Beiträge von Chris

    Ich bin beeindruckt!

    Interessant finde ich ja, dass die Wetterlage nun in eine niederschlagsreiche Trog-/Nordwestlage zur Winterzeit übergegangen ist. Genauso prognostizieren es ja die Klimamodelle: Die Sommerniederschläge nehmen ab, dafür nehmen die Winterniederschläge zu. So ähnlich funktionierte das ja sonst im Mittelmeerraum, wo auch die Winterniederschläge die Speicher für den kommenden Sommer wieder füllen. Wie es dort dann allerdings zukünftig aussehen wird, mag man sich gar nicht ausmalen.

    Interessant finde ich ja, dass die Wetterlage nun in eine niederschlagsreiche Trog-/Nordwestlage zur Winterzeit übergegangen ist. Genauso prognostizieren es ja die Klimamodelle: Die Sommerniederschläge nehmen ab, dafür nehmen die Winterniederschläge zu. So ähnlich funktionierte das ja sonst im Mittelmeerraum, wo auch die Winterniederschläge die Speicher für den kommenden Sommer wieder füllen. Wie es dort dann allerdings zukünftig aussehen wird, mag man sich gar nicht ausmalen.

    UPDATE: Die genaue Lage der Fronten am Abend ist noch nicht ganz klar. Fest steht, dass ab dem Mittag von Westen her verstärkt Regen aufzieht. Später könnte dann eine regenfreie Zone von Süden her eine "Delle" im Regengebiet hinterlassen - das wäre dann der Bereich, in dem der Warmsektor entsteht und sich etwas nach Norden vorarbeitet, bevor die Kaltfront hinter dem Tiefzentrum die Zone eilig wieder nach Süden zurückdrückt.


    Nach aktuellem Stand (Rapid Update HD 06z) würde der Scheitelpunkt etwa bis mindestens zur Mitte oder sogar bis in den Norden Thüringens reichen, wobei etwa 16 - 17 Uhr die Warmluft ihren nördlichsten Punkt über Thüringen gefunden hat. Die Kaltfront sollte sich ebenfalls bereits ab dem Mittag mit starken Schauern / Gewittern über Belgien bemerkbar machen. Die Lage der Konvektion im Nowcast könnte bereits Indizien dafür liefern, wieweit die [definition=59,0]Labilität[/definition] vor der Kaltfront wirklich nach Norden ausgreift. Die Gewitter ziehen dabei zunächst von West nach Ost und sollten dann sowohl in Richtung Okklusionspunkt, als auch nach Südwesten hin anbauen, sodass irgendwann am Abend eine nahezu geschlossene Linie von Frankreich bis zum Tiefzentrum entstanden sein sollte.


    Wer beobachtet, sollte sich der Gefahr durch Wind bewusst sein. Vereinzelt sind schwere Sturmböen oder sogar orkanartige Böen an der Kaltfront möglich, die Bäume sind durch die Trockenheit geschwächt, aber zum Teil noch belaubt. Fototechnisch könnte es vor der Linie kurzzeitig interessant werden, wenn eine sehr tiefhängende [definition=17,0]Böenwalze[/definition] über das Land zieht. Andererseits könnten aber Nieselregen und tiefe Wolken jegliches Fotomotiv versauen. Entsprechend muss jeder selbst wissen, ob es sich lohnt, sich ein erhöhtes Plätzchen zu suchen. In jedem Fall wird die [definition=16,2]Böenlinie[/definition] ein sehr kurzes Vergnügen. Der schmale Schauer-/Gewitterstreifen mit Starkregen wäre in etwa 5 - 10 Minuten durch, bevor dann hinter der Kaltfront / im Trogbereich neuer Regen aufzieht.

