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Monatsthread **OKTOBER**

  • Alexa
  • 1. Oktober 2011 um 08:33
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    • 24. Oktober 2011 um 20:47
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    • #21

    Weil es so schön ist, nochmal Bilder! Diesmal vom Rücklfug aus der Türkei am 09.10.:

    Einigermaßen "trocken" in einer Regenpause noch ins Flugzeug gekommen:

    Irgendwo über den Alpen (Österreich denke ich mal von der Flugroute her)

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    • 25. Oktober 2011 um 17:57
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    • #22

    Jaja, passend zu meinem Text von der Startseite:

    Ein Schwerverletzter bei Ketten-Unfall auf glatter Straße


    Pennewitz/Ilmenau - Glatteis und die Verkettung unglücklicher Umstände haben zwischen Pennewitz und Herschdorf (Ilm-Kreis) zu drei Unfällen an ein und derselben Stelle geführt. Ein Mensch wurde schwer verletzt.

    Wie die Polizeiinspektion Arnstadt-Ilmenau am Dienstag berichtet, sei am Montagmorgen auf der vereisten Landstraße ein 48 Jahre alter Motorradfahrer gestürzt. Der Mann habe gerade seine Maschine wieder aufgerichtet, als sich ein Pkw im Schlingerkurs näherte. Dessen 48 Jahre alter Fahrer hatte ebenfalls wegen der Glätte die Kontrolle über seinen Wagen verloren. Der Pkw sei frontal gegen den Motorradfahrer gestoßen.

    Damit nicht genug. Als der Autofahrer sich angeschickt habe, die Unfallstelle abzusichern, sei ein weiterer Pkw herangeschlittert. Dessen 34 Jahre alter Fahrer habe die heikle Situation zu spät erkannt. Alles Bremsen habe nicht geholfen. Der Pkw sei auf das erste Auto gekracht. Der Autofahrer, welcher gerade aussteigen wollte, sei zwischen die Fahrzeuge eingeklemmt worden. Er sei mit schweren Verletzungen ins Klinikum nach Saalfeld gebracht worden.

    Der Motorradfahrer habe leichte Verletzungen erlitten und sich selbst in ärztliche Behandlung begeben. Der zweite Autofahrer sei mit dem Schrecken davongekommen. Alle drei Fahrzeuge haben abgeschleppt werden müssen, da sie erheblich beschädigt waren.

    Mehr Glück hatte wenig später die 68 Jahre alte Fahrerin eines Autos auf der Landstraße zwischen Crawinkel und Arnstadt. In einer Linkskurve sei der Wagen wegen Glätte ins Schleudern geraten und in den Straßengraben gefahren. Hier sei der Pkw umgekippt. Die Fahrerin und ihre 62 Jahre alte Beifaherin haben sich jedoch unverletzt aus dem Unfallwagen befreien können. Das Auto, so die Polizei, sei schwer beschädigt abgeschleppt worden. maz 25.10.2011

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    • 28. Oktober 2011 um 11:45
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    • #23

    28.10.2011 Trüb oder klar, das ist hier die Frage...
    Webcams 11:30 Uhr:
    Tabarz (Auf dem Inselsberg ist der Nebel gut zu erkennen):

    Masserberg teils im Nebel, teils an der Grenze:

    Entsprechend auch die Temperaturen: Im Flachland Werte um die 10 - 11 Grad, Neuhaus/Rwg 6°C, Schmücke 5,8°C.

    Zitat

    Thema des Tages

    Nebel, die Temperaturbremse!


    18 Grad C an Höchsttemperaturen waren für den gestrigen Donnerstag
    für Deutschland vorhergesagt. "Wo sind die geblieben?" wird sich
    mancher Bürger, der in Hessen, Bayern, Thüringen oder Sachsen lebt,
    gefragt haben.

    18 Grad C wurden tatsächlich erreicht und zwar in Aachen. Auch in
    Duisburg war es mit 17 und in Düsseldorf mit 16 Grad C recht warm für
    die Jahreszeit.

    In den übrigen Gebieten hielt sich aber leider meist dichter Nebel
    oder Hochnebel. Und dieser ist für die Höchsttemperaturen Gift. Hatte
    er den ganzen Tag bestand, dann lagen die Höchstwerte der Temperatur
    meist nur zwischen 10 und 12 Grad C, stellenweise vor allem entlang
    des Donautals sogar noch darunter.

    Und ähnlich wird das Wetter auch in den nächsten Tagen weitergehen.
    Bei weiter andauerndem Hochdruckeinfluss bildet sich in den
    Frühstunden wieder verbreitet Nebel oder Hochnebel. Wo und wann sich
    dieser auflösen wird, lässt sich nur sehr schwer prognostizieren.
    Lediglich im äußersten Nordwesten ziehen bisweilen Wolkenfelder
    durch. Löst sich der Nebel auf, wird es weiterhin recht warm mit
    Höchstwerten zwischen 17 und 18 Grad C. Bleibt er bestehen, dann sind
    kaum mehr als 10 Grad C drin.


