Thread Hitzewelle + Gewitterlage ab 08.06.2014

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    • Thread Hitzewelle + Gewitterlage ab 08.06.2014

      Hier kann folgendes gepostet und gefunden werden:

      - Aktuelle Messwerte/Messwerte-Übersichten, Beobachtungen
      - Einschätzungen zur Lage, Nowcasting, Modellbesprechungen
      - Bilder zum Thema Gewitterlage (max. 4)

      Mitglieder bitte in die Chasing-Org im Kalender eintragen!
    • Höhepunkt der Hitzewelle wohl am Montag/Dienstag. Tmax verbreitet in TH dann über 30°C, eventuell 35 - 36°C drin!


      Quelle: DWD

      Zur Gewittergefahr ab Sonntag, 08.06.2014:

      Sonntag: Eine Konvergenz könnte morgen für die westlichen und nördlichen Teile Deutschlands interessant werden. Die Frage ist dabei, ob die Gewitter so forsch auch auf Teile Thüringens ausgreifen wie von GFS berechnet. Der Deckel ist Morgen nicht zu stark ausgeprägt wenn man den Modellen glauben schenken darf. Mit der heutigen eingeströmten, potentiell labilen Luftmasse sind bei hohen CAPE-Werten Starkregen, Hagel (auch mal größer) und einige Fallböen zu erwarten. Ferner möchte ich nicht eine lokale Zelle über dem Th. Wald ausschließen. Bitte Morgen im Nowcast die bekannten Dinge checken.

      Montag wieder Beruhigung und vermutlich störungsfrei -> Hitzehöhepunkt (siehe oben)

      Dienstag dann Ende der Hitzewelle mit teils unwetterartigen Gewittern. Dabei Konvergenz und Kaltfront. Musik wird wohl an der Konvergenz gespielt. Mehr dazu eventuell am Montag.

      Schöne Pfingsten!

      Markus
    • Tmax am 08.06.2014 in °C

      35,3 Apolda/Jena-Sternwarte
      33,5 Artern
      32,7 Gera-Leumnitz (neuer Dekadenrekord (alt: 32,2 vom 05.06.1982)
      32,0 Erfurt-Bindersleben
      31,6 Leinefelde
      31,4 Schleiz
      31,2 Meiningen
      30,7 Eisenach
      28,5 Neuhaus/Rwg.
      27,7 Schmücke

      Quelle: DWD/MeteoGroup/Unwetterzentrale
    • Tach alle zusammen.
      Ich war mit Familie an einem Badesee nahe Göttingen und konnte dieses beobachten.

      Während des ersten Durchzugs eines Eisschirms gab es einen Versuch direkt über mir, aus dem aber nix wurde.


      Das war im Vorfeld des zweiten Schirms...


      ...hier ein Pano von diesen. Das war die "Paderborner Zelle"


      Auf den Rückweg konnte ich noch dieses Bild machen. Kontrast leicht verstärkt, zwecks der Mammati zur Doku


      LG, Peter
    • Hy,
      gestern konnte ich den ganzen Tag beobachten, wie sich eine Wolke mit brisanter Form entwickelte.
      Im Abendlicht zog sie dann Richtung Norden raus, und ich konnte dieses Bild für euch festhalten.



      Ob sie in gewisser Art und Weise etwas mit Gewitter zutun hat, kann ich nicht beurteilen.
      Bis dahin erstmal Christian
    • Hallo Christian,

      zur Erklärung: Diese Wolke hat sehr wohl was mit Gewittern zu Tun. Es handelt sich dabei um den verwehten Schirm des Gewitters. Die dazugehörige eigentliche Zelle (Paderborn) war weit von uns entfernt. Dadurch, dass die Sonne zu dieser Zeit im Westen stand und die Gewitterwolken bei den jetzigen Ausgangsbedingungen recht hoch wachsen, kommt ein Schattenwurf zustande. Ich hoffe, du hast während deines Bildes mal nach Süden/Südosten geschaut, denn der Schattenwurf war gut zu sehen (fuhr gerade von Greußen zurück). Vergleiche dein Bild mit SAT-Bild:


      Quelle SAT-Bild: EUMETSAT

      Zum Zeitpunkt deiner Aufnahme war die eigentliche Zelle bereits abgestorben und ausgeregnet. Übrig bleibt der ehemalige Schirm dieser Zelle. Nach Wolkenklassifikation bekäme er die Bezeichnung Cirrus spissatus cumolonimbogenitus (Ci spi cbgen) (letzterer Ausdruck deswegen, weil der Cumulonimbus die frühere Mutterwolke war). Cirrus spissatus tritt sonst häufig bei Warmluftadvektion/nahenden Warmfronten auf.

      Hier noch ein weiteres SAT-Bild mit noch mehr Schattenwurf:

      Quelle: EUMETSAT

      LG

      Markus
    • Eine Pleite für Zwei...

      Hallo zusammen.

      Chris und ich sind gestern spät (ZU spät) Rtg. Norden aufgebrochen um die Superzelle, die von Braunschweig her nach Sachsen-Anhalt (Helmstedt mit zwischenzeitlicher Zugbahn Rtg. Magdeburg) driftete, abzufangen.
      Nach weiteren Missgeschicken die Routenplanung betreffend sahen wir dann hinter Helmstedt (westlich von Magdeburg und südlich von Haldensleben) die "Überreste" der einstigen Superzelle. Sie zog mit unserem Eintreffen auch wieder mit der Höhenströmung und verstarb recht bald.

      Hier die Bilder vor Ort:

      Der sterbende Auffwindbereich:


      Der alte Schirm (30min später):


      Ein kleines Trostpflaster war der schöne Sonnenuntergang unterhalb des Ci spi cbgen :grins bei Bad Dürrenberg, den auch Christian bloß aus einer anderen Position heraus abgelichtet hat.


      Hier ein Eindruck von der Zelle circa 30min vor unserem Eintreffen (!!):
      wetter-foto.de/foto-67849-the-beauty-of-the-beast.html

      Also Chris - deine Karma ist wirklich beängstigend :D. Nichts desto trotz waren es ein paar schöne gemeinsame Stunden.
      LG Marco
    • Eisschirm aus Jenaer Sicht

      Eigentlich wollten wir gestern den Sonnenuntergang von der Keksrolle aus bewundern - aber die Sonne war versteckt:



      Nun, wenn ich das hier so lese könnte/müsste es oben gezeigter Eisschirm sein. Hätte nicht gedacht, dass man ihn so weit sehen kann...

      Grüße

      ACqua


      EDIT by Mod: Bitte die Bilder mit einer max. Kantenlänge von 900px/1000px einbinden

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Jonas ()

    • Nur mal ein Beispiel für Cb-Sichtbarkeit (mit Wetterleuchten) vom 29.Juli 2008 - der Cb stand direkt über Köln, von Neuhaus aus fotografiert, klar - mit Tele...



      Gruß Rüdiger

      EDIT by Mod: Bitte die Bilder mit einer max. Kantenlänge von 900px/1000px einbinden

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Jonas ()

    • Für Morgen bitte diesen Teil der Synoptischen Übersicht beachten:


      ...
      Dienstag ... greift der o.g. Langwellentrog von nahen Ostallantik kommend in
      seinem Nordteil auf die Britischen Inseln über, wogegen der Trog mit seinem
      Südteil gerade mal Galizien und Portugal erreicht. Hierdurch wird die Strömung
      leicht zyklonal deformiert.

      In der wärmsten Luft entwickelt sich im
      Bodendruckfeld eine flache Tiefdruckrinne, die vom Nordosten Deutschlands nach
      Südwesten gerichtet ist.