    Pünktlich zum Herbstanfang steht - überspitzt formuliert - die erste wirklich interessante Lage seit April an. Die Kernsaison war ja in diesem Jahr, von wenigen, lokalen Ausnahmen abgesehen, für Storm Chaser und Wetterbegeisterte wie ein zweiter Winterschlaf, nur mit Hitze und beispielloser Dürre. :n8:I


    Nun denn: Es wirkt so, als möchte Petrus ein Trostpflästerchen für Hitzegeplagte, Herbst- und Regenliebhaber servieren. Gewitter für alle sind damit gar nicht mal gemeint, vielmehr handelt es sich um die Kombination eines interessanten synoptischen Gebildes über Deutschland, welches man in dieser Form hier seit Ewigkeiten vermisst hat, mit den zugehörigen Auswirkungen, die sich je nach Region in flächendeckendem(!) Regen, Sturm und / oder Gewitter äußern können. Das zeitliche Fenster umfasst ungefähr den Sonntag und die Nacht zum Montag, wobei hier noch große Unterschiede zwischen den Modellen im genauen Ablauf bestehen.


    Spannend wirkt bereits die synoptische Ausgangslage: Mitten auf dem Atlantik liegt eine sehr markante Luftmassengrenze (LMG), wie sie jahreszeitlich begünstigt wohl häufiger auftritt, in diesem Jahr aber wohl durch die großen Temperaturunterschiede zwischen Arktis und südlichem Atlantik noch verstärkt wird. Diese konnte sich durch wochen- und monatelange ähnliche Witterungsverhältnisse in diesen Regionen entsprechend gut ausprägen, sodass es mich nicht wundern würde, wenn der ein oder andere Herbststurm später noch nachlegt.


    Darüber hinaus ist die Ausdauer der LMG über dem Atlantik beeindruckend, ist man es doch sonst eher gewohnt, dass so "weit draußen" schon Zyklogenese (Intensivierung der Tiefs) stattfindet. Doch die Zone mit dem markanten Kontrast in der äquivalentpotentiellen Temperatur liegt weitgehend strömungsparallel in einer strammen Westströmung, die nun hinter der heute Abend durchziehenden Trogachse (endlich) bis nach Mitteleuropa reicht. Das bedeutet, dass subtropische Luftmassen, die ursprünglich wohl in der Golf-Gegend gelegen haben müssen, fast unbeeinflusst bis nach Mitteleuropa vordringen können. Entsprechend energiereich und feucht sind diese Luftmassen auch noch.



    Luftmassengrenze und Wellentief, Samstag 2 Uhr auf dem Atlantik vs. Sonntag 14 Uhr über Deutschland


    Doch zurück zum eigentlichen Geschehen:


    Am Samstag werden wir zunächst einmal die am Freitag mit der Kaltfront eingeflossene, kühle Polarluftmasse genießen können. Dabei sind durchaus auch mal ein paar freundliche Abschnitte möglich. Schauer bleiben die Ausnahme. Zum Abend kommt dann [definition=116,1]WLA[/definition] aus Westen in Gang, d.h. die typischen (leichten) Aufgleitniederschläge an einer Warmfront beginnen und halten die Nacht zum Sonntag über an.


    Am Sonntag beginnt der interessante Teil. Auflockern würde es nach aktuellem Stand dabei in unserer Region nur wenig bis gar nicht, die Warmluft kann sich zumindest am Boden kaum bei uns durchsetzen. Im Süden Deutschlands dürfte sie aber Fuß fassen können und bei Temperaturen bis 25°C, Warmsektor-Sturm und Taupunkten bis an die 17°C ist karibisch anmutendes Hurrikan-Feeling light angesagt. Weiter nördlich (also voraussichtlich unsere Region) kommen durch die Zyklogenese und den sich in seiner Amplitude ausweitenden Trog immer mehr Hebungsprozesse in Gang, sodass sich der Regen am Nachmittag und Abend erneut verstärkt und später auch in waschechten Starkregen übergehen kann (30-40 mm wären denkbar!).


