Die pure Magie und Faszination erleben wir von Colorado bis Nebraska. Eine Superzelle von Sterling bis Imperial zieht uns mit atemberaubender Struktur in ihren Bann.

Unsere Strecke am 27.05.2019: 593 km

Heute schreibt: Markus. Ein klassisches Setup steht an und soll uns heute langlebige Superzellen bescheren, die entlang der Front Range bei Denver und Cheyenne auslösen. Wir müssen die Zelle(n) nur abholen und dann mit auf den Weg nach Osten nehmen. Wir kommen vom Vortag aus Süden und entscheiden uns für die Denver-Option, Target im Verlauf Sterling. Die erste Bildung lässt nicht lange auf sich warten. Wir fahren sie bei Bennet an. Der klare Himmel und die weite Sicht kannten wir schon fast nicht mehr.

Die Zelle ist noch low topped, unternimmt aber bereits erste Rotationsversuche. Erst die Wallcloud, dann auch ein Funnel:

Wir folgen ihr von Süden. Sie löst sich langsam auf, aber die nächste Option nach Norden ist schon da. Wir umfahren die Interstate 76 aufgrund von Hagel und Stau und kommen pünktlich in Fort Morgan an als es einen ersten kurzen Bodenkontakt aus der Mauerwolke gibt:

Die Interstate verläuft parallel zur Zugbahn von insgesamt 3 Superzellen zu diesem Moment. Die stärkere liegt bei Sterling. Dort halten wir auch zum tanken während die Sirenen heulen und der Himmel immer interessanter wird.

Wir folgen dem Highway 6 ostwärts und sind begeistert von der Struktur. Kurzer Halt:

Dann geht’s schrittweise weiter ostwärts mit kurzen Stopps:

Nordöstlich von Holyoke halten wir auch zugunsten einer neuen Zelle im Süden. Sie unternimmt ebenfalls Versuche, etwas zu Boden zu bringen.

Über die Felder geht’s nach Süden Richtung Lamar. Die Feldwege waren diesmal trocken und befahrbar. Die Entscheidung war richtig, denn bei Lamar sollte sich diese Superzelle weiter intensivieren. Am ersten Halt:

Kurz nach Osten, wieder Halt. Während unserer ganzen Jagd wurden mehrmals Tornados der Sterling-Zelle und auch von dieser Superzelle berichtet. Soweit wir jetzt wissen, waren es oft im Regen verhüllte, kurzlebige Tornados. Wir erfreuen uns eh lieber an der Struktur, die alle im Team so noch nicht gesehen haben. Die Begeisterung war entsprechend groß, wenn auch im Bann dieses Anblicks ehrfüchtiges schweigen herrschte.

Die Fotos des Tages entstanden kurz vor Imperial, was passenderweise im Chase County liegt. Die Superzelle bildete nun ein eindrucksvolles Mutterschiff aus, das von Blitzen in Szene gesetzt wurde. Was für ein atemberaubender Anblick!

Ein letztes Mal postieren wir uns östlich von Imperial auf einem Hügel. Im Norden zieht unser Schiff in die Dunkelheit. Aus Südwesten folgt bereits die nächste.

Wir sind nun aber satt und mieten uns in McCook für die Nacht ein. Unsere anderen Teams fotografieren noch die freistehenden Zellen mit ihrem Feuerwerk. Was für ein Tag. Großes Uff. Nachtrag: Von unserem Superzelleneintopf vom 23.05. ist inzwischen das Video online.

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