Beiträge von Florian T. L.

    Guten Mittag an die Runde :winken
    Der wievielte Tag war das gestern mit Hitzegewitter in Thüringen? Der 5. glaube sogar diese Woche. Voraussetzungen wie in den letzten Tagen: Wenig Dynamik, langsame Verlagerung, relativ kurze Lebensdauer. Ein kleiner Unterschied war dennoch gegenüber den letzten Tagen zu erkennen: Es blieb klar, bis die ersten Cbs am Thüringer Wald zu sehen waren und die Konvektion dann allmählich in Gang geriet. Den ersten Eisschirm sah ich gegen 13 Uhr am Himmel, war aber für mich noch weniger interessant. Nach 14 Uhr entstand südlich von Weimar eine Zelle, die ich dann ins Visier nahm. Viel war nicht zu hören und zu sehen, einen Blitz konnte ich im Augenwinkel ausmachen:



    An der Zelle wuchs seitlich noch ein Turm empor und rumpelte auch sporadisch vor sich hin. Wie die Tage schon häufig gesehen, ließ sie nur eine Menge an Wasser fallen und zerfiel dann kurzerhand:



    Über den gesamten Horizont waren nun Cbs verteilt und schmückten so den Himmel. Mittlerweile war ich nun fast auf dem Cospoth bei Jena und genoss einfach die Aussicht:



    Die eine Zelle war weg, schon kam die nächste in den Gang. Innerhalb von einer halben Stunde wuchs ein Turm hinauf, regnete sich ab und wuchs ein zweites mal in die Höhe:



    Entfernt rumpelte es immer wieder mal...



    ...und irgendwann kam der Niederschlag auch am Boden an. Dabei ließ sich eine Fußform erahnen:



    Die Schattenseite lokaler Niederschlägen und der Dürre der letzten zwei Jahre präsentiert sich zunehmend in brauner Art und Weise. Wo man in den Wald auch hineinschaut, überall rotbraune Stellen oder gar ganze Flächen:



    Zunehmend unruhiger wurde es am Himmel in Richtung Saalfeld. Zu den aufquellenden Wolken gesellte sich der ein oder andere Donner hinzu:



    Der Eisschirm wuchs zusehends und die Zelle signalisierte mir: Mach dich runter vom Berg! Es war kein Grund zur Panik, lag die Zelle doch erst über Rudolstadt, doch mit dem Fahrrad dauert es auch eine Weile, bis man sicher ist :) :



    Wieder zurück in Bucha war nicht viel strukturell zu sehen. Über Lobeda ging ein [definition=78,0]Microburst[/definition] nieder, der bis Jena-Ost anhielt, zahlreiche Erdblitze zuckten, der Himmel über mir bedrohlich turbulent:



    Südwestlich von Jena entstand eine weitere Multizellengruppe (https://kachelmannwetter.com/d…ingen/20190830-1555z.html) und folgte der Zugbahn der Zelle bei Weimar Stunden zuvor. Und was sich da abspielte, habe ich die ganze Saison missen müssen! Die Zelle sog die Feuchtigkeit des Gewitters vom Nachmittag in sich ein und brachte einige Wolkenfetzen hervor:



    Die Fracti wurden zwar weniger, dafür konnte ich ein neuen Niederschlagskern beim Entstehen beobachten:



    Neben vielen Erdblitzen und vielen Versuchen, diese auf den Sensor bekommen (was natürlich nicht funktionierte), kristallisierte sich das Highlight des gestrigen Tages heraus: Eine [definition=115,1]Wallcloud[/definition]. Konnte ich im ersten Moment gar nicht glauben. Rotation war aufgrund der Entfernung nicht zu erkennen, doch der Mesozyklonen-Index (Danke @Marco) unterstützt den Indiz auf eine [definition=115,1]Wallcloud[/definition]: https://kachelmannwetter.com/d…index/20190830-1615z.html



    Diese Phase der Zelle hielt jedoch auch nur kurz an und auch sie zerfiel bald. Der Eisschirm der Zelle über Jena zauberte noch ein nettes Farbspiel an den Himmel, ehe Sonne und die Wolken verschwanden:



    Für mich persönlich trotz der dynamikarmen Umstände ein gelungener Saisonabschluss, wer weiß, was denn der September noch so bringt ;)

