Beiträge von Felix L.

    War gestern dann doch recht unerwartet gut.


    Anfangs: Netter Ausblick auf ein Gewitter zwischen den Stadtlichtern von Erfurt und Arnstadt. Für ca. 30min Blitze es rundherum, jedoch produzierte diese eigentlich recht intensive Zelle quasi nur einen sichtbaren Wolkenblitz.



    Nachdem dieses Exemplar quasi meine (geringe) Erwartungsquote erfüllt hatte und schon seit einigen Minuten nichts mehr passierte, baute ich erstmal wieder ab.


    Gegen Mitternacht traf dann aber noch eine kleine Gewitterlinie ein die paar recht fotogene Blitze mit sich brachte. Der Erste dann schonmal relativ nah, kräftig und der zentrale Kanal damit direkt ausgebrannt... ^^




    Noch ein Stack aus 2 Bildern:



    VG, Felix

    UPDATE 31.07. - 20:35


    Samstag 01.08.


    Wie bereits im vorherigen Beitrag erwähnt, von Westen her ziehen zum frühen Abend bedingt durch eine Kaltluftokklusion einige Gewitter(cluster) aus Hessen kommend nach Thüringen. Hier ist im Tagesverlauf auf Nowcasting zu setzen und auf die späteren Soundings (bspw. 18z) zu achten. Eine EML könnte im Verlauf des Abends noch einige Gewitter/gewittrige Schauer in die Mitte Thüringens bringen, diese dürften jedoch großteils hochbasig / elevated ausgebildet sein. Auch die Ausbildung eines kleinen Regenbands wäre denkbar.


    Die Gewitteraktivität nimmt je später es wird weiterhin ab. Ein Update zur Lage folgt falls nötig.


    Übersicht Bodenluftdruck DWD SO 12 UTC (Vorhersage):

    Quelle: Wetter und Klima - Deutscher Wetterdienst - Leistungen - Analyse- und Prognosekarten Europa


    Sonntag 02.08.


    Hier liegt voraussichtlich der Hauptfokus der Gewitterlage, Windscherung steht über Thüringen / Sachsen-Anhalt günstig und vorteilhafter als in Ba-Wü / Bayern. Die Unsicherheiten sind jedoch noch recht groß da vor allem der vorangehende Samstag die Lage noch recht stark beeinflussen kann.


    Aus aktueller Sicht ab Vormittag erste Entwicklungen, weiterhin durch die einrückende Kaltluftfront / Okklusion, dabei Auslöse an der Front sowie dahinter.


    Hier könnte besonders die Phase nach dem ersten Durchgang (in etwa ab den Mittagsstunden) interessant werden, der Niederschlag vom Vormittag könnte hier bei entsprechender Einstrahlung nochmal für gute, konvektive Bedingungen sorgen. Eine Abkühlung der Luft wird bis zu Abend nicht erfolgen. Aktuell finden sich bspw. in SHD / EZ4 einzelne größere Zellen die sich im Tagesverlauf entwickeln. Höhenwind-bedingt sind möglicherweise einige left-mover zu erwarten.


    Die Warmluft wird dann zum Tageswechsel mit einem 2. Kaltluftschub vorerst ausgeräumt.


    Gefahren: Vorrangig Starkregen, vereinzelt Hagel und Windböen in Gewitternähe, dabei sind Unwetter nicht ganz auszuschließen.



    Anton, Chris, Felix L.

    Am kommenden Wochenende deutet sich eine Gewitterlage an. Thüringen ist nach aktuellen Modellrechnungen dabei jedoch nur sehr ungleichmäßig und begrenzt betroffen. Grundsätzlich kann mit ersten Gewitter am Abend des 01.08. vor allem Richtung südl. Niedersachsen im späteren Verlauf auch Nordthüringen gerechnet werden. Die vorhandene Energie ist zu den Nachtstunden jedoch relativ gering und überschreitet 300-500 J/kg CAPE nicht. Der von Westen einlaufende Cluster sollte sich dabei vor allem zum Tageswechsel abschwächen.


    Am Sonntag bietet ggf für Süd / Ostthüringen und Bayern eine etwas brisantere Lage, akzeptablere Energiemengen ab 400-1200 J/kg CAPE und bessere Scherungswerte in der Höhe sollten dem Aufbau von Gewittern in den Mittagsstunden helfen. Hier sollte das Interesse vor allem auf vorlaufenden, einzelnen Zellen liegen.


    Ab dem späten Nachmittag ist in Thüringen mit einer Beruhigung der Wetterlage zu rechnen.


    Estofex bereits mit Extended Forecast:


    Zitat

    A level 1 was issued over W/SW Germany mainly for isolated large hail, severe wind gusts and heavy to excessive rain.


    Link:

    https://www.estofex.org/cgi-bin/polygon/showforecast.cgi?text=yes&fcstfile=2020080206_202007301514_1_extendedforecast.xml

    Nun... was soll man sagen. ^^ Ab 22:45 aus der Umgebung Arnstadt.


    Bilder sind teilweise leicht verrauscht, habe die ersten Nachrichten mitbekommen und bin direkt los, Stativ blieb daheim.






