemente wie Luft oder Wasser träge bzw. sehr träge sind, kann sich der Normalzustand der unteren Atmosphäre, wie eingangs beschrieben, zum Boden hin aber nur etwas langsamer einstellen.

      Ob der Kälteeinbruch ab dem kommenden Wochenende der Auftakt zu einer längeren frostigen Periode ist oder doch nur eine kurze hochwinterliche Episode von etwa einer Woche bleibt somit abzuwarten.

      Dipl.-Met. Lars Kirchhübel

      Deutscher Wetterdienst Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach, den 21.02.2018


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