Gewitterthread ab 09.05.2018

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Loni A. schrieb:

      Ich bin verwirrt, wenn hier vom SÜDharz gesprochen wurde, immer in Verbindung mit Lee.

      Da sich die Zelle am NORDharzrand befindet, glaubte ich, da muß dann Luv sein ;)

      Ist dem nicht so?
      Nein, es kommt immer darauf an, von wo der wind kommt. Aktuell von südost. Heißt also, der Südharz aktuell im Luv liegt und der Nordharz im Lee
    • Loni A. schrieb:

      Ich bin verwirrt, wenn hier vom SÜDharz gesprochen wurde, immer in Verbindung mit Lee.

      Da sich die Zelle am NORDharzrand befindet, glaubte ich, da muß dann Luv sein ;)

      Ist dem nicht so?
      So pauschal kann man das nicht sagen. Es kommt ja immer darauf an, von wo die Anströmung kommt. Luv ist die windzugewandte Seite, Lee die windabgewandte. Ich hab's mir mit der Eselsbrücke "Das Lee geht leer aus" gemerkt, da sich Regenschauer meist am Berg abregnen und dann im Lee kaum noch Niederschlag ankommt. Wie das ganze heute aussieht hat Olli ja schon geschrieben.
    • Sonne, viel Wind und Regenwände...

      Standort: Schiedungen Krs. Hohnstein/NDH

      Anfangs noch Sonne und schön warm 25°. Himmelfahrtsbummler waren in den Feldern unterwegs.
      Angeberwolken Richtung Göttingen



      allmählich kam Wind auf und es zog immer mehr zu. Die Windböen schon recht ansehnlich, gemessen habe ich bis zu 60 KmH



      Regen setzt ein und innerhalb einer halben Stunde sah man nur noch rundum eine Wasserwand.
      Sturzfluten hat es aber nicht gegeben.



      Die Sonne dann ganz verschwunden und es kam eine verclusterte Wolkendecke herein.

      Die Temperatur sank von 25° auf nur noch 16°
      Als ich zusammenpackte, da es zu sehr geregnet hatte, schlugen die ersten Blitze in der nahen und weiteren Umgebung ein.
      Erdblitze waren aber nicht zu beobachten.
      Liebe Grüße von der Deern

      honeysuckle-honeysuniversum.blogspot.de/

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Loni A. ()

    • Meine Heimatstadt ist ja gar nicht mehr wiederzuerkennen. Zumindest gab es das in meiner langen Beobachtungszeit dort noch nie. Meine Eltern sprachen von Weltuntergangsstimmung und der Hagel soll auch einige Blätter abgeschlagen haben.

      Dabei müssen mehr als 40 Liter in 45 Minuten vom Himmel gekommen, denn der Regenmesser war komplett voll.
      Meilensteine:
      - wetterinteressiert und unwetterbegeistert seit Beginn der 2000er Jahre
      - TSC-Mitglied seit 2007, aktiver Chaser seit 2010
      - eigenes Portal seit 2017: faszination-sturmjagd.de
    • Heute einige Zellen an mir vorbeiziehen sehen, wobei nur eine wirklich was zum sehen dagelassen hatte. Der Rest war nur irgendwelches Gebrummel...
      Aber ok, 07751 Bucha selbst hat zwei ordentliche Huschen abbekommen. Ich selbst beobachtete alles vom Cospoth und blieb halbwegs trocken. Die Bilder in diesem Beitrag sind alle vom Handy, hab auch welche auf der Kamera, die muss ich mir aber noch von der Speicherkarte ziehen.





      Gegen 17 Uhr beobachtete ich noch diese Zelle mitsamt einen Walschlund vom Gewerbegebiet Schorba aus. Mehr als Gebrummel war nicht zu hören.


      Zum Schluss lässt sich sagen, das es ein spannender Tag war. Dies sind die drei besten Bilder, auf den restlichen sind die Blitze ziemlich schwach. Demnächst folgen noch die Bilder von der Kamera.

      Wünsche noch einen schönen Feiertagsabend,
      Gruß Florian
    • Olli und ich waren heute auf Jagd. Uns hat es über den Raum Bernburg bis hinter die Elbe verschlagen. Die Wahl fiel heute sehr schwer, wo man genau hinfahren soll. Das Resultat: 270 Kilometer inkl. Fährüberfahrt in Aken und eine schöne abendliche Gewitterstimmung. :Gewitter (leicht o. mäßig)

      Hier ein paar unserer Eindrücke in einem kleinen Video:

    • Schadensmeldungen und Nachrichten

      Gründer und Organisator Thüringer Storm Chaser
      ESSL Voluntary Observer Person (Qualitätslevel QC1) (European Severe Storms Laboratory)
      Premium Advanced Spotter & Regionaler Ansprechpartner Thüringen (Skywarn Deutschland e.V.)
      Weitere Mitgliedschaften: Arbeitskreis Meteore e.V. • Cloud Appreciation Society
    • Nachlese zur Gewitterlage an Himmelfahrt

      Ein kurzer Blick zurück auf die gestrige Gewitterlage: Über dem Thüringer Wald, Schiefergebirge, Rhön und Harz ging es gegen 11:00 Uhr mit ersten Quellwolken los (gelbe Punkte im Satellit). Diese frühe Konvektion ist typisch über den Bergen wenn der Deckel nur schwach ausgeprägt ist. Ist er gar nicht vorhanden, war das früheste, was ich über dem Thüringer Schiefergebirge mal erlebte, 09:30 Uhr. Die Zellen waren zunächst high-based, die Wolkenbasis lag sehr hoch. Sieht man hier schön:



      Da ein wenig Höhenströmung vorhanden war, zogen diese Zellen auch ins Vorland und brachten ein paar Schauer. Genauso blieben aber auch die Restwolken der sterbenden Zellen übrig:



      Besser konnte sich die Zelle bei Goslar entwickeln, die entwicklungsgünstiger im Lee entstand: kachelmannwetter.com/de/regenr…oslar/20180510-1015z.html

      Entlang der Konvergenz bildeten sich wie von den Modellen berechnet weitere Gewitter aus, nach Norden hin linienartig, über Thüringen eher verclustert und vorwiegend durch das Bergland zuerst getriggert nach Nordosten zogen, im Detail aber "gefühlt" ostwärts zogen, da die Entwicklung neuer Zellen nach Osten zur warmen Luft stattfand.

