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  1. Thüringer Storm Chaser e.V. - Community
  2. Felix L.

Beiträge von Felix L.

  • 2026-05-18/19 - Gewitter

    • Felix L.
    • 18. Mai 2026 um 16:40

    Kleine Gewitterzelle in Südthüringen

  • 2026-05-18/19 - Gewitter

    • Felix L.
    • 17. Mai 2026 um 19:44

    Thread zur kleinen Gewitterlage am 18./19.05.2026

    Nach aktueller Modelllage ist für Thüringen vorrangig der Montag relevant, an dem (je nach Modell) ab den Nachmittagsstunden kleinere Gewitter von West nach Ost über das Bundesland ziehen können. Die Läufe gehen seit den letzten Stunden zwar mehr in den Modus von Schauern über, die Erwartungen für Gewitter ist also dementsprechend eher niedrig anzusetzen, dennoch soll die Möglichkeit erwähnt sein. ;) Die Modellläufe vom Vormittag waren noch etwas günstiger für unsere Breiten, mal sehen, was sich morgen dann entwickelt.

    Vorrangige Begleiterscheinungen: lokal Starkregen, ggf kleinkörniger Hagel

    DWD Kurzfrist - auszugsweise für Montag & Dienstag:

    Zitat

    Aktuell ... beschäftigen und zwei verschiedene "Baustellen", von denen eine recht klein, die andere etwas umfangreicher erscheint. Die Großwetterlage ist geprägt von einem Langwellentrog über Nordwesteuropa. Deutschland befindet sich auf dessen Vorderseite. Entlang dieser Vorderseite ist ein kleiner, aber amplifizierter Sekundärtrog eingelagert. Bemerkbar macht sich dies durch ein T500-Minimum, welches genügt, um für hochreichendere Labilisierung der mittlerweile deutlich gealterten, ehemals subpolaren Luftmasse zu sorgen. Dieses Minimum erstreckt sich mit seinem Schwerpunkt über die Südosthälfte des Landes und sorgt für sich verstärkende Quellbewölkung, die am Ende bis zum Abend für einzelne Schauer, oder auch kurze Gewitter sorgen kann. Bodennah ist zudem eine schwache Konvergenz erkennbar mit vorübergehender Drehung des Windes von Süd auf West, die ebenfalls für etwas Forcing der Konvektion sorgt.
    ...
    Deswegen nun zur zweiten "Baustelle": Diese manifestiert sich in Form von Ausläufern des Frontensystems, das zum zentral steuernden Tief des nordwesteuropäischen Langwellentroges gehört. Dessen Zentrum liegt über Schottland. Gleichzeitig schwenkt allmählich ein erster Bodentrog bis Montagfrüh über den Nordwesten Deutschlands hinweg. Daran gekoppelt ist eine allmählich okkludierende Kaltfront, die sich noch über Benelux und Frankreich befindet.
    ...
    Montag ... verlagert sich die Okklusion langsam ostwärts Richtung Landesmitte. Diese ist nun mittlerweile eingelagert in eine flache Tiefdruckrinne und wird im Laufe des Tages vom langwelligen Höhentrog überlaufen. Rückseitig setzt rasch kräftige WLA ein, die dafür sorgt, dass der Langwellentrog im Verlauf an Kontur verliert und sich nachfolgend ein Höhenrücken aufbauen kann, der dann in der Nacht zum Dienstag von Westen allmählich wetterwirksam wird. Zurück zur Tiefdruckrinne: In ihr labilisiert die Luftmasse im Tagesverlauf zusehends durch die tagesgangbedingte Erwärmung. Der bereits fallende Regen wird geht in den konvektiven Modus über, sodass am Nachmittag mit häufigeren Schauern und Gewittern gerechnet werden muss, die sich in der Fläche über die gesamte westliche Landeshälfte bis hin an den Alpenrand verteilen. Der große Wurf sind diese Gewitter allesamt nicht - örtlich kann es zu Starkregen mit Mengen um 20 mm kommen, bei mehreren hundert J/kg Labilität und etwas Scherung (um 30 kt) ist vielleicht sogar mal etwas kleiner Hagel mit von der Partie. Böen dürften in der feuchten Luftmasse kaum eine Rolle spielen, es sei denn, dass sich doch einmal unter etwas günstigeren Scherungsbedingungen etwas Organisiertes entwickeln kann. Deutlich freundlicher zeichnet sich das Wettergeschehen in der östlichen Landeshälfte ab. Dort ist anfangs noch seichter Hochdruckeinfluss wirksam, der höchstens für etwas hohe oder mittelhohe Bewölkung sorgt und die Schauertätigkeit erst einmal noch unterdrückt.
    ...
    Dienstag ... geht es mit der Brodelei noch etwas weiter, nun aber im Nordosten des Landes. Dorthin hat sich die noch immer existente Tiefdruckrinne mittlerweile verlagert. Durch erfolge Erwärmung am Vortag und erneut recht günstige Einstrahlungsverhältnisse kann sich hier nun aber etwas mehr Labilität als am Vortag aufbauen, sodass etwaige Gewitter etwas kräftiger ausfallen. Starkregen, evtl. kleiner Hagel und mit geringer Wahrscheinlichkeit auftretende stürmische Böen erscheinen hier möglich. Gleichzeitig nähert sich im Westen die Warmfront des nächsten atlantischen Tiefs.

