Beiträge von Peter

    Die letzten Nächte waren vom seeing her recht schön. Man konnte viele Objekte beobachten und/oder fotografisch festhalten. Ich hab mich zur Neumondnacht am 7. auf den 8.9. mal an einigen probiert. Milchstraße, Nordamerikanebel und Andromeda nahm ich erstmal in den Fokus.


    Hier zeig ich erstmal mein allererstes Andromedabild.



    19 Einzelbilder a 6 sek. + 7 Darks

    Nikon D3200

    Nikkor 50 mm , Blende 1.8

    Ca. auf die Hälfte zugeschnitten.


    Stacking mit Deepskystacker, Bearbeitung mit Rawtherapee und Gimp 2.10.


    Für's erste mal und mit völlig kostenlosen Programmen ein gutes Ergebniss. Es sind immerhin nur 19 Einzelbilder!

    Die "lila" Sterne gefallen mir noch nicht so ganz. Die nächsten Male dann mal noch am feintuning arbeiten.


    Milchstraßenbilder kommen auch noch sobald mir das Endergebnis zusagt.

    Gestern Abend gegen 20:10 Uhr gab es für Heiligenstadt und einige Nachbarorte einen Gewitter- und Starkregenvolltreffer und somit auch einige Schäden.


    Nahe des Autobahnzubringers Arenshausen gab es auch einen Felssturz (Verletzt wurde niemand). Ich hab erstmal nur den Link zur Verfügung.

    Zudem gab es in Uder Überflutung.

    Hallo alle miteinander,


    mein Bericht dauerte diesmal etwas länger, weil es sehr viel Material zu sichten und zum bearbeiten gab. Zum einen war das der traumhaften Lichtstimmung an diesen Abend geschuldet. -> Man kann bei solch einer Lichtsituation einfach nicht den Finger vom Auslöser lassen. Man möchte gern jedes Detail festhalten. Als zweites gab es anschließend viele Blitze. -> Da will man ja auch keinen verpassen und schon garnicht in der blauen Stunde. Also wieder zusätzlich um die 100/150 Foto's die kontrolliert werden möchten. Als drittes deutete sich dann noch ein Frontaufzug mit möglicher Shelfcloud aus Süden an. -> Die lässt man ja auch nur ungern ohne Foto's durchziehen. ;-)


    Ok, dann zum Wesentlichen.

    In den Wettermodellen waren an dem Tag für's Eichsfeld bzw. Westthüringen immer mal Gewittersignale angegeben. Ich plante an dem Tag eigentlich kein Chasing, weil das Timing nicht so ganz in die private Planung passte. Schließlich fand ich nach dem Abendbrot mit der Family doch etwas Zeit. Markus kündigte via Facebook eine Gewitterwarnung für's EIC an. Das war quasi mein Startschuss mich auf die Socken zu machen. Ich packte schnell mein Kram ein und bin den I-Berg hochgeheizt. Da ich die Strecke und den Aussichtspunkt gut kenne, dauerte das gerade mal 5 Minuten. Bei Kalteneber oben angekommen, sah man aber schon, dass die Zelle schon ihre besten Zeiten hinter sich hat.



    Sterbendes Gewitter/Aufwind nahe Bad Hersfeld

    storm-chasing.de/forum/wcf/index.php?attachment/31230/


    Hier ein passender Zeitraffer zur Situation.






    Dann ließ ich etwas Zeit verstreichen. Inzwischen kam tief im Westen die Sonne durch und ließ die gesamte Umgebung in einem prächtigen Orange erstrahlen.


    Es gab auch noch ein wenig Auftrieb, sogar mit kurzzeitiger Rotation im Radar dazu und es entwickelte sich kurzzeitig nochmal ein neues Gewitter mit einigen Erdblitzen. Es war noch zu hell für längere Belichtungszeiten, deshalb hab ich von dieser Szene leider keine Erdblitze, aber im Zeitraffer ist etwas Flackern drauf.





    Die Abwinde übernahmen auch langsam an dieser Zelle die Dominanz.


    Auch hierzu noch zwei Zeitraffer.



    Ich befinde mich mit der neuen Gopro noch in der Findungsphase, weshalb nicht alle Video's von bester Qualität sind. Muss noch schauen welches Programm ich wann und wo am besten Verwende und welche Auflösung ich verwenden kann. Hab sicherheitshalber alles erstmal nur in FullHD aufgenommen.


    Weiter im Text:

    Allmählich begann auch die "blaue Stunde". Ein weiterer Cluster zog den Thüringer Wald entlang nach Norden ...




    ...und ich konnte in der Ferne schon schönes Wetterleuchten sehen. Der Bildauschnitt ist bewusst in Originalgröße bei 18 mm gewählt um die Entfernung etwas rüberzubringen.


