Beiträge von Felix L.

    Hallo zusammen! Heute mal der Chasingbericht zum 25.07.22.


    Der anstehende Verlauf der Lage am 25.07. wurde bereits am Vorabend mit Spannung betrachtet. Es handelte sich um eine seltene Konstellation von möglichen Gewittern bei stark ausgeprägter, trockener Grundschicht. Hierbei war besonders eindrucksvoll, dass sich die inverse V-Struktur aus den Vorhersagesoundings am 25.07. auch in der Realität wiederspiegelte.


    Nähere Details dazu auch gerne nochmal an dieser Stelle: RE: 2022-07-25 GEWITTER/WIND


    Aufgrund der trockenen Luft am Boden würde einerseits nicht nur die Wolkenbasis sehr hoch sein, es bestand bei Schauern / Gewittern auch ein erhöhtes Risiko für starke Fallböen sowie Hagel. Als kleiner “Bonus” on-top war dazu noch ein gutes Scherungsprofil vorhanden, was die Entwicklung von organisierten Gewittern begünstigte.


    Es gab allerdings mehrere Probleme, die mitunter auch zu einem Totalausfall (Durchzug in Form von auffrischenden Wind ohne großen Niederschlag) der Lage hätten führen können. Hierbei handelte es sich einerseits um das massive Fehlen von Feuchte in Bodennähe, sowie einen leichten Deckel, der erst noch “weggeheizt” werden musste. Um das ganze noch etwas mehr in ein Chasing-Jenga zu verwandeln: Im Bereich der Konvergenz / Kaltfront *konnte* mitunter noch etwas feucht-warme Luft aus dem Süden zu uns transportiert werden.


    Die vielen Variablen führten erstmal zu verhaltenem Abwarten. Ab etwa 13 Uhr simulierte das neue S(HD)-Now Modell recht gut einige Gewitterzellen im Westen Deutschlands. Diese waren auch auf dem Radar zu erkennen, allerdings ca. 50-100km weiter südlich als berechnet. Dennoch war durch den guten Treffer dieses Modells eine gewisse Voreinschätzung für den Nachmittag möglich. Demnach sollte Thüringen von einigen, möglicherweise linienartig aufgereihten Gewittern getroffen werden.


    Einige neue Zellen entstanden entlang der Konvergenz etwa gegen 14:15 in RLP / Hessen. Der Fakt, dass sich diese beiden Zellen gut entwickelten und aktiv blieben, war Grund genug ein Chasing zu starten.


    Radar 15:40 Uhr


    Markus und ich starteten wieder ab Arnstadt, Zielgebiet: Nordthüringen. Erster Anlaufpunkt war ein Premiumpunkt aus der Chase-Map oberhalb von Sömmerda/Kölleda. Hier verfolgten wir den Verlauf einer starken Gewitterzelle, die sich etwa zwischen Bad Langensalza und Mühlhausen entlang schob.


    Radar 16:50 Uhr





    Am südwestlichen Rand waren dabei, neben den windverzerrten Fallstreifen, dauerhaft aufgewehte Partikel zu erkennen. Resultat des konstant kräftigen Abwinds.




    Je näher die Zelle kam, desto deutlicher wurde diese “Welle”, bis sie über uns hinwegrollte.



    Eine Mischung aus Regen, Staub, Stroh und Blättern flog uns jetzt um die Ohren. Die stärkste am Standort von Hand gemessene Böe erreichte 66 km/h.



    Einige Schauerreste zogen noch über uns bevor der Himmel langsam wieder aufriss:



    Nachdem sich das Gebläse nach einer Weile mit dem Abzug des Gewitters wieder beruhigt hatte, stellte sich die übliche Frage: Aufhören oder abwarten und sehen, was noch möglich ist? Wiederholt schwierig...


    Die Nowcastmodelle ID2 und S-Now :schneefall berechneten entlang der später eintreffenden Kaltfront noch einige kräftige Zellen aus westlicher Richtung. Diese sollten mitunter am Südharz noch die kräftigste Ausprägung haben, ehe sie Richtung Osten zerfielen. Wir beschlossen aufgrund der generell noch vorherrschenden, guten Bedingungen weiter in den Nordwesten des Landes zu fahren. Trotz der durchgezogenen Gewitter war die Warmluft nicht ausgeräumt. Es waren weiterhin ca. 25-30°C, jetzt allerdings mit frisch angefeuchteter Grundschicht. Klang ganz passabel!


    Über Land- und Bundesstraßen ging es nach Mühlhausen. Obwohl es auf der Route sonst keine Auffälligkeiten gab, zeigten sich in Großengottern Schäden durch Starkwind. In der Ortschaft lagen diverse abgerissene Äste am Straßenrand. An den Bürgersteigen räumte man ebenfalls noch die letzten Reste einiger Ziegelsteine auf. Am Nordrand des Ortes wurde sogar ein kompletter Baum abgebrochen. An einem nahegelegenen Supermarkt waren diverse Stücke der Fassade dem Wind zum Opfer gefallen. Zusätzlich lagen einige Straßenschilder (temporäre Bauschilder, nicht fest einbetoniert) umgekippt auf den Wegen. Die Feuerwehr war teils noch im Einsatz.





