Angepinnt Trockenheit/Dürre ab 29.06.2018

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      Mr. Tscha via Twitter schrieb:

      Vergleich der Summe (Apr - Jun) der klimatischen Wasserbilanz (Niederschlag - pot. Evapotranspiration) zwischen 2003 und 2018. Vor allem im Norden ist der Wasserverlust gut zu erkennen und höher als 2003 (Apr - Jun). #Dürre Quelle: @DWD_presse @DWD_klima


      Mr. Tscha via Twitter schrieb:

      Hier die Abweichung der Summe (Apr - Jun) der klimatischen Wasserbilanz zwischen 2003 und 2018. Damit ist (zumindest für die Monate Apr - Jun) der Wasserverlust höher als 2003.






      Deutscher Wetterdienst schrieb:

      Hitzewelle Sommer 2018 - Einordnung und Ausblick

      Datum 06.08.2018

      Nicht nur Sonne und Trockenheit sind in einigen Regionen des Landes außergewöhnlich. Auch die Hitzewelle macht einigen zu schaffen. Wie ist die aktuelle Hitzewelle klimatologisch und im Vergleich zu Hitzewellen der Vergangenheit einzuordnen? Und vor allem ... bleibt die Hitze noch länger erhalten?

      Die zurückliegenden Monate waren meteorologisch gesehen in großen Teilen Deutschlands in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich. Nicht nur, dass die Sonne außergewöhnlich viel und lang geschienen hat (siehe Thema des Tages von gestern: dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2018/8/5.html). Auch das Niederschlagsdefizit weist im Rückblick der vergangenen vier Monate regional neue Negativrekorde auf (siehe: dwd.de/DE/Home/_functions/aktu…/20180803_sommer2018.html) Bemerkbar macht sich die Trockenheit nicht nur durch das Austrocknen von Teichen und Flüssen (z.B. wn.de/Muenster/3416534-Histori…rs-Gewaesser-trocknen-aus), sondern auch bei Bäumen durch Blattabwurf (helmholtz.de/erde_und_umwelt/wie_baeume_wasser_sparen/) oder das Abbrechen ganzer Äste (Sommerbruch, z.B. wa.de/hamm/herringen-ort370529…eine-gefahr-10090069.html).

      Auch bei der Temperatur zeichnet sich in mancherorts mittlerweile ab, dass die Hitzewelle 2018 aufgrund ihrer Andauer in die Geschichtsbücher eingehen könnte oder schon eingegangen ist. Für die nachfolgenden Betrachtungen werden die Temperaturmesswerte der Jahre 1961 bis 2018 verwendet. Für alle Jahre wurde für ausgewählte Stationen die Anzahl der Sommertage sowie der heißen Tage errechnet. Um die Andauer von sommerlichen Wetter bzw. Hitzewellen zu bestimmen, wurde geschaut, an wie vielen Tagen am Stück (also ohne Unterbrechung) Sommertage (>25 Grad) bzw. Hitzetage (>30 Grad) aufgetreten sind.

      Die Ergebnisse lassen sich den Grafiken entnehmen, die dem Tagesthema angehängt wurden (zu finden unter dwd.de/tagesthema). Zunächst einmal lässt sich zweifelsohne festhalten, dass man sich in großen Landesteilen oberhalb eines durchschnittlich temperierten Sommers bewegt. Das gilt sowohl für die Anzahl der Sommertage, wie auch der Hitzetage. So wurden in Lingen und Hamburg bereits die Rekorde für die meisten Sommertage überschritten. Im Vergleich: In Hamburg wurden im vergangenen Jahr 2017 nur 18 Sommertage und kein einziger Hitzetag registriert. Für einige andere Stationen ist ein neuer Rekord bei der Anzahl der Sommer- und Hitzetage möglich, zum Teil auch wahrscheinlich. In den südlichen Landesteilen bewegt man sich zwar auch auf einem überdurchschnittlichen Niveau, Rekorde sind dort aber nicht zu erwarten.