    Dipl.-Met. Helmut Malewski
    Deutscher Wetterdienst
    Vorhersage- und Beratungszentrale
    Offenbach, den 28.10.2011

    Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

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    • 31. Oktober 2011 um 09:15
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    • #24

    Meteorologe erwartet November-Wärmerekorde

    Offenbach/Erfurt - Der Deutsche Wetterdienst rechnet im November mit Wärmerekorden in Thüringen. «Die derzeitige Südwestströmung bringt uns weiterhin die vom Mittelmeer aufgeheizte Luft», sagte Meteorologe Christoph Hartmann am Sonntag im hessischen Offenbach. So werden etwa für den Raum Meiningen Temperaturen von bis zu 16,2 Grad prognostiziert. Der bisherige Rekord etwa im schleswig-holsteinischen Leck aus dem November 1974 liegt bei 15,9 Grad. Zweistellige Werte auf dem Thermometer sind der Prognose zufolge vor allem an den ersten zehn Novembertagen zu erwarten. dpa

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  • Mathias
    Gast
    • 31. Oktober 2011 um 09:21
    • #25

    Sowas sollte man unter Strafe stellen!

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  • MarcusErfurt
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    • 31. Oktober 2011 um 12:56
    • #26

    So kann es von mir aus dann den ganzen Winter weitergehen. :applaus

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  • Andre
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    • 31. Oktober 2011 um 20:00
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    • #27

    Buuuuhhhhh.... was soll der Blödsinn ? Ich will Schnee :sne

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  • Chris
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    • 31. Oktober 2011 um 20:56
    • #28

    Hier noch ein paar Bilder vom Sonnenuntergang am 26.10.2011 aus Leipzig, jedoch nicht von mir, sondern einem Bekannten dessen Aufnahmen ich hier mit freundlicher Genehmigung posten darf:

    - wetterinteressiert und unwetterbegeistert seit Beginn der 2000er Jahre
    - TSC-Mitglied seit 2007
    - aktiver Chaser seit 2010

    - als Spotter "zur Ruhe gesetzt" seit 2018

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  • Alexa
    Gast
    • 31. Oktober 2011 um 21:17
    • #29

    Den Bekannten kenn ich... ^^

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    • 1. November 2011 um 15:01
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    • #30
    Zitat von Andre

    Buuuuhhhhh.... was soll der Blödsinn ? Ich will Schnee :sne

    Ich unterstütze die Admin - Meinung!

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    • 2. November 2011 um 16:49
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    • #31

    Witterungsrückblick Oktober 2011 Neuhaus/Rwg.


    Einem sehr warmen und sonnigen September folgte ein ebenso sonniger und goldener, aber nur geringfügig zu milder Oktober – mit beträchtlichen Temperaturunterschieden. Das erste, lange Wochenende Sommerwetter pur, jeden Tag 10 bis 11 Stunden Sonnenschein, Höchsttemperaturen immer über 20°C (Maximum 22,8°C am 01.), nachts sank die Temperatur nicht unter 12°C. Keine Rekordwerte, aber in beiden Fällen sehr nah an den bisher gemessenen Höchstwerten. Eine schmale, mit einem noch schmalerem
    Starkniederschlagsstreifen und einem Windsprung von SW auf NW versehene, gut ausgeprägte Kaltfront brachte am Abend des 06.Oktober einen ersten deutlichen Temperaturrückgang. Am folgenden Samstagmorgen der erste Schneeregen, am späten Nachmittag der erste mäßige Schneeschauer der Saison. Sonntagvormittag war dann verbreitet Reifenwechsel zu beobachten. Gleichwohl war es nichts Durchgreifendes, erste Flocken sind im Oktober völlig normal und haben nichts mit einer anhaltenden Einwinterung zu tun.

    Es folgten einige sehr niederschlagsreiche und milde Tage, eine wellende Kaltfront ließ uns auf der warmen Seite in subtropischer Meeresluft. In der Zeit vom 06. bis 12.Oktober fielen 87% der Monatssumme von 79 Liter pro Quadratmeter. Dies entspricht 90% des Klimamittelwertes. Anschließend wieder sich verstärkender Hochdruckeinfluss, erwärmte subpolare Kontinentalluft war jetzt das bestimmende Medium – am 14.Oktober der erste Frost der Saison in den Kammlagen. Was vom Zeitpunkt her fast exakt mit dem mittleren Eintrittsdatum der letzten 25 Jahre übereinstimmt. Einige Tage mit sogenanntem Strahlungswetter standen dann auf dem Programm, erneut viel Sonnenschein, nachts in klarer und trockener Luft in den Tallagen schon teils mäßiger Frost (in Steinach am Vogelsberg minus 4,6°C am 15.10.). Die Kaltfront des Tiefdruckkomplexes KLAUS hatte auf seiner Rückseite am 20.Oktober noch einige Schneeschauer in petto - und für uns die erste, zugegebenermaßen äußerst dünne und nicht geschlossene Schneedecke am frühen Nachmittag.

