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2025-08-15 Gewitter (Starkregengefahr)

  • Felix L.
  • 14. August 2025 um 12:07
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    Felix L.
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    • 14. August 2025 um 12:07
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    Gewitterthread zur Lage am 15.08.2025

    DWD Kurzfrist vom 14.08.:

    Zitat von DWD - Deutscher Wetterdienst

    Freitag... plustert sich nordwestlich von UK/Irland das neue Hoch (KYRA) auf über 1030 hPa auf. Gestützt wird KYRA vom neuen Höhenrücken, der ebenfalls mächtig an Substanz zulegt. Ein Keil des Hochs reicht bis zu den Alpen, wodurch die Kaltfront auf ihrem langsamen Weg nach Südosten in sehr holprigem, sprich antizyklonalem Terrain unterwegs ist. Immerhin gibt es etwas Support von einem weiteren KW-Trog, der vor dem neuen Rücken flüchtet und auf Deutschland zusteuert. So richtig harmonieren Front und Trog aber nicht, weil der Abstand zwischen beiden etwas zu groß ist und zudem noch immer der nur langsam weichende "alte" Rücken dagegenhält.

    Immerhin wird der Deckel in der präfrontalen Heißluft gelockert, so dass das abermals in Hülle und Fülle vorhandene CAPE (teils über 2000 J/kg) besser als heute "zielgerichtet" eingesetzt werden kann. Lange Rede, tiefer Sinn, im Tagesverlauf entwickeln sich an der Front und davor Schauer und auch einzelne Gewitter.

    Favorisiert sind vor allem der Süden und die mittleren Landesteile. Aufgrund geringer Scherung ist tendenziell von Einzelzellen auszugehen, die nur wenig Mobilität aufweisen und am Nachmittag und Abend durchaus mal zusammenwachsen können. Starkregen ist der Hauptparameter, den es zu monitoren gilt. Markant kann als sicher angesehen werden, lokale Unwetter ebenfalls und extreme Unwetter als nicht ganz ausgeschlossen. Darüber hinaus muss mit Hagel gerechnet werden (nicht sehr groß, eher größere Ansammlungen) sowie Böen 7-8 Bft. Aufgrund der inversen V-Struktur in der unteren Schicht sollte uns auch eine Sturmböe 9 Bft (worts case 10 Bft) nicht völlig überraschen.

    Ganz anders die Situation im postfrontalen Norden und Westen, wo die einfließende stabile Nordseeluft (T850 12 bis 15°C; im Grunde handelt es sich um eine um das neue Hoch herumgeholte maritime Subtropikluft mSp) unter Druckanstieg gelangt. Zunächst scheint vielfach die Sonne, bevor am Nachmittag und Abend weitgehend geschlossene Stratusbewölkung (hochnebelartig) von der Deutsche Bucht her küstennahes Binnenland okkupiert (SH, NDS).

    Die Temperatur erreicht nochmalig verbreitet 30 bis 36, in der östlichen Mitte sowie im Südosten lokal vielleicht 37°C. Einzig im Nordwesten stehen lediglich 25 bis 30°C auf der Karte, bevor es später mit Einbruch des Hochnebels darunter abkühlt.

    12z - 500hpa GeoPot

    ICOOPME06_30_1.png

    12z - Bodenluftdruck

    ico_tkboden_na_036.png

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    • 15. August 2025 um 12:47
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    • #2

    Update 15.08. - 12:45 Uhr

    Die Lokalmodelle haben viele der Gewitteroptionen in unseren Breiten vorerst stark zurückgezogen. Ob es zu einer Auslöse mit entsprechenden Nebenerscheinungen kommt, wird sich in den nächsten Stunden bis in den Abend im Nowcast zeigen. Hierbei sollte v.a. Aufmerksamkeit auf das konvergente Windfeld süd/südöstlich vom Harz gelegt werden.


    DWD dazu nochmal heute morgen in der Kurzfrist:

    Zitat von DWD - Deutscher Wetterdienst

    Präfrontal gestaltet sich das ganze deutlich anders. Die Luftmasse dort ist schon ohne Trogeinwirkung thermisch labil geschichtet. Die Werte des niederschlagbaren Wassers dort liegen bei 30 bis 40 mm, wobei sich Maxima unmittelbar präfrontal und auch über dem Südwesten abzeichnen (wo der zweite Ast des Keils ein schwaches Potentialminimum aufweist.) Dort können die PPWs in der Spitze auch durchaus Werte jenseits der 40 mm annehmen, dazu kommen in diesen Regionen die höchsten CAPE-Werte (CAPE-ML nach ICON-EU dort 1500 bis 2000 J/kg, lokal auch mehr.

