Wetterthread AUGUST 2018

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    • 25.08.2018 Wetter - frisch und in Bewegung

      Achtung! Die folgenden Bilder könnten verstörend wirken, da sie u.A. Niederschlag in Form von Regen in einem Gebiet zeigen, was am stärksten von der Dürre in diesem Jahr betroffen ist :ironie .
      Aber im Ernst: Ausflug gestern Nachmittag mit Chris von Tilleda zum Kyffhäuser hinauf. Zu Beginn gab es einen Schauer:


      Ein ebenso seltener Anblick in diesem Jahr: Ein Kaltluftschauer Richtung WNW:


      Blick in die Landschaft mit der Trendfarbe "trockengelb" 2018:


      Kaltluftschauer am Abend in weiter Ferne:


      Sonnenuntergang unter letzten Schauern:


      Markus
      Gründer und Organisator Thüringer Storm Chaser
      ESSL Voluntary Observer Person (Qualitätslevel QC1) (European Severe Storms Laboratory)
      Premium Advanced Spotter & Regionaler Ansprechpartner Thüringen (Skywarn Deutschland e.V.)
      Weitere Mitgliedschaften: Arbeitskreis Meteore e.V. • Cloud Appreciation Society
    • Ich habe erst dieses Bild mit den Aerosoloen geteilt:

      Markus schrieb:

      Just Another Day on Aerosol Earth: earthobservatory.nasa.gov/imag…ther-day-on-aerosol-earth
      Unbedingt mal die große Version anschauen!
      ...wo besonders die "Rauchfahnen" der Waldbrände aus Nordamerika auffallen, die bereits West- und Mitteleuropa erreicht haben und gestern Nachmittag/Abend wie auch heute Vormittag mit dieser Eintrübung/Weißfärbung des Himmels ihr Ankunft verdeutlichten:





      Hier sogar mit schönen Wellen:


      Heute Morgen war das Band auch gut über ganz Deutschland auf dem Satellitenbild zu sehen: kachelmannwetter.com/de/sat/de…-5min/20180826-0700z.html

      Und so vom Boden aus:




      EDIT: Passend dazu das Thema des Tages vom DWD mit Animation:



      Deutscher Wetterdienst schrieb:

      Was trübt unseren Himmel?

      Datum 26.08.2018

      Im Satellitenbild zeigen sich in den letzten Tagen häufiger "merkwürdige" Wolken und auch der Himmel zeigt sich zeit- und gebietsweise gelblich trüb. Wir erklären warum.

      In der Nähe von Treuenbrietzen in Brandenburg brennt es seit Donnerstagabend. Der Brandgeruch und die Rauchwolken zogen bis ins gut 50 km entfernte Berlin. Aber es geht auch über größere Entfernungen: Am frühen Samstagmorgen, 25.08.2018, zeigten sich im sichtbaren Satellitenbild sehr deutlich dünne gelb-grüne bis ins Braune gehende Schlieren. Schnell war klar, dass es sich um "Wolken" in hoher Höhe handeln muss, über die Ursache konnten wir aber anfangs nur spekulieren.

      Ein gut sichtbarer Bogen von etwa 80 km Breite erstreckte sich von der Mitte Deutschlands über Frankreich bis nach Großbritannien. Von dort aus konnte man den Weg weiter verfolgen bis nach Island und Grönland. Anschließend verschwammen die Signale zu stark um einen weiteren Weg auszumachen. In den europäischen Webcams unter dem Wolkenband konnte man milchigen Sonnenschein und eine gelblich-braune Trübung des Himmels erkennen. Dieses Bild gab es schon häufiger in den letzten Tagen. Nun könnte man meinen es sei Saharastaub, schließlich sorgt der ja immer mal wieder für eine Trübung unserer Luft, aber die Strömung passt nicht ganz ins Bild und auch die Ausbreitungsrechnung der Universität von Athen entkräftete diese Theorie ganz schnell.

      Die Berechnung der Rückwärtstrajektorie, also die Berechnung des zurückgelegten Weges eines Luftteilchens über uns, ergab als Ursprung der in West- und Mitteleuropa vorherrschenden Luftmasse Nordamerika. Die Aerosolverteilung in der Luft, die sich in den von der NASA publizierten Satellitenbildern darstellen lässt, hat dann die ausgedehnten Waldbrände in Kanada als Verursacher der Schlieren und Himmelstrübungen über Europa ausmachen lassen. Von Nordamerika aus machte sich seit Anfang der Woche Staub und Ruß mit westlicher Windrichtung auf in Richtung Atlantik und Grönland. Mit dem relativ schmalen Band des Jetstreams (siehe Thema des Tages vom Samstag, 25.08.2018) breiteten sich diese mit geringer horizontaler Ausdehnung bis nach Europa aus und wurden um den durchschwenkenden Trog herum am gestrigen Samstag allmählich bis zu uns gelenkt.