    Das waren jedoch schon die handfesteren Highlights des Monats, einige andere reizvolle Dinge gab es vor allem immer wieder kurz nach Sonnenuntergang zu beobachten. Öfters konnte man im vergangenen Monat kurz nach Sonnenuntergang wunderschönes Purpurlicht sehen. Ursache sind feinste Staubteilchen in höheren Atmosphärenschichten, welche meist durch Vulkanausbrüche dorthin gelangen. Nach Auskunft einer Kollegin auf dem Wendelstein stammen die aktuell die Purpurlichter hervorrufenden Teilchen von einem Vulkanausbruch in Eritrea im Juni dieses Jahres.

    Am Abend des 21.Oktober 2011 konnte ich zwischen 18.45 Uhr und 19.15 Uhr am Südwesthorizont in einer Höhe von 15-20° silbrig leuchtende Wolken beobachten und fotografieren, die sehr stark an Leuchtende Nachtwolken erinnerten. Leuchtende Nachtwolken kommen um diese Jahreszeit als Erklärung natürlich nicht in Frage und auch die aus der Sonnentiefe von -8° errechnete Höhe der Wolkenstrukturen ist mit 60-70 km für Nachtwolken zu tief. Meine Kollegin Claudia Hinz von der Wetterwarte Wendelstein konnte dann nach umfangreichen Recherchen folgende Erklärung finden, Zitat: „Die Ursache sind höchstwahrscheinlich die Abgase der Sojus-Rakete, die am Nachmittag in Kourou in Französisch-Guayana gestartet ist, um die ersten Satelliten für das europäische Navigationssystem Galileo in die Erdumlaufbahn zu bringen. Beim Überflug über Europa in einer Höhe von etwa 200 km wurden die größtenteils aus Wasser, Kohlendioxid und Stickstoff bestehenden Abgase mit einer Geschwindigkeit von rund 4 km/s herausgeschleudert und mehr als 100 km ungebremst nach unten geworfen. Ab einer Höhe von etwa 70 km kondensierte der Wasserdampf zu Wolken, die – wie auch die Leuchtenden Nachtwolken - noch dann von der Sonne angeleuchtet wurden, wenn normale Wolken längst im Schatten liegen. Das Ganze war also ein historisches Ereignis in doppelter Hinsicht: Der erste Start einer russischen Sojus-Rakete vom europäischen Weltraumbahnhof setzte auch über Mitteleuropa ein unvergessliches Zeichen“.

    Der 21.Oktober war mit einer Mitteltemperatur von nur 0,9°C der kälteste Tag des Oktobers, das Monatsminimum gab es darauf am folgenden Morgen mit minus 1,9°C, Steinach-Vogelsberg minus 5,7°C. Zum Monatsende wurde es nochmals außergewöhnlich mild, jeweils 14°C und 6 Stunden Sonne am 29. und 31.Oktober, die sehr feuchte Luft (Taupunkt 7 bis 9°C) ließ aber sehr schnell und verbreitet Nebel entstehen. Eine Augenweide die fantastische Laubverfärbung zum Monatsende, selbst einige sonst eher grau-braune Mäuse in Sachen Laubverfärbung wie Eberesche und Kastanie präsentieren sich in leuchtenden Tönen.

    Oktober 2011: Monatsmitteltemperatur 6,8°C (plus 0,6°C gegenüber dem Mittelwert) – oberes Mittelfeld in der Rangliste seit 1940. Sonnenscheindauer 154 Stunden – ein Plus von 35%. An 16 Tagen schien sie mindestens 5 Stunden, an nur 5 Tagen war sie überhaupt nicht zu sehen. Die restlichen Klimawerte, in Klammern die klimatologischen Mittelwerte: Frosttage 6 (7), Nebeltage 20 (23), in Böen Windstärke 6 an 13 Tagen (14), Windstärke 8 an 3 Tagen (4). Kein Gewitter – seit 1987 gab es nur 9 Gewittertage im Oktober. Bedeckung 58% (73%), Relative Luftfeuchte 87% (90%) und mittlere Windgeschwindigkeit 14 km/h (15km/h).