    Das komplette Gegenteil vom letzten Sonntag war abgesehen vom Eintreten der Gewitter der heutige Tag. Kaum Zuggeschwindigkeit, Organisation etc., da hatte ich sogar mit dem Fahrrad ausreichend Zeit, mich zu positionieren und zu beobachten. Wie so oft begann der Tag erstmal nur mit der Beobachtung per Radar, bis sich erste Zellen entlang des Thüringer Waldes bildeten. Kurze Zeit darauf zündete es auch über dem Vogtland durch, auch wenn es einige Anläufe brauchte. 16 Uhr brach ich dann auf und schaute mir das ganze in Ruhe an. Eine Gruppe aus mehreren hochreichenden Quellungen mit einzelnen entfernten Donner und aufstrebenden Neuentwicklungen:



    Dabei zauberte eine Cumulus mediocris zusammen mit der Sonne schöne Krepuskularstrahlen und ein Wolkenschatten an den Himmel. Diese Quellung sollte es dann auch auf dem Weg in Richtung Westen noch zum Gewitter schaffen:



    Gleichzeitig entwickelte sich östlich von Jena eine neue Zelle, wobei auch ein Regenbogen zu sehen war:



    Mehrere "Einrisse" im Regenbogen lassen auch auf Hagel vermuten:



    Ronny stand währenddessen bei Zimmritz und konnte von dort aus den Niederschlagskern besser beobachten. Die Fallstreifen nahmen zunehmend die Form eines [definition=30,0]Downburst[/definition] an. Nebenbei frischte Wind aus der Zelle kommend auf und brachte willkommene Abkühlung. Die Zelle wuchs weiter in die Höhe und entlud sich öfter, jedoch war kein einziger Blitz zu sehen:



    Die Zelle zog allmählich weiter, ich machte mich wieder auf in Richtung Bucha, da der obere Teil der [definition=22,0]Cb[/definition] nun über mir hing und ich dabei nicht zwingend auf dem Berg bleiben wollte. Vom Feuerwehrgebäude aus beobachtete ich die Zelle weiter. Meine Aufmerksamkeit galt anschließend einer Neuentwicklung über Apolda, wahrscheinlich getriggert durch den Outflow der östlich danebenliegenden Zelle:



    Die östliche Zelle brachte auch die einzige Struktur des Tages, auch wenn es nur ein Hauch davon war. Einmal [definition=113,0]Virga[/definition]...:



    ... und zum Abschluss noch 3(!) Mammaten^^:



    Viel mehr war auch aufgrund der mangelnden Dynamik nicht zu erwarten. Über Plauen hielten sich zahlreiche Neuentwicklungen wacker, diese verschwanden dann aber auch mit dem Sonnenuntergang. Nahezu das Gleiche ist Morgen wohl auch zu erwarten, ehe so manches Modell am Mittwoch und Donnerstag mit einer etwaigen Gewitterlage winkt.


    Ich winke jetzt auch und wünsche euch allen noch einen angenehmen Abend :winken

    Gestern stand (endlich mal) wieder eine dynamische Lage mit guter [definition=95,0]Scherung[/definition] an, wobei die Modelle stark in den Prognosen der Gewitter zu kämpfen hatten. Gegen 15 Uhr entstanden im Raum Frankfurt a.M. erste Schauerzellen, die mit rascher Verlagerung kurz vor Thüringen zu Gewitter sich entwickelten. Die Gewitter hielten jedoch nicht lange durch, es waren aber auf dem Radar und auch live immer wieder rege Neuentwicklungen zu erkennen (https://kachelmannwetter.com/d…ingen/20190818-1415z.html). Laut dem 12er Lauf des Meininger Radiosondenaufstiegs galt es für die Konvektion zwei Inversionen zu durchbrechen, wobei die Schauerlinie wohl immer wieder an der in etwa 500 hpa (ca. 5500m) liegenden schwachen [definition=52,0]Inversion[/definition] scheiterte. Die "Linie" zeigte sich verwaschen auf der Höhe Jena, Richtung Süden waren auch deutliche Aufwindbasen und kräftigere Entwicklungen zu sehen, an denen Ronny sich angeheftet hatte. Hier mal ein per Handyapp probiertes zusammengesetztes Panorama:



    Ein näherer Blick auf den südlicheren Teil:



    Mit der schnellen Zuggeschwindigkeit war der Regen bald da, ich stellte mich kurz in einer Wartehalle unter, ehe die Sonne wieder schien und ein kräftiger Regenbogen zu sehen war. Dabei traf ich auch Kay wieder und wir tauschten uns über Gewitter der vergangenen Wochen oder aus Kroatien aus^^. Währenddessen bot sich uns dieser schöne doppelte Regenbogen:



    Wir unterhielten uns weiter, dabei zog der Rest der Schauer sehr schnell ab, wobei sich anschließend zeigte, wie der Eisschirm mit ein paar Mammaten entlang des Deckels strömte:



    Anschließend ging es wieder nachhause, doch auf dem Radar kündigte sich schon der Knaller des Abends an. Gegen 20 Uhr kam ich erst raus, als die entstehende Linie schon vor Bucha stand. Die Shelf war teilweise im kräftigen Niederschlag eingelagert, wieder mit Blick Richtung Süden ließen sich aber sehr deutliche Strukturen erkennen, die ich auf die schnelle gar nicht festhalten konnte. Verzweifelt suchte ich nach einem optimalen Standpunkt, wollte mich jedoch aufgrund der schon recht nahen Blitze nicht auf einen Berg stellen. Wie ich da so stand, zuckte kurz vor der Shelf ein Blitz auf, den Ronny paar Kilometer weiter perfekt eingefangen hat. Ein Bild hab ich dann auf die schnelle doch gepackt, ehe ich schon leicht panisch mit dem Fahrrad wieder aufbrach (weil das zog ja alles soooo schnell :flucht:grübel ):



    Wie ich den Berg nun herunterfuhr, kam gerade @Christopher ins Dorf reingefahren und hat mir eine Vollbremsung abverlangt ;) Nach wirklich sehr kurzer Unterhaltung landete das Fahrrad auch gleich am Laternenpfahl und ich stieg schnell ins Auto. Kaum war die Tür zu, stob der Regen mit einen gewaltigen Wind durch die Straßen. Auf dem Doppler kann ich noch nicht viel herauslesen, dennoch hier der Link: https://kachelmannwetter.com/d…rte-a/20190818-1820z.html . Wir fuhren auf einen naheliegenden Berg und genossen das Getose. So schnell, wie der Regen da war, zog er auch wieder ab. Dafür präsentierte sich uns ein toller Sonnenuntergang, den wir schnell festhielten:



    Um rückseitige Blitze abzufangen wollten wir wieder losfahren, als 100m weiter relativ große Äste den Verkehr behinderten. Unter zuckenden Wolkenblitzen schnell aufgeräumt und weiter ging's:



    Heute im Tageslicht haben sich weitere kleinere Schäden an Bäumen gezeigt, die Pappeln am Dorfesrand hatten den Sturm sehr gut überstanden. Zurück zu gestern. Am Orsteingang Schorba stellten wir uns hin, Ronny und Luise waren auch da und begrüßten uns freudig. Jedoch waren die Zellen schon sehr weit gezogen, sodass wir die "besten" Blitze leider beim Aufräumen verpasst hatten. Dennoch bot sich unserer kleinen Chaserkonvergenz eine gemütliche Lightshow:




    Am Südende der Linie beobachteten wir eine kleinere Neuentwicklung, während Ronny & Luise für den Heimweg aufbrachen. Auch wir setzten uns dann wieder in Bewegung und Christopher lud mich in Bucha wieder ab^^ So ging der Abend dann auch zuende und auch gleich ins Bett für das neue beginnende Schuljahr.


    Schon während des Gewitters fiel mir ein gewisses Dejavue zum 17.08.18 ein, wobei alles viel langsamer zog und auch mehr Blitze in der Wolke zuckten. Der passende Abend wäre es geworden, wenn alles mit nur halber Geschwindigkeit wenigstens gezogen wäre (*schmunzel*). Mich hat es sehr gefreut, einige an dem Tag wieder gesehen zu haben^^


    Habt einen schönen Abend,
    Flo :winken


    PS.: Leider sind wieder einige Bilder nicht optimal scharf geworden, sorry dafür :(

    Mehr schlecht als recht, was bei mir nördlich von Leipzig ankam...:



    Einzig die Lichtstimmung war ein kleinerer Genuss, ab und zu donnerte es leicht:




    Anschließend etwas Regen und ein Regenbogen mit Interferenzen:


    Den gestrigen Tag verbrachte ich zum größten Teil in Jena, da kam die Linie gegen 15 Uhr recht überraschend. Was zunächst nur als dunkle Wand zu erkennen war, entpuppte sich zu einen ansehnlichen und dynamischen Gewitter. Der Niederschlagsbereich war klar getrennt:




    @Ronny K. stand bei Bucha und konnte noch mehr Strukturen erhaschen als ich in Jena. Hier beobachteten wir beide ein allbekanntes Problem, welches auch im Stormtracking zu erkennen ist (https://kachelmannwetter.com/d…darhd/20190731-1305z.html): Die Gewitter verlieren an Strukturen oder "sterben" gar regelrecht vor bzw. über Jena ab, wenn sie aus Südwest/West heranziehen. Ich weiß nicht, ob euch dieses Problem bekannt ist oder ihr schon ähnliches erlebt habt?! Das Gewitter schob sich recht langsam weiter voran, erste Donner waren trotz des Stadtlärms zu hören:



    Eine interessante Stimmung stellte sich über der Stadt ein:



    Der Wind begann typischerweise Aufzufrischen und über den Köpfen der Jenaer und Jenenser zeigte sich die eindrucksvolle Dynamik des Gewitters, ich würde mich sogar etwas aus dem Fenster lehnen und das als Whalesmouth bezeichnen:



    Anschließend begann es beinahe auf Kommando zu regnen, der sich mehr und mehr intensivierte. Über der Saale bildete sich ein sehr flacher Nebelteppich. Ich zog mich nun am Saaleufer unter die Brücke zurück, während so manche Ente zu duschen begann:



    Nach phasenweise stärkeren, mal schwächeren Regen zog das Gewitter mit nur seltenen Donner (Problematik des "Gewittersterbens" vor Jena wurde ja schon angesprochen) ab. Als etwas später der Eisschirm auch abzog, zeigten sich auch Mammaten am Himmel, kombiniert mit ungewöhnlicher Aussicht:



    Nach diesen eher ungewöhnlichen Perspektiven zum Spotting mit kleineren Standortwechseln ging der Tag mit weiteren kleineren Schauern und Gewittern (gegen 20 Uhr bei Camburg) einher, die im Abendlicht auch sehr schön aussahen. Mit der Heimfahrt sah man mit relativ guter Fernsicht eine Zelle über Nordhausen etwa um 22:30. Sie baute nach Süden hin an, wenn man das in der Dämmerung erkennen konnte. Nach mehrmaligen Aufleuchten wurde es dunstiger bzw dann auch nebliger, vom Gewitter war gar nichts mehr zu sehen:



    Fazit:
    Wenn man sich in einer Stadt gut auskennt und gewisse Punkte zum Beobachteten hat, so lässt sich auch in unübersichtlichen Terrain ein Gewitter gut genießen. Auf die Berge konnte ich mich nicht schnell genug begeben, weswegen es beim "Zentrumspotting" blieb. Weiterhin wird mich die Frage um die Entwicklung der Gewitter beim Überqueren von Jena weiter ins Grübeln bringen...


    Euch ansonsten einen guten Morgen,
    Florian :winken

    Weißabgleich ist ja von der Anpassung her noch quasi am leichtesten. Hast du von Canon Digital Photo Professional oder Adobe Lightroom? Das lässt sich eigentlich problemlos mit einem Slider anpassen. :)

    Lightroom nutze ich nicht vollständig und nur am Handy, weil ich nicht die kostenpflichtige Vollversion habe und von der Software von Canon habe ich bis jetzt noch gar nichts gehört, interessant  :grins
    Danke dir auf jeden Fall, ich fuchse mich mal rein

    Kannst du hier den Zeitstempel der Aufnahme mal prüfen? Das dürfte die Zeit gewesen sein, wo die [definition=81,0]Outflow Boundary[/definition] auch auf dem Radar sichtbar wurde.

    Das Bild ist gegen 21 Uhr entstanden, das waren wie gesagt nur noch Winde, die sehr kühl aus dem Cluster im Nordwesten herausgeflogen kamen. Gegen 22:25 jedoch spielte sich ähnliches nochmal ab, was auf die Boundary hindeuten könnte.



    Zeitstempel?


    Deine Blitzaufnahmen sind doch noch gelungen! Daumen hoch!