    Spätabends würde dann das Finale ins Haus stehen. Durch den Einbezug labiler Luftmassen (ein paar wenige hundert J/kg ML-CAPE genügen bei dieser Dynamik) im unmittelbaren Vorfeld der Kaltfront könnte es im Süden bis etwa in die Südhälfte Thüringens zur Ausbildung einer Gewitterlinie (Squall line) kommen, wie es auch vom hochaufgelösten Super HD (kachelmannwetter.com) gezeigt wird. Es bedarf dazu auch keiner zusätzlichen Einstrahlung. Für einige könnte sich der Ablauf also auch so gestalten: Regen > mehr Regen > kurzzeitig weniger Regen mit Warmlufteinschub > starkes Gewitter. Ich denke, ich brauche kaum zu erwähnen, dass mit einer solch wetteraktiven Kaltfront auch Sturm oder vereinzelt schwerer Sturm einhergehen kann.


    Auch dahinter bleibt es noch eine Weile stürmisch, im Trogbereich fällt auch noch etwas Regen in der Nacht zum Montag. Dort, wo es bereits aufklart, wird es empfindlich frisch.


    Ergänzende Karten zu Temperatur, Spitzenwind und Gesamtniederschlag (GFS):




    (Quelle aller Karten: www.wetterzentrale.de)


    Grüße
    Chris

    Wieder eine Phase zum Durchlüften, da kann ich auch mal wieder ein paar Links aussortieren, die sich zwischendrin so angesammelt hatten.


    Auf dem Höhepunkt der Dürre in Sachsen-Anhalt:


    https://www.mz-web.de/wirtscha…pielloser-duerre-30981520


    Nach englischsprachigen Seiten hatte ich auch mal gestöbert (Achtung: Es müsste "drought" statt "heatwave" heißen!):


    https://www.agweb.com/article/…ining-this-years-harvest/
    https://www.dw.com/en/the-glob…een-killing-us/a-44699601


    Den letzten Artikel gibt es natürlich auch in Deutsch:


    https://www.dw.com/de/die-hitz…-bringt-uns-um/a-44724369



    Alles schon dagewesen... ein Artikel von 2014 über die Jahrtausenddürre 1540:


    https://www.welt.de/geschichte…s-Europa-verdurstete.html


    Vier Jahre nach dem Artikel drängt sich also wieder eine Dürre auf. Dabei muss man bedenken, dass wir heute viel bessere Möglichkeiten haben, Nahrung anzubauen und Waldbrände zu bekämpfen. Zudem existieren heute andere Messmethoden. Insofern kann man die Situation mit 1540 sicher nur bedingt vergleichen.


    Dürfte bekannt sein, war aber noch kein Thema im Thread:


    https://www.tagesspiegel.de/we…r-kontrolle/22819856.html

    Wieder eine Phase zum Durchlüften, da kann ich auch mal wieder ein paar Links aussortieren, die sich zwischendrin so angesammelt hatten.


    Auf dem Höhepunkt der Dürre in Sachsen-Anhalt:


    https://www.mz-web.de/wirtscha…pielloser-duerre-30981520


    Nach englischsprachigen Seiten hatte ich auch mal gestöbert (Achtung: Es müsste "drought" statt "heatwave" heißen!):


    https://www.agweb.com/article/…ining-this-years-harvest/
    https://www.dw.com/en/the-glob…een-killing-us/a-44699601


    Den letzten Artikel gibt es natürlich auch in Deutsch:


    https://www.dw.com/de/die-hitz…-bringt-uns-um/a-44724369



    Alles schon dagewesen... ein Artikel von 2014 über die Jahrtausenddürre 1540:


    https://www.welt.de/geschichte…s-Europa-verdurstete.html


    Vier Jahre nach dem Artikel drängt sich also wieder eine Dürre auf. Dabei muss man bedenken, dass wir heute viel bessere Möglichkeiten haben, Nahrung anzubauen und Waldbrände zu bekämpfen. Zudem existieren heute andere Messmethoden. Insofern kann man die Situation mit 1540 sicher nur bedingt vergleichen.


    Dürfte bekannt sein, war aber noch kein Thema im Thread:


    https://www.tagesspiegel.de/we…r-kontrolle/22819856.html

    Ein paar Bilder aus Leipzig. Ich bin heute gleich auf Arbeit geblieben, da ich dort den besseren Blick hatte und mir keinen Standort suchen musste. Sehr praktisch, dass es dieses Jahr fast immer auf Spotting hinausläuft...