      Quelle Windprofil: Veraflex

      Vollbild Konvergenz :





      Ein weiterer Punkt an solchen "konvektiven Chaostagen" sind lokale Konvergenzen, orographische Einflüsse oder aber auch: Unsere lieben Outflow Boundaries (Kaltluftausflüsse aus Gewittern). Solch eine Outflow Boundary lief aus den Zellen bei Goslar bis Wolfsburg ostwärts raus und triggerte dabei neue Zellen von Magdeburg bis Bernburg und Dessau, während von Quedlinburg bis Sangerhausen südlich davon alles abgetötet wurde. Den Outflow merkten Felix und ich vor Ort deutlich, auch die anvisierte Zelle ging ein, da die Kaltluft sie killte.

      Hier ist sie schön zu sehen (die gebogene Niederschlagslinie westlich Magedburg): kachelmannwetter.com/de/radars…5grad/20180510-1405z.html

      Animation aus meinem Tweet:

      Nach Osten hin hat die Kaltfront/Okklusion die warme Luft ohne viel Theater ausgeräumt (Druckanstieg, Windsprung auf Nordwest, Kaltluftadvektion ). Das Rapid-Modell ist im Tagesverlauf vom Abend-Cluster Ostthüringen/Leipzig abgerückt, der sonst auch in anderen Modellen recht einheitlich berechnet wurde.



      Das als kurzer Überblick von meiner Seite. Es darf gern noch ergänzt werden.

      Markus

      Gründer und Organisator Thüringer Storm Chaser
      ESSL Voluntary Observer Person (Qualitätslevel QC1) (European Severe Storms Laboratory)
      Premium Advanced Spotter & Regionaler Ansprechpartner Thüringen (Skywarn Deutschland e.V.)
      Weitere Mitgliedschaften: Arbeitskreis Meteore e.V. • Cloud Appreciation Society
    • Wie schon vor ein paar Tagen gesagt, kommen nun heute die Bilder von der Kamera mit dazu.
      Nach einem kurzfristigen Abengewitter am 9.05. folgte dann am nächsten Tag die vorhergesagte Schwergewitterlage.



      Gegen 12 Uhr Mittag entstanden die ersten größeren Quellwolken, kurze Zeit darauf die ersten Gewitterzellen. Hier ein Blick gen Westen/Erfurt. Später nahm die Bewölkung immer mehr zu und es wurde zunehmend schwüler.


      Erste grummelnde Wolken waren dann vom Cospoth aus gegen 13:30 zu hören und zu sehen. Mit besortem Blick dachte ich schon, das heute nichts weiter großes mehr kommen würde.


      Aber dann wurde es doch was. Ein eher schwacher Schauer spuckte etwas weiter nördlich als Coppanz dann doch ein paar Blitze aus. Damit war die Hoffnung wieder da, jedoch verschwand sie auch wieder schnell.


      Etwa 14:30 kam es doch ziemlich dicke vom Süden hergezogen. Ich wollte schon zusammenpacken, als die ersten lauten Schäge ertönten. Da die Zelle jedoch stetig auf einer Entfernung von 5km blieb, entschied ich mich dennoch zu bleiben. Die Bilder von ein paar Entladungen sind ein paar Beiträge weiter oben zu finden. Bis auf ein paar Tropfen blieb ich trocken, fing mir aber auch die erste Zecke seit langem wieder ein...
      Als ich merkte, das die Zelle langsam den Geist aufgab, machte ich mich wieder auf dem Weg nach Bucha, wo ich die erste Dusche empfing. Ein weiterer gewittriger Schauer zog um 16 Uhr über Bucha hinweg und sorgte danach erstmal für kurze Ruhe.


      Etwa 17:30 zog das letzte schwache Gewitter des Tages auf. Da von Bucha nicht viel zu erkennen war, machte ich mich ins GwG Schorba auf um einen besseren Blick zu erhaschen. Bis auf bisschen Grumeln war leider nichts mehr weiter zu erwarten. Jedoch war ich dann sehr erstaunt, einen kleinen und nicht stark ausgeprägten, aber erkennbaren Whalesmouth auszumachen.


      Damit endete der Tag für mich selbst erfolgreich.
      Schönen Abend noch,
      Gruß Flo^^

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Florian T. L. () aus folgendem Grund: Mehrere Schreibfehler korrigiert

    • Vielen Dank für die nachgereichten Bilder, @Florian T. L.. Ich habe die Bilder mal auf 1000px Breite verkleinert. Das macht das laden schneller und die Ansicht angenehmer. Versuche doch bitte die Bilder bereits 1000px Breite hochzuladen. Wenn mal von unterwegs Bilder in Originalgröße hochgeladen werden, ist das nicht so schlimm.
      Gründer und Organisator Thüringer Storm Chaser
      ESSL Voluntary Observer Person (Qualitätslevel QC1) (European Severe Storms Laboratory)
      Premium Advanced Spotter & Regionaler Ansprechpartner Thüringen (Skywarn Deutschland e.V.)
      Weitere Mitgliedschaften: Arbeitskreis Meteore e.V. • Cloud Appreciation Society