23.02.2020 I STURM "YULIA"

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    • 23.02.2020 I STURM "YULIA"

      Am Sonntag besteht erneut Gefahr durch ein Sturmtief mit Potential für schweren Sturm/Orkan. Da es sich um ein Wellentief handelt, bestehen noch Unterschiede und Unsicherheiten, gerade in der regionalen Verteilung. Die hängt von der Zugbahn des Wellentiefs ab. Am Abend wird die Kaltfront über Thürignen hinwegziehen, die wieder als Linie mit eingbetteten Schauern und Gewittern durchschwenken soll.

      Modellkarten kachelmann, Bsp: SuperHD Windböen 1h: kachelmannwetter.com/de/modell…boeen/20200223-1700z.html
      Unwetterwarnungen DWD: www.wettergefahren.de

      Auszug aus der Synoptischen Übersicht Kurzfrist des DWD (volle Version: wetterzentrale.de/article.php?id=74956&lang=1):

      S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T
      ausgegeben am Samstag, den 22.02.2020 um 18 UTC


      Markante Wettererscheinungen:
      Sonntag im Zeichen von YULIA, einer etwas launischen und damit nicht ganz
      einfach zu berechnenden Welle. Wahrscheinlich Sturm im Süden und in der Mitte.
      Sonst allgemein weiterhin unbeständig und zur Wochenmitte überall mal maritime
      Kaltluft.

      Synoptische Entwicklung bis Dienstag 12 UTC
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      Sonntag ... rückt YULIA in den Mittelpunkt des Geschehens. Angetrieben von den

      weiterhin sehr starken westlichen Höhenwinden wird sie regelrecht nach Osten
      getrieben, wobei sie sich aber kaum entwickelt. Die Zusammenarbeit mit der
      Frontalzone respektive dem Jet beschränkt sich auf reine Translation, während
      ein mögliches Auspumpen aufgrund über der Welle fehlender Höhendivergenz
      ausbleibt. So wird uns YULIA morgen als offene Welle beehren, deren Zugbahn nach
      der neuesten Rechnung von ICON und ICON-Nest von 12 UTC auf einer Linie
      Niederrhein-Norhessen-Nordthüringen-Sachsen erfolgt und somit die Vorläufe
      bestätigt.

      Südlich des Wellenscheitels kommt es zu einer merklichen Gradientverschärfung
      ergo zu einem klassischen Warmsektorsturm, der sich von West nach Ost über
      Süddeutschland und Teilen der Mitte bis Mittag aufbaut und bis in die
      Abendstunden andauert. Unser Freund GÜNTHER zieht sich zwar etwas nach Südwesten
      zurück, leistet aber durchaus noch seinen Beitrag zum Aufbau des für den Sturm
      notwendigen Druckgradienten. Dabei werden verbreitet Böen der Stärke 8 bis 9
      Bft, exponiert 10 Bft (häufig aber nicht nur ausgelöst durch den
      Leitplankeneffekt im Alpenvorland), in den berühmt-berüchtigten Hochlagen des
      Berglands 11 bis 12+ erwartet.

      Wie weit das Starkwindfeld tatsächlich nach
      Norden ausgreift, ist immer noch nicht ganz entschieden und hängt natürlich von
      der genauen Zugbahn der Welle ab. So gibt es selbst auf Basis des heutigen
      12-UTC-Laufs (z.B. GFS) immer noch die Variante einer weiter nördlich
      verlaufenden Zugbahn etwa auf einer Spur Emsland-Raum Hannover- Raum Berlin.
      Dies hätte eine Verschiebung des Sturmfelds nach Norden zur Folge, was sich im
      aktuellen Warnbild für Sonntag noch nicht widerspiegelt. Eine entsprechende
      Guidance befindet sich aber bereits im Köcher und sollte - wenn erkennbar - von
      Nacht- oder Frühdiensten in Akutwarnungen umgesetzt werden.

      Fakt ist, dass der Gradient zwischen Sturm und einem lauen Lüftchen nördlich des
      Wellenscheitels immens ist, was die genaue Platzierung der Warnungen im Vorfeld
      erheblich erschwert. Hier muss es ggf. am Sonntag noch kurzfristige Anpassungen
      geben.

