09.01 - 11.01.2015 / mögliche Sturmlage bzw Orkanlage durch "Felix"

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • 09.01 - 11.01.2015 / mögliche Sturmlage bzw Orkanlage durch "Felix"

      Hallo an alle im Forum. Ich möchte euch alle auf die kommende Sturmlage am 09.01 und 10.01.2015 hinweisen. Es könnte ganz schön ruppig werden.

      Hier ein paar Karten für die kommenden Tage

      09.01.2015 - Spitzenböen im Flachland von über 80 km/h (in den Bergen deutlich mehr)



      Am 10.01.2015 liegen wir dann im Warmfrontbereich mit Temperaturen bis zu 13 °C . Spannend wird dann wohl der Kaltfrontdurchzug mit deutlichen Temperaturrückgang werden.

      Spitenböen von über 90 km/h werden im Flachland für den 10.1 berechnet ( im Bergland deutlich höher)





      Quelle : wetter3.de
    • Vielen Dank für diese erste Übersicht, lieber Ronny.

      Ich sehe gerade für Samstag großflächig Sturmböen und in den Bergen Potential für orkanartige Böen ab 102 km/h und einzelne Orkanböen um 118 km/h. Die Schichtung im Warmsektor (nicht Warmfrontbereich :zwinker ) ist eher stabil, sodass der kräftige 850 hpa-Wind kaum nach unten gemischt wird, wohl aber die Berge "eins drauf kriegen". Beim Kaltfrontdurchgang besteht dieses Potential schon eher, aber auch nicht auf breiter Fläche. Es wird sicher für einige umgestürzte Bäume und abgedeckte Dächer reichen. Nicht zu vergessen auch Tauwetter durch Regenfälle und Schneeschmelze, die kurzfristig mal die Abflüsse erhöhen, aber kein Hochwasser bringen werden.

      Schauen wir mal, ob der Sonntag im Trogbereich dann noch was fotogenes parat hält.



      Thema des Tages

      Sturmserie bis zum Wochenende

      Wie bereits am gestrigen Mittwoch im "Thema des Tages" beschrieben, sorgt eine stramme Westströmung und in ihr eingebettete Tiefausläufer bis einschließlich Samstag für nasses, mildes, vor allem aber auch sehr stürmisches Wetter. Aber wie stürmisch wird es denn jetzt genau?

      Die sich nun einstellende Westwindwetterlage ist prädestiniert für ein verbreitet hohes Sturmpotenzial über Europa. Tiefdruckgebiete nisten sich dabei über dem Nordatlantik und Nordeuropa ein, während sich ein Hochdruckgebiet von den Azoren her über weite Teile des Mittelmeerraumes erstreckt. Dazwischen stellt sich eine Westströmung ein. Je größer das Luftdruckgefälle zwischen dem im Mittel vorherrschenden Tief im Norden und dem Hoch im Süden, desto größer ist das Sturmpotenzial.

      Entscheidend dafür, ob es zu einem verbreiteten gefährlichen Sturm kommt oder nicht, ist allerdings nicht unbedingt der im Mittel vorherrschende Luftdruck in den jeweiligen Regionen bzw. die dazwischen vorherrschende Luftdruckdifferenz. Vielmehr sind es die mitunter in die Westströmung mitgeführten Randtiefs, die an ihren Südflanken nochmals eine kurzzeitige Verschärfung des Luftdruckgradienten herbeiführen. Diese Randtiefs sind im Gegensatz zu den großen, steuernden und eher "trägen" Zentraltiefs kleinräumigere und sich sehr schnell verlagernde Luftdruckgebilde. Da sich diese Randtiefs oft schwierig vorhersagen lassen und sie durchaus von entscheidender Bedeutung sein können, schenken wir Meteorologen ihnen besondere Aufmerksamkeit.

      Bereits am heutigen Donnerstag verschärft sich der Luftdruckgradient an der Südflanke eines Zentraltiefs namens "Christian", das sich mit seinem Kern zwischen Grönland und Island befindet. Am markantesten ist die Windentwicklung in der Mitte und im Süden Deutschlands, wo am Abend und in der Nacht zum Freitag stürmische Böen (Windstärke 8) bis ins Flachland auftreten können. In exponierten Lagen der Mittelgebirge sind orkanartige Böen (Windstärke 11) nicht auszuschließen.

