Beiträge von Florian T. Lauckner

    Ein paar Bilder meinerseits der vergangenen zwei Tage, großartig unterwegs war ich nicht als rings um Bucha (SHK) herum.


    Freitag:

    Am Freitag beobachtete ich theoretisch nicht mehr als eine Zelle über Blankenhain, welche einen teils sehr starken Niederschlagskern entwickelte. Insgesamt ging die ganze Entwicklung wohl von retrograden Entwicklungen der ursprünglichen Zellen über Rudolstadt aus.


    Mindestens 3 Mal überstrich mich der Outflow von den Zellen, welche vom Ende der jeweiligen Zelle, aber dem beginnenden neuen Zyklus einer neuen Zelle kündete. Die letzte der Zellen zeigte dann neben Grummeln (endlich) Blitze. Zwei von fünf konnte ich mit meinem Lightningtrigger erwischen, der an diesem Tag seine Premiere feierte:


    Anschließend war die Show dann vorbei und nichts weiter geschah, außer dass allmählich stratiformer Regen einsetzte.


    Samstag:

    Der Samstag startete vergleichsweise ähnlich, ich sah wieder eine Zelle über Blankenhain und die letzten Momente des Tornados, als er sich auflöste und im Niederschlagskern (ziemlich mittig, direkt neben Aufwind) verschwand - das ganze ging viel zu schnell, weil ich aufgrund der ca. 20km Luftlinie noch sehr am hardern, was ich da sah und habe es völlig verschwitzt, ein Bild zu machen.


    Die Zellen in Richtung Saalfeld triggerten durch den Outflow ebenfalls neue Aufwinde, mehr als Grummeln war aber nicht drin, obwohl die Kontraste sehr schön waren:


    Am Abend erzeugte ein neuer Aufwind neben einer Zelle über Stadtroda eine schöne Szenerie über dem Saaletal, indem es die Feuchte förmlich verschlang:


    Bisschen grummelte es noch, mehr war aber nicht zu holen. Der extreme Regen wie in Altenburg etc. blieb zum Glück aus. Ob es heute noch was gibt, wage ich zu bezweifeln ?(

    Circa ab 13.40 Uhr konnte ich von Bucha (SHK) in Richtung Blankenhain eine Trichterwolke ausmachen, welche schnell im sich ausweitenden Starkregenkern verschwand - Bilder konnte ich keine zu dem Zeitpunkt machen, auch aus der Frage des Zweifels heraus.


    Dabei dennoch diverse Facebookbeiträge:
    Wetter-Geplauder (Gruppe privat)

    WetterMelder Deutschland : In 99444 blankenhain/ thüringen


    Auch die Thüringer Allgemeine berichtete:

    Beginnender Tornado im Weimarer Land | Thüringer Allgemeine | Thüringer Allgemeine

    Tag24:
    Unwetter - Tornado über Thüringen gesichtet | TAG24


    Der Funnel soll allgemein in Blankenhain in Blickrichtung Rudolstadt zu sehen gewesen sein. Ob Bodenkontakt bestand, ist unklar.

    Soeben über Jena: Irisieren + Halo & toller Wolkenkulisse - Stellt sich die Frage, was da alles dabei ist, so sicher bin ich mir da nicht :/


    Irisieren an Altocumulus translucidus undulatus - hängt aber an etwas dran, wo ich nicht weiter weiß:


    Weitwinkelansicht:

    Heute brachte die Warmfront des Tiefdruckgebietes Ingo feinstes Halowetter nach Deutschland. Verbreitet wurden ausgeprägte Halophänomene beobachtet, so u.a. von Claudia & Wolfgang Hinz.


    Im Raum Jena waren der 22° Ring, 46° Ring od. Supralateralbögen, oberer u. unterer Berührungsbogen, beide Nebensonnen sowie der Horizontalkreis zu sehen. Besonders der obere Berührungsbogen präsentierte sich nochmals wunderbar kräftig zum Ende hin...



    Schöne Eindrücke von diesem herausragenden Ereignis. Vor allem Daumen hoch zum ZZB. Dein erstes Eisnebelhalo eigentlich?

    Es war das erste wirklich sichtbare, bei vorherigen Beobachtungen zeichnete sich alles nur durch verstärktes Glitzern in den jeweiligen Bereichen ab.

    Und danke der Worte, wobei ich dir aber zustimmen muss - Zumindest haben ein paar wenige Klassenkameraden die Lage zum Skifahren genutzt.


    Tat auch mal gut, wieder so lange bzw. oft mal unterwegs gewesen zu sein, ging alles mit der Zeit irgendwie unter...

    Hallöle an die Forengemeinde


    Nun finde ich auch die Möglichkeit, mal meine Impressionen zu zeigen, die ich auf insgesamt 4 Touren in der Woche mitgenommen habe.


