27.07./28.07.2017 Nachtspotting Burg Hohnstein/NDH

  • Auch noch mal vom 27.o7.


    Ich bin der"zweiten Welle" auf den Fersen gewesen.


    Ausgeguckt als Standort hatte ich mir diesmal Burg Hohnstein/NDH bei Neustadt am Harz, einerseits, weil man dort mit dem Auto vorfahren darf, andererseits ist die Bewirtung gut. Man will ja nicht darben. ;)


    Da die Linie gegen 20.30 Uhr gerade an der Rheinland-pfälzisch/hessischen Grenze heumdümpelte, machte ich mich gemütlich gegen 21.30 Uhr auf den Berg der Burg.
    Noch war es zu hell, um etwas zu erkennen, nur der Blick aufs Radar verriet, was da überhaupt noch kommt. Die Zellen hatten sich schon abgeschwächt. Die Sicht in Richtung Südwest zeigte nur tiefhängende, dicke Pampe. Die Hoffnung, noch etwas zu sehen zu bekommen stufte ich mal als gering ein.



    Es war auch sehr diesig, die am Nachmittag durchgezogene Linie hat ordentlich Feuchtigkeit hinterlassen, die Temperatur war inzwischen auf 17° gesunken.


    Doch bei zunehmender Dunkelheit zeigten sich die ersten Blitze am Horizont,die Sache nahm Fahrt auf...
    Karte


    Der Richtung und Uhrzeit nach, müßte es dieser Einschlag gewesen sein: Blitzanalyse



    Hier die zweite Zelle bei Benterode, beide kamen recht flott voran.



    Erstaunlicherweise bleib ich dieses Mal trocken, der Regen setzte sehr spät ein, gegen Ende der Show, als das Zentrum schon weit nach Osten abgezogen war.
    Da die Burg mit hohen Eichen umstanden ist, wechselte ich zwischen dem West und dem Südende der Anlage hin- und her, je nachdem, wo was zu sehen war.
    Durch die Zuggeschwindigkeit (um die 50 Km/h) waren hohe ISO und kurze Beichtungzeiten vonnöten, da sonst die Wolken noch verwischter auf den Bildern gewesen wären. Leider zu Lasten des Vordergrundes, der doch sehr dunkel und verrauscht ist. :(




    Immer noch ist es am Standort trocken...und da kam sogar noch etwas strukturiertes:




    Nun setzte langsam starker Wind ein, erste dicke Tropfen fielen. Unten in Neustadt sah es aus wie in einer Waschküche.


    Ein paar Blitze und kräftige Donner später (die besten waren mal wieder über mir, während ich vor dem Regen im Wagen schutz gesucht hatte) gegen Mitternacht war dann auch nur noch der Regen übrig, die Zellen schon hinter Nordhausen.


    Auf dem Heimweg noch ein Bild zum Abschluß


    Fazit:
    angenehmer ChasingPoint mit Bewirtung. Gut zu erreichen.
    Sicht nach West, Südwest und Südost.
    Aussichtsturm oben auf der Burg nur ganz bedingt bei Gewittern in ausreichender Ferne nutzbar.
    Eventuell noch mal bei Tag hinfahren und gucken, ob man von einem der oberen Gebäude der Burg ein trockenes Plätzchen mit guter Sicht findet.
    Der Wachturm am Tor wäre perfekt, ist aber leider gesperrt.

  • Schön, mal einen Bericht von dir zu sehen, Loni! Das Bild mit der entfernten Zelle + Blitz + Landschaft gefällt mir sehr gut.


    Übrigens sind da noch 2 Bilder im Anhang, die nicht eingebunden sind ;)


    VG
    Markus

    1. Vorsitzender Thüringer Storm Chaser e.V.
    ESSL Voluntary Observer Person (Qualitätslevel QC1) (European Severe Storms Laboratory)
    Premium Advanced Spotter & Regionaler Ansprechpartner Thüringen (Skywarn Deutschland e.V.)
    Weitere Mitgliedschaften: Arbeitskreis Meteore e.V. • Cloud Appreciation Society