    Am 1. Juli ging es dieses mal mit Marco & Markus auf Gewitterjagd durch Mitteldeutschland. Insgesamt ein sehr eindrucksvoller Tag inklusive leichtem Plains-Feeling. ;)


    Für die Lagebetrachtung verweise ich wieder auf den Live-Thread: 2020-07-01/02 GEWITTER Im Grundprinzip war das anfangs etwas undurchsichtige Setup zum Nachmittag halbwegs geklärt, Super HD bzw EZ4 passten optimal zur Ausgangslage um 15:30: Radar HD+, Regenradar vom 01.07.2020, 15:30 Uhr - Deutschland | Wetter von kachelmann.


    Es intensivierte sich langsam aber stetig eine Gewitterlinie über NRW die, beiden Modellen nach, recht einheitlich zum späteren Nachmittag Sachsen-Anhalt erreichen sollte. Wir spekulierten hierbei nicht nur auf die Linie selbst, sondern auch auf vorlaufende Zellen.


    Nachdem der organisatorische Teil durch war, machten wir uns ca. gegen 15:30 von Arnstadt aus auf den Weg nach Sangerhausen. Erste Position zur weiteren Lagebetrachtung bezogen wir an der A38 südlich von Nienstedt. Die ersten Quellungen Richtung NW waren langsam zu sehen, dennoch blieb es vorerst sehr verhalten. Wir hatten genug Zeit um noch etwas zu entspannen und hin und wieder das Radarbild zu prüfen. Relativ erwartungsgemäß entwickelten sich zu dieser Zeit noch keine einzelnen Zellen über Nordthüringen / dem südlichen Sachsen Anhalt.




    Etwas später ging es dann erstmal weiter nach Norden, grobes Ziel: Bernburg.


    Einen ersten Positionierungsversuch starteten wir gegen 17:30/45 Uhr bei Staßfurt (Hohenerxleben), dieser scheiterte jedoch an den wirklich schlecht ausgebauten und teilweise blockierten Nebenstraßen / Feldwegen. Nebenbei hielten wir immer mal wieder Rücksprache mit Anton Koetsche & Andre über Discord, Anton hatte sich derweilen bei Dessau bereit gemacht.


    Etwas weiter nördlich passte es dann jedoch sehr gut und wir konnten etwa zwischen Borne / Bördeland Stellung beziehen. In der Ferne war dann bereits nach recht kurzer Zeit ein grober Umriss der aufziehenden Linie zu sehen. Umso näher sie kam desto deutlicher wurde die Böenwalze:




    Unter genauer Beobachtung...




    Mittlerweile entstanden vor der Linie auch die ersten kleineren Zellen. Anhand einer Zelle die im Verlauf quasi direkt über Magdeburg zog, konnte man auch direkt nachvollziehen welches Potenzial die Gewitterlage grundsätzlich zu bieten hatte.




    Ein strukturierter Aufbau & leichte Rotation waren recht schnell zu erkennen, es fehlte jedoch einfach noch etwas mehr Antrieb. Zusätzlich war die Zelle langsamer als die bereits herannahende Front, zum verfolgen fehlten obendrein auch passende Straßen. Radar HD+, Regenradar vom 01.07.2020, 18:45 Uhr - Börde | Wetter von kachelmann.




    Die Linie wirkte insgesamt recht turbulent und nicht wirklich schön organisiert. Das Spiel mit den Lichtstrahlen vor und hinter den Gewittern war dennoch recht nett anzusehen. Praktischer Weise verbesserte sich die optische Wirkung aber quasi auf unserer Höhe noch etwas.




    Da wir quasi vollständig außerhalb des Niederschlagsfeldes standen konnten wir den Durchzug komplett verfolgen. Der noch etwas besser aufgebaute Teil befand sich leicht weiter Richtung Norden und war nicht direkt in unserem Sichtbereich.


    Radar HD+, Regenradar vom 01.07.2020, 19:10 Uhr - Börde | Wetter von kachelmann.


    RadarHD-Stormtracking vom 01.07.2020, 19:15 Uhr - Börde | Wetter von kachelmann.


    Blick Richtung SSW:



    Einmal vorbeigezogen machten wir uns dann recht schnell wieder auf den Weg nach Süden, dort waren im Raum Quedlinburg / Halle weitere Zellen entstanden.


    Radar HD+, Regenradar vom 01.07.2020, 19:30 Uhr - Sachsen-Anhalt | Wetter von kachelmann.


    Ein kurzer Stopp beim Blick in die Rückseite der Linie war trotzdem noch Pflicht.




    Den ersten Ausblick auf eine der Gewitterzellen gab es von der Autobahn aus in etwa bei Alsfeld/Plötzkau.



    Einmal am Niederschlag vorbei und…




    Wir hatten mit einigem gerechnet, nach den aber erst eher spärlichen Entwicklungen hatten wir hier direkt eine Superzelle mit tiefhängender Wallcloud vor uns. Bei Könnern ging es von der A14 runter und wir bezogen knapp oberhalb der Kleinstadt Position.






    Ein unbeschreiblicher Anblick, es passte natürlich genau in die High-Shear Lage, dennoch war es schon eine ziemliche Überraschung.