      Im Laufe des Samstagvormittags lösten sich die Schlieren am Himmel im sichtbaren Satellitenbild allmählich auf. Dies lässt sich mit der höher stehenden Sonne erklären, die die Wolken nun anders anstrahlte. Am Samstagabend und auch am Sonntagmorgen waren wieder dünne gelb-grünliche Schlieren im Satellitenbild zu finden. In der kommenden Woche verschiebt sich der Polarjet wieder etwas nach Norden, so dass Ruß- und Staubpartikel zumindest am mitteleuropäischen Himmel seltener zu Trübungen führen werden.

      Dipl.-Met. Jacqueline Kernn

      Deutscher Wetterdienst Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach, den 26.08.2018
      Gründer und Organisator Thüringer Storm Chaser
      ESSL Voluntary Observer Person (Qualitätslevel QC1) (European Severe Storms Laboratory)
      Premium Advanced Spotter & Regionaler Ansprechpartner Thüringen (Skywarn Deutschland e.V.)
      Weitere Mitgliedschaften: Arbeitskreis Meteore e.V. • Cloud Appreciation Society
    • Kurzinfo: Gewitter sind heute Abend und in der Nacht nicht auszuschließen. Zugbahn Südwest-> Nordost

      Betroffen wie immer als erstes bei so einer Lage Süd/Westthüringen. Dann der Rest von Thüringen. Also Augen aufhalten und Kamera bereitmachen.

      Wie immer ist alles Nowcast :winken

      Grüße Ronny
    • Nochmal ein Update zum Abend: Die Konvergenz erreicht aktuell den Westen Thüringens:


      Problem: Sie kommt hier im konvektiven Nichts an. Auch der Kaltfront wird es nicht anders gehen, wobei hier vielleicht noch etwas mehr Bewegung im Spiel ist in Form von etwas Regen und Windböen unterhalb der Sturmschwelle. Das nochmal Gewitter eingelagert sind, wie die Modelle mein(t)en, ist vielleicht mal mit viel Glück drin. Beobachtet man die aktuellen Zellen in Hessen und Bayern, die nach Osten in die schlechte Luftmasse laufen, sieht man ein rasches Zusammenfallen. Es entstehen zwar aktuell über dem Hessichen Bergland von Bad Hersfeld bis Fulda Zellen (Orographie hilft), aber die Blitzaktivität hält sich arg in Grenzen und es ist unwahrscheinlich, dass hier beständige Gewitterlinien entstehen.
      Gründer und Organisator Thüringer Storm Chaser
      ESSL Voluntary Observer Person (Qualitätslevel QC1) (European Severe Storms Laboratory)
      Premium Advanced Spotter & Regionaler Ansprechpartner Thüringen (Skywarn Deutschland e.V.)
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    • Moin,

      ein bischen was an Gewitter hatte gestern Nordthüringen bei Mackenrode abbekommen.

      wie Markus schon schrieb, wohl ausgelöst durch Orographie schaffe es ein Regenband auf Höhe Fulda doch noch ein Gewitter zu generieren.
      Dieses hielt dann von ca. 20°° bis 23°° an und bewegte sich mit sturmartigen Böen Richtung NO voran.

      Bei Kachelmann wurde es ab 21.30 Uhr nicht einmal mehr als Gewitter registriert.

      Trotzdem gab es noch ein paar schöne Blitze, die von mir aus hinter der Hainleite niedergingen.
      Der heftige Wind erfaßte mich dann auch bald und trieb den Regen vor sich her, jedoch nur eine halbe Stunde lang, dann war wieder Ruhe.

      Leider gibt die Landschaft am Flugplatz nicht viel her, dafür hat man eine gute Rundumsicht. Auch was wert ;)


      Erster Blitz - sehr vielversprechend


      schade, zu schwach, aber schön


      Schon besser...ein lichtstarkesTeleobjektiv anzuschaffen hat sich gelohnt.





      Das wars dann auch schon.
      Liebe Grüße von der Deern

      honeysuckle-honeysuniversum.blogspot.de/