Vor wenigen Minuten bei Wolfratshausen
Beiträge von Thomas Klein
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Hier in Landshut gibt es gerade das erste „Sommergewitter“ mit Mammtus, ordentlichen Blitzen und Starkregen.
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Gerade erstes Gewitter des Jahres in Mitterteich. Wie von Anton angekündigt 😊
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Es ist davon auszugehen, dass der CME innerhalb der nächsten halben Stunde ankommt. EPAM deutet darauf hin (der finale Anstieg kurz vor dem Höhepunkt: https://cdn.polarlicht-vorhersage.de/ace_epam_protons_3d.png)
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In München Sonnenschein bei 7°C. Der Winter lässt sich noch erahnen, aber größtenteils ist schon wieder alles grün.
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Feinster Pulverschnee in Tirschenreuth, vermutlich so 7-10cm. Die Straßen waren schneebedeckt, aber gut zu befahren.
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Wow, echt unfassbar! Glückwunsch zu dem Erlebnis.
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Hallo zusammen,
bei vielen ist es vielleicht spurlos vorbeigegangen, aber zur Zeit kann man wieder einen Kometen (Komet C/2025 A6 Lemmon) am Nordhorizont fotografieren. Visuell ist er bei sehr klaren Verhältnissen wohl mit bloßem Auge als diffuser Fleck zu sehen, ich konnte ihn gestern aber nicht erkennen. Nachfolgend zwei Aufnahmen.
30s, f2.8, ISO1600, 200mm:

Und ca. 80 Aufnahmen gestackt mit je 30s, f2.8, ISO400 und 200mm:

Viele Grüße
Thomas
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Schöne Abendstimmung gerade in Mitterteich.

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Wir sind die Cantina Band. Wenn ihr Gewitterwünsche habt, ruft sie einfach! ‚Dasselbe Gewitter nochmal!‘ Alles klar, dasselbe Gewitter, und los!
So in etwa verlief der heutige Morgen, als wir die Lage studierten. Fast bis ins letzte Detail steht heute die identische Lage wie bereits gestern an. Beim Prüfen des SPC-Outlooks dachten wir schon, die Seite aktualisiert nicht – dabei sieht der SPC-Outlook einfach identisch aus. Lediglich die Einstrahlung ist etwas bessere, was etwas höhere Temperaturen zulässt, wobei das Scherungsprofil etwas abgeschwächt ist. Ansonsten werden heute erneut an einer Outflow Boundary, welche an derselben Stelle wie gestern liegt, Gewitter auslösen, die entlang der Boundary nach Osten ziehen.

Da wir heute quasi keine Anfahrt ins Zielgebiet haben, entscheiden wir uns das Denkmal des verheerenden F5 Tornados vom 11.05.1970 von Lubbock anzuschauen. Auf beeindruckende Art und Weise hat man es geschafft, die Geschichte des Tornados zu erzählen. So erstrecken sich zwei ca. 6m hohe schwarze Wände, welche den Pfad des Tornados durch die Stadt widerspiegeln. In den Wänden steht die Geschichte des Tornados sowie Zitate von Zeugen und Helfern. Ein Gänsehaut-Moment! Viele kleine Details machen diesen Ort wirklich einzigartig und sollte auf jeden Fall besichtigt werden, wenn man durch Lubbock kommt.




Nach dem Besuch des Denkmals ging es weiter zum Mittagessen in das „The Shack, BBQ“, welches untern Chasern wohl weit bekannt ist. Zumindest treffen wir dort verschiedene Chasergruppen sowie bereits am Vortag das Team rund um Howard Bluestein, welches Gewitter vor Ort mit Radaren vermisst. Das Lokal enttäuscht nicht, sodass wir uns den Magen mit leckerem Pulled Pork, Grilled Chicken und Brisket vollschlagen.

Jetzt heißt es erst einmal warten. Wir fahren wieder nach Morton, wo am Vortag ein Tornado nur knapp nördlich der Stadt vorbeigezogen ist. Langsam gibt es erste Quellungen auf der Seite von New Mexiko, welche aber instantan von der Scherung zerrissen werden, wie schön auf dem Satellitenbild zu erkennen ist. Schließlich entwickelt sich ein kleines Stückchen südöstlich von uns ein erstes Gewitter, welches substantiell zu sein scheint. Wir warten noch kurz und fahren es an. Die Basis sieht gut aus, wenngleich sie noch elevated ist.


Bei der Anfahrt bemerkten wir bereits, es sind Zwillinge, jetzt auch gut visuell zu erkennen. Unsere Zelle hat sich geteilt, was wie erwartet anfänglich für gerade Hodographen spricht. Im Laufe des Abends sollte die bodennahe Scherung aber die Bildung von Tornados begünstigen.

Völlig unerwartet löst es auf einmal direkt über Lubbock aus. Nördlich von Lubbock entsteht explosionsartig eine Superzelle, welche innerhalb kürzester Zeit ein wahnsinniges Hookecho ausbildet. Weder die Vorhersage, noch der Now Cast haben diese Zelle auf dem Schirm gehabt. Für uns ist sie unerreichbar, weshalb wir sie ziehen lassen.

