Beiträge von Markus

    Toller Bericht, lieber Florian T. Lauckner! Herzlichen Dank für deine Arbeit.


    Das Bild der Superzelle mit dem Schattenwurf ist schon im positiven Sinne sehr speziell. Irgendwie symbolisiert das noch einmal die Dynamik an diesem Tag. Klasse!


    Die genaue Definition von Superzellen ist hierzulande nicht immer einfach, wie man es von der Bedienungsanleitung aus den USA kennt. Es gibt hier Zellen, die verschiedene Modi durchlaufen. Mal mehr LP, mal mehr Classic. Und auch flache Superzellen, wie dieses Exempalar. Die Unterscheidung fällt einfacher, wenn man über die Jahre mehr gesehen hat, auch in den USA. Ich bin da ganz bei Karsten, was den vorwiegenden LP-Modus bei dieser Zelle betrifft.


    Ich wünsche euch und uns noch weitere solcher tollen Chasings!


    vG
    Markus

    Guten Morgen,


    Estofex gibt heute ein Level 2 für große Teile Thüringens:

    Ganzer Text: www.estofex.org

    Gewitterlage am Donnerstagabend/Nacht zum Freitag
    (Stand: 18.05.2022, 20:00 Uhr Anton, Christoph G, Felix D)


    Mögliches Szenario und Gefahren Stand 18.05.2022, 20:00 Uhr: Von Westen her am Abend ankommende Gewittercluster oder ggf. Linie, die im Verlauf nach Osten schwächer wird und die Gewitter nachlassen. Im Süden Thüringens noch mehr Potenzial für kräftigere Gewitter. ACHTUNG: Unabhängig von Gewitter und Niederschlag werden flächig Windböen in der trockenen Grundschicht ausgelöst, die Sturmstärke (80 - 90 km/h) oder noch größere Geschwindigkeiten erreichen könnten (über 90, ggf. 100 km/h).


    Beispiele: Modellkarten für Thüringen (Windböen, 1std) | Mitteleuropa French HD (2 Tage) oder Modellkarten für Deutschland (Windböen, 6std) | Mitteleuropa Super HD (3 Tage)


    Vorderseite eines umfangreichen Troges über dem Atlantik greift ein erster Kurzwellentrog auf Nordwestdeutschland über. Damit wird vorderseitig eine feuchtwarme und energiereiche Luftmasse herangeführt. Diese kommt ostwärts voran und erreicht Thüringen teilweise zum Abend. Grundsätzlich ist die Entwicklung am Donnerstag und Freitag dynamisch und weniger thermisch angetrieben.


    Von Interesse sind kleinräumige Tiefs in der Bodenrinne, wie es GFS beispielsweise für den Raum Frankfurt im Laufe des Abends sieht. Damit würde auch die energiereiche Luftmasse ein Stück weiter nach Thüringen gelangen, wobei der Süden (und auch Franken) im Vorteil ist.


    Orographische Hebung in den hessischen Gebirgen ebenso Rhön und Thüringer Wald könnten für zusätzliche Entwicklungen sorgen.


    Die Modelle sind sich für Donnerstagabend noch uneinig im Detail. SuperHD und GFS sind recht forsch, ID2 eher vorsichtig.


    Es bleibt die Entwicklung morgen abzuwarten. Näheres zu Freitag frühestens Morgen Abend.


    Als Grobüberlick Janek's WRF:



    Hallo Anton,


    vielen Dank für die ausführliche Analyse des überraschenden Tages!

    Ich habe meinen Zeitraffer noch in deinen Beitrag ergänzt.


    2 Dinge möchte ich noch in den Raum werfen:


    1. Die lokale Orographie hatte sicherlich auch einen gewissen Einfluss auf die Entwicklung, Die Bergländer oder Höhenzüge wie beispielsweise Hainleite/Hohe Schrecke sorgten in anderen Fällen auch schon für örtliche Konvergenz.