    Ab 22:20 begann der Regen, Weimar zu verstecken. Wenige Minuten später war von Bucha aus nichts mehr zu sehen. Und danke dir, auch wenn es mit dem Weißabgleich nicht ganz gepunktet hat :grins

    Guten Morgen zu dieser unchristlichen Zeit :winken:morgähhhhn


    Ferienzeit heißt wohl auch, den Schlafrythmus gewaltig auf die Probe zu stellen, daher ein kleiner Bericht von mir.
    Wie so oft habe ich heute den Tag vor den Karten und Radaren verbracht und mal wieder beinahe die Lage abgeschrieben, als doch tatsächlich die Linie weiter nach Süden anbaute und eine Zelle bei Fulda auf Jena zusteuerte. Doch im Vorfeld zogen einzelne kleinere Zellchen heran:



    Da kam kein Ton mehr raus, also hieß es: Kleiner Standortwechsel. Dabei fielen mir interessante Wolkenformationen auf, wobei ich hier auf Altocumulus translucidus undulatus (und weitere) tippe:



    Allmählich wurde es von Nordwesten her dunkler, da die ersten Teile der Front nun über Erfurt lagen. Von weitem ließen sich schon Teile einer Shelf erkennen, die sich jedoch von Süden her immer mehr abbaute. Dabei könnte es sich um Abschwächung bzw Verlust der Organisation handeln, da der Batzen immer weiter verclusterte. Die Zelle, welche schon Tod vor sich her dümpelte, produzierte ein paar schöne [definition=72,1]Mammatus-Wolken[/definition]:



    Nach erfolgten Standortwechsel (bezeichnen wir das beim Fahrrad mal so ;) ) schälte sich die Shelf weiter heraus, welche jedoch immer mehr abbaute. Mit einsetzenden Sonnenuntergang konnte man nun so manchen Blitz erkennen:



    Mit relativ wenig Geflacker zog die Zelle, später laut Radar [definition=79,0]Multizelle[/definition], an Bucha vorbei. Die sich nun vollständig zurückgebildete Shelf äußerte sich dennoch beim Überqueren der [definition=14,0]Böenfront[/definition] mit stürmischen Böen, so dass die Kamera schonmal ordentlich ins Wackeln geriet. Dabei brodelte der Himmel durch Dynamik kräftig auf (Die untere linke Bildecke ist aufgrund des Windes verschwommen):



    Die Zelle zog weiter ab, ich wartete weiterhin, da von Westen her sich zwei weitere Zellen auf dem Weg befanden. Die Sonne war inzwischen untergegangen, der Himmel schimmerte rot unter den dicken Wolken, umrahmt von den zwei Niederschlagskernen:



    Dann kam der Moment, den man ungern eigentlich erleben möchte: Vom Südwesten bis in den Osten zuckten Blitze und man wusste nicht: "Wohin mit der Kamera?" Dadurch gingen mir leider einige Blitze durch den Lappen, bei dreien hatte ich dennoch Glück:



    Hier ein vom Regen halb verschlungener Erdblitz, der dennoch auf der Entfernung von über 30km und Lärm von der Autobahn als ordentlicher Schlag zu hören war:



    Weimar verschwand im Regen, der Wind frischte kräftig auf, ich wartete nur noch den "Erdblitz des Abends" ab und bekam ihn in voller Pracht:



    Dann hieß es wieder: Sachen packen, ab auf das Fahrrad und schnell nachhause. Der Regen blieb nahezu aus, von Norden her schwaches Grummeln und Flackern, dann war auch die heutige Lage wieder beendet.


    Habt einen schönen Sonntag,
    Flo :winken

    Gestern Abend wurde es nochmals sehr interessant. Dabei zogen im Norden von Thüringen weitere Gewitter lang. Unter anderem diese Zelle über Bad Sulza:



    Ein vielfaches Spiel aus Wolken- und Erdblitzen:



    Die Nacht ging über in den 20. Juni. Gegen 2:30 Uhr entstanden nochmals einzelne Zellen, wie die hier zum Beispiel über Gera. Selten Gewitter so freistehend erlebt:



    Der Morgen brach an und aus Bayern kommend zog eine kräftige Gewitterlinie in Thüringen rein. Die Gewitteraktivität hielt etwa auf einer Linie zwischen Erfurt und Jena/Gera an. Nach und nach kristallisierten sich aus einer schwarzen Wand deutliche Wolkenstrukturen:



    [definition=15,0]Shelfcloud[/definition] wird deutlicher:



    Während die Shelf näher zog, ging die Sonne auf und tauchte alles in brennende Farben:



    Ich konnte mich nicht losreißen, die Farben und Strukturen waren atemberaubend:



    Dauernd waren Erdblitze zu sehen, ein Dauergrummeln setzte allmählich ein. Zum Schluss noch einen anderen Weißabgleich ausprobiert und dann ging es nachhause:



    Die Eindrücke wabern noch immer in meinem Kopf herum. Noch nie so eine Shelf gesehen. Ich bin regelrecht froh, die Nacht wach geblieben zu sein :grins


    Habt noch einen schönen Tag,


    Florian :winken

    Überraschend, wie richtig doch ein Modelllauf liegen kann:


    https://kachelmannwetter.com/d…etter/20190619-1100z.html


    Und somit ging es sofort nach der Schule mit dem Fahrrad bergauf zurück aus Jena nach Bucha. Währenddessen Richtung Apolda bedrohliche Quellungen und ein leises rumpeln. Nach Süden hin entstanden neue Zellen, unter anderen dann auch direkt bei Bucha, weswegen ich um so schneller in die Pedale trat. Zuhause angekommen, erstmal ein sondierendes Spotting vom Dachboden aus. Ein Dauergrummeln feinster Art, jedoch nur vereinzelt ein paar dicke Tropfen in Bucha:



    Währenddessen über Lobeda kräftiger Niederschlag, unter anderem auch Hagel. So mancher Erdblitz ließ sich erkennen und lenkte mich ab, eigentlich zur besseren Beobachtung auf den Cospoth zu fahren. Mal wieder ist es mir am Tage noch nicht gelungen, einen der Blitze festzuhalten:



    Nach langem Überlegen und Beobachten fuhr ich noch zum Cospoth, wo ich @Kay H traf und wir uns über die weitere Entwicklung unterhielten. Dabei ließ sich beobachten, dass die Zellen recht hochbasig und relativ low topped waren und diese sich abschwächten. Etwa auf Höhe Hermsdorf/Eisenach konnte ich noch ein paar schwache Blitze erkennen. Bis jetzt kein Hauch von Struktur:



    Die Sonne brannte nun wieder gnadenlos nieder und so beobachtete ich weiter die Landschaft. Dabei sah ich teils massive Auswirkung der Trockenheit, auch der Wald schräg links über der Lobdeburg hatte sich aufgrund eines verheerenden Waldbrandes braun verfärbt:



    Schlussendlich wurde es mir dann arg zu heiß, so machte ich mich wieder auf den Weg nach Bucha. Kurz vor dem Ortseingang entstand doch noch ein Hauch von Struktur: Mammaten, welche sich jedoch nicht lange hielten:



    Wegen der morgigen Lage werde ich mir wohl aufgrund der Schule und anschließenden Feuerwehrausbildung auf die Zunge beißen müssen.


    Wünsche euch noch einen schönen Abend, mal sehen was noch so kommt.
    Florian :winken

    Mein erstes genauer betrachtete und dokumentierte NLC-Display:



    Die Farben des dämmrigen Himmels waren wundervoll und fesselten einen nahezu am Straßenrand.


    Ab und zu ließ sich aus ganz weiter Ferne ein Wetterleuchten aus dem Raum Magdeburg erhaschen.


    Die Lage heute Abend ist noch sehr unsicher, mal abwarten, was sich so ergibt.
    Euch schonmal ein schönes WE,
    Florian :winken

    First try!


    Der Abend gestaltete sich wunderbar interessant, so wie man sich ihn fast jeden Tag wünscht :grins Endlich konnte ich Langzeitbelichtungen mit meiner Kamera machen und Blitze festhalten. Etwa 70 km nordwestlich von Jena zog ein Gewitter mit einer interessanten Lightshow weiter in Richtung Norden:




    Die Zelle zog schnell weiter, weswegen die Wolkenkanten leicht verschwimmen.