    Der Ort bekam wohl einen Volltreffer ab: Radar HD+, Regenradar vom 25.07.2022, 16:45 Uhr - Unstrut-Hainich-Kreis | Wetter von kachelmann.


    Nach der kurzen Schadensdokumentation machten wir uns dann weiter auf den Weg zu einem Aussichtspunkt nördlich von Mühlhausen, den wir etwa gegen 19:20 erreichten.



    Jetzt bahnte sich ein kleines Forecasting-Drama an, denn die langsame Entwicklung der Schauer/Gewitter entlang der Kaltfront über Hessen nahm doch noch an Fahrt auf. Wir verlagerten uns kurze Zeit später wieder leicht südwärts bis Höngeda.


    Zwischen Bad Hersfeld und Fulda spaltete sich in diesen Minuten eine Gewitterzelle entzwei. (engl. “cell-split”). Nur, auf welche setzt man jetzt? Zu allem Überfluss behielten die Gewitter auch noch ein vergleichbar starkes Radarecho…


    Wir waren sehr unentschieden und versuchten uns nochmal zu sammeln, checkten die aktuellen Messwerte (Temperatur / Taupunkt) und die Berechnungen aus den aktuellen Modellläufen.


    Die Entscheidung nahm uns letztendlich die südliche Zelle ab, die etwa ab 19:30 / 19:40 Uhr einen starken Ostdrift bekam. Das nördliche Pendant schlug dann einen sehr starken nordöstlichen Kurs ein. Für Thüringer Verhältnisse eher ungewöhnlich. Es ging also wieder durch Mühlhausen zum vorherigen Standort, diesen erreichten wir bei schönem Abendlicht.


    Radar-GIF (lädt möglicherweise etwas länger):





    Kurze Zeit später bahnte sich dann die nördlich abdriftende Zelle an - eindrucksvoll kräftig. Im Verhältnis zu den vorherigen Zellen half die Bodenfeuchte jetzt dabei, dass die Gewitter die Grundschicht anzapfen konnten. Somit ergab sich eine auf dem Radar recht gut erkennbare Superzelle.




    Einen extremen Kontrast zu den vorherigen, sehr hochbasigen Zellen bot die in der Entfernung über den Boden schleifende Wallcloud.





    Mit der immer näher herandrängenden Zelle in HP-Charakter war es dann auch endgültig Zeit aus dem Niederschlagsbereich zu flüchten. Noch ein letzter Blick auf die Vorderseite:




    Das Risiko mit größerem Hagel in Kontakt zu kommen war recht hoch: Maximale Hagelgrößen vom 25.07.2022 - , Wartburgkreis | Wetter von kachelmann.


    Die Superzelle schwächte sich jedoch etwas ab und wir ließen uns im Schutz einer Tankstelle überrollen. Das Sonnenlicht fand im Nachhinein leider nicht nochmal durch die recht dichte Bewölkung. Etwa bei Dingelstädt beendeten wir damit die Gewitterjagd und machten uns auf den Rückweg.



    Zugegeben, ein recht unerwartetes, tolles Chasing, das wirklich viele Bereiche der Faszination (Un)Wetter abdeckte, aber auch das Schadenspotenzial vergegenwärtigte. Wirklich ausgefallen und beeindruckend war dabei die Teilung der Gewitterzelle über Hessen sowie die sehr eigenwilligen Zugbahnen der daraus entstandenen Zellen.


    Außerdem: Trotz der Fähigkeit, die Lage am Standort aufgrund der Basiszutaten einschätzen zu können, haben Nowcast-Wettermodelle einen immer größeren Einfluss auf die Lagebetrachtung. Gerade bei stündlicher Aktualisierung lassen sich hier Schlüsse ziehen, die man eventuell selbst nicht treffen würde. Wobei ein gewisser Zufallsfaktor natürlich immer eine Rolle spielen wird und man sich nicht zu 100% auf standortgenaue Berechnung stützen kann. In diesem Fall hatten ID2 sowie S-Now im Voraus einige starke Zellen zum Abend im Angebot. Die exakte Position oder Aufteilung der Gewitter war dabei aber natürlich nicht zu erkennen.


    Die Möglichkeiten sind allerdings schon wesentlich besser als vor einigen Jahren mit weniger frequentierten Modellen (gerade mit Einspeisung von Radardaten).


    Ich hoffe der Bericht hat euch gefallen und ihr wart für einen Moment mit auf Gewitterjagd durch Thüringen. ;-)


    Viele Grüße, Markus & Felix



    Quelle Radarbilder - IRAS - Skywarn Deutschland - IRAS Public - Skywarn Deutschland e.V.

    Moin,

    ich melde mich mal aus dem Urlaub von der deutschen Ostseeküste. Ich konnte gestern das nächtliche NLC Display schön beobachten, da es hier quasi wolkenlos war.


