Beiträge von Florian T. Lauckner

    Am 22.08. war ich zusammen mit Thomas Klein in Jena unterwegs und es kam dann spontan noch zu einem kleinen Chaisng bis kurz vor Zeitz, ehe wir es dann nicht mehr schafften, uns vor die ohnehin mit einem Mal zusammenbrechenden Gewitter zu setzen. Karsten trafen wir auch noch zuvor kurz ^^


    Von den Kernbergen aus beobachteten wir einige Schauer:


    Zunächst bei Mörsdorf:


    Und dann bei Zeitz, unterwegs bildete sich eine kleine Böenwalze heraus, welche jedoch sehr schnell wieder in einzelne Teile zerfiel:


    ...und dann doch etwas laminares mit dazu:



    Anschließend brachen wir ab und machten uns auf den Heimweg. Mein Heimatort Bucha (SHK) wurde von einem Gewitter direkt getroffen, zwei Private stationen maßen jeweils 45 u. 25mm, was nochmal aufzeigt, wie kleinräumig es begann.

    Hallo und schönen guten Abend an die Runde ^^


    Derzeit bin ich im Raum Chiemsee im Urlaub und habe heute in einem Hallenbad eine nette Überraschung erleben dürfen. Dabei konnte ich mich mit einer Bademeisterin über deren Erfahrungen dort bezüglich Unwettern austauschen. Gegenseitig konnten Erfahrungen und Hintergründe der Erlebnisse ausgetauscht werden. Parallel dazu war wieder die nicht vorhandene Achtung vor dem Wetter bei den Menschen sowohl im Außenbereiches des Hallenbades als auch im Chiemsee selbst zu beobachten - weiter rumschwimmen oder ähnliches war zu beobachten.


    Aber nun ein paar Bilder, welche die Stimmungen etwas beschreiben sollen. Schon Stunden vorher rief der Eisschirm Halos und später auch Mammaten hervor. Bei schon recht lautem Donner konnte man allmählich Strukturen erahnen, was sich zu einer prächtigen Shelf mauserte:


    Der grünliche Schimmer war für mich ein absolutes Highlight - noch nie hatte ich es so erleben dürfen und mir wurde echt bange.


    Aus einem Video konnte ich tatsächlich einen Blitz einfangen - das hat keine 10 Sekunden gedauert, die Blitzrate war echt hoch:


    Dann brach der Regen samt Wind vollends herein - Es war so dunkel, so dass Straßenbeleuchtung und alles weitere anging. Durchweg grüner schimmer, das Dach sah nicht gerade gegenüber großem Hagel gewappnet aus - durch den Regen entstand ein Dröhnen in der Halle, es war eine richtig unglaubliche Stimmung.


    Zum Schluss zeigten sich Mammatus am Himmel und das fast den ganzen Horizont entlang.


    Die Bilder entstanden mit dem Handy, daher kommen die Stimmungen nicht ganz so rüber, wollte es aber nicht ungeteilt lassen :)


    Schönen Abend wünsche ich Euch allen noch ^^

    Etwas später gegen 18:30 bessere Kristalle über Jena, welche ein kleines Phänomen mit 22° Ring, beiden Nebensonnen, oberen Berührungsbogen, Zirkumzenitalbogen sowie Supralateralbogen für ca 25 Minuten hervorbrachte. Nebensonnen hatten fast bis vor wenigen Minuten bestand.



    Heyy an die Forengemeinde!


    Auch meinerseits nun ein größerer Bilderbeitrag zum Sonntag Abend / Nacht zum Montag.


    Am Sonntag stellte sich heraus, dass ich mit Marco unterwegs sein werde - Nach einem Telefonat zur Lageeinschätzung verabredeten wir uns zunächst in Bucha. Doch etwas passte nicht so ganz: Radarbild und Prognose in den Modellen stimmten nicht so ganz überein, alles schien wesentlich langsamer unterwegs und war auch nicht so heftig, wie eigentlich simuliert. Dies ließ uns einige Zeit hadern, ob wir aufbrechen oder nicht und so blieben wir erstmal bei Bucha. Immer wieder setzte kurzzeitig stratiformer Niederschlag ein und die Luft selbst fühlte sich gar nicht gewittrig an. Marco telefonierte derweil u. A. mit Markus und Heiko Wichmann, um deren Einschätzung zu hören. Ansonsten unterhielten wir uns über die verschiedensten Dinge.

