- Offizieller Beitrag
Hallo zusammen,
meine Freundin und ich haben gestern den Nachmittag bzw frühen Abend genutzt, um nach der Arbeit auf den Inselsberg zu fahren. Es bot sich gestern eine gute Chance um ein paar schöne "Wolkenmeer"-Aufnahmen zu machen und die Sonne zu genießen. Aus der Ferne waren die auf den Thüringer Wald treffenden Wolkenmassen schon eindrücklich zu erkennen.
Kurz vor 16 Uhr waren wir dann auf dem Gipfel und hatten somit noch etwa eine Dreiviertelstunde bis zum Sonnenuntergang. Oben angekommen waren eine handvoll interessierter, begeisterter Touristen unterwegs und fotografierten den Ausblick.


In der Ferne war das Hotel Panorama auszumachen:

Wir mussten uns erstmal kurz zurechtfinden - ich selbst war bisher noch nicht auf dem Inselsberg - und als kleinen Wermutstropfen recht bald feststellen, das der Blick auf den Sonnenuntergang im Westen leider nicht möglich ist. Durch die Funkanlagen ist die komplette Spitze auf westlicher Seite leider zugebaut und damit auch kein freier Blick in die Richtung offen... Schon ein bisschen erstaunlich, das dass so durchgewunken wurde (auch wenn die Gebäude schon längere Zeit so stehen). Das die ganze Westseite für die Öffentlichkeit gesperrt ist, finde ich schon etwas traurig. Außer dem verglasten Aussichtsturm, auf den an dem Tag nach 15:45 bereits kein Aufstieg mehr möglich war, gibt es offenbar keine andere Möglichkeit.
... aus den Fenstern des Sendeturms wurde jedenfalls von einigen Arbeitern rege fotografiert. Nun gut, man muss mit dem zurechtkommen was möglich ist. Grandios war der Blick auf die Wolken ja trotzdem. ![]()
Wir sind dann kurzerhand ca 100hm abwärts gelaufen. Ein Stück östlich des Venetianersteins befinden sich einige Freiflächen. Hier stand man dann allerdings wirklich exakt auf Höhe der Wolkendecke. Spürbar war das nicht nur aufgrund der Aussicht, sondern vor allem auch an der wesentlich kälteren Luft.


Die Baumspitzen wurden noch leicht vom letzten Sonnenlicht angestrahlt:

Wir sind danach wieder zügig nach oben gelaufen um den Blick nochmal genießen zu können. In südlicher Richtung war fast nichts mehr zu erkennen, die Landschaft lag nahezu vollständig unter der Wolkenschicht. Ein kleines Waldstück kam abwechselnd immer mal mehr mal weniger zum Vorschein und bot sich als Motiv gut an:


Inkl Vogelschwarm in der Distanz (Ecke oben rechts, hier sicher etwas schwer zu erkennen):


Besonders interessant war auch der Erdschatten sowie die Anstrahlung des Nebels / Dunstes auf der Nordseite. Nicht nur war die Färbung schön zu erkennen, auch der Schattenwurf war deutlich auszumachen. Ich vermute der hochreichende Schatten in der Mitte kommt durch die Türme zustande (?), anders kann ich mir selbst diesen recht prägnanten, hochreichenden Ausschnitt nicht erklären:

Ein letzter Blick in die Ferne - mittlerweile wurde es auch hier oben recht kalt und sehr ruhig:


Danach ging es wieder ins kalte Tal. Bei der Fahrt konnten wir noch recht lange den aufgehenden, orange-rötlichen Mond beobachten.
Ich hoffe euch haben die Eindrücke gefallen, für uns war es jedenfalls ein wunderschöner Nachmittag "über den Wolken". ![]()
VG, Felix