Nichtsdestotrotz spricht auch alles weiterhin für unsere Superzelle, welche weiter elevated ist, allerdings stetig an Größe und Stärke gewinnt. Wir folgen ihr entlang einer passend gelegenen Straße mithilfe des „Touch and Go“ Manövers. Wir folgen ihr direkt unter dem Aufwind, ganz vereinzelt fällt uns Hagel mit einem Durchmesser von ca. 1cm vor die Füße, ein gutes Zeichen.



Schließlich zeigt sich eine erste leichte Absenkung unter der Basis, sie versucht die Grundschicht anzuzapfen, allerdings bleibt es bei einem Versuch.

Aber nur wenige Minuten später am nächsten Standort ist es soweit, es geht alles ganz schnell. Es bildet sich erneut eine leichte Absenkung und sofort gibt es einen Funnel. Zeitgleich wird nebenan wieder eine Radiosonde steigen gelassen, welche vom Inflow aufgesaugt wird und in den Wolken verschwindet.


Wir verlagern uns abermals wenige Minuten weiter nach Osten und bleiben erneut stehen. Direkt neben uns wird fast bodennah Fraktus gehoben. Es bildet sich innerhalb von Minuten eine massiv rotierende Wallcloud aus, welche diverse Funnels zeigt. Da die Superzelle nun Surface Based ist, kann sie nichts mehr halten. Auf dem Radar zeigt sich eine voll etablierte Superzelle mit beginnendem Hook Echo (wir sind an der südlichen, die nördliche ist aus dem Leftmover und anderen Entwicklungen entstanden) und wir stehen mitten drin und können alles aus nächster Nähe beobachten. In Bildern kann man das nicht festhalten, die Dynamik kommt nur in den Videos zur Geltung.



Wir verlagern uns erneut wenige Minuten weiter, damit wir nah am Geschehen bleiben – und da ist er, der erste (eindeutige) Tornado des Tages. Wir können ihn in Ruhe beobachten.


Zum Niederschlag gerichtet bildet sich zunächst eine kleine Tailcloud, welche sich binnen weniger Minuten zu einem dicken Schlauch entwickelt, welcher in sich rotiert. Man kann mit bloßem Auge beobachten, wie die horizontale Scherung aufgerichtet und vertikal in den Aufwind gezogen wird. Uns fehlen die Worte.




Der Inflow wird zunehmend stärker, sodass immer mehr Staub aufgewirbelt und in die Superzelle eingesaugt wird. Die Sicht wird dadurch zwar gestört und die Kameraausrüstung muss leiden, dafür sorgt der Staub für ganz besondere Lichtstimmungen. Ein weiterer Nebeneffekt ist, dass bereits kleinste Tornados mit Bodenkontakt sichtbar werden, weil der Staub direkt den Fuß des Tornados enthüllt. Wir stehen unter der Wallcloud, es gibt immer wieder Wirbel zu sehen, mitzählen kann man da nicht mehr. Wir fahren weiter.
Rechts vor uns bildet sich erneut ein Wirbel, welcher direkt Kurs auf die Straße vor uns nimmt. Wir sind genau an der Spitze des Hook Echos, die Rotation ist eindeutig, das muss ein Tornado sein, wenn auch nur sehr schwach, wie bei diversen anderen kurzlebigen Tornados zuvor. Alles passiert binnen Sekunden. Wir nähern uns weiter und sind noch 100m entfernt, der Tornado weiterhin auf der rechten Seite der Straße. Noch 50 Meter. Der Tornado ist kurz vor der Straße. Noch 25m. Der Tornado berührt die Straße, das Auto vor uns verschwindet im Staub. Noch 5m, er ist direkt vor uns. Es fühlt sich an wie in Zeitlupe, alle Sinne sind geschärft. Und wir sind drinnen! In einem Tornado! Die Sicht ist fast Null. Es dauert genau zwei Sekunden, dann sind wir auch schon wieder draußen. Was für ein einmaliges Erlebnis. Alle sind voll mit Adrenalin.

Das alles war nur möglich, weil Felix, Markus und ich die Wallcloud, das weit abgetragene Hook Echo sowie die Gesamtsituation genau beobachtet haben, der Wirbel am Boden offensichtlich keine hohe Windgeschwindigkeit hatte (geschätzt Bft10) und wir mit Andre einen guten und erfahrenen Autofahrer am Steuer hatten.
Wir fahren noch ein kurzes Stück und halten nochmal. Zu sehen sind erneut deutlich rotierende Wirbel unter der Wallcloud, welche die Straße überqueren.

Wir entscheiden uns, wieder mehr Abstand zu gewinnen, um einen besseren Blick auf die gesamte Basis zu erhalten. Aus der Heckscheibe ist wieder ein beständigerer Tornado zu sehen, dieses Mal auch mit teilweise auskondensiertem Trichter.

Am nächsten Haltepunkt zeigt sich noch das Roaping Out des Tornados, was wir nun wieder ohne Hektik bestaunen können. Teile des ehemaligen Tornados sind noch als Horse Shoe Vortex für einige Momente sichtbar.



Die Lichtstimmung ist Aufgrund des Staubes unfassbar, auf Fotos kaum festzuhalten. Alles ist in einem gold-braunen Licht gefärbt.



Der Staub wird immer mehr, sodass man zum Teil keinerlei Sicht mehr auf die Basis hat. Wir finden erneut einen Ort zum Halten, wenngleich es nicht mehr ganz ohne Staub geht. Mittlerweile ist sowieso alles vom Vortag eingesaut, also was solls.