    Die Zeit verging wie im Fluge, so dass wir gegen 20:45 Uhr nach vorheriger Castellanus Bewölkung ein erstes, eher konvektiv wirkendes Niederschlagsfeld beobachten konnten, auch zunächst mit etwas einer Art Basis:


    Entlang dieser gab es einige wogige Bewegung, welcher Asperatus nahe lagen:


    Um einen besseren Blick auf die kleine Zelle sowie die Umgebung zu haben, verlagerten wir uns in Richtung Amselberg, wo Kay auf uns traf und zusammen hielten wir die abendliche Szenerie fest. Zunehmend immer höhere Wolken entstanden, parallel dazu durchweg Virga:


    Blick nach Weimar, kurz vor Ortseingang Schorba:


    So mehr und mehr fiel uns ein dunkleres Wolkenband in Richtung Milda auf, welches wir schließlich zur Beobachtung anfuhren. Wir bauten auf, erwarteten aber noch nicht viel, als es auf einmal flackerte - der erste Blitz des Tages war zu sehen:


    Kleinerer Jubel brach aus und es wurde weiter beobachtet, während über uns sagenhafte Wellenstrukturen zu sehen waren, aus denen es immer wieder mal tröpfelte ~> Gewitternetze. In längeren, unregelmäßigen Abständen blitzte es immer wieder mal, während parallel dazu neue Zellen entlang einer Konvergenz entstanden:



    Wir entschlossen uns, zu verlagern, zunächst zum Windpark bei Bucha und anschließend bei Kleinschwabhausen, um dabei die nun entstandene Linie aus der Ferne zu beobachten. Trotz mancher grelle Blitze war kaum etwas zu hören, die Luft war drückend ruhig:





    So konnten wir perfekt die Zeit überbrücken, die es brauchte, bis das aufziehende System aus Bayern in Thüringen Einzug hielt. Mittlerweile war es Mitternacht. Für die Beobachtung der wohl kommenden Shelf überlegten wir, wohin wir uns verlagern, um diese in Empfang zu nehmen und entschieden uns für das Knoll bei Bucha. Vorlaufender Niederschlag, entstanden durch neu Zellen, erschwerten die Beobachtung + neue Strommasten, welche dem Bildaufbau im Wege standen. Mittlerweile war die Shelf durch Blitze zu sehen, eine Lösung musste her und wir fuhren zurück zum Windpark.

    Kurz sah es nach Besserung aus, ehe doch wieder Niederschlag einsetzte, die Shelf mittlerweile noch näher und so wurden wir kreativ und fotografierten aus den Fenstern heraus:


    Eine gespenstisch Stimmung, mitten in der Nacht solch eine Wolke zu sehen. Selbst dass es "nur" eine Shelf war, verschlug mir dennoch den Atem, ich staunte nicht schlecht:


    Anschließend überrollte uns die Shelfcloud samt Böenkragen und -linie, so dass der Regen mehr ins Auto gedrückt wurde. Wir fuhren unter heftigstem Starkregen zurück nach Bucha um in Blickrichtung Nord rückseitige Blitze wie etwa Crawler zu beobachten, doch das große Glück blieb aus:


    Abschließend beobachteten wir eine Szenerie, welche wohl selten so zu beobachten ist: Durch Niederschlagsabkühlung bildete sich im Saaletal Nebel, welcher durch die Seitentäler nach Bucha drückte und ein mystisches Bild erzeugte, als hätte jemand eine Nebelmaschine angeworfen. Dies beendete das Chasing auf ruhige Art, da auch nichts weiter zu erwarten und zu sehen war.


    Gegen 3 Uhr hieß es dann also wieder Ankommen zuhause.


    Fazit technisch lässt sich sagen, dass es eine gute Idee war, lokaler zu bleiben und abzuwarten, dafür sahen die Entwicklungen in BaWü und Bayern zu bescheiden aus, auch weil ein so langer Ausritt nicht geplant war. Der Tag wurde super entlohnt, nachdem Ernüchterung eintrat, da z.b. nach 19 Uhr noch immer die Gewitter nicht vor Stuttgart waren. Schlussendlich kam es dann doch ganz dicke und dies mit durchaus zufriedenstellenden fotografischen Ergebnissen. Nach zwei Jahren der letzten morgendlichen Shelf (20.06.2019) an nahezu gleicher Stelle lässt sich nur hoffen, dass es nicht wieder zwei Jahre zum warten braucht! All in all also mehr als gelungen!


    Ps: ggf Links werden Morgen im Tagesverlauf ergänzt

    Ein paar Bilder meinerseits der vergangenen zwei Tage, großartig unterwegs war ich nicht als rings um Bucha (SHK) herum.