    Ich war schon recht angetan, das es etwa gegen Mitternacht mit einer ganz netten Sicht geklappt hat:




    Kurz nach Mitternacht kam ich wieder im Hotel an und wollte eigentlich recht schnell schlafen. Irgendwie kam ich allerdings nicht so richtig zu Ruhe und beobachtete hin und wieder kurz den Himmel aus dem Fenster. Es wurde gegen 1:30/2 Uhr draußen immer heller, allerdings lag die Morgendämmerung ja noch in recht weiter Ferne. Kurz vor 3 Uhr war mir dann allerdings klar was neben dem langsam anbrechenden Tag für die Aufhellung sorgte:



    Die NLC waren mittlerweile vom Horizont deutlich herangerückt oder einfach besser sichtbar geworden. Ein hammermäßiges Display das ich so schon lange nicht mehr genießen durfte! Daher kurz noch ein Gang zur Seebrücke Sellin:




    Als mir dann auf dem Rückweg schon jemand begegnete der mich mit "Guten Morgen" begrüßte, wusste ich, das es langsam mal Zeit fürs Bett war... ;-) aber im Urlaub ist das ja kein größeres Problem.


    VG, Felix

    UPDATE 10:30 Uhr - Ergebnis der Lagebesprechung

    Die Gewitterlage hat sich etwas verändert und wird sich wohl allem Anschein nach eher auf eine sehr südliche Ausrichtung begrenzen. Schuld daran ist zum größten Teil ein kleiner Gewittercluster der sich aktuell noch über Bayern / Baden-Württemberg befindet und die verfügbare Energie für potenzielle spätere Gewitter reduziert.

    Grundsätzlich bilden die aktuelle Entwicklung nur die Modelle ID2 und AROME gut ab. Hier ist klar zu erkennen das die Ausbildung der Linie über Bayern nach Norden hinweg eher ausbleibt. ID2 lässt noch einige clusterartige Gewitter am Nordrand Bayerns entstehen, die dann mitunter auch den Südosten Thüringens treffen.


    AROME bleibt nach Abzug des morgendlichen Clusters noch etwas mehr bei der gestrigen Lösung - einer (abgeschwächten) linienartigen Entwicklung bis an den nördlichen Rand Bayerns.


    -> Was allerdings gegen die AROME Lösung spricht ist einerseits ein zeitlicher Versatz der die aktuelle Entwicklung etwa um 2h nach hinten verschiebt. Außerdem wird mit der Entstehung eines starken Clusters am Alpenrand dessen nördlicher Einflussbereich (etwa die Mitte Bayerns) durch Absinken wohl eher stabilisiert.


    Für Thüringen wird im Zuge der vorlaufenden Warmfront zum Nachmittag eine schwache Schauerlinie aus Südosten im Betracht kommen. Es kann hier sein, dass sich an der dann heranziehenden Kaltfront am Abend noch einige, kleine Gewitterzellen bilden. Grundsätzlich ist aber wie auch gestern schon eine stärkere Entwicklung für Thüringen eher nicht zu erwarten.


    Durch die relativ geringe Zuggeschwindigkeit liegen die Hauptgefahren bei Gewittern eher bei Starkregen und Blitzschlag.



    VG, Anton & Felix

    showforecast.cgi?lightningmap=yes&fcstfile=2022060606_202206041244_2_stormforecast.xml

    Quelle: www.estofex.org

    Am kommenden Sonntag dem 05.06. kündigt sich eine Gewitterlage an. Inwiefern Thüringen hiervon betroffen ist, stellt sich bisher noch nicht klar heraus.


    Es ist nach aktueller Modelllage vorrangig mit Gewittern, die gegen Nachmittag aus West/Südwest heranziehen, zu rechnen. Betroffen sind zu erst die südlichen Landesteile und ggfls. durch übergreifende Entwicklung später auch der Rest des Landes.


    Umso weiter die Gewitter Richtung Nordosten ziehen, desto eher ist mit einer Abschwächung zu rechnen. Hier beeinflusst der südliche Ausläufer eines Hochdruckgebiets etwa ab der Landesgrenze zu Sachsen Anhalt die weitere Entwicklung.


    Der Thread wird fortlaufend aktualisiert. Morgen um 10:00 Uhr findet zur Gewitterlage auch noch eine kurze Besprechung auf Discord statt.