    Ich musste auch wieder einige Zeit vergehen lassen, weil viel mehr als Wetterleuchten passierte erstmal nicht.

    Ich glaube Loni A. hatte diese Zelle auf ihrer Eichsfeldtour auch angesteuert und ebenfalls geschildert, dass sie recht stationär war. Bad Hersfeld


    Von diesen aufziehenden Cluster gibt's natürlich auch Zeitraffer ;-)


    *...hier inklusive Neubildungen


    Jetzt wurde es langsam spannend. Die größere Front aus Süddeutschland gewann langsam an Tempo und hatte zur thüringischen Grenze ordentlich Speed drauf. Das wirkte sich auch auf die Zellen hier in Nordthüringen aus.

    Dem bestehenden Cluster der noch im nordosten Hessens festsaß wurde ein ordentlicher Anstoß verpasst und rückte nun dem Eichsfeld immer näher. (siehe Zeitraffer mit *).


    Vor dem Cluster entwickelten sich auch schöne Neubildungen.






    Jetzt blitzte es endlich aus den Neubildungen und in akzeptabler Entfernung. Die folgenden sechs Bilder sind genau der Grund warum ich als Kind schon Gewitter mochte. Um ein Gewitter so zu sehen, hab ich stundenlang am Fenster gehangen.







    Das ging nun eine Weile so. Zwischendurch hab ich auch die Kamera ausgemacht um die Stille und die Show zu genießen. Es war bis auf ein paar mal entferntes grummeln wirklich sehr sehr still. So dass man jedes noch so kleines Rascheln im Feld gehört hat. Vom Fledermaus-flattern über Füchse, Mäuse bis hin zu tippelnden Dachsen die über die Straße gehuscht sind. Vieles konnte man auch nicht zuordnen. Deshalb war auch ein gewisses Maß an Gruselfaktor dabei. Hab mich auch öfters erschrocken und bin dann schnell ins Auto gesprungen.


    Zwischenzeitlich meldete sich meine Schwester aus Schmalkalden und vermeldet Gewitter. Bei der Zuggeschwindigkeit konnte man von Sturmböen ausgehen und hab ihr das kurz mitgeteilt, damit sie noch schnell ihre Terasse sichern kann.


    Ich hab die Kamera wieder startklar gemacht, da man nun langsam eine schöne Grenze vom Licht zu den Wolken sah. Die Spannung stieg jetzt dementsprechend wieder rapide an.



    Leider gab es während des gesamten Aufzugs keinen Blitz vor der Wolkenkante, so dass sie schön beleuchtet wurde. Das kleine Dorf in Zugrichtung hat auch nicht wirklich viel Licht gemacht.

    Aber man erkennt wenigsten etwas Struktur.


    Da es noch so still war, hörte man schon in weiter Entfernung den Wind durch den Wald rauschen, der natürlich immer lauter wurde. Hatte ich bis dato so bewusst noch nicht wahrgenommen.-Tolles Erlebnis.



    Nach dem folgenden Bild ging es Schlag auf Schlag. Blitze ringsum, Donner, Sturmböen, aufpassen dass die Kamera nicht umfällt und ja den richtigen Fluchtmoment nicht verpassen.




    Nach dem Bild bin ich dann ins Auto gesprungen. Hauptsächlich wegen der Naheinschläge und erste dicke Regentropfen klatschten mir an die Stirn.


    Hier der Zeitraffer des gesamten Aufzugs.


    Ich hatte etwas bedenken vor Hagel. Da ich am Aussichtspunkt keinen Schutz gehabt hätte. Also wartete ich noch kurz die stärksten Sturmböen ab, weil mein Heimweg auch durch einen Wald führte und bin dann im heftigen Starkregen langsam Heimgefahren. Im Nachhinein betrachtet war das auch nicht so ganz ohne Risiko. Selbst jetzt hätten noch Bäume umstürzen können oder zumindest dickere Äste von Blitzschlag getroffen werden können. Ich hätte wohl lieber zum nächsten Ort abbiegen sollen um mich da hinter eine Mauer zu stellen. - In dem Moment leider nicht dran gedacht. Zum Glück ging dann doch alles gut.


    MfG, Peter.

    Kleines Vorschmankerle von gestern Abend. Vielleicht schaffe ich heute Abend einen ausführlichen Bericht zu schreiben.





    Einer von mehreren Nachtzeitraffer der Gopro.


    Bis später. Peter. ;-)

    Aktuell 22°Grad-Ring im Eichsfeld zu sehen. Kurzzeitig gab es auch eine linke Nebensonne und irisirendes Gewölk direkt in Sonnennähe, aber zu schwach für die Handykamera. Wird zum Sonnenuntergang vielleicht nochmal etwas deutlicher.