    Dazu noch ein Zeitraffer von Markus:


    Das Sonnenlicht ragte am frühen Abend auch schon leicht in den Aufwind hinein, somit gab es auch noch ein nettes Farbenspiel.


    Kurz nach 20 Uhr erreichte uns der Niederschlag, wir positionierten uns süd-östlich an der Abfahrt Löbejün nochmal und hatten kurzzeitig einen guten Ausblick auf die Wallcloud bevor uns der RFD erfasste.





    Weiter über die A14 platzierten wir uns bei Halle-Oppin. Hier noch eine der schönsten Sichten des Tages, das Abendlicht ragte jetzt schon recht weit in den Niederschlag hinein und beleuchtete auch die Wolkenbasis gut.





    Östlich von Leipzig schauten wir dann noch dem Abzug der Zelle und einigen weiteren Quellungen nach, außer 2-3 Naheinschlägen während der Fahrt blieben uns dann aber die Blitze verwehrt. (Wie sollte es auch anders sein… ;) )



    Es war mittlerweile schon ein gutes Stück nach 21 Uhr, Zeit für eine Pause und ein mehr oder weniger abschließendes Telefonat mit Anton Koetsche .


    Letzter Standort des Tages war dann Nempitz an der A9, hier bewegten sich noch ein paar kleinere Gewitterzellen die relativ freistehend am Himmel zu sehen waren. Der entscheidende Blitz kam natürlich gerade bei der Stellplatzsuche. ^^ Trotzdem war es ein schöner, ruhiger Ausklang für diesen Tag und die Gewitterjagd. Zur blauen Stunde / im Mondlicht war das schon ein ganz nettes Schauspiel.




    Nach den einzeln stehenden, teilweise Superzellen des Tages, hatte man schon wirklich fast das Gefühl ein kleines Stück Plains-Feeling nach Deutschland bekommen zu haben. Bei Nempitz dann auch passend noch ein Wasserturm und eine etwas auf US Fast-Food getrimmte Tankstelle...


    Die Chance auf eine freistehende Zelle in diesem Licht inkl. Erdblitz, Red Sprite, Jet, NLC´s im Hintergrund und Glühwürmchen (für eine interessante Atmosphäre im Vordergrund) blieb leider aus. :( ;)


    Etwa gegen 22:30 ging es dann auf die Rückfahrt, die von Westen eintreffende 2. Welle war (in dem Fall leider wie erwartet) recht schwach und damit eher uninteressant.


    Kurzes Fazit:


    Insgesamt lief ein Großteil des Tages so ab wie geplant, die Entstehung von Gewittern wurde bis zum Nachmittag verhindert was letztendlich natürlich sehr förderlich war. Die Positionierung / Navigation war gut und ich denke wir konnten uns als Gruppe sehr gut organisieren. Die Superzelle bei Könnern war definitiv ein Fall von “zur richtigen Zeit am richtigen Ort”, manchmal muss das Glück der Planung dann eben auch ein bisschen nachhelfen.


    Recht auffällig war, das viele der Gewitter aufgrund des “flachen” Aufbaus in den meisten Fällen fast nur Wolkenblitze produzierten, die darüber hinaus auch nach außen nur recht selten zu sehen waren.


    Abschließend: Eine hervorragende Jagd ohne viel hin und her, die richtigen Zellen zur richtigen Zeit, im passenden Licht. Vielen Dank an der Stelle einfach nochmal an Marco & Markus , definitiv ein “Abenteuer” das nach Wiederholung verlangt. :thumbup::gewitter

    So unsicher wie der genaue Ablauf sich gestern Abend herausstelle ist er auch quasi heute morgen noch. Die Modelle sehen aktuell bis ca. 22 Uhr ein Feld zwischen Niedersachsen / TH / Sachsen-Anhalt im Fokus, im späteren Verlauf erreicht die Front dann auch Sachsen. Die Ausprägung der konvektiven Aktivität ist dabei weiterhin nicht ganz klar, wobei die Einstrahlung heute bereits ab dem Morgen / Vormittag gegeben ist. Das Feld scheint sich minimal nach Norden verschoben zu haben.


    Dazu noch die Synoptische Übersicht vom DWD:

    Wetter und Klima - Deutscher Wetterdienst - Hobbymeteorologen - Synoptische Übersicht Kurzfrist

    Zitat

    A level 1 was issued acros the Alps and southern Germany mainly for excessive rainfall, large hail and severe wind gusts.

    A level 1 was issued across central Germany and western Poland mainly for severe wind gusts and tornadoes.

    Kurzer Report zu einer Gewitterzelle nahe Sondershausen/Sömmerda:


    Heute Vormittag zog von West eine Linie an Gewittern / Schauern auf. https://kachelmannwetter.com/de/stormtracking/hessen/blitze-radarhd/20200629-0900z.html


    Früher am Tag noch über Frankfurt mit Böenwalze aktiv, war mir klar das sich die Linie beim Eintreffen in den Raum Eisenach wie üblich entlang des Thüringer Walds in Nord & Südteil aufsplitten würde.