    Ist möglicherweise ein Bild von Karte, Himmel und Text „Gewitter-/Unwettergefahr Pfingstsonntag, 05.06.2022 Flensburg Rostock Hamburg Bremen Münster Hannover Berlin EINZELNE UNWETTER Starkregen um 30 Vqm Hagel bis 2 cm Sturmböen (bis 80 km/h) Erfurt Leipzig Frankfurt Saarbrücken DWD Nürnberg Stuttgart Freiburg 品 E Dresden HOHE UNWETTERGEFAHR Böen bis Orkanstärke (100-120 km/h) Hagel um 5 cm Starkregen um 40 Vqm München Aktuelle Informationen unter www.dwd.de oder in der WarnWetter-App“

    Hi Kay, danke für den schönen Bericht! ;-)


    Dann ging es durch heftigen Starkregen zurück Richtung Osten...bei Jena kamen wir nochmal vor die Front

    Ich bin ja schon ein Fan von diesen "in action" Aufnahmen. Das Foto gefällt mir in dem Sinne, genau an der Kante des kräftigen Niederschlags, wirklich gut! Wirkt schön dramatisch. ^^


    VG, Felix

    Hallo zusammen,


    nachdem ich nach eine recht anstrengenden Woche heute eine Radtour gefahren bin, konnte ich im Anschluss gleich lokal noch 10 Kilometer dranhängen... ;-) Die Beine waren aber recht gut in Schuss und die Kaltluftschauer konnte ich mir bei der Nähe nicht entgehen lassen.


    Es ging also kurz hinauf Richtung "Hohes Kreuz" bei Stadtilm.


    Der erste Schauer hatte sich zwischen Ilmenau und Saalfeld formiert und war dabei noch relativ alleinstehend sichtbar:



    An der linken bzw nördlichen Unterseite ließen sich immer wieder ein paar Strukturen / Mammatus erkennen:




    Etwa auf einer Linie von Rudolstadt bis in die Nähe von Jena bildeten sich über die Zeit ebenfalls rückwärts einige stärkere Zellen aus. Hier im Frühstadium:



    Es dauerte nicht lang bis der Eisschirm schon recht gut ausgebildet war:



    Die Sonne senkte sich langsam und das Licht wurde noch etwas schöner. Es war bis auf vereinzelte PKW extrem ruhig und eine wunderbare Stimmung:



    An der Unterseite der Zelle über Saalfeld kamen wieder einige Strukturen zum Vorschein. Weiter Richtung Norden gab es dazu in der unteren Schicht ein paar interessante Wolken zu sehen:





    Die weiteren kleinen Schauer Richtung Rudolstadt / Jena erreichten langsam ihr Maximum. Es war wirklich recht erstaunlich zu beobachten wie es, selbst nachdem die Sonne langsam hinter anderen Wolken im Westen verschwand, weiterhin eine stabile Entwicklung der Zellen gab.




    Noch ein letztes Bild des Schauers über Saalfeld:



    Eigentlich schon fast untypisch das Kaltluftschauer derart weit in den Abend durchhalten. Auch nachdem ich ca. gegen 20:30 Uhr auf dem Rückweg war und die Einstrahlung am Boden definitiv geblockt wurde, hielten die Zellen beständig noch eine ganze Weile durch. Selbst gegen 22 Uhr lassen sich auf dem Radar noch recht klar ein Paar Reste erkennen: Radar HD+, Regenradar vom 29.05.2022, 22:00 Uhr - Thüringen | Wetter von kachelmann.


    Das wars auch schon. ;-)


    VG, Felix

    Hallo zusammen und willkommen zum nächsten Chasingbericht über den 20.05.2022. ;-)


    Eine genaue Lagebetrachtung und die Beschreibung der Ausgangskonstellation findet ihr hier: RE: 2022-05-19-20 GEWITTER (Unwettergefahr)


    Die Gewitterjagd startete zusammen mit Thomas Klein und Markus gegen 13 Uhr bei Arnstadt. Nachdem das Auto vollgepackt und wir somit vorbereitet waren, besprachen wir nochmals kurz die anstehende Lage sowie unsere Chasing-Optionen. Da recht viel Zeit bis zur Ankunft der ersten Front bzw. der Entstehung erster, vorlaufender Zellen war, wollten wir uns noch jede Möglichkeit zur späteren Positionierung offen halten.

    Eine “Gefahr” für freie Sicht und Aufnahmen der Gewitter bestand an diesem Tag vor allem durch die starke Höhenströmung. Die Befürchtung war, dass bspw. die Sicht auf das berechnete Bowecho durch vorlaufenden, ausgewehten Regen verdeckt wird.


    Aufgrund dessen wählten wir vorerst einen Bereich zwischen A38 und A4 aus, um die Flexibilität zu erhalten.


    Während der Anfahrt über die A71 überquerte uns ein schwacher Regenschauer - Überbleibsel eines kleinen Gewitters - und Indikator dafür, dass in der Atmosphäre viel Feuchte vorhanden war.



    Unser erster Aufenthaltspunkt und sonniger Warteplatz wurde ein kleiner Rastplatz südlich von Artern. Hier verbrachten wir die ersten paar Stunden mit regelmäßigen Telefonaten mit anderen TSClern und prüften die Wetterentwicklung über West- und Mitteldeutschland. Die Wartezeit haben wir uns kurzerhand noch mit einem Eis verkürzt.