    Die Luftmasse gibt also durchaus Schwergewitter her, wobei der Schwerpunkt eindeutig durch die in allen Höhenstufen gradientschwache Situation auf dem Starkregen, eventuell auch auf kleinerem Hagel, dann eventuell auch mit größeren Hagelansammlungen, liegt.

    Die globalen Modelle sind bezüglich der zu erwartenden Niederschläge sehr zurückhaltend (ICON in der Spitze unter 5 l/qm, IFS in der Spitze um 10 l/qm). Lediglich GFS deutet mit punktuell über 30 l/qm DAS Potential der Luftmasse adäquat ab. Da liefern die höher auflösenden Modelle wie ICON-D2 (bis 50 l/qm) oder AROME (bis 30 l/qm) bessere Anhaltspunkte für das Erwartbare, was auch von den Ensembles von ICON-D2 oder ICON-RUC gestützt wird. Zum einen, weil schon in der zurückliegenden Nacht "Extremes Unwetter" gezogen werden musste. Zum anderen, weil, sofern die starke Deckelung erstmal weg ist, die Luftmasse unwetterartige Entwicklungen einfach hergibt.

    Insofern wird warnstrategisch wohl erstmal mit "markant" (Mengen bis 25 l/qm) operiert werden, was auch insofern gerechtfertigt scheint, als im scherungsarmen Umfeld vor allem mit Einzelzellen, die eventuell etwas verclustern, zu rechnen ist. Dann würde bei Bedarf Unwetter oder Extremes Unwetter draufgesattelt werden. Von einer Vorabinfo wird allerdings Abstand genommen, schließlich würde eine solche das Unwetterpotential regional deutlich überzeichnen. Der Wind spielt bei den Gewittern ganz klar eine untergeordnete Rolle. Allerdings zeichnet sich gebietsweise niedertroposphärisch eine inverse V-Struktur ab. Somit sind durch Fallböen Windspitze im Bereich Bft 8 (stürmische Böen um 70 km/H), wenn es dumm läuft Bft 9 (Sturmböen um 80 km/h) und wenn es ganz extrem dumm läuft auch Bft 10 (schwere Sturmböen, um 90 km/h) nicht auszuschließen.

    In der Nacht zum Samstag kommt die Front etwa bis zur Mainlinie und nach Sachsen voran. Rückseitig stabilisiert die Schichtung und die Gewitter lassen nach.

    Der Süden und Südosten bleibt dagegen noch zum größten Teil in der labilen Heißluft, wobei aus der Höhe Hebungssupport durch den Trog zustande kommt, der den zweiten Ast des Rückens allmählich anknabbert. Damit werden die Gewitter wohl nicht abklingen. Einzelne kräftige Entwicklungen sind über die gesamte Nacht möglich, Unwetter sind ebenfalls nicht ganz ausgeschlossen. Auch eine Verclusterung der Zellen ist denkbar, so dass auch das Unwetterkriterium bezüglich mehrstündigen Starkregens im Auge behalten werden muss.

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    • 18. August 2025 um 14:21
    • #3

    Hallo,

    Gewitter am Nachmittag & Abend blieben in Sachsen aus, dafür entwickelten sich dann in der 2.Nachthälfte aus dem Vogtland heraus bis ins südliche Erzgebirge ein paar kleine Gewitter.

    Da ich nördlich stand verdeckte der Niederschlag die meisten Blitze, welche eher in den Wolken waren.

    Aber einen Erdblitz hab ich erwischt.

    Nach Abzug ging die Sonne langsam auf und an der Rückseite waren ein paar Mammatuswolken zu sehen.

    Im Westerzgebirge war inzwischen ein 2.Gewitter als Nachschub aufgetaucht. Mir war klar das es nicht mehr lange durchhalten wird, aber verlagerte trotzdem etwas entgegen.

    Durch den Niederschlag vorher gab es einige Nebelfelder, zusammen mit dem Morgenlicht und gelegentlichen Aufleuchten der Wolken durch das Gewitter eine sehr schöne Atmosphäre.


    Das war´s.


    Gruss Norbert

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