    2. Im Vergleich zur flachen Superzelle vom 05.08.2019 war diese Zelle in der Entwicklung ein Stück weiter. EInerseits ist sie hochreichender in den Seitenaufrissen (8-10km) zu erkennen, die Rotation ist permanenter vorhanden und auch die elektrische Aktivität war hier deutlich mehr vorhanden als beim 2019er-Exemplar. Was meinst du? Was meint ihr?

    Die erste Schwergewitterlage der Saison 2022 deutet sich ab Donnerstagabend (19.05.) und besonders für Freitag (20.05.) in Thüringen an. Dabei könnten sich die Gewitterparamter erstmals auf höherem Niveau überschneiden und die ganze Bandbreite an Begleiterscheinungen zulassen. Dazu zählen hohe Blitzraten, Starkregen, größerer Hagel und Sturmböen.


    Der Thread wird fortlaufend aktualisiert.


    Zusammen mit Birgit und Daniel V. waren wir heute von Eisenach über Bad Langensalza bis Erfurt unterwegs.

    An eine rotierende Gewitterzelle hätten wir heute nicht unbedingt gedacht, als wir östlich von Eisenach ankamen. Und noch weniger an den Crown Flash (Video oben).


    Die Eisenacher Zelle zog direkt über unseren Standort. Die Rotation war mit bloßem Auge zu erkennen und die Struktur sehr sehenswert:



    Wir folgten der Zelle nach Norden Richtung Behringen und kamen in Starkregen, kleinen Hagel und Windböen. HInter der Zelle kam schnell die Sonne wieder heraus und produzierte einen Regenbogen. Dann entschieden wir uns an den neuen Entwicklungen aus Westen Richtung Mühlhausen dran zu bleiben, denn diese sahen schon mal vielversprechend aus:


    Bei Burgtonna gab es noch einmal schöne Struktur der Zelle bei Bad Langensalza. Diese hatte für wenige Sekunden auf unserer Anfahrt einen kleinen Funnel produziert.


    Auf der Fahrt nach Osten Richtung Erfurt dann noch einmal Starkregen und Windböen. Wir fuhren noch bis Weißensee und schauten den abziehenden Zellen im Süden zu.


    Ein würdiger Einstieg in die Gewittersaison und ein Highlight für Birgit und Daniel (in seinem Fall das erste Chasing überhaupt, welch ein Glück).


    vG
    Markus

    Die erste größere Gewitterlage steht Thüringen am Montag und in der Nacht zum Dienstag bevor. Hauptgefahr ist Starkregen.


    Großwetterlage: Kurzwellentrog über Frankreich, der dort bereits am Sonntagabend für Schauer und Gewitter sorgt. Dieser verlagert sich bis Montagnachmittag langsam in unsere Richtung. Mit diesem findet die beste Hebung statt. Zunächst herrscht bei uns noch Einfluss des Hochs und trockene Luft. Die feuchte Gewitterluftmasse kommt erst im Nachmittagsverlauf hinter der Konvergenz.


    Großer Unsicherheitsfaktor ist die Bildung und Verlagerung kleinerer Tiefs. Einzelne Modelle zeigen am Montagmorgen Reste von Konvektion eines kleinen Bodentiefs über Sachsen-Anhalt/Thüringen. Je früher die feuchte Luft da ist, umso eher wird es bedeckt und die Einstrahlung ist vermindert. Die eigentliche Gewitterlage findet hinter der Konvergenz statt, die uns gegen Mittag/ Nachmittag erreicht und langsam ostwärts bewegt. Hinter dieser Konvergenz wird die feuchtwarme Luftmasse zu unsgeführt, in der Schauer und Gewitter auftreten werden.


    Je nach Entwicklung im Detail (kleine Hitze-/Bodentiefs wären hilfreich) kommt Konvektion zuerst über den Bergen in Gang oder zieht von den Nachbarländern Hessen und Bayern heran. Die Gewitter verlagern sich langsam Richtung Osten/Nordosten und bilden Multizellen und kleinere Cluster. Von Westen schiebt sich die nächste Konvergenz heran, die dann breitflächiger Konvektion auslösen dürfte. Da kaum Scherung vorhanden ist, ziehen die Gewitter einerseits langsam und neigen zur Verclusterung.