    November 2011? Der Hochdruckeinfluss mit zuerst überwiegend milden Temperaturen wird uns noch einige Tage erhalten bleiben, der Jahreszeit entsprechend mit stetig sinkendem Temperaturniveau.
    Kaum Niederschlag in der ersten Dekade zu erwarten, Knackpunkt wird sicher die Woche ab dem 14.November werden. Sollte sich der Hochdruckschwerpunkt merklich auf den Atlantik verlagern wäre der Weg frei für eine nördliche Strömung. Zumindest scheint eine West- oder Nordwestlage in absehbarer Zeit fast ausgeschlossen.

    Text & Bilder: DWD / Wetterwarte Neuhaus/Rwg. / Rüdiger Manig

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    • 2. November 2011 um 16:52
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    • #32

    Wetterrückblick: Indian Summer im Südharz

    Dienstag, 01.November 2011, 14:27 Uhr


    Was Weltenbummler aus Kanada kennen und was als wichtiges Marketing-Instrument für Vermont und ganz Neuengland gilt, gibt es in diesem Jahr auch im Südharz zu bestaunen. Herrlich bunt gefärbte Wälder und Solitärbäume in allen Tönen von gelb bis rot schmückten im Oktober auch den Campus der FH Nordhausen...

    Gleich zwei Wetterfeen in Form stabiler Hochdruckgebiete und mit den wohlklingenden Namen Sepideh und Tessina bescherten uns im Oktober 2011 einen goldenen Altweibersommer mit Sommerstagen und ersten Nachtfrösten, die für die Herbstfärbung der Bäume verantwortlich sind.

    Vier sonnige Sommertage mit Temperaturen über 25°C (2010: 0) und 10 Stunden Sonnenschein an sieben Tagen. 29,1°C wurden am 2. Oktober als Temperaturmaximum gemessen. Dann wehten mit EXOphelia – einem EX-Hurrikan - Wolken, Regen und Windböen in den Südharz. Dieses dynamische Tiefdruckgebiet der gemäßigten Breiten brachte sinkende Temperaturen, vermehrt Niederschläge und viele Wolken mit sich. Der Wind drehte nach vier Sommertagen für die nächsten sechs Tage auf Nord und lenkte polare Luftmassen in den Südharz. Aufgrund der dicken Wolkendecke schwankten die Temperaturen kaum im Tagesverlauf und erreichten im Mittel nur kühle 10 Grad.

    Die zweite gute Wetterfee Tessina löste dann in der zweiten Monatshälfte den Ex-Hurrikan ab und sorgte für die nächste Spätsommerepisode mit strahlend blauem Himmel. Sommertage gab es zwar nicht mehr, dafür aber 6 Tage mit Nachtfrost. Die minimale Temperatur betrug am 23.10.11 in den frühen Morgenstunden -2,5°C. Die Nachtfröste sind Ergebnis der Strahlungsnächte mit wenig Wolken und damit einhergehend kaum atmosphärischer Gegenstrahlung.

    Die Wärmestrahlung, die von der Erdoberfläche emittiert wird, kann so ungehindert in die höhere Atmosphäre entweichen. Die mittlere Lufttemperatur betrug im Oktober 9,7°C und ist damit etwas zu warm (LJM: 8,9°C). Seit 1956 gab es allerdings auch wesentlich kältere (2003:5,6°C), aber auch wärmere Monate (2001: 11,9 °C).

    Der Oktober-Regen fiel überwiegend im Zusammenhang mit EXOphelia in der ersten Dekade. 24,2 Liter pro Quadratmeter wurden zwischen dem 06. und 12. Oktober registriert. Insgesamt fielen 26,9 L/m². Die maximale Tagesniederschlagsmenge betrug 4,9 L/m² am 10. Oktober.

    Dank der beiden Wetterfeen machte der Oktober 2011 als goldener Oktober seinem Namen alle Ehre. Mit 158 Stunden Sonnenschein, das sind 158% der Soll-Sonnenscheindauer, wurde die zweithöchste Sonnenscheindauer für Nordhausen registriert. Diese wird im Südharz seit 1972 aufgezeichnet: 1991 schien die Sonne 162 Stunden, 1974 hingegen waren es nur 27,3 Stunden.

    Noch steht ein Herbstmonat aus. Trotzdem soll an dieser Stelle bereits ein Blick in den Winter gewagt werden. Eine Herbstwanderung in den Südharzer Laubwäldern an einem sonnigen Sommertag lieferte dem aufmerksamen Betrachter in diesem Jahr nämlich einen wichtigen Hinweis auf die kommende Jahreszeit: „Wenn Buchenfrüchte geraten wohl, Nuss- und Eichenbäume hängen voll, so folgt ein harter Winter drauf, Schnee und Kälte gibt’s zuhauf.“ Es wäre der dritte sehr kalte Winter in Folge, ein Grund mehr, die milden Temperaturen, die derzeit vorherrschen, zu genießen.

    Dr. Jutta Parnieske-Pasterkamp
    Quelle: nnz-online

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