    Die vielen Windräder in der Umgebung waren ideal zur Beurteilung der bodennahen Windrichtung. Hier war, bis auf eine kurze Varianz im späteren Verlauf, eine fast durchgehende Ostströmung zu beobachten. Das deckte sich somit gut mit den Windbedingungen aus den Vorhersage-Soundings und war ein weiterer Indikator dafür, dass die Modellberechnungen grundsätzlich erst einmal passten.


    Ab ca. 15/16 Uhr war im Windfeld über Thüringen eine Konvergenz zu erkennen, die sich langsam nordwärts verlagerte.


    Windrichtung, Messwerte Thüringen vom 20.05.2022, 16:00 Uhr | Wetter von kachelmann.


    Die Hoffnung, das diese Konvergenzlinie eventuell mit der Orografie am Harz eine Gewitterzelle auslösen konnte, erfüllte sich jedoch nicht. Im besten Fall ermöglichte sie im späteren Verlauf einen kleinen Bonus in der voranschreitenden Entwicklung bestehender Zellen.

    Aus Westen zogen gegen 17 Uhr langsam einige schwache Gewitter über die Landesgrenze nach Thüringen hinein. Für ein gewisses Stirnrunzeln sorgte allerdings ein Blick gen Süden. Unerwartet entstand hier die stärkste Thüringer Gewitterzelle des Tages etwa bei Meiningen.


    RadarHD-Stormtracking vom 20.05.2022, 17:05 Uhr - Thüringen | Wetter von kachelmann.


    Die Zelle lag damit etwas abseits der von den Modellen am Vortag favorisierten Zone und war scharf am südlichen Rand der von Estofex ausgegebenen Level 3 Warnung. Immerhin, sie zeigte, dass die Berechnungen und Erwartungen nicht grundlos waren.


    Wir beschlossen aufgrund der kleinen Entwicklungen an der westlichen Landesgrenze jetzt kurzum die nördliche A38-Option einzuschlagen. Damit erreichten wir die TSC-Chaserkonvergenz an einem Beobachtungspunkt nördlich von Allstedt. ;-)



    Gegen 17:45 Uhr erreichten die ersten vorlaufenden gewittrigen Schauer den Standort. Währenddessen bahnte sich in Südthüringen eine Bilderbuch-Superzelle seinen Weg… Es hofften wohl alle am Aussichtspunkt nur noch auf eine ebenfalls noch rasche Verstärkung der aufziehenden Gewitter.


    Superzelle in Südthüringen: Radar HD+, Regenradar vom 20.05.2022, 17:45 Uhr - Hildburghausen | Wetter von kachelmann.


    Entwicklung im ganzen Bundesland: Radar HD+, Regenradar vom 20.05.2022, 17:45 Uhr - Thüringen | Wetter von kachelmann.


    Es begann die heiße Phase, wer verlagert sich zuerst?


    Vorderseitig der Gewitter sorgte der erste Regen für eine sehr fahle Lichtstimmung:



    In der Ferne ließ sich gegen 18:20 aber immerhin ein erstes Indiz für eine gewisse Dynamik an den Zellen in Nordthüringen erkennen. Richtung Südwesten ragte kurzzeitig eine Aufwindbasis mit tiefer Wolkenuntergrenze durch den Regen, ehe sie durch den Beinahe-Zusammenschluss beider Gewitter wieder verschwand.



    Das Leipziger Team entschloss sich daraufhin als Erstes zum Standortwechsel aufgrund der erwarteten, weiteren Entwicklungsmöglichkeiten in der besseren Luftmasse im Osten. Die südlichere der beiden Zellen zog kurz darauf das bessere Los und baute sich wie erwartet weiter aus. Die nördliche Zelle zerfiel in dem Zuge kurz hinter Sangerhausen.


    Radar 18:25 Radar HD+, Regenradar vom 20.05.2022, 18:25 Uhr - Thüringen | Wetter von kachelmann.

    Radar 18:50 Radar HD+, Regenradar vom 20.05.2022, 18:50 Uhr - Thüringen | Wetter von kachelmann.


    Wir ließen die Gewitterzelle südlich von unserem Standort passieren und beobachteten die Rückseite.


    Hierbei wirkte der Anblick im ersten Moment schon fast bizarr und sorgte für Gesprächsstoff. Der Aufwind war derart weit von der eigentlichen Zelle getrennt, das man rein optisch fast vermuten konnte, dass das Wolkenband schon fast nicht mehr zur eigentlichen Gewitterzelle gehört. Es wirkte eher so als blickte man auf die gekrümmte, regenarme Unterseite einer Schauerlinie.





    Es handelte sich jedoch unweigerlich um den Aufwind der südlichen, organisierten Gewitterzelle. Dies wurde im weiteren Verlauf noch deutlich besser erkennbar.


    Bild - Thomas Klein



    Kurz nach 19 Uhr verabschiedeten wir uns von der restlichen verbliebenen Chasergruppe und verlagerten unsere Position über die A38 so schnell wie möglich nach Osten.