    Hauptgefahren: Starkregen und plötzliche Überflutungen, örtlich Hagel mit 1-2cm Größe, Windböen zw. 60 und 80 km/h vereinzelt möglich.


    Je später am Abend und in der Nacht, umso mehr tritt teils schauerartig verstärkter Regen auf.



    Quelle (2): Modellzentrale.de


    Außerdem sollte man den Dienstag nicht verachten. Dann liegen wir auf der Rückseite der Konvergenz vom Vortag und dank eines kleinen Bodentiefs wird die trockene Ostluft wieder zu uns herumgeholt. Somit ergibt sich eine Konstellation die unten sehr feucht durch die Niederschläge am Vortag ist und darüber eher trocken = Labilität. Niedrige HKN, kleine Konvergenzen und lokale Orografie bei moderatem CAPE können Schauer und einzelne Gewitter auslösen, bei denen dann auch die Gefahr von Funnel Clouds besteht.


    Updates zu beiden Tagen folgen.


    Text aus Lagebesprechung mit Anton, Christoph und Markus.

    Alles Neu macht der Mai ?? Na ....schauen wir mal...wann uns mal die warme Luft mit der ersten Gewitterlage erreicht.

    Hallo Marcel und hallo in die Runde,


    es sieht zumindest für die ersten Maitage erstmal alles andere als dynamisch aus. Die Großwetterlage ist nach schnellem Wetterkartencheck eher eingefahren und dürfte weiter vor sich hindümpeln. Die Erwärmung an sich wird erstmal nur sehr langsam in Gang kommen.


    Vielleicht ergibt sich hinsichtlich Gewittern mehr ab dem 10. Schauen wir mal.

    Beeindruckendes Video von Max Olson:

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    Ein kurzer Abstecher am 26.03. in den Teutoburger Wald unweit der Externsteine beeindruckte uns im negativen Sinne. Einige Waldstücke zeigen deutliche Schäden durch Trockenheit und Stürme:




    Ich liefere noch ein paar Bilder aus dem März aus Weimar und Umfeld nach.


    Sonnenaufgang am 16.03.2022 mit Saharastaub:


    Am Folgetag gab es den höchsten Saharastaubeintrag, es gab jedoch "nur" Morgenrot:


    Wenige Tage später beim wandern unterhalb des Buchenwald-Denkmals blauer Himmel und Trockenheit:



    Und ein letztes Mal Sonnenaufgang mit Trübung/Färbung am 21.03.:

    Lageupdate 16.02.2022, 20:15 Uhr

    STURM NACHT ZUM UND AM DONNERSTAG (17.02.2022)


    Der Ablauf für den ersten schweren Sturm in der kommenden Nacht und am Donnerstag ist nun als sicher anzusehen. Es zeigen sich 2 Schwerpunkte:


    1. Phase ab 03:00 Uhr morgens bis 09:00 Uhr mit der Kaltfront

    Mit der Kaltfront organisiert sich linienartig Konvektion, teils sind auch Gewitter dabei. Mit diesen Schauern und Gewittern wird auch der deutlich stärkere Höhenwind herunter gemischt, so dass mit Kaltfrontdurchgang durchaus Böen bis 110 km/h denkbar sind.


    Besonders interessant sind auch die konvektiven Ausgangsbedingungen in der Nacht/am Morgen: Einerseits ist noch die Warmluft mit Nachttemperaturen zw. 8 und 12°C (2m-Höhe) und PPW von 15-20 mm präsent. Ein bisschen CAPE ist auch in Größenordnungen zw. 50 und 150 J/kg dabei.

    Dazu herrschen sehr gute (schon fast übertriebene) Scherungsbedingungen sowohl im unteren Bereich (0-1km) als auch im 0-6 km Bereich. Entsprechend hoch fallen auch die SRH-Werte aus (-> Tornadogefahr). Der Jetstream liegt mit seinem rechten Ausgang über der Mitte Deutschlands, was zu starker Hebung führt.