      Höhepunkt 1:

      Zum Freitagmorgen schwächt sich der Südwestwind zumindest in der Mitte und im Süden vorübergehend ab, um im weiteren Verlauf allgemein wieder deutlich zuzunehmen. Ursache dafür ist Randtief "Elon", das sich vom Nordatlantik her über Schottland nach Skandinavien verlagert und an seiner Südflanke den Luftdruckgradienten verschärft. Es sind dann verbreitet starke bis stürmische Böen (Windstärke 7 bis 8) zu erwarten, in Norddeutschland Sturmböen (Windstärke 9). Böen bis Stärke 11 (orkanartige Böen) treten auf den Inseln sowie in exponierten Hochlagen der Mittelgebirge und der Alpen auf.

      Höhepunkt 2:

      Nach kurzfristiger Entspannung schwingen sich die Windgeschwindigkeiten im Verlaufe des Samstages zum finalen Höhepunkt auf. Ein sich noch weitaus intensiver entwickelndes Randtief "Felix" macht sich vom Nordatlantik her kommend auf dem Weg zur südnorwegischen Küste. Nach derzeitigem Stand erreicht das Tief einen minimalen Luftdruck von 945 bis 950 hPa. Es verwundert daher nicht, dass überall mit warnrelevanten Böen zwischen Windstärke 8 und 9 gerechnet werden muss. Auf den Bergen und an den Küsten weht Sturm der Stärke 11 bis 12 (Orkan). Mit Durchzug der Kaltfront von "Felix" am Nachmittag greifen die hohen Windgeschwindigkeiten auch weiter bis ins Norddeutsche Tiefland über. Besonders bei Schauern und Gewittern treten dort dann vorübergehend schwere Sturmböen (Windstärke 10) und einzelne orkanartige Böen (Windstärke 11) auf.

      Zum Sonntag flaut der Wind allmählich etwas ab. Die Westwetterlage und damit auch ein latentes Potenzial für weitere Stürme bleiben aber bis auf Weiteres erhalten.

      Dipl.-Met. Adrian Leyser

      Deutscher Wetterdienst

      Vorhersage- und Beratungszentrale

      Offenbach, den 08.01.2015

      Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

      Gründer und Organisator Thüringer Storm Chaser
      ESSL Voluntary Observer Person (Qualitätslevel QC1) (European Severe Storms Laboratory)
      Premium Advanced Spotter & Regionaler Ansprechpartner Thüringen (Skywarn Deutschland e.V.)
      Weitere Mitgliedschaften: Arbeitskreis Meteore e.V. • Cloud Appreciation Society
    • Erste Meldungen im Überblick

      Orkantief "Elon"

      Erste Sturmschäden in Thüringen


      Orkantief "Elon" hat am Freitag in Thüringen bereits
      Schäden angerichtet. Landesweit beeinträchtigte der Sturm den Verkehr
      durch umgestürzte Bäume. Parks und Friedhöfe wurden vorsorglich
      geschlossen.

      In Thüringen gibt es die ersten Schäden des Orkantiefs "Elon" zu
      beklagen. Im Erfurter Vorort Kühnhausen wurde das Dach einer Kläranlage
      abgehoben. In Schönau vor dem Walde löste ein abgerissenes Stromkabel
      einen kleineren Wiesenbrand aus. Zwischen Herrenhof und Hohenkirchen
      wirbelte der Wind sogar ein mobiles Toilettenhäuschen durch die Luft.
      Landesweit ist der Verkehr durch umgestürzte Bäume beeinträchtigt.
      Derartige Vorfälle meldet die Polizei aus Erfurt, der Stadt und dem
      Landkreis Gotha, dem Ilmkreis sowie aus Auma. Die Reichenbachtalbrücke
      der Autobahn 71 wurde für Fahrzeuge mit Anhänger und Wohnmobile
      gesperrt, wie die Autobahnpolizei mitteilte. In diesem Bereich gelte für
      alle Fahrzeuge Höchsttempo 60. Der Verkehr werde über die U34 ab
      Ilmenau-West Richtung Schweinfurt und über die U13 ab Gräfenroda
      umgeleitet. Alle Besucher des Biathlon-Weltcups in Oberhof kämen mit
      Fahrzeugen ohne Anhänger problemlos zur Veranstaltung, hieß es.