    Bild - Markus Weggässer


    Wir schossen an der Einfahrt zum nächsten Beobachtungspunkt bei Merseburg an der Leipziger-Chasinggruppe vorbei und trafen am Aussichtspunkt noch auf Marco und Chris. Gemeinsam beobachteten wir, wie die flache Superzelle über das Kraftwerk Schkopau zog und dabei kurzzeitig die Abluft einsaugte.


    Bild - Thomas Klein




    Bild - Thomas Klein


    Die Superzelle wirkte generell zwar beständig, unser Eindruck war jedoch, dass ihr die nötige Energie für eine Verstärkung fehlte. Außerdem ließ das Straßennetz keine schnelle Verlagerung mehr zu. Wir genossen somit den frühen Abend noch recht gemütlich. Unser zweites Ziel, die Gewitterlinie aus Westen, war noch ein gutes Stück entfernt.



    Bild - Thomas Klein


    Radar 19:35 Radar HD+, Regenradar vom 20.05.2022, 19:35 Uhr - Saalekreis | Wetter von kachelmann.


    Etwa 20:15 positionierten wir uns dann abermals neu und bezogen auf einem Feld zwischen Weißenfels und Naumburg Stellung.


    Leider trafen wir hier exakt den Bereich der Linie, der nicht mehr die kräftigste Entwicklung aufwies. Nördlich von unserer Position zog eine aus der Distanz noch recht gut erkennbare Böenwalze / Shelfcloud vorbei.


    Bild - Thomas Klein



    Nach nur wenigen Minuten am Standort wurden wir dann von der Gewitterlinie mit ca. 90 km/h Zuggeschwindigkeit eingeholt.


    Wir packten die Ausrüstung zusammen, stiegen wieder ins Auto. Während der Starkregen auf die Landschaft preschte, befanden wir uns auf dem Weg zurück zur Autobahn. Die Rückseite wirkte auf dem Radar weiter südlich etwas weniger regenverhangen. Allerdings verdeckte eine weitere Gewitterlinie, die sich noch weiter westlich etwa in der Landesmitte befand, bereits das Sonnenlicht. Wir wurden kurze Zeit später vollständig von der Linie passiert, rein optisch gab es nichts mehr von Relevanz.



    Das Chasing fand somit sein Ende und wir traten die Rückfahrt an. Auf der A9 gerieten wir noch für kurze Zeit in einen Stau. Die Gewitterlinie, die trotz Ausbleiben starker Böen über das Land zog, hatte es dennoch geschafft einen einzelnen Baum auf die Autobahn stürzen zu lassen…


    Ein Teil des Chasings ist auch noch in bewegten Bildern festgehalten. Insbesondere die Fahrt unter dem Aufwind der Superzelle hindurch war sehr spannend anzusehen:

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    Fazit (Felix):


    Für mich war es grundsätzlich das erste Level 3 Chasing in Thüringen. Der bestehenden Erfahrung über die Entwicklung und den damit verbundenen Unsicherheiten bewusst, war es von Beginn an schwierig, ein klares Ziel für den Tag festzulegen.


    Würden vorlaufend der Front (Super-)Zellen entstehen? Wird das Bowecho tatsächlich wie berechnet eintreffen und wo wird sich der Kern befinden? Lassen sich Faktoren ausmachen, die die Entwicklung stören könnten?


    Mit diesen Fragen startet man in eine solche Jagd und wie sich auch hier zeigte, gewinnt man bis zum Ende nur zögerlich Klarheit über den wahren Ablauf.


    Klar ist - für Thüringen gab es, abgesehen von der Südthüringen-Superzelle, *keine* Level 3-würdige Wetterentwicklung. Aus manch einer Sicht dürfte das auch für Ernüchterung gesorgt haben. Auf der anderen Seite ist es eine gute Nachricht für jeden, der deshalb nicht von Schäden durch Orkanböen, Großhagel, Downbursts oder sogar einem Tornado betroffen war. Besonders interessant ist dabei das fast vollständige Fehlen der im Vorfeld erwarteten, hohen Windgeschwindigkeiten im Zuge des Bowechos. Diese beeinflussten die Gefahrenbewertung am Vortag stark, spielten zuletzt aber fast keine Rolle mehr.


    Es wird interessant sein in der Nachbesprechung zu erörtern, welche Grundlagen für die veränderte Situation gesorgt haben. Mitunter dürften wohl vorlaufende Regengebiete (ggf fehlende Einstrahlung und zusätzliche Abkühlung), das Ausbleiben einer klaren “Dryline” sowie die Entwicklung der erst schwachen Gewitter vor der eigentlichen Gewitterfront einen Einfluss gehabt haben.


    Es bleibt nur festzuhalten - einem Level 3 liegt meist weiterhin eine schwer zu bewertende Ausgangssituation zugrunde.


    Viele Grüße, Thomas & Felix

    Vielen Dank zunächst für das Feedback - das mit der LP hätte ich noch besser zur Diskussion stellen können, die Annahme stützt sich zumindest auf die Einschätzungen von Karsten und Anton, auch Oscar geht davon aus, zumindest was die Entwicklung dann ab nördlich von Leipzig betrifft.