Langsam wird es eng, wir müssen nochmal ostwärts, doch der Hagel aus dem FFD kommt immer näher und überquert in Kürze unsere Straße. Einzelne große Tropfen landen auf der Scheibe, aber kein Hagel. Wir stehen genau an der Kante zum FFD, als der Staub komplett verschwindet und den Blick auf unsere mittlerweile HP-Superzelle freigibt. Der Hagel im Genick, aber hier müssen wir nochmal halten!


Wir reizen den Halt so lange wie irgendwie möglich aus. Die Straßenoptionen werden nun schwieriger, wir müssen nach Süden. Es geht nochmal knapp am Hook Echo vorbei. Da die Sonne in 20 Minuten untergeht und es einer längeren Strecke bedarf, um wieder davor zu kommen, beenden wir das Chasing an dieser Stelle. Was für ein Tag!
…doch nur weil wir die Zelle zu diesem Zeitpunkt zufrieden abziehen lassen, heißt das nicht, dass wir für heute fertig sind. Völlig übersättigt von Eindrücken stellen wir uns noch auf die Rückseite unserer abziehenden Superzelle, vielleicht ergeben sich ja noch ein paar schöne Lichtstimmungen. Dafür sind wir noch einmal kurz eine nasse Mudroad gefahren, bei welcher auch endlich der Allrad Mal zum Einsatz kam.
An einem passenden Haltpunkt angekommen zeigte sich uns ein Panorama aus insgesamt drei Superzellen. Südöstlich von uns die abziehende Superzelle, nördlich von uns der frühere Leftmover und nordwestlich von uns eine weitere Superzelle mit Zugrichtung auf Lubbock. Die Sonne zaubert nochmal eine schöne Lichtstimmung.



Mittlerweile gibt unsere abziehende Superzelle noch ein Eisschirm samt Mammatus frei.




Als es bereits dunkel war, brechen wir schließlich nach Lubbock zur heutigen Unterkunft auf. Auf dem Weg zum Motel fahren wir noch durch zum Teil stark geflutete Straßen und sehen einige komplett gesperrte Straßen. Andre hat seinen Spaß am Fahren durch die großen Pfützen. Somit haben wir drei der vier Elemente durchfahren, lediglich Feuer fehlte noch.
Wir genießen noch die Blitzshow der Superzelle nördlich von Lubbock, als sich immer mehr Struktur herausschälte. Zudem wurden die Blitze immer beeindruckender. Trotz der späten Uhrzeit und der vollkommenen Übersättigung mussten wir an der Stelle noch ein weiteres mal halten. Vor uns war eine mittlerweile LP-Superzelle, welche genial freistehend war und immer wieder Blitze aus dem Aufwind warf.



Um 23 Uhr waren wir dann final im Hotel. Überwältigt vom heutigen Tag ging es weit nach Mitternacht ins Bett. Heute haben wir so viel erlebt, dass man es unmöglich an einem Tag verarbeiten kann:
- LP-Superzelle
- Klassische Superzelle
- HP-Superzelle
- Mehrere Superzellen um uns herum
- Unzählbar viele kleine Tornados
- Tornado Interception
- Vorticity hautnah
- Viel Struktur
- Hagel
- Mammatus
- Tolle Lichtstimmung
- Off-Road Erlebnis
- Flooding
- Freistehenden Lampenschirm
- Blitze
Weiter geht es übermorgen mit der nächsten Schwergewitterlage.
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Heute geht es das erste Mal auf unserer diesjährigen Reise nach New Mexiko. Es gibt eigentlich keine Tour, auf der man nicht nach New Mexiko kommt. Wir starten in Shamrock und halten in Amarillo noch einmal für Burger und Rippchen in der Big Texan Steak Ranch. Es geht weiter nach Santa Rosa, wo wir auf die Gewitter aus der Frontrange warten.
Bereits am frühen Nachmittag haben dort die ersten Gewitter ausgelöst, die beste Luftmasse mit guten Scherungswerten liegt allerdings in einem schmalen Bereich entlang der I40 von Santa Rosa bis nach Amarillo. Nach einigen Stunden des Wartens zeigen sich erste Reflektivitätssignale im Bereich von Vaughn, südwestlich von Santa Rosa. Als sich die Zelle verstärkt, fahren wir sie an:




Südlich von Albuquerque gibt es mittlerweile eine weitere Zelle, welche sich zunehmend zu etablieren scheint, die wird aber noch Stunden brauchen, bis sie die gute Luftmasse erreicht. Aufgrund der hohen Zuggeschwindigkeit (Unsere Zelle ist noch hochbasig und zieht mit dem Höhenwind nach Nordosten) und der überschaubaren Straßenoptionen entscheiden wir uns, zurück zur I40 nach Santa Rosa und weiter über Tucumcari nach Süden zu fahren. Das sind fast 1 ½h Fahrzeit, aber die sicherste Option.
Auf dem Weg lösen vorlaufend weitere Zellen aus. Eine sehr starke Entwicklung entpuppt sich als Left-Mover, direkt vor uns über Tucumcari. Da die Zelle nach links ausschert, wird sie sich bald mit anderen Zellen zusammenschließen, weshalb wir uns weiter für unsere alleinstehendes Gewitter entscheiden, welches sich mittlerweile in die Grundschicht eingearbeitet hat.
Leftmover bei Tucumcari:

Unsere Superzelle:




Unsere Zelle scheint sich optisch zu teilen, was sich 10 Minuten später auf dem Radarbild bestätigt. Der südliche Teil zieht nun relativ stramm nach Osten.