      Im Bereich dieser Tiefdruckrinne sollte sich die
      heftigste Konvektion entwickeln; d.h. der Höhepunkt dieser Gewitterlage erreicht
      werden. CAPE steigt auf mehr als 4000 J/kg, der Gehalt an niederschlagbarem
      Wasser liegt zwischen 30 und 35 mm. Der wahrscheinlichste Bereich von möglichen
      Großhagel dürfte sich dann von der westlichen Ostseeküste/ das westliche
      Niedersachsen / Altmark / Harzregion / Zentrale Mittelgebirge erstrecken
      .

      Dies
      ist jedoch nicht sicher, da diese Gewitter gerne in die Warmluft ausscheren. Mit
      anderen Worten, es ist durchaus vorstellbar, dass die heftigsten Gewitter weiter
      östlich auftreten. Dabei sind dann heftigste Entwicklungen (Großhagel, d.h. mehr
      als 5 cm, heftiger Starkregen um 40 mm und schwere Sturmböen vorstellbar...




      TEXT hier
    • VORABINFORMATION UNWETTER vor SCHWEREM GEWITTER

      für den Bereich: Thüringen

      für die Kreise: Ilm-Kreis, Kreis Altenburger Land, Kreis Eichsfeld, Kreis Gotha, Kreis Greiz, Kreis Hildburghausen, Kreis Nordhausen, Kreis Saalfeld-Rudolstadt, Kreis Schmalkalden-Meiningen, Kreis Sonneberg, Kreis Sömmerda, Kreis Weimarer Land, Kyffhäuserkreis, Saale-Holzland-Kreis, Saale-Orla-Kreis, Stadt Eisenach, Stadt Erfurt, Stadt Gera, Stadt Jena, Stadt Suhl, Stadt Weimar, Unstrut-Hainich-Kreis, Wartburgkreis

      gültig von: Dienstag, 10.06.2014 18:22 Uhr

      bis: Mittwoch, 11.06.2014 22:00 Uhr

      ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst

      am: Dienstag, 10.06.2014 18:22 Uhr

      AKTUALISIERUNG: Bis Mittwochabend kommt es teils wiederholt zu kräftigen, örtlich auch unwetterartigen Gewittern. Diese sind mit heftigem Starkregen bis 40 l/qm innerhalb 1 Stunde, großem Hagel bis 5 cm Durchmesser und schweren Sturmböen bis 100 km/h (Bft 10) verbunden. Die Gewitter verlagern sich von Südwest nach Nordost.


      Dies ist ein erster Hinweis auf erwartete Unwetter. Er soll die rechtzeitige Vorbereitung von Schutzmaßnahmen ermöglichen. Die Prognose wird in den nächsten 12 Stunden konkretisiert. Bitte verfolgen Sie die weiteren Wettervorhersagen mit besonderer Aufmerksamkeit.

      DWD / RZ Leipzig
      Erstellt am: 11.06.14, 06:31 Uhr
    • Hier ein kurzes Video von gestern Nacht aus Niedersachsen
      Blickrichtung nach Ost ( Harz, Sachsen- Anhalt )
      Die Gewitterwand kam über den Harz vom Göttinger Raum auf Niedersachsen, Sachsen- Anhalt gezogen.
      Der Niederschlag hielt sich hier in Wendessen in Grenzen, Blitzrate war ziemlich hoch.
      Weiterhin werde ich euch auf den laufenden halten.

      [mplayer]VID_20140611_000945_edit_0.mp4[/mplayer]

      [mplayer]VID_20140611_000945_edit_1_edit_0_edit_0.mp4[/mplayer]

      LG Christian

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Christian H. ()

    • Ja bin mir zu 90% sicher. Da der Natürliche Kontrast für's Auge relativ unvorteilhaft war konnte ich keine direkte Rotation erkennen. Die Bildung und der Zerfall sprechen aber deutlich dafür. Ich guck nachher nochmal was ich aus dem Zerfallbild noch rausholen kann.