      Auch
      in der Region zwischen Saalfeld und Sonneberg haben Unwetter zu
      Verkehrsbehinderungen geführt. Nach Polizeiangaben stürzten Bäume um und
      blockierten Straßen - so etwa auf der Landstraße zwischen Remptendorf
      und Liebschütz und der Bundesstraße zwischen Bad Lobenstein und
      Helmsgrün. Zwischen Löhma und Göschitz (alles Saale-Orla-Kreis) hatte
      der Sturm einen Jagdansitz umgeworfen. Er stürzte auf die Straße,
      Schleizer Polizisten räumten das Hindernis weg. Auch bei Plothen und
      Reichmannsdorf (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt) mussten umgestürzte Bäume
      beseitigt werden. In Schalkau (Landkreis Sonneberg) war zeitweise die
      B89 überschwemmt, weil Gullys verstopft waren. Die Feuerwehr löste das
      Problem. Personen wurden nach aktuellem Kenntnisstand nicht verletzt.

      Im Thüringer Wald stürmt es ebenfalls kräftig. Auch hier müssen sich
      Autofahrer auf Behinderungen einstellen. Nach Polizeiangaben waren
      mehrere Straßen in den Landkreisen Hildburghausen und Sonneberg
      kurzzeitig wegen herabgefallener Äste blockiert. Betroffen waren
      besonders die Regionen um Schönbrunn und Gießübel sowie Saargrund und
      Siegmundsburg. Für ganz Südthüringen gilt eine Warnung vor starkem
      Sturm.

      Erste Einrichtungen schließen

      Erste öffentliche Einrichtungen im Freistaat trafen
      Sicherheitsvorkehrungen. So sperrte Erfurt am Mittag vorsorglich den
      Zugang zum Egapark. Der Zoopark in Erfurt schloss seine Türen nach
      eigenen Angaben 13 Uhr. Ob der Zoo am Wochenende wieder öffnet, wollen
      die Verantwortlichen kurzfristig entscheiden. Auch die Stadt Weimar
      reagierte auf den Sturm. Besucher können hier die Friedhöfe nicht
      besuchen. Aktuell angesetzte Bestattungen in der Klassikstadt könnten
      jedoch vollzogen werden, so die Stadtverwaltung.

      Laut Angaben des
      Deutschen Wettdienstes muss in Thüringen am Freitag mit stürmischen
      Böen von bis zu 75 Kilometer pro Stunde gerechnet werden. In exponierten
      Lagen sowie im Bergland stürme es mit bis zu 85 Kilometer pro Stunde
      noch heftiger. In den Kammlagen des Thüringer Waldes müsse sogar mit
      schweren Sturmböen bis 100 Kilometer pro Stunde gerechnet werden.

      Erfurt: Erste Schäden durch Sturm

      Der Sturm hat in der Region erste Schäden angerichtet. In
      Erfurt-Kühnhausen wurde das Dach einer Kläranlage abgehoben, die ega
      blieb geschlossen, und der zoopark schloss seine Pforten wegen starker
      Böen bereits am Mittag. In Weimar wurde der Hauptfriedhof gesperrt. Im
      Kreis Gotha war die Feuerwehr wegen umgestürzter Bäume im Dauereinsatz.
      Auf der Autobahn 71 wurde die Reichenbachtalbrücke für Anhänger und
      Wohnmobile gesperrt, die Höchstgeschwindigkeit auf 60 km/h beschränkt.
      In Tambach-Dietharz wurde das für morgen geplante Knutfest abgesagt.
      Dabei sollte aus alten Weihnachtsbäumen ein Feuer gemacht werden. Das
      sei bei starkem Wind aber nicht kontrollierbar, so die Veranstalter.

      Hildburghausen: Erste Behinderungen durch Sturm

      Sturmböen haben im Thüringer Wald zu ersten Behinderungen geführt.
      Nach Polizeiangaben waren mehrere Straßen in den Landkreisen
      Hildburghausen und Sonneberg kurzzeitig wegen herabgefallener Äste
      blockiert. Betroffen waren besonders die Regionen um Schönbrunn und
      Gießübel sowie Saargrund und Siegmundsburg. In Schalkau war zeitweise
      die B89 überschwemmt, weil Gullys verstopft waren. Wegen Sturms ist die
      Reichenbachtalbrücke der A71 derzeit für alle Fahrzeuge mit Anhänger
      gesperrt. Auf der Autobahn wurde die Höchstgeschwindigkeit auf 60
      Stundenkilometer herabgesetzt. Der Wind weht mit bis zu 90 Kilometern
      pro Stunde. Für ganz Südthüringen gilt eine Warnung vor starkem Sturm.