Nördlich von uns lösen weitere Zellen aus, welcher zum verclustern beginnen.


Wir positionieren uns genau an der Grenze zum Niederschlag, direkt unter dem Aufwindteller und lassen den Niederschlag mit Hagel nördlich von uns vorbeiziehen. Besonders beeindruckend ist der Niederschlagsfuß. Nebenan lässt ein wissenschaftliches Team noch eine Radiosonde aufsteigen.




Wir wollen nochmal davor und folgen einer State-Road nach Osten, allerdings scheint sich unser Gewitter nun mit den anderen Entwicklungen und unter anderem der Left-Mover Superzelle von Tucumcari zu einem großen HP-Monster zu vereinigen, weshalb wir sie ziehen lassen. Der ganze Komplex wird später noch massiven Niederschlag, großen Hagel und ggf. einen im Regen verhüllten Tornado hervorbringen, welcher aber nur vom Radar angedeutet ist, ohne tatsächliche Beobachtungen. Nachfolgend noch ein Bild der Rückseite des Komplexes.

Beim Prüfen unserer verbleibenden Optionen erwägen wir die Zelle aus Albuquerque noch abzuwarten, da sie in ca. 1h an unserem Standort ankommen soll. Dann wird es allerdings bereits dunkel sein. Wir entscheiden uns für ein entspanntes Abendessen mit freiem Blick auf das in der Ferne aufziehende Gewitter. Nachdem anfänglich keinerlei Blitzaktivität zu sehen war, machte sich bereits Unmut breit, ob man überhaupt noch was sehen wird. Als es jedoch zunehmend dunkler wurde, entpuppte sich der aufziehende MCS als richtige Blitz-Maschine mit min. 2-3 Wolkenblitzen pro Sekunde bei ansonsten vollkommender Stille. Es ist kein Donner zu hören.


Nachdem wir den MCS abermals nördlich passieren lassen, fahren wir zur heutigen Unterkunft nach Clovis. Für morgen gibt es mehrere Möglichkeiten, nachfolgend schon einmal ein Symbol-Bild für die morgige Lage:
x.com/stormchasernick/status/1930449451212009748?t=StcVT-Lq6u6EWKtbUG3dmw
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Das heutige Wetter für Hays, Kansas: Stratus, Regen, 14°C und windig. Denkbar ungemütlich, wenn man mit kurzer Hose und T-Shirt vor die Motel Zimmertür tritt.

Den Tag starten wir heute bei IHOP, bevor es schließlich Richtung Süden geht. Immerhin sind wir nicht über den großen Teich geflogen, um uns herbstlich anmutendes Wetter anzutun. Ziel für heute ist das nördliche Oklahoma, wo heute die Kaltfront durchzieht, an welcher wir gestern noch in Nebraska standen.
Nach 2h Fahrzeit haben wir schließlich die Kaltfront eingeholt und beim Überschreiten der Grenze von Kansas nach Oklahoma erwartet uns strahlender Sonnenschein. Bei stetig steigenden Temperaturen fahren wir nach Enid in das heutige Zielgebiet. In Enid herrscht nun der komplette Kontrast zu Hays. Sonnenschein, Cumulus in alle Richtungen und 88°F über 72°F (31°C über 22°C), richtig schwül warm.

Laut der Vorhersage soll sich am Nachmittag eine Linie entlang der Kaltfront bilden, welche zum Abend hin quer über Oklahoma zieht. Ggf. gibt es die Option von vorlaufenden Zellen. Diese zu finden, wird aber nicht leicht. Mittlerweile löst es vorlaufend tatsächlich aus, allerdings ziemlich flächig, was die Chance für eine isolierte Zelle zunichte macht. In unserem vorläufigen Zielgebiet rund um Enid fällt zudem die Temperatur – die Luftmasse scheint durch die vorlaufende Konvektion kaputt zu gehen. Wir entscheiden uns noch einmal aufzubrechen und nochmal deutlich weiter nach Süden zu fahren, dort ist die Luftmasse noch unbeeinflusst. Zudem sind im Süden die Scherungswerte besser.
Auf dem Weg nach Süden kommen wir an Oklahoma City vorbei, wo eine neue Zelle sich gerade verstärkt und bereits ein deutliches Hook Echo zeigt. Wir versuche sie kurz anzufahren, um einen Blick darauf zu werfen, doch sie zieht zu schnell, sodass wir schnell wieder abbrechen. In der Metropolregion zu chasen kommt wegen Verkehr sowieso nicht in Frage. Später sollte eines der Gewitter in Norman noch einen Tornado hervorbringen, welcher von Anwohnern dokumentiert wird.
Externer Inhalt x.comInhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.Wir fahren weiter nach Süden, mit Fokus auf das Südende der Gewitterlinie. Am ersten Standort zeigt sich nach Norden etwas Struktur, unsere eigentlich anvisierte Zelle ist aber vom Regen verhüllt. Mittlerweile zeigt der Höhenwind seine Wirkung und weht den Niederschlag in Zugrichtung. Auf der gegenüberliegenden Seite lösen nun auch vorlaufende Zellen aus.