    Alles anzeigen


    Quelle: DWD - https://www.dwd.de/DE/leistungen/…ropakarten.html

  • Wetterthread Mai 2026

    • Felix L.
    • 16. Mai 2026 um 16:49

    Im Anschluss an die Wanderung gab es am Donnerstag noch ein bisschen schöne Abendstimmung bei Erfurt / Haarberg:

    VG, Felix

  • Wetterthread Mai 2026

    • Felix L.
    • 14. Mai 2026 um 18:14

    Die Reste der Böenfront 😉

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  • Wetterthread Mai 2026

    • Felix L.
    • 14. Mai 2026 um 17:44

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  • Wetterthread Mai 2026

    • Felix L.
    • 14. Mai 2026 um 17:38

    Der Niederschlagskern hatte über die letzte Phase einen recht gut sichtbare Ostdrift, schert etwas aus

  • Wetterthread Mai 2026

    • Felix L.
    • 14. Mai 2026 um 17:36

    Blick aus der Nähe von Arnstadt nach Westen aktuell

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  • Wetterthread Mai 2026

    • Felix L.
    • 14. Mai 2026 um 17:00
    Zitat von losogo
    Wenn Engel reisen 😉 Schönen Herrentag der Runde

    Ebenso!
    <@702573349993316463> Da trägt doch noch jemand Vereinskleidung heute 😜

  • Kräftige Gewitterzellen über Nordthüringen & Sachsen Anhalt | Chasingauftakt 2026

    • Felix L.
    • 7. Mai 2026 um 21:41

    Hallo zusammen,
    ich möchte mich an den ersten Chasingbericht 2026 wagen. Grundlage der konvektiven Entwicklung war diesmal eine Konvergenzlinie entlang einer Bodenwarmfront, die am Nachmittag über Thüringen hinwegzog. Ein schon fast altbekanntes "High Shear - Low CAPE" Setup, grundsätzlich allerdings bei nicht sonderlich sommerlich anmutenden 17-20°C Außentemperatur. CAPE Werte im grundsätzlich eher unteren bis mittleren dreistelligen Bereich ließen nebst Scherung ein typisches frühsommerliches Chasing erwarten, leicht modifiziert durch ggf. organisierte Einzelzellen.

    Ich startete gegen 16:30 bei Arnstadt und machte mich auf den Weg nach Nordthüringen. Trotzdessen das bereits erste Zellen über der Landesmitte verkehrten war mein erstes geplantes Ziel der Raum um Heldrungen. Als ich in der Gegend ankam war allerdings bereits zu erkennen das sich am Südharz nur schwache Zellen mit dünnen, pulsierenden Radarsignalen entwickelten. Auch die spätere Entwicklung im Mittelthüringer Raum war zwar teils kräftig, aber nicht mehr sonderlich von Dynamik geprägt. Da ich auf die mögliche Entwicklung im Nordthüringer Raum nicht unnötig lang warten wollte, beschloss ich, vor die Gewitter die sich jetzt dem Süden Sachsen-Anhalts näherten zu fahren.



