06.08.2013 Greußen/Werther/Hainleite Schwergewitterlage

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    • 06.08.2013 Greußen/Werther/Hainleite Schwergewitterlage

      Ich habe mich am 06.08.2013 schon mittags auf gemacht um ein paar hübsche Impressionen für euch zu sammeln. Nach dem beobachten und dem fotografieren am Mittag musste ich feststellen, dass die Türmchen immer wieder zusammenfielen. Irgendwann meldete sich Maurice und sagte: "Komm wir fahren nach Werther zu einem Hotspot."! Dort passierte erstmal nichts. Doch nun zu den Bildern vom Mittag.

      Auf dem ersten Bild sind oben und rechts daneben: Altocumulus lenticularis (Ac len) -> Indikator für Labilität wenn sie im Vorfeld von Gewittern auftreten. Im restlichen Bild neben dem schönem Thüringer Becken flache Quellwolken (Cumulus humilis (Cu hum))









      Diese Wolke möchte ich gerne unserem Markus widmen den sie trägt den Anfangsbuchstaben seines Nachnamens



      Altocumulus stratiformis die grundsätzlich als Gewittervorboten gezählt werden können. Man beachte dazu unten links über den Büschen den Cumulus mit dem Türmchen, der ganz schnell aufsteigen will.



      Der Brocken wurde immer klarer im laufe der Zeit sichtbar.



      Und kurze Zeit später zogen die ersten dunklen Wolken am südlichen Horizont auf.



      Blitze zuckten aus ihnen, und auch der Donner wurde immer lauter.



      Hier mal ein Panorama des ganzen Gewitters.



      Und plötzlich brach die Hölle über uns herein. Die Blitzeinschläge kamen immer näher und der erste Regen setzte ein. Erste Strukturen der Böenwalze waren zu erkennen.



      Da war sie auf einmal westlich von uns, dieses Monster.



      Wir suchten Schutz im Auto denn es fing an zu regnen wie aus Eimern.



      So tief hing dieses Monster. Zum greifen nah! :grins



      Wir verließen unseren Standort und fuhren über Wolkramshausen nach Sondershausen zurück. Dabei sahen wir erste kleine Bäche die die Straßen querten und etliche Äste die überall herumlagen.





      Pause beim Dönermann für Maurice und mich.



      Wir verließen Sondershausen und konnten sehen wie sich plötzlich der Himmel in alle Farben färbte. Also fuhren wir noch zur Hainleite an unseren Aussichtspunkt. Dort konnten wir beobachten wie die Wolken oben nach Norden zogen und die unteren nach Süden. Maurice erklärte mir diese schaffen es nicht über die Hainleite, orographisch bedingt.



      Ohne Filter.



    • Hier sind noch ein paar Bilder, dessen grandiose Lichtstimmungen ich euch nicht vorenthalten möchte.





      Aber noch nicht genug des guten und nun kam auch noch ein Regenbogen zum Vorschein.







      Rollwolke?





      Ein toller Tag mit Maurice, verlangt nach einer Wiederholung.

      Kritik natürlich wie immer, erlaubt.

      LG Andreas
    • Danke für die Bilder, insbesondere das Abendrot. Damit sollten sich unsere Berichte gut ergänzen. Hast du auch ein Video machen können?

      Einige kleine Anmerkungen noch:

      Andreas schrieb:

      Auf dem ersten Bild sind oben und rechts daneben: Altocumulus lenticularis (Ac len) -> Indikator für Labilität wenn sie im Vorfeld von Gewittern auftreten. Im restlichen Bild neben dem schönem Thüringer Becken flache Quellwolken (Cumulus humilis (Cu hum))

      Im Vorfeld von Gewittern herrscht in der Regel immer Labilität. Lenticularis künden aber eher von einer stabilen Schicht in der Atmosphäre. Bessere Labilitätsanzeiger sind Ac flo und Ac cas.

      Andreas schrieb:

      Altocumulus stratiformis die grundsätzlich als Gewittervorboten gezählt werden können. Man beachte dazu unten links über den Büschen den Cumulus mit dem Türmchen, der ganz schnell aufsteigen will.

      Ähnliches gilt für Ac str. Diese sehr häufige Wolkenform tritt auch bei zahlreichen anderen Wetterlagen auf. In Zusammenhang mit deinem Bild deuten sie allerdings schon auf eine deutlich labiler werdende Schichtung hin.

      Andreas schrieb:

      Wir verließen Sondershausen und konnten sehen wie sich plötzlich der Himmel in alle Farben färbte. Also fuhren wir noch zur Hainleite an unseren Aussichtspunkt. Dort konnten wir beobachten wie die Wolken oben nach Norden zogen und die unteren nach Süden. Maurice erklärte mir diese schaffen es nicht über die Hainleite, orographisch bedingt.

      Sollte eher mit Scherung zu tun haben, als damit, dass sie vor der Hainleite vor Schreck umkehren. Auf der anderen Seite gab es diese schönen Nebelfelder übrigens auch.
      - wetterinteressiert und unwetterbegeistert seit Beginn der 2000er Jahre
      - TSC-Mitglied seit 2007
      - aktiver Chaser seit 2010