12.05.11 Tornado Rödigsdorf - Schadensanalyse

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    • 12.05.11 Tornado Rödigsdorf - Schadensanalyse

      Hallo alle miteinander,

      es ist wieder passiert, ein Tornado auf Thüringer Boden. Dass es keine Verletzten oder gar Tote gibt, grenzt an ein Wunder.

      Eine leicht nördlichere Zugbahn und Rödigsdorf wäre nicht nur mit dem Schrecken davon gekommen.

      Ich war heute vor Ort, um eine Schadensanalyse durchzuführen und mit Anwohnern über das Geschehen zu Sprechen.

      Zuerst begann ich meine Analyse in Schwabsdorf, wo ich einige Anwohner zu dem Tornado befragt habe.

      Diese verwiesen mich weiter nach Norden, nach Rödigsdorf, wo es laut Zeugenaussagen Beschädigungen an Gartenanlagen zu berichten gab.

      In Rödigsdorf angekommen, suchte ich den Kontakt zu Anwohnern, um sie zu den Umständen und Beschädigungen zu befragen.

      Zeugenaussage Rödigsdorf:

      "Alles flog umher, eine richtige Trümmerwolke und es regnete Matschklumpen"

      Ich fragte, ob es zu dem Zeitpunkt des Tornados gewittert hat:

      "Nein, kein Gewitter, außer Matsch-Dreckklumpen regnete es nicht, erst eine halbe Stunde danach schüttete es wie aus Eimern"

      "Die Windhose kam aus Richtung Weimar und zog direkt am Ortseingang vorbei"

      Danach machte ich mich auf die Suche nach Schäden. Ich begann beim Ortseingang, wo ich ein paar kleine Baumschäden fotografieren konnte.

      Danach ging es weiter Richtung Westen, um die Schneise der Verwüstung zu suchen. Kurze Zeit später entdeckte ich die ersten Äste auf einem nahegelegenen Feld westlich von Rödigsdorf.

      Weiter ging es den Verwüstungen nach, immer weiter nach Westen, bis ich keine Schäden mehr ausmachen konnte.

      Ich ging ca. 1.5 Km Strecke ab.

      Weitere Zeugenaussagen aus Rödigsdorf :

      "Der Tornado zog so um 14.40 auf"

      "Kein Regen oder Gewitter"

      "Matschregen"

      "EON musste unsere Leitung reparieren, Stromausfall durch zerissene Leitung."

      Nachdem ich Rödigsdorf durchforstet hatte, ging ich auf Spurensuche im benachbarten Oßmannstedt.

      Dort konnte ich keine Schäden ausfindig machen.

      Die Anwohner aus Oßmannstedt bestätigten mir, dass der Tornado über dem Feld nordöstlich von Oßmannstedt entstand und dann Richtung Rüdigsdorf zog.

      Das kuriose dabei ist, laut Zeugenaussage aus Oßmannstedt, hatte es in Oßmannstedt kurz vor dem Tornado gewittert und gehagelt,
      wobei Hagelkörner bis 2 cm fielen mit sturzflutartigem Regen, während es in Rüdigsdorf trocken blieb.

      Ich persönlich tippe trotz der Zeugenaussagen, zwecks Hagel, auf Typ 2 Tornado ( Keine Meso ) mit der Stärke F 1.

      So und hier sind nun die Bilder.

      Zugbahn Zelle und Tornado. ( Ich ging die Zugbahn von rechts(Ost) nach links(West) ab)


      (Quelle : Openstreetmap.de)






      Baumschäden am Ortseingang.







      Feld - Tornadoschneise












      Schwere Baumschäden





























      Die Verwüsteten Gartenanlagen.















      Die Fichtenteile Lagen bis zu 25m Verstreut.







      Überall im Dorf lagen noch die Reste des "Matchregens"



      So das wars erstmal von meiner Seite.

      Gruß Ronny ( Müdigkeitsbedingte Rechtschreibfehler bitte Ignorieren)








      Gruß Ronny.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Ronny W. ()

    • Danke für deine ausführliche und präzise Analyse! :C
      Die Schäden halten sich zum Glück noch in Grenzen.

      @Jonas: In der TA wurde der Tornado als 'Windhose' bezeichnet. :zwinker Das ist nur ein anderer Ausdruck für Tornado. Eine Wasserhose kann, wie der Name schon sagt, nur über Wasserflächen entstehen, weil Wasser nach oben gesaugt wird.

      Grüße, Maurice