    Das ist für mich so ein bisschen der Punkt wo es vllt auch an der Definition mangelt. Kann eine Superzelle auch eine LP sein, weil zu wenig "Power" dahinter steckt und die Windscherung stark genug für eine gute Separation von Auf- / Abwind ist, wodurch eine gute Freilegung der Wolkenbasis erfolgt? ...oder ist eine Superzelle erst dann als LP zu bezeichnen wenn es trotz vollständiger Entwicklung der Zelle bei wenig Niederschlag und einer klar abgetrennten Wolkenbasis bleibt?


    Ich gebe da zu auch zwischen den Beschreibungen zu schwanken, tendiere aber eher zur letzteren Variante - letztendlich ist vermutlich beides nicht falsch...

    Hi Florian,

    danke für den schönen und ausführlichen Bericht! Es ist auch sehr interessant zu lesen / sehen wie sich das etwas unterschiedliche Timing zwischen den Teams in der Betrachtung auf die gestrige Lage auswirkte. Ihr hattet besonders zum Abzug der Superzelle dann durch die frühzeitige Verlagerung (als wir an euch vorbei sind) einen schönen Ausblick auf die Superzelle im Licht der langsam untergehenden Sonne.


    Ein paar Anmerkungen noch:

    Die freistehende LP - Superzelle direkt vor uns.

    Was auffiel, dass die Zelle vergleichsweise nicht so hochreichend war, wie bei anderen Gewittern. Sich die Ausbildung eines Eisschirmes nicht ergab, sondern der CB eher als Calvus in die Höhe wuchs und dort verweilte. Dafür bildeten sich Schattenstrahlen aus, als der Aufwind darüber liegenden Cirrostratus im Abendlicht erreichte.

    Ich denke die Bezeichnung als LP ist hier schwierig, der Niederschlagsbereich war grundsätzlich eigentlich recht ausgeprägt. Außerdem fehlte - wie von dir erwähnt - auch in der Entwicklung irgendwo der letzte "Push" um das Teil wirklich nach oben zu treiben. Das, zusammen mit dem durch die Windverhältnisse teilweise recht weit entferntem Aufwind, war hier eventuell auch etwas täuschend.


    Bin mir jetzt auch nicht 100% sicher, würde aber in der Bewertung eher zu einer klassischen SZ tendieren.


    Die Abschattung der Cirruswolken im späteren Verlauf kommt wirklich schön zur Geltung!

    All in all stand wohl nicht das volle Maß der Energie zur Verfügung. Das Level 3 war somit in meinen (noch unerfahrenen) Augen nicht zutreffend - korrigiert mich gerne, wenn ihr das anders seht :D

    Darüber haben wir gestern auch noch einige Male diskutiert und werden es sicher auch in der Nachbesprechung nochmal tun. Letztendlich scheint ein "Level 3" auch immer irgendwo schwierig in der Beurteilung und dem Ablauf. Das sich mitunter die stärkste Thüringer Zelle nun in Meiningen bilden würde und eine vermutlich ansehnlichere Gewitterlinie über Bayern zieht, war im Vorfeld einfach nicht auszumachen.


    Allerdings muss man sagen das es weiter westlich Paderborn ja bspw recht stark erwischt hat. Ich würde davon ausgehen, wäre die Situation etwas anders abgelaufen, hätte die Tornado-Zelle durchaus auch Thüringen / Sachsen (-Anhalt) oder Brandenburg treffen können. Daher war die Einstufung von Estofex aus meiner Sicht generell schon gerechtfertigt.


    Letztendlich gibt es auch nur recht selten eine Level 3 Warnung über Deutschland und so sind auch die Erfahrungswerte eher gering. Am Ende hast du, wie bspw damals am 18.08.2017, bei einem Level 2 "mehr Superzelle" als bei dem gestrigen Level 3. Man kann die Parameter letztendlich auch nicht mehr beeinflussen - entweder es passt oder es passt nicht. Der Grat dazwischen ist irgendwann einfach Zufall und nicht mehr wirklich aus Modellen und Nowcast vorherzusagen.


    Insgesamt war es für euch damit aber ein erfolgreiches Chasing mit schönen Ausblicken und einem angenehmen Treffen zwischendurch. Beim nächsten Level 2 gibt es dann bestimmt auch mal eine vollausgebaute SZ. ;-)


    VG, Felix

    Hallo!


    Zum gestrigen Tag noch ein kurzer Bericht.


    Mir war im Vorfeld anhand der Lagebeschreibung hier im Forum sowie der vorhandenen Modelldarstellung recht schnell klar, das es letztendlich einen recht fokussierten Bereich in Mittelthüringen treffen würde. Das Jagdgebiet ließ sich am Nachmittag dann auch durch Berichte im Lage-Channel auf Discord recht gut einschränken. Nordthüringen war noch zu stark von Bewölkung beeinflusst und von Südwesten her schob sich allmählich der Eisschirm eines Schauer-/Gewitterclusters bei Meiningen heran. Somit blieb nur ein recht zentraler Bereich quasi wolkenfrei und begünstigte die weitere Entwicklung.