      Saalfeld: Verkehrsbehinderungen durch Unwetter

      In der Region zwischen Saalfeld und Sonneberg haben Unwetter zu
      Verkehrsbehinderungen geführt. Nach Polizeiangaben stürzten Bäume um und
      blockierten Straßen - so etwa auf der Landstraße zwischen Remptendorf
      und Liebschütz und der Bundesstraße zwischen Bad Lobenstein und
      Helmsgrün. Zwischen Löhma und Göschitz im Saale-Orla-Kreis hatte der
      Sturm einen Jagdansitz umgeworfen. Er stürzte auf die Straße, Schleizer
      Polizisten räumten das Hindernis weg. Auch bei Plothen und
      Reichmannsdorf (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt) mussten umgestürzte Bäume
      beseitigt werden. In Schalkau (Landkreis Sonneberg) war zeitweise die
      B89 überschwemmt, weil Gullys verstopft waren.

      Quelle: MDR

      Spitzenböen Thüringen



      Quelle: Wetteronline

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Christian H. ()

    • UPDATE 19:00 Uhr:

      Neues Unwettervideo vom DWD: youtu.be/8ecvv6kcYqs

      Zahlreiche Schäden und Böen zwischen Sturm- und schwerer Sturmstärke gab es am heutigen Freitag bereits zu beklagen (siehe vorheriges Posting). Aktuell breitet sich von Westen großflächig Regen aus, der nachts andauert und am Samstagmorgen/-vormittag abklingt. Entlang des Thüringer Waldes und südlich davon sind 12h Regenmengen zw. 15 und 25 l/m² denkbar.

      Quelle: WetterOnline

      Nachts und am Samstag weht der Südwestwind weiterhin kräftig, im Mittel stark bis steif. In der Nacht zum Samstag lässt der Wind nur wenig nach, frischt ausgangs der Nacht wieder deutlich auf. Den ganzen Tag über sind im Warmsektor bei sehr milden Höchstwerten zw. 8 und 13°C Sturmböen (75-88 km/h) sowie öfters auch schwere Sturmböen (89-102 km/h) im gesamten Land zu erwarten. In den Hochlagen ab 600 Metern aufwärts treten schwere Sturmböen häufiger auf. Ferner sind orkanartige Böen zw. 103 und 117 km/h und einzelne Orkanböen bis 120 km/h wahrscheinlich.


      Quelle: DWD

      Besonders an der Kaltfront, die am Abend von Nordwesten kommend auf Thüringen übergreift, sind die stärksten Böen möglich, wenn der Oberwind nach unten transportiert wird (in 850 hPa herrscht voller Orkan). Die Scherungswerte sind lt. GFS recht hoch (0-6 km bis/über 40 m/2, 0-1 km bis/über 20 m/s), dazu ein hoher Temperaturgradient durch die vorrückende Kaltfluft hinter der Kaltfront. Was fehlt ist etwas Labilität (z.B. CAPE unter 500 J/kg). Vom Timing her wird der Frontdurchgang zw. 18 und 22 Uhr stattfinden (unbedingt Radar verfolgen). Dabei kann sich durchaus eine Schauer- und Gewitterlinie ausbilden. Ich rechne mit einem Estofex-Level 1 für weite Teile und eingebettetes Level 2 vor konvektiven Böen und einzelnen Tornados. Übrigens: Ein beeindruckendes Video vom Frontdurchgang im Norden von heute gibt es hier: facebook.com/MeteoGroupDE



      In der Nacht zum Sonntag flaut der Wind generell etwas ab, der Gradient bleibt aber recht kräftig. Mit stürmischen Böen bis 74 km/h im Flachland und Sturmböen im Bergland entspannt sich die Situation nur etwas.





      Am Sonntag greift dann ein Randtrog mit höhenkalter Luft über, der für ein baldiges Aufleben der Schauertätigkeit sorgen wird. Dabei sind in Schauern alle Niederschlagsphasen möglich (Regen, Schneeregen, Schnee, Graupel) sowie einzelne Gewitter. Ab 400m ist durchweg Schnee zu erwarten und es ist "strichweise" mit einer dünnen Neuschneedecke zu rechnen. Ansonsten ist besonders im Schauerumfeld mit plötzlich glatten Straßen zu rechnen. Der Wind bleibt aus WSW bzw. SW den ganzen Tag über lebhaft mit weiteren stürmischen und einzelnen Sturmböen in den Bergen, aber auch in Schauernähe durch Heruntermischen. Dazu ist es am Sonntag bedeutend kälter als am Samstag bei Höchstwerten zw. 1 und 5°C.