    8. Februar

    Schon die ganze Nacht zum 08.02.2021 verfolgte ich den Schneefall bis ca. 5 Uhr, ehe ich dann auch mal schlafen ging - Wenn das Homeschooling eine Nebenwirkung mit sich brachte, dann dass mein Schlafrythmus gefühlt non existent war. Am Morgen wachte ich dann auf und traute meinen Augen kaum. Alles weiß, tiefverschneit... Man fand keine Worte für und das Gefühl war überragend - I mean, ich war ein Stöpsel von 8 Jahren damals, da freute ich mich über den Schnee allen - Aber nun? Kein Laut war zu hören, die Autobahn völlig ruhig, dafür die Straßen im Dorf dank der Agrargenossenschaft schon geräumt, welch Ruhe....



    Nach getaner Beräumung im Hof ging es auf zum Schneehöhenmessen. Durch den vorangegangenen Schneefall sowie gewissen Herabwehungen von Dächern pendelte im Dorf selbst die Schneehöhen zwischen 37 und 46cm. Außerhalb des Dorfes konzentrierte sie sich um ca. 40 - 45cm.



    Am Nachmittag nutzte ich dann den freien Tag für eine erste Runde rings um Bucha (SHK). Die Autobahn war nahezu noch immer leer, bis dann plötzlich mit einem Mal ein ganzer Schwall an Fahrzeugen kam - Die Autobahn war also wieder offen. Mühselig kam man voran, der Schnee war teilweise knietief:


    Snapchat-1003063253.mp4


    Dem entsprechend sah dann die Hose aus (eigentlich hätte man sie hinstellen können...) - Und ja, über entsprechende Winterklamotten verfügte ich schon seit Jahren nicht mehr.



    10. Februar

    Meine nächste Runde plante ich für den 10. Februar nach der Schule - Zunächst verfolgte ich dabei die Tiefsttemperaturen der Nacht, ob denn Rekorde purzelten. Für Jena zwar definitiv nicht, doch hoffte ich darauf, dass die -20°C wenigstens fallen würden. Es reichte knapp mit -19,3° "leider" nicht. Im Laufe des Tages - am Morgen schneite es nochmals etwas kräftiger aus der Inversionsbewölkung - fiel weiter Schnee, obwohl anschließend kaum und dann keine Wolken am Himmel waren. Ich beobachtete also zum ersten Mal Polarschnee, war aber, wie ebenfalls manche Fachleute aus dem AKM e.V., verwundert, dass der Polarschnee aus Dendriten und nicht aus Eisnadeln bestand. Dennoch hielte ich Ausschau nach Halos und wurde fündig. Als sich die Sonne über die Dampfschwaden des HKW gekämpft hatte, war immer wieder eine untere Lichtsäule auszumachen. Zur Hofpause zeigte sich dann sogar noch ein Zirkumzenitalbogen und das noch 3 weitere Male im Laufe der Woche!


    HKW Jena-Winzerla - Die Dampfschwaden winden sich wie all zu oft der Inversion entlang + "Overshooting Top" (Noch vor dem Polarschnee).

    Auffällig, wie der Wasserdampf zunächst nahezu senkrecht aufsteigt und dann entlang der Inversion verfrachtet wird.


    Originalaufnahme des ZZB


    ZZB mit USM bearbeitet


    ZZB am deutlichsten (USM)


    Weitere USM


    Danach ging es für mich auf den Hausberg und nach Ziegenhain in Jena. Die Straße nach Ziegenhain war mehr oder weniger passierbar, ein Bus o.Ä. wäre hier definitiv nicht durchgekommen. Erste Eiszapfen bildete sich auf der Sonnenseite der Häuser und offenbarte, welche Kraft die Sonne allein im Februar schon wieder hat.


    Blick zum tief verschneiten Landgrafen


    Nette Perspektive aus verschneiter Stadt- & Friedenskirche


    Blick ins Stadtzentrum - Von den Bergen wirkt alles nicht so schwerwiegend, wie es eigentlich war - Der Verkehr floss wenn überhaupt nur entlang der Hauptverkehrswege. Viele Straßen waren noch nicht geräumt.


    Blick zum JenTower aus dem Ziegenhainer Tal


    Verschneites Ziegenhain


    Blick zum Fuchsturm



    Auch am Fuchsturm stapfte ich knietief im Schnee herum. Neben weiteren fallendem Polarschnee betrug die Schneehöhe verbreitet 43cm. Neben getrampelten Wegen, die irgendwie die Horizontale und andere Wanderwege kennzeichnen sollten, waren auch erste Loipen zu finden...