    Bei Mir war es gestern leider (mehr oder weniger) eine Nullnummer (fotografisch zumindest). Als vermehrt die Zellen im Osten hochgingen, machte ich mich auf den Weg Richtung Mühlhausen. Auf dem Weg zum geplanten Standort, zuckten schon überall am Horizont Blitze, auch schöne Erdblitze.

    Am Standort angekommen und aufgebaut, zeigten sich leider nur noch Wetterleuchten und/oder kleinere Blitzfragmente.



    Der Rest von uns wie z.B.: Andy, hatte auf der anderen Seite der Linie mehr Erfolg, wie ja bereits in diversen Berichten erwähnt wird. Bei mir kam auch allmählich Niederschlag dazu und ich musste zeitig aufbrechen. Hab es aber nochmal bis nach Heiligenstadt ins Trockne geschafft.





    Foto aus Heiligenstadt an der A38. Dauernd nur Wetterleuchten oder kleinere Blitzfragmente auf dem Sensor.


    Insgesamt hat es trotzdem einen riesen Spaß gemacht. - Der "Chasingmodus" war aktiviert und nicht zuletzt weil ich das erste Mal aktiv mit eigener Gopro unterwegs war. Aber selbst die hat leider kein relevantes Material gesammelt. Die Blitze waren zu weit weg und durch den Weitwinkel wirken sie einfach zu klein. Trotz Allem war die Spannung gestern bis nahezu zum Schluss gegeben. Als im Nordwesten dann wirklich nur noch Regen unterwegs war, bin ich dann nach Hause und hab noch ein wenig Discord und das Radar verfolgt. Hab mich dann ein bisschen geärgert, dass ich nicht doch bis Erfurt gefahren bin um die spätere Shelf abfangen zu können. Aber naja, halb so wild.

    Hallo allerseits,

    dann will ich euch nun mal meinen heutigen Erlebnisbericht mitteilen. ;-)


    Ab Mittag hatte es den ganzen, restlichen Tag über rund um das Eichsfeld immer mal wieder Gewitterbildung gegeben. Besonders nahe dem Südeichsfeld (Eisenach/Mühlhausen) gab es eine starke, resistente Zelle, die immer wieder am hinteren Bereich neu anbaute. Ich konnte später noch gerade so einen Aufwind durch den Dunst erspähen. Ich hatte kurz überlegt, in die Richtung zu fahren, das hätte etwa gute 20 Minuten gedauert, hab mich aber dann aufgrund der abnehmenden Radarecho's dagegen entschieden. Also verharrte ich noch eine Weile am Ausgangspunkt an der A38 und hörte noch entspannt dem grummeln zu und machte noch ein paar Bilder zu Dokuzwecken.




    Aufwind im Südeichsfeld, wenig später verschwand er im Regen.


    Vielleicht? - ein Outflow-bedingtes Wolkenfeld in mittlerer Höhe. Die sterbenden Zellen befinden sich ein Stück nach Links.

    Sah halt interessant aus.



    Und nach Westen hin, gab es ab und an mal ein paar Türmchen, die aber auch meistens schnell wieder abgetrocknet sind.


    Da alles den Anschein hatte, dass nicht mehr viel passieren wird, wollte ich wieder nach Hause. Doch wie so oft, bei uns Gewittersüchtigen das so üblich ist - schaut man lieber nochmal auf's Radar, um auch wirklich sicher zu gehen, dass man ruhigen Gewissens abdampfen kann.

    Und siehe da: Da hat sich doch tatsächlich nochmal ein Gewitter auf die Beine gemacht um mir eine Privatvorstellung zu bieten, die ihres gleichen sucht. Ich glaub so könnte man es wirklich beschreiben.


    Nun ja. Jedenfalls hatte sich vor geraumer Zeit ein Gewitter im nordwestlichen, Göttinger Raum gebildet, das "nur" moderat blitzte, aber es in Richtung Eichsfeld zog. Ok, let's go zum nächst westlichen Aussichtspunkt nur wenige Kilometer Landstraße Richtung Göttingen. Auf der Anfahrt sah man schon an der Unterkante etwas zackiges. Ich denke die Anspannung kennt jeder von uns und muss ich nicht weiter erläutern. :-D



    Am Aussichtspunkt nahe Bischhagen angekommen, bot sich mir dann dieses Bild. Damit hatte ich heute nicht mehr gerechnet.



    Panorama aus 4 Einzelfoto's.



    Rangezoomt - die zwei Bergkuppen nennen sich "Die Gleichen".


    Die Front gewann auch immer mehr an Struktur.