    Gegen 17:40 stand ich dann südlich der A38 bei Obhausen und beoachtete zunächst kurz die Hintere der beiden kräftigen Zellen. Es war allerdings schon abzusehen das die weiter östlich gelegene Gewitterzelle die besseren Chancen hat und damit begann, sich eher ost- statt nordostwärts zu verlagern. Ich verlagerte nochmals kurz über die A71 bis nach Braunsbedra, wo ich knapp vor dem bisher stärksten Gewitter in der Region stand.

    Ein erster Blick auf die Front:





    Es war allerdings zu erkennen das die Zelle schon in einem Zwischenstadium aus Einzelzelle und Cluster war - trotz der merkbar ausscherenden Zugbahn. Die frontale Struktur bestand eher aus einer langgezogenen Shelfcloud. Der Niederschlag dahinter wurde immer wieder von einzelnen Blitzen durchzogen.

    Hinter mir Richtung Osten ein schöner Aufwind:

    GoPro-Bild:

    Ich verlagerte nochmal ein kleines Stück, machte noch ein paar Fotos und fuhr dann weiter nach Weißenfels. Spätestens hier wurde dann eine markante Abschwächung ersichtlich.

    In der Nähe von Zorbau überlegte ich dann schon das Chasing zu beenden, kurz danach entwickelte sich jedoch weiter südlich äußerst rasant eine der kleinen Zellen, die es nahezu explosionsartig in ein organisiertes Stadium schaffte.



    Die Zuggeschwindigkeit lag glücklicherweise mit 20-30km/h nicht allzu hoch, ich verlagerte also weiter südwärts nach Teuchern. Direkt beim erstem Anblick von der B91 war klar das es sich um eine kräftige Zelle handelt. Einmal von der Bundesstraße abgefahren fand ich am direkt nebenan angelegten Feldweg eine gute Perspektive auf die Zelle. Etwas unterhalb von mir stand bereits eine sehr kleine Gruppe von Beobachtern.


    Ein (sehr) kurzer Videoeindruck:

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    Was folgte war etwas, das ich bisher in meiner "Chasingkarriere" glücklicherweise noch nicht erleben musste. Über das vor mir gelegene Feld rannten 4 Pferde, offensichtlich aufgeschreckt und unkoordiniert, frei herum. Die Gruppe bewegte sich dann allerdings nicht näher als vllt. 20m an mich heran und dann weiter die Straße Richtung Ortschaft hinab. Kurz später (ich bereits aufgeregt durch die starke Entwicklung der Zelle und der unerwarteten Erfahrung mit den Tieren) lief ein weiteres, einzelnes Pferd auf mich zu, das nicht Teil der vorherigen Gruppe war. Ebenfalls verschreckt bewegte sich das Tier immer näher an mich heran, woraufhin ich nur noch entschlossen direkt ins Auto verschwand und dort ruhig verweilte. Das Pferd näherte sich bis auf ca. 1m, umlief wiehernd einmal das Auto, blieb kurz stehen und galoppierte dann ebenfalls südwärts über das Feld weg. Ein echter Schreckmoment, denn ich hätte das Tier ohne Erfahrung niemals allein beruhigen können. Aufgrund des offensichtlich aufgeregten Verhaltens hatte ich größere Bedenken das sich das Pferd im ungünstigsten Fall aggressiv verhält und entweder mich oder das Auto attackiert und sich dabei ggfls. auch noch verletzt. Genauso war das Risiko groß, dass eins der freigelaufenen Tiere auf die nahe Land- bzw Bundesstraße läuft und dort angefahren wird. Ich verständigte daraufhin kurz die Polizei und fuhr einige Minuten später wieder los, nachdem ich die Zelle noch etwas beobachten konnte.

    Bei der nächsten Verlagerung gelangte ich jetzt direkt in den Niederschlag der Zelle, der nebst Starkregen auch größere Mengen an kleinkörnigem Hagel beinhaltete. Einen direkten Größenvergleich des Hagels wollte ich zu der Zeit nicht machen, da es eine äußerst kräftige Phase der Zelle war.

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    Ich verlagerte abermals gegen 20 Uhr zur nächsten Zelle östlich von Bad Köstritz. Hier konnte man bei der Anfahrt nun schon zum 2. oder 3. mal ein signifikantes Inflowband sehen.