      Markus
      Gründer und Organisator Thüringer Storm Chaser
      ESSL Voluntary Observer Person (Qualitätslevel QC1) (European Severe Storms Laboratory)
      Premium Advanced Spotter & Regionaler Ansprechpartner Thüringen (Skywarn Deutschland e.V.)
      Weitere Mitgliedschaften: Arbeitskreis Meteore e.V. • Cloud Appreciation Society
    • Spitzenböen vom 09.01.2015 in km/h:

      101 Erfurt/Bindersleben
      97 Neuhaus
      90 Schmücke
      86 Schleiz
      83 Leinefelde
      83 Artern
      79 Meiningen
      76 Eisenach
      76 Gera/Leumnitz
      65 Altenburg/Nobitz

      12h-Niederschlag gestern 19:00 - heute 07:00 Uhr in l/m²:

      22,0 Schmücke
      16,0 Neuhaus
      6,0 Leinefelde
      4,0 Meiningen
      4,0 Schleiz

      Der Schwerpunkt der Niederschläge auch in der 24h-Summe gut zu sehen:


      Estofex mit breitem Level 1 wie erwartet:



      Storm Forecast
      Valid: Sat 10 Jan 2015 06:00 to Sun 11 Jan 2015 06:00 UTC
      Issued: Fri 09 Jan 2015 23:08

      Forecaster: TASZAREK
      ...

      A level 1 was issued for large part of W and C Europe mainly for severe wind gusts

      ... N Sea, Denmark, parts of United Kingdom, Benelux, Germany, parts of France Czech Republic, Poland, Sweden and Norway...

      Level 1 threat denote area where organized convection originating from cold front passage will move in the forecast period. In the environment of little CAPE (100-200 J/kg) with shallow extent of convection (up to 3-4 km AGL) and strong pressure gradient, severe wind gusts of convective origin are expected.

      Behind the cold front, a tongue of Arctic air with impressive lapse rates (8.5C / km) will provide more instability and thus will be more supportive for producing lightning discharges in the late evening and during the night. Therefore, we issue 50% lightning probability for this area.

      Text in voller Länge: estofex.org


      Die Kaltfront sollte in einer Zeitspanne zw. 16/17:00 Uhr zuerst im Nordwesten bis ca. 19:00 Uhr über Thüringen hinwegziehen (unbedingt Radar verfolgen!):
      Gründer und Organisator Thüringer Storm Chaser
      ESSL Voluntary Observer Person (Qualitätslevel QC1) (European Severe Storms Laboratory)
      Premium Advanced Spotter & Regionaler Ansprechpartner Thüringen (Skywarn Deutschland e.V.)
      Weitere Mitgliedschaften: Arbeitskreis Meteore e.V. • Cloud Appreciation Society
    • Nachrichtenüberblick 21.00 Uhr

      Sturm sorgt in Thüringen für Stromausfälle

      Ast- und Baumbruch hat in Thüringen am Sonnabend für Stromausfall gesorgt. Betroffen ist unter anderem eine Mittelspannungsleitung im Süden von Weimar.
      Der Sturm hat am Samstag in Thüringen für zahlreiche Stromausfälle gesorgt.
      Dadurch sind mehrere Dörfer im Weimarer Land ohne Strom, unter anderem Magdala und Umpferstedt. Saalborn wird nach Angaben eines Sprechers der Thüringer Energie mit einem Notstromaggregat versorgt. Von Stromausfällen betroffen seien in Mittelthüringen zudem Alkersleben und Elxleben im Ilm-Kreis. Weitere Stromausfälle gebe es im Thüringer Wald und in Ostthüringen. "Alle Teams sind draußen, um die Störungen zu beheben", sagte der Sprecher. Die Dimension der Schäden halte sich in Grenzen und sei etwa mit Kyrill nicht zu vergleichen.