      Um die Qualität der aktuellen Sommer bzw. Hitzewelle zu beurteilen, muss zudem ein Blick auf die Serie an Sommer- und Hitzetagen geworfen werden. Bei den Sommertagen zeigt sich, dass sich gerade die nördliche Mitte auf Rekordkurs bewegt, in Lingen, Köln, Hannover und Chemnitz sind bereits neue Rekorde bezüglich der Andauer erreicht. Bei der Andauer der Hitzewelle wurde der alte Rekord in Görlitz und Nürnberg übertroffen und in Chemnitz eingestellt. In Frankfurt ist absehbar, dass dieser im Laufe der Woche fällt.

      Zusammenfassend lässt sich sagen: Während die warme Jahreszeit in der Nordhälfte außergewöhnlich und teils rekordverdächtig verläuft, handelt es sich im Süden um einen überdurchschnittlichen aber nicht außergewöhnlichen Sommer. Die Andauer der aktuellen Sommer-und Hitzewelle ist vor allem in Teilen der Mitte beachtlich und teils auch rekordverdächtig.

      Und wie geht es nun weiter mit dem Sommer 2018. Nachdem am gestrigen Sonntag vor allem die Nordhälfte einmal kurz durchatmen konnte, läuft der Sommer in der ersten Wochenhälfte erneut zur Hochform auf. Verbreitet werden heiße Tage erwartet, wobei Dienstag und Mittwoch wohl den Höhepunkt darstellen. Den Prognosen nach wird ganz vereinzelt sogar die 40 Grad Marke ins Visier genommen, ein Überschreiten ist aber nach derzeitigem Stand wenig wahrscheinlich.

      Am Donnerstag setzen sich zunächst im Nordwesten, zum Freitag dann auch im Rest des Landes deutlich kühlere Luftmassen durch. Dabei wird es weiterhin nicht unsommerlich sein, die Spitzenwerte werden aber unterhalb der 30 Grad Marke zu finden sein. Vor allem nachts kann man dann wieder richtig durchlüften. Ob die große Hitze damit endgültig vorbei ist, steht noch in den Sternen. Rein statistisch sind schließlich bis Anfang Oktober noch Hitzetage möglich (siehe dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2018/7/31.html)

      Und eine Sache sei am Ende auch noch erwähnt. Trotz der nachlassenden Hitze, eine durchgreifende Entspannung in Sachen Trockenheit ist vielerorts zunächst nicht in Sicht.

      Dipl.-Met. Marcus Beyer

      Deutscher Wetterdienst Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach, den 06.08.2018

      Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

      Deutscher Wetterdienst schrieb:

      Außergewöhnliche Witterungsverhältnisse - Die Sonne macht Überstunden

      Datum 05.08.2018

      Seit April erleben wir eine außergewöhnliche Witterungsperiode in Deutschland. Beständige Blockinglagen verwöhnen uns nicht selten mit viel Sonnenschein bei einem weiß-blauen Himmel.

      Neben viel Sommerwärme, die aktuell in einer historischen Hitzewelle gipfelt, schien seit April die Sonne gefühlt ohne Ende. Sonnencreme und Sonnenhüte sind in diesem Jahr sicherlich top Verkaufsschlager und den Sommerurlaub am Mittelmeer hätte man genauso gut an den heimischen Nord- und Ostseestränden verbringen können. Während die Kinder auch zuhause traumhaftes Ferienwetter erleben, hat der dauerhafte Sonnenschein in Kombination mit den überdurchschnittlich hohen Temperaturen und fehlenden Niederschlägen auch seine Schattenseiten. Die Ursache für diese außergewöhnlichen Witterungsverhältnisse sind die seit Monaten vorherrschenden sehr beständigen beziehungsweise sich immer wieder regenerierenden Blockinglagen. Dabei wird die in gemäßigten Breiten übliche Westströmung unterbrochen und die normalerweise von West nach Ost gerichtete Verlagerung atlantischer Tiefdruckgebiete verhindert. Anstelle dessen dominieren vom mittleren Nordatlantik bis nach Skandinavien Hochdruckgebiete. Kurze Unterbrechungen dieser Wetterlage blieben meist von kurzer Dauer.

