3.6.19|Heiligenstadt|Gewittercluster und turbulenter Aufwind

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    • 3.6.19|Heiligenstadt|Gewittercluster und turbulenter Aufwind

      Hallo zusammen,

      heute wurde endlich das richtige "Chasinggefühl" aus dem ewig langen Winterschlaf geweckt.
      Es zündete jedoch etwas früher als berechnet an der Grenze zu Thüringen und ich dachte schon, dass ich das Meiste verpasse, denn die Front lag quasi schon vor der Haustür und es würde noch gut eine Stunde dauern bis ich mobil gewesen wäre. Also schrieb ich zur Sicherheit mal meine Schwester an, in der Hoffnung dass sie zu Hause ist und langsam genau so verrückt nach Gewittern ist wie ich. Schließlich waren wir in kurzer Zeit am Chasingpoint an der A38. Danke Schwesterherz. :-D

      Leider war das ganze Schauspiel an sich sehr verclustert. Man konnte zwar einzelne Starkregenkerne ausmachen, aber ansonsten wars das. Wir machten ein paar Bilder und etwas Gewitterkunde. Schnell merkten wir, auch aufgrund der Windverhältnisse dass wir direkt unter einen turbulenten Aufwind standen. Mal spürte man einen deutlichen Inflow im Rücken und mal einen kräftigen Outflow aus den abziehen Kern richtung Harz. Zusätzlich befeuerten uns einzige Blitze im nahen Umkreis. Sie wollten uns wohl mehr oder weniger freundlich ins Auto komplimentieren. Dann fing es auch schon an zu regnen und wir konnten hier vorerst abbrechen. Auf dem Radar waren aber auch schon Echo's in Mittelhessen zu sehen, sodass sich die Enttäuschung gut in Grenzen hielt.

      Aufwind







      Abziehender Kern richtung Nordost (Harz)


      Ich ließ etwas Zeit vergehen und verfolgte zu Hause das Radar. Ich war dann etwa gegen 16.30 wieder oben an der A38.

      Ich erspähte Ansätze einer Böenfront




      Der Cluster bewegte sich eher langsam und ich schaute mich noch etwas um bis die Front etwas näher war.



      Nach ein paar Momenten wurde sie etwas deutlicher.


      Nach diesen Bild setzte dann Starkregen ein und zerstörte die Front.


      Hier ist auch ein leichter Grünschimmer zu erahnen.

      Im Verlauf setzten starke Böen, Starkregen und kleinkörniger Hagel ein.

      Ich drehte noch eine kleine Runde um mögliche Schäden festzuhalten. In der Nähe gab es außer ein paar Vegetationsschäden nichts erwähnenswertes.



      Am Abend gab es noch eine Meldung von Überflutung auf der A38 bei Arenshausen und ein teilzerstörtes Dach einer großen Viehzuchtanlage in Hohengandern (Nachbarort von Arenshausen).

      Jedenfalls kam schonmal ein ordentliches Unwetterfeeling auf was die Chasinglust für die noch folgende Saison steigert.

      MfG, Peter