22.06.2008 | Gewittrige Stimmung in Nordthüringen

  • Guten Morgen,


    Am Sonntag, dem 22.06.2008, beschloss ich, als sich am Nachmittag mehrere
    Gewitter aus Südwesten in die Nordthüringer Region begaben, ein kleines
    Chasing zu meinem Aussichtspunkt am südlichen Rand der Hainleite zu machen.
    Bereits gegen 14.15 Uhr konnte ich von mir zu Hause aus am Horizont die
    Eisschirme einiger kräftiger Zellen über Hessen erkennen, die sich zunehmend
    in meine Richtung ausbreiteten.




    - wetterinteressiert und unwetterbegeistert seit Beginn der 2000er Jahre
    - TSC-Mitglied seit 2007
    - aktiver Chaser seit 2010

  • Zu meinem Aussichtspunkt fuhr ich dann kurz nach 15 Uhr, wo ich bereits
    einen schön ausgeprägten Niederschlagsbereich einer Zelle erkennen konnte.
    Am Rande des Regengebietes bildeten sich zudem einige Fracti.



    Hier könnte man mit einiger Phantasie Ansätze eines Trichters erkennen. ;)
    Rotation konnte ich aber nicht feststellen:



    Der prächtig ausgebildete Niederschlagsbereich:




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  • Hier noch einige Mammati, genau über mir:



    Und selbstverständlich hat es aus der Zelle auch mal geblitzt, wenngleich
    die Blitzrate eher niedrig war. Hier ein Videostandbild:



    Am Abend dann gegen 22.00 Uhr zogen weitere Gewitterzellen im Westen auf,
    die in nordöstlicher Richtung weiterzogen. Gleichzeitig näherte sich von
    Nordwesten eine Squallline an, die hier im Nordthüringer Raum ihr Ende fand.
    Eine langgezogene Böenwalze bildete sich an ihr aus.



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  • Ich bezog meinen Aussichtspunkt auf einer Wiese in der Nähe meines
    Wohngebietes, von der aus ich eine gute Aussicht nach Norden und über die
    Stadt Sondershausen habe - spritsparendes Chasing also. ;)


    Der Anblick, der sich mir hier bot, war atemberaubend: Im Norden eine dunkle
    Wand, aus der es immer wieder hell zuckte und nach Westen hin eine
    Böenfront, hinter der aber bereits kein Niederschlag mehr fiel. Fotos waren
    bei der zunehmenden Dunkelheit kaum noch möglich, deshalb entschloss ich
    mich ein kleines Video zu drehen, mit dem ich hoffentlich etwas von der
    genialen Abendstimmung einfangen konnte. Filmen war aufgrund des
    ausbleibenden Niederschlages ungehindert möglich, auch die Windböen waren
    schnell wieder vorüber. Es hat also auch seine Vorteile, von der Squallline
    nicht direkt erwischt zu werden...


    Einige Standbiler des Videos möchte ich euch nicht vorenthalten, wobei man die
    schlechte Qualität der Bilder bitte entschuldige:





    Grüße, Chris aus Nordthüringen

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