    Hinzu kommt eine trockene Schicht vom Boden bis etwa 2km Höhe, was für örtliche Downbursts sorgen könnte.

    Hauptfokus sollte aber auf den geradlinigen Windböen liegen, denn diese sind sicher zu erwarten. Alle „Spezialfälle“ wie Downburts oder Tornados müssen mit allen Parametern und etwas Unglück übereinstimmen und dazu sind die Bedingungen außerhalb Thüringens bis in den Osten günstiger.

    Hinter der Kaltfront geht es bald in die zweite Phase des „Sturmtags“ über:

    2. Phase bis zum Abend

    Tagsüber bleibt der Westwind weiter sehr stark unterwegs. Man muss sich bewusst machen, dass bis zum Abend mehrere Stunden vergehen, wo häufig im gesamten Land wiederholt Böen zw. 85 und 100 km/h auftreten. Im Bergland sowie mit Schauern sind ebenso wiederholt Böen von 110-120 km/h möglich. Dies dürfte zu einigen Schäden und größeren Behinderungen führen.


    Der Wind lässt dann ab dem Nachmittag allmählich und zum Abend mehr und mehr nach. Dann beruhigt sich die Lage.


    Hochwasserlage

    Screenshot vom 16.02.2022, 16:25 Uhr; www.hnz-thueringen.de


    Bereits am Mittwoch beginnt in der Nacht zum Donnerstag Tauwetter in den Höhenlagen des Thüringer Waldes. Hinzu kommen Niederschläge am Mittwoch die zu einer kurzen Hochwasserlage von Mittwoch bis Freitag besonders in Südthüringen und Teilen Mittelthüringens führen werden.


    Ein kurzzeitiges Überschreiten der Meldestufe 2 von 3 wird besonders an den Werrazuflüssen am Donnerstag erwartet. Betroffen sind in Südthüringen die Steinach, Werra und deren kleinere Zuflüsse.


    In Mittelthüringen wird die Ilm und die Gera sowie deren kleineren Zuflüsse betroffen sein. Die letzte Prognose der HNZ berechnet ein Erreichen der Meldestufe 1 bis 2 von 3.


    Aktuelle Pegel und amtliche Warnungen und Informationen: Hochwassernachrichtenzentrale Thüringen


    Karten (4): modellzentrale.de


    STURM AM FREITAG

    Es gibt weiterhin noch Unsicherheiten in der genauen Zugbahn des Tiefs. Davon hängen auch die Auswirkungen ab. Es kommt hier wirklich auf jede 10 -20 km in der Zugbahn an. Mehr Sicherheit werden wir erst im Laufe des Donnerstags haben.


    Schwerpunkt des Sturms wäre ab dem Abend beginnend in die Nacht zum Samstag hinein. Die Sturmlage dauert dann nicht so lange an wie am Donnerstag.

    ufff. musste ein bisschen suchen um fündig zu werden. das hier scheint die datenbasis zu sein: [de.climate-data.org/info/sources]



    Inbesondere die 723mm für Leipzig haben mich stutzig gemacht. Das sind also weder Beobachtungsdaten, noch in irgend einer Weise ein üblicher Referenzzeitraum. Demnach schwierig das in den klimatologischen Kontext zu setzen. Weiß nicht ob es für Deine Gegend eine offizielle Referenzstation gibt? Wäre zumindest wünschenswert um es vergleichbar zu machen ;-)

    Wie wäre es mit Tegkwitz-Starkenberg: nieder_9120_fest_html.html?view=nasPublication

    Ein paar Zeitraffer zum entspannen und mitfühlen:


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    Sammelthread für alle interessanten Dinge rund um Wetter, Klima und Naturkatastrophen auf regionaler und weltweiter Ebene im Jahr 2022.

    Zum Beispiel: Links oder Tweets zu Beiträgen, Blogs und Berichte, TV-Tipps usw.


    Bisheriger Thread: Wetter Web