    "Zeig mal die Zähne!" Der Eichsfelder würde sagen: "Zög mol de Zaane!"

    Pano 12xHochkant



    Zum Höhepunkt nochmal 12xHochkant



    Dann verlor sie allmählich ihre Zähne.



    Nochmal ein Blick zur linken Seite.


    Nochmal ohne Baumreihe. ;-)


    Dann bin ich wieder zurück nach Heiligenstadt und war nun am südöstlichen Teil der Zelle und konnte sogar nochmal ein paar Zähne von innenheraus ablichten.


    Und nochmal ein typisches Niederschlagsfoto. - Darf natürlich auch nicht fehlen.



    Hier noch ein kurzes Video vom Südöstlichen Bereich. Es war ganz schön turbulent. ;-)


    Mein Film.mp4


    MfG, Peter

    Ein paar Eindrücke von Mir aus dem Eichsfeld.


    Cb am östlichen Harz mit breiter Pilleuskappe.



    Neuentwicklung ca. nahe Göttingen,...


    ...und dann etwas später. Ein paar mal war sie auch elektrisch aktiv, aber nichts besonderes.


    Und zwischendurch immer mal die Staubteufel. Hier mein "Highlight-Bild".



    Und noch der Zeitraffer verschiedener Entwicklungsstadien.



    Viel mehr Ausbeute gab es nicht. Ich war auch etwas zu bequem irgendeine pulsierende Zelle anzusteuern. Hier im näheren Umfeld gab es keine kräftige Entwicklung, die sich gelohnt hätte. Um so besser konnte man die verschiedenen Stadien beobachten.



    MfG, Peter.

    showforecast.cgi?lightningmap=yes&fcstfile=2021060506_202106040049_2_stormforecast.xml


    Storm Forecast

    Valid: Fri 04 Jun 2021 06:00 to Sat 05 Jun 2021 06:00 UTC

    Issued: Fri 04 Jun 2021 00:49


    Forecaster: PISTOTNIK


    A level 1 and level 2 are issued for parts of BeNeLux, Germany, France and the Alpine region mainly for excessive convective precipitation and to a lesser degree for large hail and severe convective wind gusts.


    ...

    SYNOPSIS


    Countless small mid-level lows and troughs with slow, erratic motions are distributed across Europe, primarily in a triangle between S Scandinavia, SW Russia and Turkey, and in form of a fragile long-wave trough from Iceland to S France to Portugal. They are opposed a weakening (formerly blocking) anticyclone over NW Russia and a broad, diffuse mid-level ridge over central Europe. Stronger mid-level flow and dynamics are confined to the forward flank of the trough's tips in the W Mediterranean region and the Near East.

    At the surface, pressure gradients are - apart from two cyclones over the Black Sea and SW Russia - very weak. The situation is largely barotropic, i.e., the regions under higher 500 hPa geopotential are also placed under warmer (and moister) air, and vice versa.


    DISCUSSION


    ... France, BeNeLux, Germany, Alpine region ...


    The warm airmass is characterized by weak lapse rates but plentiful low-level moisture. Over France, BeNeLux and Germany, 2m dewpoints often between 15 and 18C allow the buildup of 500-1500 J/kg CAPE after some hours of daytime heating. Less moisture in the Alpine region keeps CAPE somewhat lower, mostly on the order of 500 J/kg. A few storms may be left over from the previous day or already form in the morning, before quite widespread storms pop up in the afternoon and evening.

    Towards the east (Netherlands, most of Germany and the Alpine region), vertical wind shear is weak and the synoptic situation is still rather quiescent, hence mesoscale features like outflow boundaries, insolation gradients and the orography dictate where and when convective initiation happens. The main risk is excessive convective precipitation. The strongest pulse storms near the Alpine rims might also produce marginally large hail or large amounts of small hail, in case the mountains manage to steepen the lapse rates and create a little vertical wind shear by upvalley and upslope circulations. Higher mountains (>2000m) will stay largely devoid of deep convection due to the still abundant snow cover, though.

    Further west into Belgium, Luxemburg, far-west Germany and most of France, both deep-layer shear (10-15 m/s) and synoptic lift increase ahead of the long-wave trough. Some storms may therefore organize into multicells or grow into several large clusters. While excessive rain is still the main risk, a few marginally large hail events (with stronger, discrete updrafts) or cold-pool driven severe wind gusts (at the leading edge of storm clusters) are not ruled out in addition. Even though the model pool does not agree on obvious convergence zones, the overlap of CAPE > 1000 J/kg, synoptic lift and abundant precipitation signals appears robust enough to upgrade parts of France, Belgium and far-west Germany to a level 2.

    Convection will gradually become elevated and weaken overnight, while it continues to move NE-ward with the lift ahead of the trough.

    ...