    Es ging kurz raus Richtung EF Gispersleben in der Erwartung das sich der abgetrennte nördliche Teil ggf. im Tiefland wieder verstärken würde. Eine größere Zelle am Südharz machte sich aber sehr gut, deshalb ging es noch etwas weiter Rtg. Gebesee.


    https://kachelmannwetter.com/de/regenradar/thueringen/20200629-1020z.html


    Angekommen verlor das Gewitter jedoch bereits an Kraft, direkt dahinter nahm jedoch ein Schauer etwas Fahrt auf. Man kann auf dem Radar recht schön sehen wie die erste Zelle zerfällt und das Exemplar dahinter immer mehr an Stärke gewinnt.


    https://kachelmannwetter.com/de/regenradar/thueringen/20200629-1125z.html




    Hin und wieder zuckte ein einzelner Erdblitz, insgesamt waren aber nur 2-3 Blitze gut zu sehen. Für ein Foto und das nötige Setup dazu hat es aber nicht gereicht.



    Schön abgetrennter Niederschlagsbereich. Zusammen mit der Front (insgesamt) auch sehr kräftiger Wind, Cosmo modellierte Windböen bis ca. 60 km/h, in Spitzen bis 70 km/h, nachmessen konnte ich das aber nicht.


    Zeitweise hing auch mal etwas an der Vorderseite raus... ^^




    VG, Felix

    Am gestrigen Samstag (13.06.20) verfolgten Markus & Ich diverse Gewitter quer durch Mittel-/Westthüringen, dabei boten sich neben interessanten Strukturen vor allem extreme Regenmengen und eine Vielzahl an kräftigen Blitzen.


    Da es bereits eine sehr ausführliche Beschreibung der Lage im Live-Forum gibt, erspare ich mir an der Stelle die Arbeit und verweise mal auf die entsprechenden Beiträge: RE: 2020-06-12/13/14 GEWITTER/STARKREGEN (UNWETTERGEFAHR)


    In der Vorbesprechung am Freitagabend stellten sich bereits 2 Chasingoptionen heraus. Dabei stand entweder eine Linie, die aus Sachsen/Sachsen-Anhalt kommend über Thüringen ziehen sollte, oder die Entwicklung einiger Gewitterzellen in West/Mittelthüringen mit konstant modelliertem back-building Effekt im Fokus. Im Tagesverlauf bestand anfänglich etwas Skepsis, da die Lage (in Thüringen) bis zum späten Nachmittag noch nicht wirklich an Fahrt aufnehmen wollte. Das Warten sollte sich jedoch (quasi wie geplant) auszahlen und gegen 19 Uhr starteten wir nahe Arnstadt, es bildeten sich neben einigen bereits recht ausgeprägten Zellen im Raum Eisenach & Jena passender Weise gerade frische Gewitter südöstlich von Arnstadt, auf die wir direkt einen ausgezeichneten Blick hatten.



    Erster Anlaufpunkt war dann Erfurt Bindersleben, hier verfolgten wir den Aufbau dieser Zelle sehr genau. Vorerst war nur ein grober Niederschlagsbereich auszumachen. Nach einer Weile sorgte dann aber vermutlich starker Outflow der Gewitterzellen die sich noch östlich von Erfurt befanden, durch die Heranführung warmer Luftmassen für eine Verstärkung der *noch* recht isolierten Zelle.




    In unserem Rücken bereits die ersten Anzeichen des anbauenden Clusters aus Osten.




    Im zeitweise ausgeprägten Staub / Pollensturm versuchten wir, mehr oder weniger im schützenden Windschatten des Autos, auch die ersten kräftigen Erdblitze einzufangen. Die stärkste an diesem Standort von uns gemessene Windböe erreichte 40,3 km/h.













    Vor allem die massive Gräserpollen-Belastung sollte uns ab jetzt bis zum Ende des Chasings noch etwas beeinträchtigen…


    Nichts desto trotz ging es gegen 20:30 erstmal weiter, wir wollten gerne noch etwas näher an die Front des Gewitters kommen. Im ersten Starkregen des Abends ging es über A71 & A4 Richtung Gotha.


    An der Abfahrt Waltershausen standen wir zwar wieder vor der Zelle, aber bereits am südlichsten Teil des Gewitterkomplexes um Eisenach. Radar HD+, Regenradar vom 13.06.2020, 20:50 Uhr - Thüringen | Wetter von kachelmann.


    Unsere Zelle, jetzt bereits durch die Annäherung an den westlichen Cluster und einige Neuentwicklungen aus struktureller Sicht merklich abgeschwächt, betrachteten wir nur noch kurz aus dem Auto.


    Nachdem der erste Teil der Jagd im restlichen Tageslicht hiermit quasi beendet war, entschieden wir uns die Rückseite der Gewitter über Mühlhausen anzusteuern. Hierbei machte uns aber die schnell voranschreitende Verbindung der Cluster über der Mitte und im Westen zu schaffen. Dazu gab es in der noch vorhandenen Lücke diverse Neubildungen. Wir kamen zwar hin und wieder noch in relativ niederschlagsfreie Bereiche, an Aussteigen war an diesem Punkt aber auch aufgrund fehlender Aussichtspunkte nicht mehr zu denken.


