08.08.2018 - Multizellencluster zwischen Chemnitz und Dresden

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    • 08.08.2018 - Multizellencluster zwischen Chemnitz und Dresden

      Hallo zusammen,

      in diesem Jahr war ich bisher kaum zum Chasen unterwegs. Entweder es gab keine fotogenen Lagen, oder ich konnte nicht aufgrund der Arbeit. Diese Woche Mittwoch hatte ich zwischen zwei 24h-Schichten frei und am Nachmittag bildeten sich die ersten gewittrigen Schauer in Ost-Thüringen. Zwei Voraussetzungen für ein potentielles Chasing waren somit gegeben, und so brachen Ronny und ich nach seinem Feierabend unverzüglich in Richtung Osten auf. Ein erster Starkregenschauer zog über Gera hinweg, war für uns jedoch auch aufgrund der vielen Baustellen und Geschwindigkeitsbegrenzungen auf der A4 nicht mehr erreichbar. Von Süden her bauten sich aber weitere Regenzellen auf. Wir hielten erstmals an der Abfahrt Wüstenbrand kurz vor Chemnitz. Hier hatten wir gute Sicht auf die Starkregenbereiche südlich von uns:




      Ein kurzer Blick auf´s Radar zeigte, dass die einzelnen Zellen zunehmend verclusterten und wir uns gerade noch im letzten regenfreien Bereich befanden. Um der drohenden Einkesselung zu entgehen, ging´s zurück auf die Autobahn und weiter Richtung Osten vor die sich formierende Linie. Ich hielt mit der Kamera kurz aus dem Rückfenster, so sich interessante Strukturen zeigten:


      Weiter östlich etwa bei Dresden entstand eine neue Zelle mit schönem Pileus:


      Als nächstes positionierten wir uns nördlich der A4 bei Hainichen und verfolgten den Aufzug der Front. In der Ferne konnte man bereits aufgewirbelten Staub erkennen.




      Bald darauf befanden wir uns inmitten des Staubsturmes. Kurzzeitig betrug die Sicht unter 50m. Noch später im Auto knirschelte der feine Sand zwischen den Zähnen...






      Aufgrund der sehr eingeschränkten Sichtverhältnisse fuhren wir weiter und platzierten uns abschließend an der Abfahrt Wilsdruff. Auch hier wirbelten die Windböen ordentlich Staub von den ausgedürrten Feldern auf. Laut Kachelmannwetter lag die maximale Windstärke bei 80km/h an der Station Nossen.


      Strukturell gesehen hatte der Cluster nun aber nicht mehr so viel zu bieten:


      Wir schauten ein paar hundert Meter weiter nochmal in Richtung Osten, wo nun die Dresdner Zellen auch zunehmend verclusterten.






      Danach traten wir die Heimfahrt an. Insgesamt war es ein interessantes Chasing. Insbesondere der Staubsturm war ein Erlebnis. :)
    • Was wäre ein Chasing 2018 ohne Staub? Aber ihr hattet noch schöne Wolkenstrukturen erwischt neben dem Staubsturm
      Gründer und Organisator Thüringer Storm Chaser
      ESSL Voluntary Observer Person (Qualitätslevel QC1) (European Severe Storms Laboratory)
      Premium Advanced Spotter & Regionaler Ansprechpartner Thüringen (Skywarn Deutschland e.V.)
      Weitere Mitgliedschaften: Arbeitskreis Meteore e.V. • Cloud Appreciation Society
    • Schöner Bericht und tolle Bilder, @Luise! :)

      Am gleichen Tag war ich mit einem Kumpel ebenfalls in der Gegend Chemnitz-Dresden unterwegs, weshalb ich meine Bilder mit an deinen Bericht anhänge. Hoffe, das ist okay!?

      Wir starteten unsere Tour in Chemnitz. Ich konnte mich zunächst nicht richtig zwischen der Dresdner und Leipziger Richtung entscheiden. Ich weiß nicht gerade nicht mehr genau warum, aber wir fuhren die A72 Richtung Leipzig. An der Ausfahrt Niederfrohna fuhren wir kurz ab, da ich einen Rundumblick wollte. Von einem Feld aus hatten wir den Blick auf die Richtung Dresden ziehende Zelle und die, die etwas nördlicher war:





      Naja, richtig spannend sah das erstmal nicht aus.
      Aus einem mir momentan nicht mehr einfallenden Grund entschied ich weiter Richtung Leipzig zu fahren und näher an diese Zelle ran. An der Ausfahrt Penig fuhren wir ab und es ging weiter Richtung Osten, denn wir waren mittlerweile auf Höhe der Zelle und diese zog ebenfalls ostwärts. Bei Dittmannsdorf hielten wir wiederum kurz an:



      Das sah doch nun schon etwas spannender aus. Es waren auch einige Blitze zu sehen und in der Ferne donnerte es dazu. Deshalb ging es schnell wieder ins Auto und weiter Richtung Osten.
      Ich wollte auf die B107, also ging es über kleine Straßen durch Arnsdorf, Lunzenau, Göritzhain, Wiederau schließlich auf die Bundesstraße. Während der Fahrt holte uns das Gewitter ein. Und mit dem Gewitter auch der Niederschlag. Als wir schließlich auf der Bundesstraße waren fing es so richtig an mit Regnen, aber so richtig. Ich hab so fast nichts mehr gesehen beim Fahren, den Scheibenwischer konnte man vergessen (im Video siehts gar nicht so schlimm aus):



      Wir fuhren über die B107 auf die B175 und dann bei Döbeln auf die A14 Richtung Dresden. Das Ziel war wieder vor die Zelle und aus dem Niederschlagskern heraus zu kommen und evtl. auch noch die kleine Zelle bei Dresden abzufangen. Kurz nach Döbeln hielten wir nochmal kurz, hier gab es einen ganz netten Blick auf den Niederschlag ringsum:



      Aber, wie Luise schon schrieb, verclusterte alles mehr und mehr. Wir fuhren ebenfalls bei Wilsdruff nochmal ab (wieso haben wir uns da eigentlich nicht getroffen :grübel ). Genau an den Standort standen wir, @Markus @Thomas Klein, vor fast genau einem Jahr auch ;) Hier fand ich die Wolken auch mal etwas dynamisch:





      Anschließend fuhren wir noch ein kleines Stück hinter Dresden hinaus. Wirklich lohnenswert war das aber nicht, alles nur noch grau in grau. Also ging es gemütlich wieder zurück nach Chemnitz. Trotz viel Wind konnten wir wirkliche Staubstürme unterwegs aber nicht beobachten. Nur auf dem Feld bei Döbeln wehte ein klein wenig Staub auf.

      Es war insgesamt ein nettes Chasing und auch mal schön nicht allein unterwegs zu sein!

      Viele Grüße Kevin

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von KevinF ()