02.08.2012 / Rippachtal / Schwergewitter (Platzregen/Hagel/Sturm)

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    • 02.08.2012 / Rippachtal / Schwergewitter (Platzregen/Hagel/Sturm)

      Guten Morgen!

      Am besagten Tag fuhr ich von Leipzig in die Heimat. Eigentlich wollte ich bereits am Vormittag starten, verweilte dann aber doch noch länger in der schönsten Stadt Westsachsens. Nach dem Mittagessen packte ich meine 4 Sachen zusammen und fuhr ab. Ehrlich gesagt rechnete ich nicht mit nennenswerten Wettererscheinungen auf der Fahrt, so dass ich dem diesigen Himmel keinerlei Bedeutung schenkte. Auf der A38 rollte der Verkehr...

      Nur zum Spaß schaltete ich mal die Mittelwelle an und zu meiner Überraschung knackte es fast pausenlos. Der Himmel sah aber weniger vielversprechend aus. Am Kreuz Rippachtal konnte ich dann erste Quellungen erkennen und gen Westen war es recht finster. Ich fuhr dann bei Leuna ab und suchte nach einem Aussichtspunkt, leider zunächst vergeblich. Mehr und mehr konnte man Strukturen erkennen - ich war überwältigt! Damit rechnete ich nun wirklich überhaupt nicht...





      Ich fragte mich, ob ich nur träume. Allerdings merkte ich anhand meines Herzschlags beim ersten Erdblitz, dass es wohl wirklich 'echt' ist.
      Irgendwo im nirgendwo, oder besser gesagt: Irgendwo knapp westlich von der A38, unweit von Leuna, stand ich dann...

      Panoramen von diesem wahrlichen 'Monster':








      Nur selten konnte ich einen so scharf abgegrenzten Niederschlagskern bewundern. Donnergrollen war fast pausenlos zu vernehmen, Erdblitze waren aber kaum zu erkennen.
      Man erkennt auf den nachfolgenden Bildern, dass der Abwind immer mehr dominierte. In dessen Bereich sollte später heftiger Regen mit Hagel und Sturm auftreten.







      Kurz danach kam es zu Platzregen, gemischt mit Hagel (1-2cm - einzelne sicher auch etwas größer), der von starken Böen begleitet wurde. Die Landschaft im Rippachtal wurde regelgerecht geflutet.


      (Am Ende der Zelle entstand dieses Bild - mehr dann später im Video)

      Der Abzug verlief weniger spektakulär, so dass ich mich auf die Heimreise begab.
      Zwischen Oberbösa und Kirchengel konnte ich neue Zelle erkennen, die von diversen anderen Chasern im südöstlichen Thüringen beobachtet und dokumentiert wurden.





      Absolut überwältigt kam ich zuhause an und konnte wieder feststellen, dass unerwartete Chasings durchaus genial sind.
      Zufrieden konnte ich danach Deutschland bereisen. Zunächst ging's an die Alpen und dann zur Ostsee.
      Unerwartete Momente sollten später noch folgen...

      Grüße, Maurice (der gerade an den März 2010 zurückdenkt)
    • Sehr schön! Besonders die klar abgegrenzte Struktur. Wie ein Schlot, der sich plötzlich öffnet.
      Macht Lust auf Frühling, Wärme und erste Gewitterchen. (Hoffnung schwindet.)
      - wetterinteressiert und unwetterbegeistert seit Beginn der 2000er Jahre
      - TSC-Mitglied seit 2007
      - aktiver Chaser seit 2010