    Durch den weiterhin zunehmenden Starkregen suchten wir uns etwa zwischen Mühlhausen & Schlotheim einen Stellplatz und genossen die Show. Ein Erdblitz nach dem anderen schlug um uns herum ein, währenddessen der Regen durchgehend auf das Land preschte.


    Nach einer Weile begaben wir uns dann auf die ausgedehnte Rückfahrt, vorerst etwa Richtung Aschara, ein weiterer Versuch an die Rückseite des Clusters zu kommen.


    Was erst noch nach einer Gelegenheit aussah... Radar HD+, Regenradar vom 13.06.2020, 22:15 Uhr - Gotha | Wetter von kachelmann.


    ... hatte sich 15 Minuten später bereits auch wieder von selbst erledigt. Radar HD+, Regenradar vom 13.06.2020, 22:30 Uhr - Gotha | Wetter von kachelmann.


    Da hier einfach kein Entkommen aus dem Niederschlag zu finden war, ging es zu einem letzten Versuch Richtung Waltersleben - A4 Abf. Erfurt West. Hier hatten wir endlich den gewünschten Blick auf die Rückseite der weiterhin stetig anbauenden Linie über Arnstadt/Thörey/Bindersleben… und endlich mal frische Luft!




    Eine tolle Atmosphäre!






    Es war bereits ca. 23:30 Uhr und die Linie zog langsam etwas weiter Richtung Westen, wir platzierten uns nochmal kurz bei Neudietendorf. Da die Blitzaktivität aber mittlerweile zu stark abgenommen hatte, beschlossen wir ab hier die Gewitter ziehen zu lassen. Eine durchaus sehr eindrucksvolle aber auch anstrengende Gewitterjagd fand somit ihr Ende.


    Fazit:


    Von der anfänglichen Einschätzung über die Woche und der genaueren Analyse am Freitagabend war es schon ein ziemliches Auf & Ab, eine akzeptable Einschätzung war eigentlich erst in der Kurzfirst möglich. Letztendlich hatte Cosmo (Rapid HD) spätestens gegen Samstagmittag eine recht akzeptable Darstellung der Lage zusammengestellt. Vor allem der Cluster über den nordwestlichen Teilen Thüringens passte recht gut in das vom Cosmo errechnete Vorhersage-Radarbild.


    Viel geht dann nur noch über Nowcast und mögliche Auslöser wie bspw. Konvergenzen, Outflow-Boundaries oder orographische Einflüsse müssen beachtet werden. Sehr schön war das beispielsweise auch an dem von Markus bereits geteilten Radar-Sweep ab ca. 16 Uhr in Sachsen-Anhalt zu sehen: Radar-Sweeps vom 13.06.2020, 15:55 Uhr - Ummendorf | Wetter von kachelmann.


    Letztendlich sei noch gesagt das vor allem bei Situationen mit konstanter, retrograder Entwicklung der Gewitterzellen ein regelmäßiger Check des Radarbilds während des Chasings ebenfalls unerlässlich ist. Zu den bestehenden Zellen kommen meist noch diverse kleinere Zellen die durch Outflow ausgelöst werden und eine richtige Positionierung sehr schnell schwierig machen können.


    Viele Grüße, Felix


    Ich war heute auch eher am stetigen Beobachten, hin und wieder eine kleine Hebungskappe auf den Cu con...




    ... Habe mich dann aber von der Hoffnung auf ein paar Mammatus-Wolken, nach dem Durchzug einer kräftigen Gewitterzelle am Nachmittag, verleiten lassen und bin kurz mit dem Fahrrad an den üblichen Aussichtspunkt.



    Ja... das war... eher nichts ^^


    Dafür habe ich präzise noch den nachziehenden Schauer abgefangen und das frisch gewaschene Fahrrad wurde (diesmal inklusive mir) gleich nochmal gewaschen. Whatever... war auch nicht weiter schlimm, immerhin gab es mal ordentlich Regen sowie Blitze zu sehen und Donner zu hören. :gewitter

    Am Rande eines Tiefdruckausläufers der sich die kommenden Tage entlang der Nordsee bewegt, kann es verbreitet über Deutschland zu Schauern & Gewittern kommen. :gewitter

    Erster Auslöser ist dafür am morgigen Mittwoch (03.06.) noch ein kleines Randtief etwa über Norddeutschland. Bis zu den Mittagsstunden wird eine Temperatur von ca. 21-24°C (auch mal 26°C im Tiefland) erreicht, die Taupunkte liegen zwischen 9 und 12°C. Cape grundsätzlich bei ca. 250-400 J/kg, teilweise auch mit Spitzen bis 800 J/kg.

    Aufgrund der ungedeckelten Luftmasse dürften sich erste Gewitter v.a. im Bereich von Höhenzügen (TH Wald/Harz) bereits ab ca. 11-12 Uhr entwickeln. Da kaum Strömung in der Höhe vorhanden ist (und somit auch die Windscherung sehr spärlich ausfällt) sollten sich die Zellen nur langsam verlagern und schnell verclustern. Aus Erfahrungswerten heraus würde ich davon ausgehen das die Gewitter außerhalb der eben erwähnten Höhenzüge dann auch recht schnell wieder zusammenfallen. Falls sich die Zellen doch aus dem Bergland herausbewegen, sollten sie als Multizellen noch eine Weile überdauern können.