    Währendessen baute sich über dem Süden Thüringens ein weiteres Gewitter auf. Zwar mit geringerer Blitzrate, aber dafür mit mehr "Wumms" in der Entladung wurde der Himmel immer mal wieder erhellt. Mit jedem Blitz ließ sich ein Hauch Struktur erhaschen. Der Wind drückte in den Rücken in Richtung der Zelle, was auf einen Inflow hindeutete:



    Wolkenstrukturen werden erkennbar:



    Das Gewitter baute kurz in Richtung Ost und West mal an, während sich die [definition=15,0]Shelfcloud[/definition] immer besser abzeichnete:



    Die [definition=15,0]Shelfcloud[/definition] kurz vor dem Überollen lassen:



    Ich hatte soeben noch mit @Laura telefoniert, als kräftige Sturmböen der Shelf folgten. Schnell waren die Sachen gepackt und es ging nachhause. Während mir ein Staubsturm entegenstob, verabschiedete sich meine Cap und flog davon :? Das Gewitter machte dann auch schnell das Licht aus, hinterher ließ sich beim Stormtracking von Kachelmann eine kurze Rotation nachweisen.


    Doch das Ergebnis erfreut mich allemal. Es war der erste praktische Versuch, gezielt hell erleuchtete Wolken festzuhalten.


    Habt eine schöne Nacht/Guten Morgen,
    Florian :winken

    Hitzegewitter südlich von Jena


    Pünktlich nach Ende der Prüfungszeit gab es auch im Raum Jena starke konvektive Entwicklung. Gegen 16 Uhr "ploppte" förmlich eine Zelle über Kahla auf, welche einen schönen Eisschirm entwickelte und interessante Lichtspiele mit der Sonne vollzog:



    Doch bis auf vereinzelte Grummler war auf die Entfernung nicht viel zu hören und zu sehen. Die Zelle schwächte sich rasch ab und neue Entwicklungen brachen sogar teilweise zusammen. Doch als die Überreste der alten Zelle zunehmend den Blick weiter Richtung Süden freigaben, konnte man eine prächtige neue Zelle erkennen, welche ein Dauergrummeln von sich gab. Der Starkregen war sehr gut auszumachen:



    Währendessen entwickelte sich ein weiterer kleinere [definition=7,1]Aufwindbereich[/definition]:



    Auch diese Neuentwicklung wurde aktiv und ließ sogar einige Erdblitze zeigen, die jedoch deutlich nicht im Niederschlagsbereich einschlugen:



    Leider war es mir nicht gelungen, einen einzigen Blitz festzuhalten. Daher stellt sich mir die Frage: Kann mir wer einen Lightningtrigger empfehlen?


    Gegen 17:45 schwächte sich die Zelle merklich ab, es war nichts mehr zu hören und mit beginnender Auflösung zeigte sich das Gewitter von seiner schönsten Seite:




    Habt einen schönen Abend,
    Florian :winken




    EDIT by Mod: Leerzeilen eingefügt. Ist so ein bissel übersichtlicher :-)

    Von Bucha aus konnte man nur auf glühenden Kohlen sitzend alles beobachten. Schon ab 14 Uhr sah man den gigantischen Eisschirm am westlichen Horizont und im Laufe des Nachmittags immer näher kommen. Die Gewitter hatten aber nicht den Plan, so weit in den Osten zu ziehen. Die kräftige Linie schob jedoch eine [definition=81,0]Outflow Boundary[/definition] vor sich her und brachte schließlich auch einige Quellungen hervor. Durch wie an einer Linie aufgeführten kleineren Cumulus unf [definition=37,0]Fractus[/definition] kam das Windband immer näher, die durch den Outflow getriggerten kleineren Aufwindbasen zeichneten sich durch eine dunkle Linie ab:



    Ebenso durch den Outflow vermutlich beeinflusst, enstand diese kleine Zelle nordöstlich von Jena, welche jedoch wenig später wieder zusammenbrach und bei Halle neu zündete:


    Durch den Thüringer Wald beeinflusst, entstanden bei Suhl immer wieder ein paar kräftige Gewitter, die auf dem Weg nach Jena sich jedoch beachtlich abschwächten. Ein Wolkenblitz war zu sehen, ein Grummeln zu hören, zum Abschluss gab es nur ein paar Mammaten und das war es gewesen.


    Die nächsten Tage gestalten sich vor allem für den Westen sehr interesant, also heißt es für mich: Radar gucken und Facebook checken, wärend andere auf Jagd gehen.


    Habt einen schönen Abend,
    Florian :winken