Wir verlagern nochmals nach Süden und stehen nun westlich von Duncan. Von hier öffnet sich endlich der Blick auf den stärksten Teil der Linie. Wir können den Aufzug einige Minuten lang beobachten.


Im Rücken von uns steht ein einsames Farmhaus, als ein Auto hält und sich nach dem Gewitter erkundigt – es ist der Anwohner. Als wir verkünden, dass auch das Tornadorisiko erhöht ist, bietet er uns noch an, bei ihm in den Schutzraum zu gehen, wenn wir Bedarf haben – äußerst zuvorkommend.




Östlich von uns haben mittlerweile ein gutes halbes dutzend Einzelzellen ausgelöst, welche allesamt innerhalb kürzester Zeit superzelluläre Strukturen ausgebildet haben und tornadobewarnt wurden. Gut zu erkennen auch die ungewöhnliche Struktur, welche 1:1 den Hodographen des heutigen Tages widerspiegelt. Zugrichtung der Zellen war Nordost.

Da wir morgen bis nach New Mexiko wollen, lassen wir uns an dieser Stelle überrollen und beenden das kurze aber intensive Chasing. Für morgen erwartet uns vermutlich wieder ein längeres Chasing.
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Der heutige Tag begann mit herrlichem Geruch nach Gas und Schwefel – man weiß, man ist im südwestlichen Texas, genauer in Seminole. Die Gegend ist übersäht mit Ölförderpumpen. Da wir heute ins Oklahoma Panhandle/Südkansas wollen, fiel die Entscheidung Mittag in Amarillo am "The Big Texan Steak Ranch" zu halten. Sie ist bekannt für das kostenlose 72oz Steak (über 2kg), insofern man es alleine inklusive Beilagen (Ofenkartoffel, Salat, Shrimps) bezwingt. Der Rekord liegt bei wahnsinnigen 4min 18s. Einheimische würden das Restaurant vermutlich als „Touri-Bude“ bezeichnen, die Einrichtung und auch das Essen ist aber erstklassig, fast schon schnulzig texanisch.


Nach dem Essen gab es erst einmal ein für mich persönliches Highlight. Einen hellen 22° Halo bei einer Sonnenhöhe von 76,4°. Sowas sieht man nicht alle Tage und in Europa schon gleich gar nicht.

Weiter ging es Richtung Norden durch bekannte Ortschaften, die man so gut wie bei jeder Chasingtour durchfährt, z.B. Dumas. Dort gab es das nächste Highlight. Einen quasi vollständigen Zirkumhorizontalbogen bei 72° Sonnenhöhe, welchen man generell nur bei Sonnenhöhen über 57,8° sehen kann. In Deutschland nur im Hochsommer zur Mittagszeit, dann meist in homöopathischer Helligkeit. Seitlich davon zeigen sich noch schwach die Infralateralbögen. Ein toller Anblick.

Aber wir sind ja zum Chasen hier, also nochmal vollgetankt am Dreh- und Angelpunkt Stratford und dann ging es auch schon los. Erste Gewitter lösen im Oklahoma Panhandle aus, die besser Luftmasse liegt aber weiter nordöstlich in einem Streifen quer durch Kansas bis Oklahoma. Wir lassen sie links liegen und fahren weiter. Die erste von vielen Entscheidungen des Tages. Im südwestlichsten Kansas rund um Johnson City haben mittlerweile weitere Gewitter ausgelöst. Es ist 16 Uhr Ortszeit und wir fahren die zu dem Zeitpunkt vielversprechendste Entwicklung an. Die Sicht ist sehr gut, sodass wir die Basis bereits aus 30 Meilen Entfernung sehen können. Als zwei Zellen mergen zeigt sich plötzlich eine trichterförmige Absenkung in der Ferne. Tornado!

Nach einer Minute ist er bereits wieder verschwunden, schade. Aber ein erster Erfolg und es zeigt sich, heute ist einiges möglich. Schnell zeigt sich aber eine weitere Schwierigkeit. Der Regen wird heute in Zugrichtung nach Südosten abgetragen, sodass vorlaufender Regen die Sicht versperrt.

Jetzt heißt es handeln, wir müssen uns Umpositionieren, damit wir von Westen in die Basis schauen können. Während der Umpositionierung zerfällt unser Gewitter. Während dessen zeigt sich an einer der vielen weiteren Entwicklungen ein schönes Feld mit Mammatuswolken:

Jetzt heißt es aber erneut umentscheiden. Wir stehen bei Johnson. Was hättet ihr gemacht?
- Es gibt eine Entwicklung etwas nördöstlich von uns, welche in gute Luftmasse zieht, allerdings bereits die Tendenz zur Verclusterung zeigt.
- Es gibt Neuauslöse ca. 2h Fahrzeit südöstlich von unserem Standort => Gute Luftmasse, unbeeinflusst, allerdings fast unerreichbar.
- Es gibt eine Einzelzelle ca. 1 1/2h Fahrzeit nördlich von unserem Standort, welche strammen Südkurs hat und somit stark ausschert => Zieht in gute Luftmasse und uns entgegen
- Abwarten und schauen, wie sich das Geschehen weiterentwickelt
- Auf gut Glück nach Osten in die gute Luftmasse fahren und schauen, was passiert?