    Die Gefahren liegen hauptsächlich bei Starkregen, evtl kleinkörnigem Hagel und dadurch entstehende Überschwemmungen. Lokal begrenzt sind durchaus bis zu 20-25l/m² in kurzer Zeit möglich.


    Am Donnerstag wird Thüringen dann ebenfalls gegen Mittag von der Kaltfront inkl. Konvergenz überquert, damit verbunden sind wieder gewittrig verstärkte Schauer / Gewitter. Diesmal mit etwas verbesserten Scherungswerten in der Höhe. Jedoch steht aufgrund des recht frühen Eintreffens und den Niederschlägen vom Vortag sowie hoher Bewölkung im Vorfeld etwas weniger Energie zur Verfügung. Die Niederschlagsmenge sollte hier etwas besser über den Freistaat verteilt sein und je nach Lage etwa 5-15 l/m² bringen. Zum Abend hin dürfte es dann noch eine kleinere, zweite Welle geben. Grundsätzlich ist die Gewitteraktivität aber nach fehlender Einstrahlung sicherlich eher gering.


    Updates folgen falls notwendig, Discord Event-Kanal ist aktiv.


    VG, Felix

    Vermisst habe ich die Standortfreiheit der USA. Dort konnte man sich fast überall einfach an den Straßenrand stellen, wenn die Zellen gerade am schönsten aussahen. In Deutschland vermasselt einem die manchmal zeitaufwendige und gerade in hügeligem Gebiet nicht ganz einfache Standortsuche so manches schönes Motiv, das man dann nur durch die Windschutzscheibe sehen kann.

    Wie immer ein Problem und zugleich die wohl zweitgrößte Herausforderung am Chasen in Deutschland, umso lohnenswerter jedoch wenn sich dann ein Tal (malerisch) vor die eintreffende Front legt. Vor allem die Mittelgebirge / TH Wald sind teilweise ein echtes Problem. Ich kann mich noch gut an einen Ausflug (ich denke 2017) erinnern, bei dem wir ca. den halben Weg bis nach Coburg eine Gewitterlinie mit Böenwalze neben uns hatten, fehlende Abfahrten, Wald & Lärmschutzwände jedoch jeden Blick unmöglich machten. Ortskenntnis oder ggf vorgemerkte Punkte können einen dann echt retten, allenfalls sollte man nicht erwarten nach dem ersten Anstieg direkt wieder einen zweiten möglichen Standpunkt im Blick zu haben. Dazu noch die Chance, im ewigen Gekurve durch die Orte Zeit zu verlieren und am Ende ungewünscht überrollt zu werden.

    Immerhin hat es bei euch mit ein paar Blitzen geklappt, bei uns streikten zu Großteilen die Zellen oder Technik... ^^

    Moin! Andy Eichner


    Gute Idee mit dem NLC Thread, dann kann man sich immerhin mal darauf vorbereiten ohne selbst die entsprechenden Webseiten checken zu müssen, danke erstmal für die Arbeit!


    Trotzdem eine kurze Anmerkung:

    Bisher sind noch keine NLCs auszumachen. Wäre auch wirklich sehr sehr früh. ;) Der Plott wird meistens alle zwei oder drei Tage aktualisiert.


    Es wäre gut wenn du dich bei den Beiträgen auf tatsächliche bzw entstehende NLC-Ereignisse beschränkst. Bringt ja irgendwie auch nicht viel, permanent in leere Satelliten Plotts zu schauen. Wenn es Indikationen gibt kannst du dann gerne auch ausführlich dazu schreiben.

    VG, Felix


    P.S. Während des Lockdowns dauerhaft am Zocken, warum sieht man dich dann eigentlich noch nicht auf dem TSC Discord? ;)

    :winken


    Am heutigen 02.05. verfolgte ich zusammen mit meinem Vater eine (gewittrige) Schauerlinie von Westthüringen (Eisenach) ca. bis nach Arnstadt. "Schauerlinie" mag jetzt erstmal nicht so beeindruckend klingen, die Struktur war jedoch verhältnismäßig ansehnlich. Unter aktuellen Umständen muss man sich eigentlich sowieso mal über eine "chasebare" Lage freuen, darüberhinaus sind wir ja mit Anfang Mai noch ziemlich früh in der Saison.


    Planungstechnisch hatten wir zuerst einen Bereich um Bad Langensalza / Mühlhausen ins Visier genommen, jedoch etablierten sich rückseitig des Harz (wie zeitweise von Rapid/Cosmo simuliert) keine Zellen mehr. Auf dem Radar daher ein einziges Loch: Radar HD+, Regenradar vom 02.05.2020, 13:45 Uhr - Thüringen | Wetter von kachelmann.