      Schauen wir uns die Sonnenstunden der letzten Monate etwas näher an (Abbildung 1). Schon der April war sehr sonnenscheinreich. Besonders in der Südosthälfte Deutschlands schien die Sonne das 1,5- bis 2-fache des vieljährigen Mittels. Im Mai machte die Sonne dann vor allem in der Nordhälfte zahlreiche Überstunden und schien von Schleswig-Holstein bis nach Mecklenburg-Vorpommern über 350 Stunden. Damit konnte man dort die Sonne durchschnittlich rund 12 Stunden am Tag sehen, was etwa 80 Prozent der astronomisch möglichen Sonnenscheindauer entspricht! Spitzenreiter war mit 388 Stunden (160% des vieljährigen Mittels) List auf Sylt, die nördlichste Wetterstation Deutschlands. Nur im Juni legte die Sonne eine winzige Verschnaufpause ein. Mit 218 Sonnenstunden im Deutschlandmittel (Referenzperiode: 1961-1990: 203 Stunden) war die Sonnenscheindauer aber dennoch etwa im Normalbereich. Mit neu getankter Kraft gab die Sonne im Juli noch einmal alles und verwöhnte uns vielerorts mit 300 bis 350 Sonnenstunden, mit den meisten Sonnenstunden an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste und in Teilen Sachsen-Anhalts. Damit erlebten wir nach 2006 den zweitsonnigsten Juli seit Messbeginn im Jahre 1950. Nur in den süddeutschen Mittelgebirgen war die Sonne des Öfteren von Wolken verdeckt.

      In Abbildung 2 werden für einige Städte die Sonnenstunden von April bis Juli 2018 mit den Referenzperioden 1961-1990 (blau) und 1981-2010 (gelb) verglichen. Anders als die Temperatur ist in den letzten Jahrzehnten die Sonnenscheindauer kaum gestiegen. Klar zu erkennen ist, dass in allen Städten die Sonne zu dieser Zeit 2018 (rot) deutlich häufiger (etwa 1/3 mehr als im vieljährigen Mittel) am Himmel zu sehen war als sonst üblich.

      Während sich Sonnenanbeter über den Dauersonnenschein freuen, hat dieser aber buchstäblich auch seine Schattenseiten. In Kombination mit dem seit Monaten andauernden Niederschlagsdefizit und den aktuell heißen Temperaturen ist in vielen Landesteilen mittlerweile eine verheerende Dürre entstanden. Landwirte klagen über beträchtliche Ernteeinbußen und auf Wiesen ist kaum mehr ein grüner Grashalm zu finden. Immer mehr Bäume verfärben sich bereits und werfen ihre Blätter ab. Die Flusspegel sinken weiter und schränken die Schifffahrt auf den deutschen Wasserstraßen ein. Kleinere Flüsse sind mancherorts bereits komplett ausgetrocknet, sodass man auch ohne Brücke trockenen Fußes das Flussbett überqueren kann. Lediglich die Winzer freuen sich Dank der Wärme und des Sonnenscheins auf einen besonderen Weinjahrgang.

      Nach den vor allem in der Nordhälfte am heutigen Sonntag etwas erträglicheren Temperaturen, nimmt die Hitze ab morgen einen neuen Anlauf, sodass wir am Dienstag und Mittwoch wieder verbreitet bei Spitzenwerten zwischen 33 und 38 Grad schwitzen werden. Selbst an den Küsten kann es nochmals sehr warm bis heiß werden. Nur in die Nordwesthälfte sickern am Mittwoch möglicherweise bereits kühlere Luftmassen. Dieser Luftmassenwechsel geht wohl auch mit teils kräftigen Schauern und Gewittern einher. Im Süden und Osten kann sich die Hitze allerdings noch bis Donnerstag halten, bevor man sich ab Freitag auch dort bei Temperaturen unter 30 Grad von der Hitze erholen kann.

      Dipl.-Met. Dr. Markus Übel

      Deutscher Wetterdienst Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach, den 05.08.2018

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      Positiv in die Zukunft blicken, oder doch besser nicht?

      DWD Klima und Umwelt via Twitter schrieb:

      Neueste #Jahreszeiten-#Vorhersagen des DWD online: berechnet werden weiterhin eine positive Temperaturabweichung für den #Herbst in Europa und ein zunehmender El Nino-Zustand zum Winter dwd.de/DE/leistungen/jahreszei…eitenvorhersage_start.htm








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