Wir entscheiden uns für die Nordoption, da die Zelle einen sehr guten Eindruck macht, sie in gute Luftmasse zieht und komplett unbeeinflusst von der clusterartigen Entwicklung an unserem Standort ist. Das ist einer der Tage, an denen hat man unendlich Möglichkeiten, aber nur eine Entscheidung wird sich als „richtig“ herausstellen.
Während der Anfahrt nach Norden lösen weitere Zelle vor uns aus, welche direkt zu einer Linie zusammenwachsen und eine schöne Böenfront zeigen. Bereits nach wenigen Minuten wirft die Zelle 2-3 cm Hagel. Wir stoßen durch, denn unsere Einzelzelle dahinter ist immer noch isoliert.

Als wir uns nähern zeigt sich vor uns eine schwarze Wolkenwand mit einer undefinierbaren Böenfront, ansonsten keine Struktur. Wir halten, steigen aus und sind überrascht: Straffer Outflow bei 67°F (19°C), da bekommt man schon mal Gänsehaut nach den letzten Tagen. Das Radarbild passt nicht wirklich zur tatsächlichen Zelle:


Mittlerweile lösen auch bei unserer isolierten Zelle vorlaufend weitere Gewitter aus. Uns wird bewusst, heute haben wir beim Gewitterbingo auf die falsche Zelle gesetzt. Aber wir sind nicht die einzigen. Viele andere Chaser stehen ebenfalls in unserem Gebiet und sind ratlos mit der Situation. Herrlich amüsiert haben wir uns, als plötzlich der Dominator hinter uns steht – sie hatten wohl auf die gleiche Zelle wie wir gesetzt und können ihren Fans nun nichts im Stream präsentieren (Grüße gehen raus an alle Reed Timmer Fans).

Wir lassen uns noch überrollen und brechen Richtung Liberal auf, da wir am Folgetag sowieso weiter nach Osten wollen. Auf der Fahrt gibt es noch ganz nette Wolkenstrukturen und Geflacker in der Ferne, ansonsten aber nichts weiter spannendes.

Im Motel überrollte uns dann noch ein Gewitter mit Starkregen, einigen Naheinschlägen und lautem Donner.
Alles in allem ein schwieriger Gewittertag mit großem Potential. Aber es bleibt dabei: „Gewitter bleiben ein unkontrollierbares Phänomen“. Die nächsten Tage wird es erst einmal ruhig in den Plains, bevor Anfang Juni wieder mehr Dynamik im Spiel sein wird.
Und die Auflösung auf die Frage, was für heute die beste Entscheidung gewesen wäre. Die südöstlichen Gewitter haben heute das Rennen gemacht mit beeindruckenden Strukturen.
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Woran erkennt man, ob ein Chasingtag ein guter Chasingtag wird? Man geht bei Cracker Barrel Frühstücken. Für Andre, Felix und mich war es das erste Mal, Markus hat die Lokalität bereits bei der letzten Reise 2024 für sich entdeckt und auch wir drei werden nicht das letzte Mal zu Gast gewesen sein.


Ausgangspunkt für heute war Abilene, von wo wir erst einmal Richtung Sterling City gefahren sind. Dort sollten heute an einer Outflowboundary vom Vortag Gewitter zünden. In Sterling City angekommen gab es erst einmal guten Kaffee von der Tankstelle und dann ging es auch schon los. Etwas südöstlich über San Angelo zündete eine erste Zelle, welche sich schnell verstärkte. Wir sind unmittelbar aufgebrochen und haben uns vor die Zelle gesetzt. Das Straßennetz war an der Stelle allerdings weniger wohlwollend, weshalb wir nur einen kurzen Blick vom Süden erhaschen konnten.


Dann hieß es erst einmal Strecke machen, damit wir uns wieder gut positionieren können. Doch das mit dem Positionieren ist westlich von Menard gar nicht so einfach. Die Landschaft ist leicht hügelig und überzogen mit kleinen Bäumen und Sträuchern, sodass wir mehrere Anläufe brauchten, bis wir schließlich an einem Flugplatz freie Sicht bekommen haben. Wir konnten von dort aus den Aufzug beobachten und erhielten einen direkten Blick in das Hook Echo.


Da es der einzige Platz mit freier Sicht ist, sind auch wieder viele Chaser vor Ort, allerdings bei weitem weniger schlimm als am Vortag. Plötzlich zeigt sich enge Rotation unter der Wall Cloud, ca. 1km entfernt von unserem Standort. Wir halten alle drauf und warten ab, was passiert. Und da ist er, der zweite Tornado unserer Reise. Er ist zwar nicht auskondensiert, aber am Boden gibt es deutlichen Debris (aufgewirbelten Staub und Trümmer).

Nach wenigen Sekunden ist alles schon wieder vorbei. Wir warten noch kurz, ob nochmal was passiert. Es lohnt sich, weiter südlich zeigt sich erneut Debris am Boden, abermals ohne auskondensierten Tornado. Auch wenn auf dem Bild keine Verbindung zur Wolkenbasis sichtbar ist, konnte der Tornado durch das laufende Zeitraffer und Beobachtungen anderer Chaser als solcher bestätigt werden.

