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Zitat
aus Wikipedia
Feldkapazität
Unter Feldkapazität versteht man die Wassermenge, die ein zunächst wassergesättigter Boden gegen die Schwerkraft nach 3 oder 4 Tagen noch halten kann. Weil das Entwässerungsverhalten eines Bodens u. a. stark von der Bodenart (-enschichtung) abhängt, hat man sich hinsichtlich der Bestimmung der Feldkapazität im Labor für nicht grundwasserbeeinflusste Böden auf eine Konvention geeinigt: den Wassergehalt bei einer Bodenwasserspannung von pF 1,8. Die Feldkapazität hat eine hohe Bedeutung bei praxisorientierten Fragestellungen des Acker- und Gartenbaus für Fragen zur Wasserversorgung der Pflanzen, der Pflanzenverfügbarkeit von wasserlöslichen Nährstoffen, der Auswaschung wasserlöslicher Stoffe sowie der Bewässerung.
Wenn die Feldkapazität erreicht ist, ist der Boden nicht vollständig mit Wasser gesättigt; in den Grob- und Makroporen ist Luft enthalten. Der Boden kann somit bei Niederschlag einen höheren Wassergehalt aufweisen als über die Feldkapazität bestimmt. Die Feldkapazität ist u.a. von der Porengrößenverteilung abhängig. Üblicherweise wird angenommen, dass Poren mit einem Durchmesser über 10 oder 50 µm das Wasser nicht durch Kapillarkräfte festhalten können; das Wasser sickert durch den Boden hindurch. Das im Boden gespeicherte Haftwasser ist jedoch nicht vollständig für Pflanzen verfügbar. Wasser in Poren unter 0,2 µm wird Totwasser genannt, weil es nicht mehr pflanzenverfügbar ist. Die Adhäsionskräfte, die das Wasser in den Poren halten, sind so stark, dass Pflanzen es nicht mehr aus den Poren lösen können. Das Wasser in Poren < 0,2 µm wird mit einer Wasserspannung von mehr als 15.000 hPa oder 15 bar festgehalten. Die meisten Pflanzen können nur bis zu diesem Wert Wasser aufnehmen. Aus diesem Grund wird dieser Wert auch permanenter Welkepunkt (PWP) genannt.
Die Bestimmung des Wassergehaltes erfolgt durch Trocknung einer Bodenprobe im Labor über 24 Stunden bei 105 °C sowie einer Gewichtsbestimmung der Bodenprobe vor und nach dem Trocknen. Die Differenz der gemessenen Gewichte ergibt den Wassergehalt.
Der Teil der Feldkapazität (FK), der von den Pflanzen durch die Wurzel aufgenommen werden kann, ist die "nutzbare Feldkapazität" (nFK), oft auch Bodenwasservorrat genannt. Sie berechnet sich unter Berücksichtigung des Totwasseranteils (TOT) zu.
Die Werte werden entweder als Prozentzahl [Vol.-%], auf das Volumen bezogen [cm3, cm-3] oder bezogen auf eine bestimmte Bodenhöhe [mm/dm] angegeben.
Die volle Feldkapazität wird in mitteleuropäischen Breiten meistens gegen Ende des Winters (März/April) erreicht.
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Jonas_Hig« (29. April 2013, 09:45)
Zitat
Synoptische Übersicht - Kurzfrist
ausgegeben am Dienstag, den 03.04.2012 um 18 UTC
Markante Wettererscheinungen:
Anfangs im Süden Gewitter, vereinzelt mit Starkregen möglich.
Synoptische Entwicklung bis Freitag 12 UTC
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Aktuell ...
befindet sich der Vorhersagebereich vorderseitig eines umfangreichen Troges über
Skandinavien. Dabei tropft gegenwärtig aus diesem Trog ein Höhentief Richtung Britischen
Inseln ab, so dass über Mitteeuropa in der Höhe eine westliche bis südwestliche Strömung
resultiert. Darin eingelagert ist ein sehr kurzwelliger Trog, der abends über Frankreich
liegend im Laufe der Nacht vor allem die Mitte Deutschlands nach Nordosten überquert.
Dabei schwächt sich der Trog deutlich ab.
Am Boden ist unterdessen durch den anhaltenden Luftdruckfall ein recht umfangreiches Tief
entstanden, in das zwei Tiefausläufer eingebettet sind. Das Tief weist auch zwei Zentren
auf, ersteres über den Britischen Inseln, ein zweites, schwächeres über Rheinland-Pfalz.
Das Bodentief über den Britischen Inseln verlagert sich unter Abschwächung nach Süden. Das
kleine Tief über Deutschland liegt unter großflächigem Druckfall und gelangt im weiteren
Verlauf unter die Vorderseite des Höhentroges. Mit ihm verlagert es sich nachts nach Osten
bis Nordosten, in Richtung Sachsen.
Die Hebungsvorgänge an der nördlichen Front schwächen sich noch etwas ab. Über dem
äußersten Norden kann es aber weiter leicht regnen oder schneien, die Glättegefahr bleibt
aber sehr gering bei starker Bewölkung und Temperaturen etwas oberhalb des Gefrierpunktes.
In der aus Süden nach Deutschland einfließenden warmen und labil geschichteten Luft
(KO-Index von Oberschleissheim um 12 UTC bei -2), deren Nordgrenze durch die südliche
Front markiert wird, haben sich nachmittags beim Erreichen der Auslösetemperatur Gewitter
gebildet, die nachts aber wieder abklingen.
In der Nacht greift dann die Hebung (PVA) auf der Vorderseite des oben beschriebenen
Kurzwellentroges auf den Bereich der südlichen Bodenfront über, was zur Ausbildung eines
konvektiv durchsetzten Regengebiets führt das nachts von Südwesten aus über die Mitte
Deutschlands nach Nordosten zieht. Ausgehend vom Oberrhein und Rheinland-Pfalz breitet
sich der Regen, später bis nach Sachsen und ins südliche Brandenburg aus. Anfangs können
auch örtliche Gewitter eingelagert sein.
Die frontalen Niederschläge werden von NAE, C-DE, C-EU mit ca. 5 bis 15mm/6h simuliert,
die grobmaschigen Modellen liegen etwas darunter. In den Gewittern ist Starkregen möglich.
Die PPW-Werte, teilweise um 20 mm, sprechen jedenfalls dafür, allerdings verlagern sich
die Zellen entsprechend den Höhenwinden auch recht zügig, was dann für das Auftreten von
Böen Bft 7, vereinzelt Bft 8 spricht.
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Bernd Zeuschner