    [definition=78,0]Microburst[/definition] südlich von Leipzig:



    Dann bildete sich mehr und mehr eine kleine [definition=14,0]Böenfront[/definition] aus:





    Und dann kamen die Sturmböen und ein kurzer Starkregen (10 - 15 min).

    Danke für deine Ausführungen, Karsten!


    Und so schließt sich der Kreis auch wieder zur Blocking-Lage im Spätwinter. Wobei ich nicht unbedingt erwartet hätte, dass sich das Muster nach dem April wieder so regeneriert, denn da wird ja Jahr für Jahr im wahrsten Sinne des Wortes einiges "durcheinandergewirbelt". So wirklich "Angst" vor der Persistenz bekam ich erst ab Mitte Juni, als klar wurde, dass es sich der [definition=53,0]Jetstream[/definition] dieses Jahr einfach mal in der Arktis gemütlich gemacht hatte, also unerreichbar für uns Mitteleuropäer. Ansonsten wäre so eine Blockinglage im Frühjahr auch nichts Ungewöhnliches gewesen.


    Interessant ist auch, dass wir 2013 einen ganz ähnlichen Kaltwinterblock im März hatten, der um den Frühlingsanfang rum zur Höchstform auflief, über Grönland rekordverdächtigen Hochdruck um 1070 hPa und bei uns rekordverdächtige Tageshöchsttemperaturen unter -5°C brachte. Doch da hat sich die Zirkulation später etwas anderes einfallen lassen und uns im Mai immer wieder mit einem Abtropfen in Richtung Mitteleuropa belustigt, was dann am Ende mit Rekordniederschlägen und Hochwasser gar nicht mehr lustig endete. Auch in den Sommermonaten war es dann nicht ganz so persistent wie in diesem Jahr.


    Außerdem suche ich noch ein wenig den Zusammenhang zum letzten Jahr. Da war die Strömung ja gewissermaßen auch recht persistent, nur lagen wir da zum Glück dauerhaft unter dem [definition=53,0]Jetstream[/definition], was einigen hier spannende Erlebnisse bescherte. In der Form war es dann aber auch wieder irgendwie extrem.


    ---


    Aber wir sind ja hier immer noch beim Thema Trockenheit und da wollen sicher viele wissen, wie es weitergeht.


    Wie du auch schon angedeutet hast, hat sich still und heimlich eine Umstellung der Großwetterlage vollzogen. Während viele aktuell nur auf die Hitzewelle bei uns in der kommenden Woche schauen, erkennt man beim Blick über den Tellerrand, dass sich der bemerkenswerte Skandinavienblock endlich abgebaut hat. Man sollte es am Wind und an den häufigeren Wetterwechseln heute und kommende Woche bemerken.


    Trotzdem ist das Thema Dürre und Trockenheit keinesfalls durch. Zum einen liegt die Frontalzone jahreszeitbedingt sehr weit nördlich, was stärkere und flächendeckende Niederschläge, die sich viele wünschen, eher als Wunschtraum erscheinen lässt (gleichwohl können zumindest Gewitterniederschläge flächiger auftreten und zur Linderung der Trockenheit beitragen). Zum anderen ist auch ein erneutes, mächtiges Aufbäumen des Höhenrückens auch noch nicht auszuschließen (wie es EZ aktuell andeutet). Dann wäre ein nettes, stabiles Spätsommerhoch über Mitteleuropa die Folge und Wärme und Trockenheit begleiten uns weiter.


    Doch selbst, wenn es jetzt regnet, ist die Trockenheit nicht beendet. Es würde dauern, bis sich die Talsperren auffüllen und die Bodenfeuchte wieder steigt. Dazu müsste das Wasser erst wieder gut versickern können. Abgesehen davon ist vielerorts bereits mit gravierenden Spätfolgen von Dürre und Hitze in Flora und Fauna zu rechnen (Insekten-, Vogel-, Fischsterben, tote Jungbäume, Blattaustrieb im kommenden Jahr gefährdet). Wollen wir hoffen, dass uns so etwas nicht so bald wieder blüht. Leider erhöht sich jedoch die Eintrittswahrscheinlichkeit solcher Ereignisse aufgrund des Klimawandels immer mehr, wie Karsten schon schrieb.

