18.08.19 - Thörey, Stadtilm | Vereinzelte Gewitterzellen, Regenbogen und Abendstimmung

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    • 18.08.19 - Thörey, Stadtilm | Vereinzelte Gewitterzellen, Regenbogen und Abendstimmung

      :winken

      Der 18.08. (noch 2017 für manchen ein legendärer Gewittertag) war diesmal eigentlich ein typisches Beispiel für ein gewisses Forecast-Chaos. Zwar hielten die meisten Modelle eine Entwicklung von einzelnen Gewitterzellen oder linienartiger Ausbreitung gegen Nachmittag für wahrscheinlich, die Ausdehnung und Intensität hätte untereinander aber nicht gemischter sein können. Obwohl die vorhandene Energie in den meisten Regionen nur gering ausgeprägt war, ließen hohe Scherungswerte einiges an Spielraum offen. Mir persönlich machte vor allem das Rapid Modell zu schaffen, häufig ein sehr guter Nowcast-Begleiter, schloss es diesmal so gut wie jede größere Entwicklung über Thüringen aus. Währenddessen bewegte sich AROME mit einer breiten Gewitterline über den ganzen Freistaat auf einer ganz anderen Ebene. Wie sich später herausstellen sollte war die Lage irgendwo zwischen diesen beiden Optionen.

      Das Aufreißen der Wolkendecke über Thüringen ließ im Tagesverlauf eine etwas bessere Aufheizung zu, die nördlichen Regionen Bayerns waren jedoch von Anfang an besser bedient. Mir persönlich war das Bust-Risiko (vor allem nach einem eher verhaltenen 12z Sounding ) jedoch zu groß um eine weite Strecke zu fahren, der Plan war also in der Region zu bleiben und auf eine mögliche Entwicklung zu hoffen.

      Gegen 16 Uhr bot sich eine erste Option mit einer aufziehenden Gewitterzelle in Südthüringen: kachelmannwetter.com/de/stormt…ingen/20190818-1440z.html

      Leider steckte dieses Exemplar sehr weit in den Mittelgebirgen fest, das Verfolgen war daher nur schwer möglich. Wir positionierten uns anfangs bei Thörey und bekamen bei sehr kräftigem Wind einen ersten Eindruck der Zelle.

      Da wir hier jedoch am nordöstlichen Ende der Zelle (und damit vor dem Niederschlag) standen, war nicht allzu viel zu sehen.



      Das Gewitter schien sich über die folgenden Minuten zu verstärken und wir befanden uns zusehends unter dem ausgreifenden Regen. Es ging also ein Stück über die A71 nach Osten, bei Klettbach ein kurzer Stopp, aber keine neuen Erkenntnisse. Da sich die Zelle derart hartnäckig im Thüringer Wald hielt, entschlossen wir uns nach einiger Zeit für einen kleinen "Core-Punch" bei Kranichfeld / Dienstedt "Eventuell sieht die Rückseite ja zumindest nicht schlecht aus.". Die Zelle gab dann aber nach recht schnell nach und zog später als stärkerer Schauer weiter. Immerhin, einmal drunter durch und es gab dahinter einen netten Regenbogen:





      Etwa bei Stadtilm hielten wir nochmal kurz, da sich in der Ferne ein Eisschirm mit kleinen Mammatus blicken ließ:





      Dazu ein bisschen interessantes Gewölk in der Höhe ;)



      Später, im Zuge der zweiten Front die gegen 19:00 Uhr Thüringen aus Südwest erreichte, gab es nochmal einen recht ansehnliche Abendstimmung. @Markus @Chris Ich hätte noch etwas Neues für die Kategorie der außergewöhnlichen Wetterbezeichnungen, wie wäre es neben Blutmond und Blutgewitter jetzt evtl auch noch mit Blutregen? ;) :grins





      VG, Felix
    • Felix L. schrieb:



      @Markus @Chris Ich hätte noch etwas Neues für die Kategorie der außergewöhnlichen Wetterbezeichnungen, wie wäre es neben Blutmond und Blutgewitter jetzt evtl auch noch mit Blutregen? ;) :grins
      Haha. Nette Idee, aber auch da waren die Wortschöpfer schon wieder schneller und mit Saharastaub verunreinigter Regen wird gemeinhin schon als "Blutregen" bezeichnet: google.com/search?q=blutregen
      - wetterinteressiert und unwetterbegeistert seit Beginn der 2000er Jahre
      - TSC-Mitglied seit 2007
      - aktiver Chaser seit 2010