      Quelle: TA

      Umgestürzte Bäume und Stromausfälle in Thüringen


      Das stürmische Wetter hält die Feuerwehren in Thüringen in Atem. Vor allem abgerissene Äste und umgestürzte Bäume müssen beseitigt werden. Diverse Straßen im Freistaat sind deswegen gesperrt. Zudem ist in einigen Gemeinden der Strom ausgefallen. Wie der Energieversorger TEAG mitteilte, werden die Störungen aber kurzfristig behoben. Bei Erfurt verunglückte ein Kleintransporter durch eine starke Böe. Dabei gab es zwei Verletzte. Ebenfalls in der Landeshauptstadt hat der Sturm am Abend eine Straßenbahn vorübergehend lahmgelegt. Grund war Geäst in der Oberleitung.

      Quelle: MDR

      Weitere Meldungen

      nordhausen.thueringer-allgemei…sen-im-Suedhar-1712890305

      sondershausen.thueringer-allge…yffhaeuserkreis-234130333

      soemmerda.thueringer-allgemein…rf-findet-statt-548973561

      nnz-online.de/news/news_lang.php?ArtNr=162652

      nnz-online.de/news/news_lang.php?ArtNr=162651
    • Da ich heute eh bei Jonas zu Besuch war, haben wir die Kaltfront gleich in Heiligenstadt abgefasst. Zur vollständigen Doku noch ein Bild bevor es richtig losging:

      Gründer und Organisator Thüringer Storm Chaser
      ESSL Voluntary Observer Person (Qualitätslevel QC1) (European Severe Storms Laboratory)
      Premium Advanced Spotter & Regionaler Ansprechpartner Thüringen (Skywarn Deutschland e.V.)
      Weitere Mitgliedschaften: Arbeitskreis Meteore e.V. • Cloud Appreciation Society
    • 11.01.2015 / Kaltluftgewitter und Schauer



      Heute wird mit einen Level 1 vor starken Windböen in Schauer und Gewitternähe gewarnt. Bitte haltet eure Kameras bereit :-)


      Edit Markus, 10:35 Uhr:


      Gibt heute wieder eine turbulente Mischung mit allen Niederschlagsphasen und auch einzelnen Gewittern. Dabei dürfte sich kurzzeitig eine Schnee- oder Graupeldecke im Flachland bilden, in den Bergen kann es zu einer Neuschneedecke durch Anstau zw. 5 und 10 cm reichen.
    • Spitzenböen am 10.01.2015 in km/h

      97 Schleiz
      97 Gera/Leumnitz
      94 Erfurt/Bindersleben
      90 Artern
      90 Schmücke
      86 Neuhaus
      83 Leinefelde
      83 Eisenach
      76 Altenburg/Nobitz
      76 Meiningen

      Böen-Spitzenwerte Deutschland bis Sonntag 11.01.2015 07:00 Uhr

      Böen Bergland oberhalb 800 Meter:
      Brocken 154,8 km/h
      Zugspitze 139,3 km/h
      Fichtelberg 133,2 km/h
      Großer Arber 130,7 km/h
      Feldberg/Schwarzwald 127,8 km/h

      Böen Küstenumfeld:
      Kiel-Leuchtturm 144 km/h
      Arkona 136,8 km/h
      Leuchtturm Alte Weser 133,2 km/h
      Borkum 122,4 km/h
      Freifswalder Oie 122,4 km/h

      Böen Binnenland:
      Berlin-Alexanderplatz 143,3 km/h
      Rechlin 126 km/h
      Neuruppin 118,8 km/h
      Berlin-Schönefeld 105,1 km/h
      Stötten 104,4 km/h

      Quelle: DWD
      Gründer und Organisator Thüringer Storm Chaser
      ESSL Voluntary Observer Person (Qualitätslevel QC1) (European Severe Storms Laboratory)
      Premium Advanced Spotter & Regionaler Ansprechpartner Thüringen (Skywarn Deutschland e.V.)
      Weitere Mitgliedschaften: Arbeitskreis Meteore e.V. • Cloud Appreciation Society
    • Aktuell bei Bad Langensalza:

      Gründer und Organisator Thüringer Storm Chaser
      ESSL Voluntary Observer Person (Qualitätslevel QC1) (European Severe Storms Laboratory)
      Premium Advanced Spotter & Regionaler Ansprechpartner Thüringen (Skywarn Deutschland e.V.)
      Weitere Mitgliedschaften: Arbeitskreis Meteore e.V. • Cloud Appreciation Society
    • Einige Bilder von heute bei Sondershausen


      0C° Auf dem Possen.


      zeitweise starker bis mäßiger Schneefall.