    Danke für deine Ausführungen, Karsten!


    Und so schließt sich der Kreis auch wieder zur Blocking-Lage im Spätwinter. Wobei ich nicht unbedingt erwartet hätte, dass sich das Muster nach dem April wieder so regeneriert, denn da wird ja Jahr für Jahr im wahrsten Sinne des Wortes einiges "durcheinandergewirbelt". So wirklich "Angst" vor der Persistenz bekam ich erst ab Mitte Juni, als klar wurde, dass es sich der [definition=53,0]Jetstream[/definition] dieses Jahr einfach mal in der Arktis gemütlich gemacht hatte, also unerreichbar für uns Mitteleuropäer. Ansonsten wäre so eine Blockinglage im Frühjahr auch nichts Ungewöhnliches gewesen.


    Interessant ist auch, dass wir 2013 einen ganz ähnlichen Kaltwinterblock im März hatten, der um den Frühlingsanfang rum zur Höchstform auflief, über Grönland rekordverdächtigen Hochdruck um 1070 hPa und bei uns rekordverdächtige Tageshöchsttemperaturen unter -5°C brachte. Doch da hat sich die Zirkulation später etwas anderes einfallen lassen und uns im Mai immer wieder mit einem Abtropfen in Richtung Mitteleuropa belustigt, was dann am Ende mit Rekordniederschlägen und Hochwasser gar nicht mehr lustig endete. Auch in den Sommermonaten war es dann nicht ganz so persistent wie in diesem Jahr.


    Außerdem suche ich noch ein wenig den Zusammenhang zum letzten Jahr. Da war die Strömung ja gewissermaßen auch recht persistent, nur lagen wir da zum Glück dauerhaft unter dem [definition=53,0]Jetstream[/definition], was einigen hier spannende Erlebnisse bescherte. In der Form war es dann aber auch wieder irgendwie extrem.


    ---


    Aber wir sind ja hier immer noch beim Thema Trockenheit und da wollen sicher viele wissen, wie es weitergeht.


    Wie du auch schon angedeutet hast, hat sich still und heimlich eine Umstellung der Großwetterlage vollzogen. Während viele aktuell nur auf die Hitzewelle bei uns in der kommenden Woche schauen, erkennt man beim Blick über den Tellerrand, dass sich der bemerkenswerte Skandinavienblock endlich abgebaut hat. Man sollte es am Wind und an den häufigeren Wetterwechseln heute und kommende Woche bemerken.


    Trotzdem ist das Thema Dürre und Trockenheit keinesfalls durch. Zum einen liegt die Frontalzone jahreszeitbedingt sehr weit nördlich, was stärkere und flächendeckende Niederschläge, die sich viele wünschen, eher als Wunschtraum erscheinen lässt (gleichwohl können zumindest Gewitterniederschläge flächiger auftreten und zur Linderung der Trockenheit beitragen). Zum anderen ist auch ein erneutes, mächtiges Aufbäumen des Höhenrückens auch noch nicht auszuschließen (wie es EZ aktuell andeutet). Dann wäre ein nettes, stabiles Spätsommerhoch über Mitteleuropa die Folge und Wärme und Trockenheit begleiten uns weiter.


    Doch selbst, wenn es jetzt regnet, ist die Trockenheit nicht beendet. Es würde dauern, bis sich die Talsperren auffüllen und die Bodenfeuchte wieder steigt. Dazu müsste das Wasser erst wieder gut versickern können. Abgesehen davon ist vielerorts bereits mit gravierenden Spätfolgen von Dürre und Hitze in Flora und Fauna zu rechnen (Insekten-, Vogel-, Fischsterben, tote Jungbäume, Blattaustrieb im kommenden Jahr gefährdet). Wollen wir hoffen, dass uns so etwas nicht so bald wieder blüht. Leider erhöht sich jedoch die Eintrittswahrscheinlichkeit solcher Ereignisse aufgrund des Klimawandels immer mehr, wie Karsten schon schrieb.