    Die vorherige Zelle bei Zeitz verstärkte sich allerdings nochmals und verschlang, verbunden mit einer südlich angesetzten, neuen Basis, die Energie für das weiter westlich gelegenen Gewitter. Abermals war bei der Verstärkung ein sofortiger Ostdrift sichtbar. Meines Erachtens war es aus Sicht der dynamischen Zellentwicklung einer der spannendsten Gewittertage seit langem. Nicht nur war ausreichend Scherung vorhanden - nahezu jede Zelle entlang der Konvergenz machte sich derer auch massiv zu nutzen und entwickelte sich äußerst rasch & kräftig. Ein Verlauf den ich hier in dieser Frequenz bzw. Art und Weise noch nicht erlebt habe.



    Als sich meine beobachtete Zelle dann dem Ende ihrer Lebenszeit neigte, machte ich mich endgültig auf den Heimweg.

    Die Fahrtstrecke:


    Letztendlich ein äußerst spannender und interessanter Einstieg im Jahr 2026. Wie es weitergeht wird sich zeigen. ;)

    VG, Felix

  • 2026-05-06 Gewitter

    • Felix L.
    • 7. Mai 2026 um 18:12

    Das war gestern bei Zeitz, das gesamte Band unten rechts hat es dabei zum Aufwind gezogen. Hatte an 2-3 Zellen den Eindruck das es teils Inflowbänder über große Distanzen gab.

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  • 2026-05-06 Gewitter

    • Felix L.
    • 7. Mai 2026 um 18:03
    Zitat von florian_flck_l

    Wobei das für mich auch eher nach Wolkenband aussieht, im ersten Bild schwer zu sagen

  • 2026-05-06 Gewitter

    • Felix L.
    • 7. Mai 2026 um 18:02

    Bilder folgen

  • 2026-05-06 Gewitter

    • Felix L.
    • 7. Mai 2026 um 18:02

    Wobei da durchaus einige recht lange Inflowbänder dabei waren, hatte es gestern an der letzten Zelle

  • 2026-05-06 Gewitter

    • Felix L.
    • 7. Mai 2026 um 09:22

    Man kann den Ostwärts-Drift der Zelle übrigens schön anhand der Regensummen sehen https://kachelmannwetter.com/de/regensummen…0507-0715z.html

  • 2026-05-06 Gewitter

    • Felix L.
    • 6. Mai 2026 um 22:29

    Ja, wobei ich mE sagen muss das die Begleiterscheinungen vergleichsweise heftig waren. Da hatten wir schon sommerlichere Lagen in dem Setup die nicht so viel gebracht haben.
    Ich fand die nahezu direkte Organisation einiger Zellen, in Verbindung mit einer gewissen Mischung aus Kurzlebigkeit und wiederkehrenden Neuentstehungen recht faszinierend.

  • 2026-05-06 Gewitter

    • Felix L.
    • 6. Mai 2026 um 22:12
    Zitat von ronny7220
    Nicht ganz ungefährlich. An der Straße

    Habe ich übrigens gemacht, war ein sinnvoller Hinweis.

    Ich nehme an das die Besitzer wohl auch irgendwann davon was wussten. Ein Pritschenwagen stand etwas die Straße abwärts mit Warnblinker und ohne Fahrer auf der Straße. Ich nehme an die haben auch schon gesucht.

  • 2026-05-06 Gewitter

    • Felix L.
    • 6. Mai 2026 um 22:02

    Wäre jemand interessiert für die aktuelle Gewitterphase einen meteorologischen Rückblick zu machen? Ich finde es bemerkenswert was heute durch die Dynamik an Zellen unterwegs war, zumal der lokale Impact durch Starkregen und Hagel nicht zu verachten war.

  • 2026-05-06 Gewitter

    • Felix L.
    • 6. Mai 2026 um 20:22

    Update

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  • 2026-05-06 Gewitter

    • Felix L.
    • 6. Mai 2026 um 20:18

    Verrücktes Setup heute… enorme Zellen bei den Temperaturen

  • 2026-05-06 Gewitter

    • Felix L.
    • 6. Mai 2026 um 20:09

    Zelle bei Eisenberg

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Letzte Aktualisierung: 18. Mai 2026 um 23:09
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