Dann mussten wir los, damit uns der Weg nicht abgeschnitten wird. Wir fahren durch Menard, wo zurecht die Tornadosirenen heulen, schließlich gab es 1km vor der Stadt einen Tornado. Nun standen wir vor einer schwierigen Entscheidung: Südlich unserer Superzelle gibt es zwei Neuentwicklungen, welche Richtung Norden ziehen. Wir müssen uns entscheiden, ob wir nach Süden durch die Neuentwicklungen durchstoßen und daraufsetzen, dass sie sich verstärken, oder ob wir weiter auf unsere Superzelle setzen, welche weiter Kurs nach Ostsüdost hat. Wir entscheiden uns wieder für die Südoption, wie bereits am Vortag. Wir fahren noch rechtzeitig direkt unter der Basis der neuen Entwicklung durch, bekommen kleinkörnigen Hagel ab und schaffen es pünktlich davor. Wie vermutet verstärkt sich das Südende und wir stehen vor einer antizyklonal rotierenden Wallcloud. Wir können einige Minuten beobachten, bevor es weiter nach Süden geht.

Als die neue Superzelle unseren letzten Standort überquerte, zeigte sich auf dem Doppler Radar ein starker Di-Pol. Die südliche Zelle ist nun endgültig in den HP-Status übergegangen.

Die Straßenoptionen südöstlich von Menard sind wieder sehr überschaubar, weshalb wir von Yates nach Harper weiter nach Doss fahren, ins gesamt 50 Meilen, um wieder einen Blick zu erhalten. Am Standort angekommen spielt sich nördlich von uns mit ausreichend Abstand eine wahre Blitzshow ab. In der Ferne gibt es Minuten lang 10-15 heftige Blitzeinschläge pro Minute zu beobachten, während sich aus Nordwesten ein grün leuchtender Hagelkern auf uns zubewegt. Wir können das Spektakel eine ganze Zeit lang beobachten, bis der Hagel immer näherkommt.


Schließlich fliehen wir in Richtung Fredericksburg, wo wir einen letzten Halt machen. Mittlerweile gibt es keine Blitze mehr zu sehen und auch strukturell ist nichts mehr zu holen, weshalb wir das Chasing an dieser Stelle beenden.

Auf dem Weg zu unserer Unterkunft fahren wir noch einmal durch einen recht starken Kern mit 2-3cm Hagel. Einzelne Körner könnten der Akustik zu Urteilen auch größer gewesen sein. Am Motel angekommen zeigte sich noch ein Roll Cloud, ein Regenbogen im besten Abendlicht und zu allem Überfluss noch einige Crawler im Abendlicht über den ganzen Himmel - was für ein Finale.



Wir verabschieden uns für heute aus Junction und melden uns morgen wieder aus – wo auch sonst – Fort Stockton.
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Der heutige Tag begann mit einem für amerikanische Verhältnisse sehr abwechslungsreichen Frühstück mit frisch zubereitetem Ei, Bacon, Waffeln und einer Auswahl an Gebäckvariationen. Gut gestärkt sollte der Gewitterfokus heute im Texas Panhandle mit Verlagerung nach Südosten im weiteren Tagesverlauf liegen. Die Erfahrung zeigt, dass Gewitter im Texas Panhandle nur selten eine Enttäuschung sind. Die Modelle suggerieren, dass sich am heutigen Tag entlang einer Kaltfront einzelne Zellen entwickeln, welche aber schnell verclustern und zu einer weitläufigen Linie entwickeln, welche quer durch Texas zieht. Das heißt, die erste Zelle anfahren, solange sie noch freistehend ist und dann überrollen lassen. …ob es so kommt? Das wird sich zeigen.
Unser Zielgebiet legten wir zunächst im Bereich der I27 zwischen Amarillo und Lubbock fest – an die Kaltfront. Was uns jedoch schnell stutzig machte ist eine Outfowboundary, welche von dem morgendlichen MCS über Oklahoma nach Texas reinzog. Wir disponieren also um und verlagern uns an die Grenze des Outflowboundaries nach Childress.
In Childress angekommen gab es das erste mexikanische Essen der Reise, Tacos und Bouritos von einem kleinen Imbissanhänger, welche unfassbar lecker waren.

Kaum gestärkt, ging an der Outflouboundary bereits erste Konvektion los. Da wir mit schneller Verclusterung rechneten, haben wir die erste Aktivität bereits angefahren.

Der erste Gewitteraufwind konnte sich zwar nicht durchsetzen, aber wenige Minuten später ging westlich davon ein weiterer Aufwind hoch, welcher sich schnell etablierte und von tief dröhnenden Donnern begleitet wurde. Wie so häufig sind wir eine der ersten Chaser, die an dem Gewitter dran sind, doch das wird nicht so bleiben.



Das Gewitter bildete nun ein kräftiges Hook Echo aus, weshalb wir näher ranfahren, um einen besseren Blick auf die Wallcloud zu bekommen. Wir stehen gefühlt eine ganze Stunde vor dem sich immer besser organisierten Gewitter, welches nahezu ortsfest ist. Langsam kommt von Norden jedoch der Hagelkern, welcher uns langsam den Weg abschneiden möchte. Da kein Tornado in Sicht ist und die Hauptrotation die Straße bereits überquert hat, entscheiden wir uns durch das Hook-Echo durchzustoßen und uns auf der nächst südlicheren Straße erneut vor die Wallcloud zu stellen.

Wir stehen jetzt direkt vor der Rotation, der RFD weht uns stürmisch entgegen. Eine halbe Meile nördlich von uns sieht man, wie Rotation der Wallcloud immer enger wird – sie möchte einen Torando werfen, aber letzten Endes passen die Bedingungen nicht und es bleibt bei einem Versuch.