    Nachdem sich im Westen / Nordwesten Thüringens die ersten kräftigen Gewitter gebildet hatten und Richtung Landesmitte bewegten, ging es los.


    Das Ziel wurde sehr knapp vor der ersten eintreffenden Zelle Frienstedt bei Erfurt. Neben der B7 war recht schnell eine Parkmöglichkeit mit guter Aussicht gefunden. Recht schön zu sehen war bereits auf der Anfahrt, das die Zelle offensichtlich einen strukturierten Aufbau hatte. Der Aufwindbereich brachte zeitweise sogar eine kleine Wallcloud hervor.



    Letztendlich war es hier schon fast etwas zu nah, allerdings gab es aus meiner bisherigen Erfahrung auch keinen guten Standort weiter südlich. Außerdem kamen ja noch weitere Zellen aus West/Nordwest. Bei einer ausgeprägteren Zelle im Hochsommer sollte man sich eventuell zweimal überlegen, ob man so nah ran will. Ohne Panorama war nicht mehr viel zu machen.



    Der Abzug gestaltete sich dann eher unspektakulär, es ging jetzt noch ein Stück nach Norden um weitere Gewitter abzufangen. In dem Fall bot sich ein Feldweg oberhalb von Witterda an. Von hier aus konnte man die kräftige erste Zelle sowie die folgenden, linienartigen Gewittern gut beobachten.


    Radar HD+, Regenradar vom 16.05.2022, 18:45 Uhr - Thüringen | Wetter von kachelmann.


    Die erste Zelle der Linie zeigte auch wieder einen Ansatz zum strukturierten Aufbau und entlud sich nach kurzer Abschwächung dann mit voller Kraft nördlich von Erfurt. Es gab recht wenig sichtbare Erdblitze (die die es gab, waren dann aber auch ziemlich kräftig), akustisch war jedoch ein konsequentes Grummeln aus der ersten Zelle wahrzunehmen. Interessant war dabei zu verfolgen, wie die Windräder in der Umgebung quasi konstant ihre Ausrichtung veränderten.






    Ein kurzes Video fürs Feeling ;-)


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    Dahinter schwächten sich die Gewitter dann immer weiter ab und es zeigten sich nur noch ein paar fahle Fallstreifen. Das Kurz-Chasing war damit auch erfolgreich beendet. :thumbup:




    Viele Grüße, Felix

    Interessantes, kurzes Video zum ersten / einzigen F5 Tornado in Kanada:


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    Hi!


    Ich war heute Abend noch eine größere Runde spazieren. Dabei habe ich (natürlich) auch das Wetter ein bisschen beobachtet, allerdings waren die Regenschauer doch schon deutlich abgeschwächter als gestern (09.04.) und meist ohne gewittrige Aktivität. Dennoch gab es kurz vor Sonnenuntergang noch ein schönes Lichtspiel an einem zerfallenden Schauer, der seinen Weg aus Nordthüringen in die Mitte gefunden hatte.


    Die Wolken westlich trennten langsam die Beleuchtung von der Wolkenbasis ab:




    Etwas später war der Schauer dann quasi komplett aufgelöst und das Licht ebenfalls fast weg. ;-)



    VG, Felix

    Moin,

    ich hoffe Ihr seid gut ins neue Jahr gekommen!


    Nochmal nachgereicht 2 Bilder vom Sonnenuntergang gestern. Hier waren zu der Zeit relativ viele Fallstreifen zu sehen, diese sorgten mit der untergehenden Sonne für ein schönes Lichtspiel.




    VG, Felix

    12.10.21 - Kurzbericht - Die Kaltluftschauer sind zurück... ;-)


    Ich bin spontan und ohne viel Vorbereitung heute Nachmittag raus und habe von der üblichen Position die aus Erfurt/Weimar heranziehende Schauerstaffel abgefangen. Struktur gab es nicht wirklich zu sehen, allerdings einen sehr schönen Regenbogen. In der schon recht tief stehende Sonne bildete sich die kräftigste Färbung die ich bei einem Regenbogen (persönlich) bisher gesehen habe aus. Dazu war auch gut der 2. Bogen zu sehen.




    Vorteilhaft war das man hier noch für eine Weile zwischen den Schauern stand. So kamen auch noch 2 Spaziergänger, begeistert von der Farbkraft, vorbei und beobachteten das Schauspiel eine Weile. Eine Dusche für die Kamera und mich blieb später trotzdem nicht aus, aber irgendwann können die Dichtungen ja auch mal ihre Arbeit machen...



    Das rechte Ende zog sogar langsam auf uns zu, so auch noch nicht erlebt.



    Die aufziehenden Wolken verdeckten langsam die Sonnenstrahlen, somit verging auch der Regenbogen und es lag kurzzeitig noch eine schöne Stimmung über der Landschaft, bevor der stärkere Regen begann.



    VG, Felix