      ...

      Neben hoher Mobilität verfügt YULIA auch über enorme Kräfte entgegen der
      Gravitation, heißt, es kommt zu großflächiger Hebung und Niederschlag, der sich
      von Westen her noch verstärkt. Akkumuliert über 12 h kommen in den mittleren
      Landesteilen 10 bis 20 mm, in Staulagen auch mal 25 bis 35 mm zusammen, was im
      Warnmanagement aber bereits berücksichtigt ist.

      ...

      Am Abend und in der Nacht zum Montag schwenkt die Kaltfront von der Mitte bis in
      den Süden Deutschlands, wo sie abermals ausgebremst wird. Diesmal drückt ein
      neues Sturmtief (ZEHRA) auf die Bremse, das um 24 UTC knapp westlich von Irland
      aufschlägt....


      Modellvergleich und -einschätzung
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      Bis auf die genaue Zugbahn der Welle am morgigen Sonntag (siehe Text) fallen
      keine warnrelevanten Unterschiede ins Auge.

      Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
      Dipl. Met. Jens Hoffmann

      Informationen zu Hochwasser in Thüringen: hnz.thueringen.de/hw2.0/hochwasserinformationen.html

      Hochwasserwarnung
      für das Werra-Einzugsgebiet
      ausgegeben am: 21.02.2020 14:00 Uhr
      gültig bis: 24.02.2020 08:00 Uhr

      Meteorologische Situation:
      Der Deutsche Wetterdienst kündigt für die Nacht von Samstag auf Sonntag und für den gesamten Sonntag anhaltende Niederschläge an. Hierdurch können insbesondere in den Mittelgebirgslagen von Thüringer Wald, Thüringer Schiefergebirge, Rhön und Südharz Regenmengen von 30 bis 40 mm zusammen kommen. In der Nacht von Sonntag auf Montag ziehen die Niederschläge dann ostwärts ab.

      Hydrologische Situation:
      Die Pegel im Einzugsgebiet der Werra liegen flächenhaft oberhalb des langjährigen Mittels. Nach derzeitigem Kenntnisstand, soweit sich die Wetterprognose des DWD bestätigt, ist es möglich, dass an mehreren Pegeln der Richtwert für den Meldebeginn erreicht wird. Ein weiterer, kurzzeitiger Anstieg über den Richtwert für die Alarmstufe 1 kann derzeit nicht ausgeschlossen werden, ist aber eher nicht wahrscheinlich.

      Bei einer Verschärfung der Situation wird eine Hochwasserinformation innerhalb der o.g. Gültigkeit herausgegeben.
      Sofern dies nicht erforderlich wird, erfolgt keine Entwarnung bzw. Schlussmeldung.

      Für weitere Informationen nutzen Sie bitte auch den Videotext des MDR auf den Tafeln 535/536 sowie die Darstellung der aktuellen Messwerte (Wasserstand, Durchfluss) im Internetangebot der Hochwassernachrichtenzentrale Thüringen unter hnz.thueringen.de.

      gez.: Der Leiter der HNZ Thüringen
      (Diese Hochwasserwarnung wurde maschinell erstellt.)
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      Weitere Mitgliedschaften: Arbeitskreis Meteore e.V. • Cloud Appreciation Society
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    • Es sind schon einige Windböen über 50 km/h über Weimar hinweggefegt. Ich nutzte eine Regenfreie Zeit, um mich mal aus der Wohnung zu bewegen. Im Ilmpark Weimar fand ich einen größen Ast, der scheinbar frisch abgesprochen ist. Habe diesen gleich zur Seite geräumt :-)

    • Übersicht Spitzenböen Thüringen:

      -folgt-

      Übersicht Nachrichtenmeldungen Thüringen:

      Thüringen allgmein:
      Freies Wort, 23.02.2020: insuedthueringen.de/region/thu…Strassen;art83467,7147376
      MDR, 23.02.2020: mdr.de/thueringen/sued-thuerin…eume-umgestuerzt-100.html

      Landkreis Hildburghausen:
      Freies Wort, 23.02.2020: insuedthueringen.de/region/thu…h-Sturm;cme678481,6610627
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