    Wie jedoch auch bereits auf diesem Radarsweep zu erkennen, war unterhalb von Kassel ein relativ kräftiges Gewitter teilweise inklusive kleinkörnigem Hagel (anhand der Hagelkarte) unterwegs. Die Zelle war wie üblich zu diesen Wetterlagen relativ pulsierend und brachte alle paar Minuten immerhin auch einige Blitze mit sich. Damit fiel der Entschluss auf Bad Langensalza zu verzichten und nach Gotha / Eisenach aufzubrechen. RadarHD-Stormtracking vom 02.05.2020, 13:50 Uhr - Thüringen | Wetter von kachelmann.


    Am Chasingpoint nahe Bolleroda angekommen, präsentierte sich die Zelle / kleine Linie erst etwas zaghaft. Umso näher sie kam, desto besser wurde jedoch der visuelle Eindruck.




    In der Ferne wurde eine etwas zerrissene Böenwalze sichtbar, mehr Struktur gab es abgesehen von dem gut abgetrennten Niederschlagsbereich nicht wirklich, aber das Anrücken des Gewitters / Schauers wirkte somit immerhin recht imposant.




    Wir verlagerten uns noch minimal näher an die Front heran, dazu zwei Schnappschüsse knapp vor Hötzelsroda:



    (Verdammte Strommasten! :?)



    Danach machten wir innerorts Bekanntschaft mit der kleinen Linie, die mit neben kräftigen Windböen und Starkregen auch Graupel mit sich brachte. Kurz darauf ging es wieder auf die A4, um dem Niederschlag möglichst nochmal zu entkommen. Da die Zuggeschwindigkeit jedoch bei nur ca. 35-40km/h lag, war das kein Problem.


    Nach der Feststellung das sich die nähere Umgebung von Laucha aufgrund der leichten Tallage nicht unbedingt zum Beobachten der Front eignet, ging es unterhalb Gothas ca. bei Schwabhausen nochmal von der Autobahn runter. Hier gab es die vergleichsweise beste Aussicht auf die (dann nur noch) Schauerlinie:






    Einen letzten Anlauf nahmen wir nochmal unterhalb der Wachsenburg, da wir auf dem Rückweg sowieso hier vorbei mussten. Es war jedoch schnell ersichtlich das die Luft endgültig raus war. Wir ließen uns hier kurz nieder und den Regen passieren. Die Windböen waren weiterhin kräftig, der Niederschlag jedoch mittlerweile schon fast als sanft zu beschreiben und von Graupel o.ä. auch keine Spur mehr. Damit war schnell klar, dass es strukturmäßig an der Rückseite nichts mehr zu holen gab. Somit fand das Chasing dann nach ca. 2h sein Ende.



    Fazit: Wie immer im Fall dieser Kaltluftlagen, waren die Gewitter bzw. Starkregenschauer sehr pulsierend. Ein Problem war auf alle Fälle das ein Teilstück der B7 hinter Gotha Rtg Erfurt gesperrt war/ist. Da wir nicht das Risiko stecken zu bleiben eingehen wollten, hatten wir daher eigentlich nur die Wahl zwischen der eher westlichen Option Eisenach / Gotha (A4) oder Nordwest mit Mühlhausen / Bad Langensalza.


    Hier war die Wahl Mühlhausen zu ignorieren letztendlich definitiv richtig, jedoch verpassten wir so auch den letztendlich noch stärksten Teil, der sich bis zum jähen Ende bis Bad Langensalza hielt (Mist!). Letztendlich war der visuelle Eindruck bei Eisenach / Gotha jedoch nicht schlecht, von daher ist es schwer zu beurteilen ob der nördlichere Bereich tatsächlich interessanter gewesen wäre. Mich persönlich überrascht an diesen Kaltluft/Schauerlagen jedoch immer wieder, das selbst bei geringer Indikation auf dem Niederschlagsradar, der Eindruck vor Ort besser ist als erwartet. Ein paar Blitze & etwas Donner wären sicher noch das Sahnehäubchen gewesen, aber dafür war einfach nicht genügend Energie vorhanden. Hier hatte auch der nachfolgende Regen der Zellen vom Vormittag erheblichen Einfluss.


    Insgesamt ein lohnenswerter Ausflug und ein guter Primer um zurück in die Chasing-Mentalität zu kommen.


    VG, Felix

    Hallo!


    Heute Abend gab es noch mal einen netten Schauer hier. Eigentlich war ich gerade am Zocken als ich einen ganz netten Regenbogen sah. Fix den PC ausgemacht und auf die Pirsch gemacht. Da ich derzeit nur 85mm zur Verfügung habe, hab ich mich nur mit der Rückseite beschäftigt. Aber ich denke, dass hat sich gelohnt. :-)

    Sehr gut geworden! Manchmal ist es auch gar nicht so übel nur mit einer Festbrennweite zu arbeiten, man überlegt eher wie das Bild werden kann und nicht ob WW oder Tele jetzt besser passen. Manches passt dann halt auch mal nicht, dafür entdeckt man evtl auch andere Optionen.


    Wäre eventuell schon was für den Kalender!