    Freitag:

    Am Freitag beobachtete ich theoretisch nicht mehr als eine Zelle über Blankenhain, welche einen teils sehr starken Niederschlagskern entwickelte. Insgesamt ging die ganze Entwicklung wohl von retrograden Entwicklungen der ursprünglichen Zellen über Rudolstadt aus.


    Mindestens 3 Mal überstrich mich der Outflow von den Zellen, welche vom Ende der jeweiligen Zelle, aber dem beginnenden neuen Zyklus einer neuen Zelle kündete. Die letzte der Zellen zeigte dann neben Grummeln (endlich) Blitze. Zwei von fünf konnte ich mit meinem Lightningtrigger erwischen, der an diesem Tag seine Premiere feierte:


    Anschließend war die Show dann vorbei und nichts weiter geschah, außer dass allmählich stratiformer Regen einsetzte.


    Samstag:

    Der Samstag startete vergleichsweise ähnlich, ich sah wieder eine Zelle über Blankenhain und die letzten Momente des Tornados, als er sich auflöste und im Niederschlagskern (ziemlich mittig, direkt neben Aufwind) verschwand - das ganze ging viel zu schnell, weil ich aufgrund der ca. 20km Luftlinie noch sehr am hardern, was ich da sah und habe es völlig verschwitzt, ein Bild zu machen.


    Die Zellen in Richtung Saalfeld triggerten durch den Outflow ebenfalls neue Aufwinde, mehr als Grummeln war aber nicht drin, obwohl die Kontraste sehr schön waren:


    Am Abend erzeugte ein neuer Aufwind neben einer Zelle über Stadtroda eine schöne Szenerie über dem Saaletal, indem es die Feuchte förmlich verschlang:


    Bisschen grummelte es noch, mehr war aber nicht zu holen. Der extreme Regen wie in Altenburg etc. blieb zum Glück aus. Ob es heute noch was gibt, wage ich zu bezweifeln ?(

    Circa ab 13.40 Uhr konnte ich von Bucha (SHK) in Richtung Blankenhain eine Trichterwolke ausmachen, welche schnell im sich ausweitenden Starkregenkern verschwand - Bilder konnte ich keine zu dem Zeitpunkt machen, auch aus der Frage des Zweifels heraus.


    Dabei dennoch diverse Facebookbeiträge:
    Wetter-Geplauder (Gruppe privat)

    WetterMelder Deutschland : In 99444 blankenhain/ thüringen


    Auch die Thüringer Allgemeine berichtete:

    Beginnender Tornado im Weimarer Land | Thüringer Allgemeine | Thüringer Allgemeine

    Tag24:
    Unwetter - Tornado über Thüringen gesichtet | TAG24


    Der Funnel soll allgemein in Blankenhain in Blickrichtung Rudolstadt zu sehen gewesen sein. Ob Bodenkontakt bestand, ist unklar.

    Soeben über Jena: Irisieren + Halo & toller Wolkenkulisse - Stellt sich die Frage, was da alles dabei ist, so sicher bin ich mir da nicht :/


    Irisieren an Altocumulus translucidus undulatus - hängt aber an etwas dran, wo ich nicht weiter weiß:


    Weitwinkelansicht:

    Heute brachte die Warmfront des Tiefdruckgebietes Ingo feinstes Halowetter nach Deutschland. Verbreitet wurden ausgeprägte Halophänomene beobachtet, so u.a. von Claudia & Wolfgang Hinz.


    Im Raum Jena waren der 22° Ring, 46° Ring od. Supralateralbögen, oberer u. unterer Berührungsbogen, beide Nebensonnen sowie der Horizontalkreis zu sehen. Besonders der obere Berührungsbogen präsentierte sich nochmals wunderbar kräftig zum Ende hin...



    Schöne Eindrücke von diesem herausragenden Ereignis. Vor allem Daumen hoch zum ZZB. Dein erstes Eisnebelhalo eigentlich?

    Es war das erste wirklich sichtbare, bei vorherigen Beobachtungen zeichnete sich alles nur durch verstärktes Glitzern in den jeweiligen Bereichen ab.

    Und danke der Worte, wobei ich dir aber zustimmen muss - Zumindest haben ein paar wenige Klassenkameraden die Lage zum Skifahren genutzt.


    Tat auch mal gut, wieder so lange bzw. oft mal unterwegs gewesen zu sein, ging alles mit der Zeit irgendwie unter...