Als die Rotation nachlässt, verlagern wir uns nach Osten, um wieder einen totaleren Blick auf die Wallcloud zu bekommen und in das Hook Echo zu schauen. An der Straße verteilt haben diverse wissenschaftliche Einrichtungen Messtechnik aufgebaut, wie auch bereits bei den Chasings zuvor.







Nachdem die klassische Superzelle schon deutlich länger freistehend zu beobachten war als angenommen, gab es nun Neuentwicklungen im Süden, welche sich mit unserer Superzelle vereinigen werden. Wir fahren südwärts um wieder vor die Zelle zu kommen. Mittlerweile haben sich die gesamte USA zum Chasen vor dieser einen Superzelle getroffen. Für über eine Meile gab es am Straßenrand keinen freien „Parkplatz“ mehr, weil alles von Chasern zugeparkt war. Das war die größte Chaserkonvergenz, die wir bis jetzt hatte und das war richtig gefährlich.




Nach einem letzten kurzen Halt entschieden wir uns, dass es vor dieser Superzelle keinen Sinn mehr macht.
- Die Superzelle ist nun in den HP-Modus übergegangen
- Sie hatte potentiell sehr großen Hagel im Gepäck
- Sie wurde Tornado bewarnt => Rain-wrapped macht das ganze noch gefährlicher
- Es war kaum noch ein vorwärtskommen möglich wegen der sicherlich >1000 Chasern


Das alles veranlasste uns dazu, die Superzelle ziehen zu lassen und wir hofften auf neue Gewitter im Süden, welche noch die unverbrauchte Luftmasse zur Verfügung hatten. An einer Kreuzung sind schließlich ALLE Chaser nach Osten abgebogen, wir fuhren südwärts und waren plötzlich wieder das einzige Auto auf den weiten Straßen von Texas.
Mittlerweile hat die HP-Superzelle eine Outflowboundary nach Süden geworfen, von welcher wir uns das Zünden einer weiteren Zelle erhofften. Leider kam das nicht so, also ging es weiter nach Aspermont, wo eine neue Zelle sich zunehmend besser organisierte. Sie hatte bereits ein Hook-Echo gebildet. Nach fast 1h Fahrzeit konnten wir uns südöstlich der Superzelle positionieren, welche nun vom klassischen in den HP-Modus überging. Am größten war der Kontrast bezüglich der Chaser. Wir stand jetzt völlig alleine vor der Superzelle, ohne auch nur einen anderen Chaser. Alle anderen standen an der nördlichen Superzelle, welcher mittlerweile einen bestätigten Tornado im Niederschlag und Hagel bis 6“ (15cm) geworfen hatte.
x.com/ColtForney/status/1926762280034693560?t=G3DTRux7FHGtdw6tjbSEnw



Wir verlagerten uns wieder ostwärts, als die Zelle ihren Höhepunkt erreichte. Der Anblick ist nicht in Worte zu fassen und wir freuten uns, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

Das ganze Spiel konnten wir noch zwei mal wiederholen, da die Zuggeschwindigkeit immer noch sehr gering war. Entgegen der Erwartung hat die Verclusterung erst deutlich später angefangen, weshalb wir viel länger chasen konnten als ursprünglich gedacht.




Am letzten Standort war das Aussteigen aus dem Auto schließlich zu gefährlich, da die Superzelle viele positive Blitze am Rand des Niederschlages und zum Teil aus dem Amboss warf, sodass der ein oder andere Naheinschlag dabei war. Mittlerweile ist auch die erste nördliche Superzelle mit der zweiten südlicheren zusammengewachsen. Zusammen mit viel Niederschlag hat sich schließlich eine lange Gewitterlinie gebildet, wobei wir immer noch am fotogenen Südende standen.

Das Chasing ging mittlerweile 6h, es wurde langsam dunkler und der Tank war fast leer, sodass wir schließlich beschlossen, das Chasing für heute zu beenden, schließlich erwartet uns morgen bereits die nächste Lage im Edwards Plateau in Texas.
Auf dem Weg nach Abeline ging es nochmal tanken und natürlich zog die nächste Shelfcloud auf uns zu. Völlig übersättigt von Eindrücken haben wir sie aber links liegen gelassen und sind weiter ins Hotel gefahren.


Im Hotel angekommen überrollte uns der MCS (ggf. mittlerweile zum MCV gewachsen) mit vielen Blitzeinschlägen. Einer davon hat für einen kurzen Stromausfall im gesamten Viertel gesorgt. Erschöpft ging es ins Bett, damit wir wieder fit für den Folgetag sind. Was für ein Tag!
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Ein paar Wintereindrücke vom Schneeräumen heute früh in Miesbach.
Neuschnee zwischen 20 Uhr Abends und 6 Uhr Morgens:
Neuschnee auf dem Auto:
Gesamtschneehöhe auf dem Mülltonnenhaus:
Winterliche Grüße
Thomas
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Hallo Peter,
Glückwunsch zur Sichtung. Bei mir waren die Halos auch sichtbar, aber weniger stark ausgeprägt. Ich bin schon auf dein Zeitraffer gespannt.
Beim ersten Bild ist wohl auch noch der linke Infralateralbogen zu sehen. Vielleicht hast du ja noch andere Fotos von dem Bereich, dann könnte man es wohl genauer beurteilen.
Gruß
Thomas