    Hallo zusammen :winken,


    ab heute und in den folgenden Wochentagen steht ein (lang ersehnter) Wechsel der bisher wieder sehr beständigen Hochdrucklage bevor. Von Westen greifen ab heute Tiefausläufer auf Mitteleuropa über. Im Vorfeld dazu kann sich, bis zum Eintreffen der ersten Front am heutigen Nachmittag (28.04.), noch etwas wärmere Luft aus Südeuropa nach Deutschland bewegen. Die Höchstwerte steigen auch aufgrund der noch ungebremsten Einstrahlung auf 20-26°C. Etwa ab 15-16 Uhr dürfte die Bewölkung dann zunehmen und in westlichen Teilen Thüringens erster Regen einsetzen.


    Hierbei ist aktuell noch etwas fraglich auf welche Weise die Front startet. Einige Modelle rechnen aktuell mit einem ersten, etwas zerrissenen Regengebiet und nachfolgend mit Schauern / kleineren Gewittern. Möglichkeit zwei ist ein relativ geschlossener Frontdurchzug über einen größeren Teil Thüringens, ebenfalls anschließend mit Schauern / Gewittern. Beide Varianten sollte man mit etwas Vorsicht genießen, vor allem Letztere, die Unsicherheiten sind einfach etwas zu groß und die "Basiszutaten" generell nicht allzu berauschend.


    Über die restliche Woche bleibt es unbeständig, vor allem Mittwoch sind viele "nachziehende" gewittrige Schauer möglich, ein Blick auf Donnerstag / Freitag könnte nochmals für etwas mehr Spannung sorgen: Modellkarten für Deutschland (Simulierte max. Radarreflektivität) | Mitteleuropa Super HD (3 Tage)


    Estofex heute daher auch noch sehr verhalten:



    Bleibt jedoch erstmal abzuwarten wie es sich denn genau entwickelt. Updates wie immer falls/wenn die Wetterlage es erforderlich macht.


    :unwettergefahr Der zugehörige Event-Kanal bei Discord geht damit in die erste Runde! Absprache zum Chasing oder zur Wetterlage generell auch gerne dort im (Sprach-)Chat. Bilderserien / Berichte aber natürlich bitte immer ins Forum.


    Viele Grüße, Felix

    Wichtig ist denke ich vor allem das, auch wenn dieses Jahr wieder längere Dürreperioden kommen sollten, hin und wieder zumindest mal ein kräftigeres Gewitter die Runde macht. Von Chasingaspekten jetzt mal abgesehen, füllt ein ordentlicher 30min Starkregen zumindest die Wasserspeicher. Vor allem auch den vieler Leute, die einen Garten besitzen und dann nicht auf das "hochwertigere" Leitungswasser zurückgreifen müssen.


    Ein gutes Beispiel für diese Problematik hatten wir hier lokal im Spätsommer/Herbst 2018. Während über den sehr heißen & trockenen Sommer Viele über Wassermangel klagten, bekam unsere Region ca. alle 2 Wochen ein Gewitter das aus den Mittelgebirgen "überschwappte" ab. Aufgrund der grundsätzlichen Änderungen der klimatischen Bedingungen war das im frühen Herbst nicht mehr der Fall. Ergo -> hoher Verbrauch von Leitungswasser um zumindest eine knapp ausreichende Wasserversorgung für wichtigere Pflanzen zu bieten.


    Natürlich hat das jetzt keine große Relevanz was die Versorgung der Gesamtbevölkerung angeht, aber ich könnte mir vorstellen das dieser (doch recht ausgiebige, zusätzliche) Wasserverbrauch zumindest in den Statistiken wahrnehmbar ist.

    Viel gab es heute nicht unbedingt zu sehen, einen Schauer im Bereich Nordthüringens hatte ich am Nachmittag aber doch noch ins Auge gefasst und bin ein Stück gelaufen. Letztendlich gab es dann Rtg. Mittelgebirge noch etwas mehr zu sehen, bei schon relativ niedrig stehender Sonne konnte man schön die Fallstreifen der Schauerkette sehen. Auf dem letzten Bild kann man bodennah vermutlich auch leicht aufstiebenden / seitlich auswehenden Graupel erkennen, dazu gabs noch ein paar leichte [definition=72,0]Mammatus[/definition].


    Falls übrigens mal jemand einen Tipp zum Export von Bildern in LR hat wäre ich sehr aufgeschlossen. Irgendwie habe ich immer das Gefühl das Lightroom die Bilder nicht richtig herunter skaliert und die Bildschärfe sehr leidet, man kann das v.a. am Text und feinen Details gut erkennen. Nutze aktuell beim Export die Optionen Qualität: 100 / "In Bildschirm einpassen" auf 1000Px in der Breite, 72DPI / Nachschärfen -> Bildschirm -> Niedrig (Bei allen anderen Settings bekommen die Bilder meinem Eindruck nach zu starke Schärfungseffekte.).




    Eben 2 Bilder von einer kurzen Tour heute Nachmittag mit @Markus wir beobachteten das Wetter in Mittelthüringen, platzierten uns später etwas südlich von Gebesee und ließen eine größere Zelle vor uns entlangziehen, bei der wir eigentlich auf eine etwas reichhaltigere Entwicklung von Mammatuswolken hofften. Dürfte letztendlich auch das Exemplar gewesen sein das Ronny etwas später bei Umpferstedt abgefangen hat, dort hat sich die Zelle dann auch nochmal etwas entwickelt.