    12. Februar 2021

    Für den Freitag der Winterwoche traf ich mich mit KarSteN und wir absolvierten zusammen meine dritte Winterrunde der Woche. Davor trat das dritte mal schon die Woche ein ZZB an Polarschnee aus Dendriten auf. Wir beide wagten das Risiko des Fahrradfahrens - Auf Seiten des SHK gelang das ganze ziemlich gut, spannend wurde es dann in Jena. Wir waren zunächst unterwegs auf der Ammerbacher Platte in Richtung Haeckelstein und unterhielten uns über alles mögliche - Vergangene Wetter- & WInterlagen, persönliche Erfahrungen und und und...


    Hausberg und Fuchsturm


    Panorama vom Haeckelstein ins Ammerbacher Tal


    Wir gingen weiter über den Schottplatz zum Forsthaus und zum Bismarckturm. Dabei maß Karsten immer wieder die Schneedecke, welche sich nun auf 30/35-40cm gesetzt hatte.


    Allee zum Bismarckturm


    Ab dort stiegen wir von der Schweizer Höhe herab und gingen in die Stadt, da uns nun auch mehr und mehr kalt wurde. Dabei nahmen wir die ein oder andere Abkürzung und slideten sprichwörtlich den Hang hinab, nur noch die Skier haben gefehlt. Am Abend trennten sich unsere Wege und ich ging nochmals auf die Ammerbacher Platte


    Blick zum HKW Jena Winzerla - Der Wasserdampf schien die Wolken zu suchen, um sich mit ihnen zu vereinen...


    14. Februar 2021

    Den wohl mit schönsten Tag der Woche nutzte ich nochmals für eine letzte Fototour entlang der Kernberge mit Kupferplatte, Studentenrutsche, "Funkturm" und Dietrichstein, ein Spot, den mir Karsten am Abend zuvor noch empfohlen hatte. Derweil war in Bucha der Dorfteich für die Eislauffreudigen freigegeben worden und wurde zahlreich besucht.


    Panorama von der Kupferplatte aus über das Saaletal - Der Verkehr floss nun einigermaßen wieder - ebenso im ÖPNV


    Blick zum Landgrafen und Napoléonstein - Auf ihm waren einige Menschen unterwegs, um das Wetter zum Rodeln etc. zu nutzen


    Die Studentenrutsche wurden von manchen Wagemutigen tatsächlich zum "rutschen" verwendet


    Anders als in Marcos Video war die Horizontale in Form eines schmalen Trampelpfades entlang der steilen Berghänge "auszumachen"


    Mehr und mehr zogen Schleierwolken auf, welche von der nahenden Milderung kündeten - Vom Hochnebel im Thüringer Becken keine Spur



    "Alpenglühen" am Jenzig...


    Das war sie also... die "Rekord"-Winterwelle mit der größten Neuschneemenge seit 2010 und überhaupt. Wie surreal, dass nun nach einer Woche der Schnee nur noch in schrumpfenden Dreckbergen zu finden ist und die ersten Frühblüher nur so explodiert sind - Kein Wunder bei bisher gemessenen 19,8°C an der Fachhochschule. Ein somit grob überschlagener Temperaturunterschied von 38 Kelvin ist da ja schon recht gewaltig...

    Mal wieder ein zeitlich unchristliches Guten Morgen meinerseits:P


    Diese Nacht gab es wieder ein Mondhalo zu bestaunen, diesmal reichte es sogar für ein kleines Phänomen mit einer Umschreibung, 22° Ring, beide Nebenmonde und Horizontalkreis. Zwischendurch wurde ich immer wieder mal von Altocumulus "unterbrochen", welche das Halo verbargen.


    Nach der Sichtung und ersten Testbildern provisorisch aus dem Dachbodenfenster, entschied ich mich nach draußen zu gehen. Zunächst nur fotografisch, bekam das Halo dann an Strahlkraft und war auch visuell auszumachen. Ein erstes Bild:


    Ich positionierte mich auf einem Feld nicht weit abseits von Bucha (SHK) und genoss das Geschehen. Während ein Altocumulus-Feld durchzog, verschwand das Halo gänzlich, ehe es in voller Pracht und damit zum Höhepunkt wieder in Erscheinung trat. Besonders die Nebenmonde waren dann sehr auffällig:


    Auch hier wieder eine kleine Bildspielerei:

    Guten "Morgen" meinerseits!


    Auch wenn bei weitem nicht so umfassend und spannend wie Kevin's Phänomen, probierte ich mich am gestrigen Abend an einem Mondhalo. Von ca. 10 cm Neuschnee blieben nach Tauwetter noch ca. 4-8cm übrig. Tauwetter bedingter Abfluss ließ die Straßen am Abend spiegelglatt werden.