Wir haben genug von schlechter Sicht und Feuchtigkeit und möchten an der Dryline bei Lubbock jagen. Wir bekommen allerdings statt Struktur noch mehr Suppe und Wasser.

Unsere Strecke am 25.05.2019: 655 km

Heute schreiben: Luise & Markus. Es schwimmen: Alle. Wir schlafen erstmal aus und frühstücken in (der) Pampa, TX. Die Waffeln in Texasform gibt’s persönlich von Marry. Unser Bedürfnis nach Struktur soll uns heute südlich nach Lubbock bringen. An der Dryline erwarten wir zu Beginn einzelne Superzellen.

Nach Auftanken für Mensch und Maschine in Plainview waren vielversprechende Zellen bereits unterwegs und wir wollten auf deren Südseite. Wir schlängelten uns zwischen den Zellen durch in Richtung Slaton.

Um weiter Richtung Osten zu kommen, müssen wir auf kleinere Farm Roads ausweichen. Plötzlich knallen große Regentropfen auf unsere Autos. Ein Blick auf´s Radar zeigt eine Neuentwicklung genau über uns. Wir versuchen dieser zügig auszuweichen, doch es dauert nicht lange, da werden wir mit Hagelkörnern bombadiert. Mit einer Größe von maximal 2cm reicht es zwar nicht für Beulen im Auto, durch das Getrommel versteht man aber kaum sein eigenes Wort geschweige denn den Funk mit den anderen Gruppenmitgliedern, und so werden wir kurzzeitig auseinandergerissen. Bald darauf treffen aber alle wieder unbeschadet aufeinander und beobachten gemeinsam die vorbeiziehende Zelle.

Strukturell ist alles der Vortage besser als heute. Der eigentliche Spaß beginnt aber erst auf der Rückfahrt nach Lubbock. Denn die vorangegangenen Gewitter haben viel Wasser hinterlassen, das hier nun mal schlecht abfließt. Der Highway nach Norden ist durch zunehmendes Flodding jedoch unpassierbar geworden. Somit müssen wir wieder die Route über die Farm Roads nehmen.

In den überfluteten Straßenabschnitten springen die Frösche noch zur anderen Seite. Öffnet man das Fenster, gibt’s Froschkonzerte. Muss wohl gefeiert werden. Beim Anblick der zu Seenlandschaften verwandelten Felder kommen uns allerhand Ideen für alternative Nutzungsmöglichkeiten. Wie wäre es mit Bootstouren oder Reisanbau in Texas?

Wir brechen ab, da es nicht mehr viel am Himmel zu sehen gibt und wir unsere Fahrkünste aufgefrischt oder erweitert haben. Durch eine Zelle müssen wir nochmal, aber das kennen wir ja mittlerweile. Schöne Mammatuswolken zeigen sich am Schirm im Abendlicht.

Da wir für die nächsten wieder zentraler starten möchten, entscheiden wir uns für Amarillo als weiteren Ausgangspunkt. Der Tag endet im bekannten Steakhouse "Big Texan Steak Ranch" in Amarillo inklusive Geburtstagsständchen für Alex.

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