      Schneedecke bis zu 5 cm.


      Umgestürzter Baum bei Großfurra
      letztes Bild: C.Opis


      Nicht nur stürmisch sondern auch rekordwarm!


      Die Orkantiefs bzw. Sturmtiefs "Daniel", "Elon" und "Felix" brachten

      in den vergangenen Tagen nicht nur verbreitet Sturm sondern führten

      auch sehr warme Luft aus Südwesten nach Deutschland.


      Zwischen dem großräumigen und hochreichenden Zentraltief "Christian"

      bei Island und der ausgeprägten Hochdruckzone um "Bijanka", die sich

      vom östlichen Atlantik über die Iberische Halbinsel hinweg bis nach

      Südosteuropa erstreckt, hat sich eine kräftige westliche Strömung

      ausgebildet. Eingebettet in diese Strömung entwickelten sich die

      Randtiefs "Daniel", "Elon" und "Felix" zu Sturm- bzw. Orkantiefs, die

      rasch über Schottland und Südskandinavien hinweg ostwärts zogen. Mit

      der westlichen Strömung gelangten dabei milde maritime Luftmassen

      nach Deutschland. So konnten schon am Freitag die Höchstwerte im

      Westen verbreitet in den positiven zweistelligen Bereich klettern.


      Höchstwerte 09.01.15:

      Piding (SL) 14,4 Grad

      Bad Kreuznach (RP) 13,1 Grad

      Andernach (RP) 12,9 Grad

      Geisenheim (HE) 12,8 Grad

      Garmisch-Partenkirchen (BY) 12,8 Grad

      Frankfurt/Main (HE) 12,8 Grad


      Der Höhepunkt der Warmluftzufuhr wurde jedoch nach Durchzug der

      Warmfront von Orkantief "Felix" erreicht, die das Land in der Nacht

      auf Samstag von West nach Ost überquerte. Hinter dem Frontensystem

      drehten die bodennahen Winde auf eine westsüdwestliche Richtung.

      Damit verbunden wurde sehr milde Luft aus Südwesteuropa angezapft und

      nach Deutschland geführt.


      Daraus resultierend konnte schon in der Nacht häufig eine

      Temperaturzunahme beobachtet werden. Lokal wurden dabei die höchsten

      jemals gemessenen Tiefstwerte einer Januarnacht registriert.

      Beispielhaft dafür steht die Station "Perl-Nennig" im Saarland, an

      der ein nächtlicher Tiefstwert von 11,4 Grad beobachtet wurde. Dies

      übertraf das bisher höchste Minimum von 11 Grad aus dem Jahre 2008 um

      0,4 Grad. Auch an anderen Orten konnten zumindest regional neue

      Rekordminima aufgestellt werden. Das deutschlandweit höchste Minimum

      von 12,3 Grad in Freiburg aus dem Jahre 2007 wurde allerdings

      insgesamt knapp verfehlt.


      Tiefstwerte Nacht zum 10.01.15:

      Perl-Nennig (SL) 11,4 Grad (lokaler Rekord)

      Müllheim (BW) 11,1 Grad

      Saarbrücken (SL) 10,9 Grad

      Freiburg (BW) 10,9 Grad

      Bad Dürkheim (RP) 10,8 Grad


      Am Samstag stiegen die Temperaturen mit kräftigen Südwestwinden auf

      der Südflanke von Orkantief "Felix" weiter an. Vor allem südlich der

      Donau konnten die Werte mit Sonnenunterstützung nochmals richtig

      zulegen. Zusammen mit orographisch günstigen Bedingungen reichte es

      dann für einen neuen Januarrekord seit Beginn der

      Wetteraufzeichnungen! In Piding an der Grenze zu Österreich stieg das

      "Quecksilber" bei Sonnenschein auf frühlingshafte 20,5 Grad. Damit

      wurde der alte Januarrekord in Piding von 19,5 Grad aus dem Jahre

      2007, welcher gleichzeitig dem höchsten je gemessenen Januarwert

      entsprach, um ein ganzes Grad übertroffen. Selbst in Rosenheim wurde

      mit einem Höchstwert von 19,5 Grad der alte deutschlandweite

      Rekordwert ein- und dort an der Station selber ein neuer Rekord

      aufgestellt. Auch sonst purzelten verbreitet die regionalen Rekorde

      für den Januar. Damit dürfte der 10. Januar 2015 als wärmster

      Januartag in die Geschichte eingehen.


