14.08.2011 | Böenfront-Chasing zwischen Jena und Gera

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    • 14.08.2011 | Böenfront-Chasing zwischen Jena und Gera

      Hallo zusammen!
      Ich poste doch noch schnell die Bilder bevor es wieder inaktuell ist.

      Leider habe ich gestern Ronny verpasst, der irgendwo unweit von mir auf einem Feld herum gestanden haben muss... weiß der Geier :D

      Am bekannten Chasingpunkt Mörsdorf bei Jena begann das Spektakel. Unter Sonnenschein kündigte sich eine breite, wunderschöne und sehr heterogen strukturierte Böenfront an.



      Der nur minimal vergrößerte Bildbereich in Höhe des Hermsdorfer Kreuzes zeigt die deutlichste Ausprägung einer Böenwalze.



      Da ich mich entschied, über die Dörfer bis Rüdersdorf zu fahren, war es mir nicht möglich die beste Struktur zu erwischen. Aber durch permanente Fahrrichtung Ost blieb ich über 1 Std. südlich der Gewitterlinie - 1A Chasing so gesehen. Für den Fahrtaufwand hätte es allerdings bessere Bilder meinerseits geben dürfen - aber gut: man ist eben Amateur.

      Kurz vor Rüdersdorf - nach einer scheinbar nicht enden wollenden Odyssee über Dorfwege und Kuhweiden (immer von der Panik gepeitscht das Gewitter aus dem Tal miterleben zu müssen) - hielt ich zwischen Mühlsdorf und Pörsdorf. Was ich hier zu sehen bekam, war schon eine Wucht! Die Böenfront schnitt mir nur bald den Weg ab. Ich blieb für 5min und machte einige Panoramen. Bei einer Aufnahme war mir abermals das Glück hold: ich konnte einen Blitz bei einer Belichtungszeit von 1/50 sek aufzeichnen und somit im Panorama verrechnen.





      Hier noch einmal die bereits gezeigte SW-Version der Strukturen (unbearbeitet - einzig und allein SW-Konvertierung).



      Ich fuhr auf der A4 weiter bis Gera Zentrum. Dort auf die B2 Richtung Norden. Hier konnte ich die Böenfront nocheinmal überholen und sah hinter mir einen gewaltigen Downburst. Leider war dies nicht während der Fahrt zu fotografieren... Ich verließ die B2 und fuhr in den Ort Cretzschwitz, um auf der nördlichen Landstraße des Ortes die Bilder des Böenfront-Einzugs zu machen. Ich habe noch nie eine so derbe Landstraße erlebt. Ich bin heilfroh, dass mein Auto die zahlreichen 30cm tiefen Schlaglöcher, welche es mitnehmen musste, überlebt hat.

      Hier die Bilder aus Cretzschwitz:



      5min mehr hätte ich gut und gerne gebrauchen können, da 30sek nach Verlassen des Autos die ersten schweren Tropfen fielen. Genau nach dem 1. Panorama und vor dem Beginn des 2. zuckte aus der Böenfront (siehe obiges Bild) - also über mir - ein Blitz gen Boden, welcher in circa 250-500m Entfernung einschlug. Zeit sich ins Auto zu begeben. Aus dem Auto konnte ich dann noch die Überquerung der Front dokumentieren:



      Der Regen fiel üppig und ich versuchte Blitze abzulichten. Leider wollte mir dies heute nicht mehr gelingen.
      Auf dem Weg zurück zur Hauptstraße von Cretzschwitz (Gera) dokumentierte ich noch diese "kleinere" Überschwemmung.



      Endlich gab es mal wieder ein Gewitter mit ansprechenden Strukturen.
      Doch ich frage Euch - wo bleiben die blitzaktiven Nachtgewitter?

      Herzliche Grüße
      Euer Marco

      PS: Viel Vergnügen und schöne Inputs auf dem Mitgliedertreffen!
    • Spannend geschriebener Chasingbericht garniert mit tollen Bildern fotogener Böenwalzen. Danke Marco!

      Von daher noch nicht die Flinte ins Korn werfen und weiter geduldig warten. Die nächste Chance könnte es in der Nacht zu Freitag geben, mal abwarten.

      André