      Höchstwerte 10.01.15:

      Piding (BY) 20,5 Grad (Januar Rekord)

      Rosenheim (BY) 19,5 Grad (lokaler Rekord)

      Garmisch-Partenkirchen (BY) 19,0 Grad (lokaler Rekord)

      Simbach/Inn (BY) 17,6 Grad (lokaler Rekord)

      Amerang-Pfaffing (BY) (lokaler Rekord) und Bad Kohlgrub (BY) 17,4

      Grad


      Auch zum Wochenstart und im weiteren Verlauf der Woche bleibt es für

      die Jahreszeit deutlich zu mild. Während am heutigen Sonntag

      rückseitig einer Kaltfront die Temperaturen etwas absinken und

      vorübergehend teils bis in tiefe Lagen wieder Schneeschauer möglich

      sind, steigen die Werte von Montag bis Mittwoch im Tiefland

      verbreitet wieder auf 5 bis 15 Grad an. Dazu weht weiter ein starker

      bis stürmische Wind um West. Die Spitzenböen der vergangenen Tage

      können sie den folgenden Ausführungen entnehmen:


      Böen-Spitzenwerte bis Sonntag 11.01.2015 07:00 Uhr


      Böen Bergland oberhalb 800 Meter:

      Brocken 1133 m (NS) 154,8 km/h

      Zugspitze 2964 m (BY) 139,3 km/h

      Fichtelberg 1213 m (SN) 133,2 km/h

      Großer Arber 1436 m (BY) 130,7 km/h

      Feldberg/Schwarzwald 1489 m (BW) 127,8 km/h


      Böen Küstenumfeld:

      Kiel-Leuchtturm 5 m (SH) 144 km/h

      Arkona 42 m (MV) 136,8 km/h

      Leuchtturm Alte Weser 32 m (NS) 133,2 km/h

      Borkum 11 m (NS) 122,4 km/h

      Greifswalder Oie 12 m (MV) 122,4 km/h


      Böen Binnenland:

      Berlin-Alexanderplatz 119 m (BL) 143,3 km/h

      Rechlin 62 m (MV) 126 km/h

      Neuruppin 38 m (BB) 118,8 km/h

      Berlin-Schönefeld 46 m (BL) 105,1 km/h

      Stötten 733 m (BW) 104,4 km/h


      Böen-Spitzenwerte bis Samstag 10.01.2015 07:00 Uhr


      Böen Bergland oberhalb 800 Meter:

      Brocken 1133 m (NS) 160,9 km/h

      Zugspitze 2964 m (BY) 155,9 km/h

      Feldberg/Schwarzwald 1489 m (BW) 144,0 km/h

      Fichtelberg 1213 m (SN) 137,9 km/h


      Böen Küstenumfeld:

      Leuchtturm Alte Weser 32 m (NS) 151,2 km/h

      Kiel-Leuchtturm 5 m (SH) 133,2 km/h

      Nordholz 25 m (NS) 130 km/h

      Sankt Peter-Ording 5 m (SH) 126 km/h

      Strucklahnungshörn 7 m (SH) 126 km/h


      Böen Binnenland:

      Ummendorf 162 m (SA) 104,8 km/h

      Bad Muskau 125 m (BB) 104,4 km/h

      Wernigerode 234 m (SA) 104,4 km/h

      Baruth 54 m (BB) 102,6 km/h

      Erfurt-Weimar 316 m (TH) 101,9 km/h

      Quelle: DWD
    • Schäden durch Sturm und Blitz !
      In den letzten Wochen beherrschten Tiefdruckgebiete in Folge unserer Wetter in Deutschland und sorgten für unangenehmes Wetter mit Sturm und Blitz.
      Aktuell ist Tief Herrmann im Anmarsch und bringt in Norddeutschland Wind-u. Sturmböen und wird Thüringen voraussichtlich nur Streifen.
      Zum Wochenende liegt die Schneefallgrenze bei 200-300m und bringt Schnee, Schneeregen und wieder tiefere Temperaturen.

      Nachrichten vom Mittwoch

      thueringer-allgemeine.de/start…-fuer-quersteh-1544424890

      mdr.de/thueringen/mitte-west-t…hule-dach-seebach100.html

      thueringer-allgemeine.de/web/z…bach-evakuiert-1871769613

      thueringer-allgemeine.de/web/z…us-unbewohnbar-1008436957