Beiträge von Florian T. Lauckner

    Heyho,


    wie auf Kohlen sitzend beobachtete ich von Leipzig aus online das Geschehen und nutze zusammen mit ein paar weiteren Leipzigern die Möglichkeit auf Wolkenlücken in Thüringen. So fuhren wir in meine Heimat nach Bucha und positionierten uns bei Zimmritz. Entgegen der Lichtstreuung von Wolken & einem Gewerbegebiet konnten teilweise deutlich rote und grüne Farben wahrgenommen werden.



    Dateien

    • PL_05_11_02.mp4

      (15,34 MB, 26 Mal heruntergeladen, zuletzt: )

    Als Ergänzung hierzu soeben über dieses Video von Pecos Hank gestoßen:

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    Eben solch ein Upward Cluster wird das wohl gewesen sein. Auch im Video werden WKA als Auslöser genannt. Der triggernde CG dazu findet sich mitte links im Bild hinter den Tropfen

    Von mir soll es dieses mal nur drei Bilder geben - spontan entschloss ich mich zusammen mit Oskar Ritter auf der A38 in Richtung Westen zu fahren - ab Ausfahrt Allstedt bewegten wir uns Landstraßen entlang Richtung Nordosten, bis kurz vor die A14, Auffahrt Plötzkau. Wir hatten leider nicht ganz das Glück zuerst an der Richtung Stelle zu stehen, weswegen eine Shelf recht unspektakulär verloren ging. Wir ließen uns überrollen und konnten rückseitig hervorragende Crawler beobachten:



    Die Ironie dahinter: Je weiter die eigentlichen Gewitter entfernt zu sein schienen, desto näher kamen die Crawler


    Einr Aufnahme möchte ich euch nicht vorenthalten. Es zeigt wohl möglich eine Upward Lightning Entladung, während eines Crawlers, bei der ich 17 Erdentladungen zähle, mindestens 13 von ihnen gingen von Windkraftanlagen aus:


    Ich würde durchaus sagen, ein herausstechendes Saisonende.

    Gestern gab es in Leipzig auch ein ausgeprägtes Halophänomen - mit besonders hellen Halos, die auch die Aufmerksamkeit einiger Park BesucherInnen auf sich zogen.

    Zu sehen waren:

    22° Ring

    Beide Nebensonnen

    Oberer Berührungsbogen

    Konkaver Parrybogen

    Zirkumzenitalbogen

    Supralateralbogen


    Das Phänomen hatte eine stattliche Ausdauer von ca 20 Minuten, am Abend dann konnte ich noch 3 Halos am Mond beobachten.


    Die Kamera hatte ich nicht zur Hand, daher musste das Handy herhalten.


    Heyho,


    nach vergangener Woche möchte auch mich noch "meinen Senf dazugeben" ^^


    Fangen wir mit dem Montag an, 14.08.2023 & die Nacht zum 15.08.2023.


    Eine Möglichkeit, Gewitter beobachten zu können, schloss ich an sich nahezu aus, da ich an dem Tag Bereitschaft ab 18 Uhr hatte & davor familiär eingespannt war. Nur intuitiv packte ich meine Kamera mit ins Auto, was sich hinterher als genau richtig erweisen sollte. Nach getaner Arbeit bei der Verwandtschaft und diversen Blicken aufs Radar, beschloss ich etwas früher in Richtung Leipzig aufzubrechen und das im genau richtigen Moment. Aus dem Ort herausgefahren, stand ich zwischen Doberschütz und Eilenburg im LK Nordsachsen und kam aus dem Staunen nicht heraus.


    Ich befand mich am "Noch" Südende eines Zellkomplexes, an dessen besagtem Südende sich eine Superzelle befunden haben soll. Ich formuliere das mit Absicht so, da ich selbst sie im bestätigten Stadium (Anton war dran) selbst nicht vor Ort beobachtet habe, erachte es aber als äußerst plausibel. Auch in der Nachbetrachtung kann ich nicht viel dahingehend beurteilen, da sich die Zellen an einer Schnittstelle zweier Dopplerradare bewegten. Einzige Indikatoren: Aus Merseburg wurde kurz zuvor Hagel mit ca. 1 bis 2cm Korngröße gemeldet. Die Hagelspur zeigte ein deutliches Ausscheren der Zelle auf. Das dazugehörige Radarbild der folgenden Szenerie:

    https://kachelmannwetter.com/d…chsen/20230814-1415z.html


    Der Böenkragen kam sehr zerfranst nach Süden hier auf mich zu:


    Die nördliche Seite sah deutlich gesünder aus. Zeitpunkt war ca. 16.30 MESZ:


    Ein Panorama des Ganzen:


    Mit Blick auf die Uhr entschloss ich mich, dem Gewitter weiter dran zu bleiben, ehe ich wirklich nach Leipzig zurück musste. Es zeigte sich, dass die gesamte Situation unvorbereitet überforderte, ich mangels Ortskenntnis mich mehrmals verfuhr und eh noch dazu kam, dass die Dübener Heide ein einziges Grauen in Sachen Infrastruktur und guten Blickpunkten ist. Bei Möltitz, nördlich von Eilenburg, ließ ich das Südende über mich hinwegziehen und ein heftiger Seitenwind setzte ein.


    Für mich selbst verwunderlich, zog eine Art zweite Böenwalze auf, welche noch stärkere Böen mit sich brachte, dabei über die trockenen Felder fegte und einiges an Staub / Dreck aufwirbelte. Dabei fiel mir ein ungeheuerlicher grüner Schimmer auf, welcher mich faszinierte und ich so auch noch nie gesehen habe.


    Mit der Einsicht (durch Baustellen erzwungen), versuchte ich zurück nach Eilenburg und schlussendlich auf die B87 zu gelangen, während eine Neuentwicklung in nächster Distanz zum Auto Erdblitze niedergehen ließ. Die Besorgnis vor größerem Hagel und die Eindrücke selbst waren in diesem Moment einfach zu viel, so dass ich einfach nur erstmal raus auf mir bekannte Wege wollte. Dabei machte ich auf dem Weg Richtung Leipzig die unschöne Erfahrung, bei sichtraubenden Starkregen und Sonnenschein Auto zu fahren. Von Leipzig aus beobachtete ich dann noch die Rückseite und wie neue Cb Türme immer weiter in die Luft stiegen. Zum Abend wäre das auf alle Fälle eine astreine Blitzshow gewesen. Eine zweite Welle zur Nacht wurde an sich noch aus Thüringen kommend erwartet...


    Gegen 22 / 23 Uhr fanden wir uns auf dem Völkerschlachtdenkmal ein, um vielleicht ein wenig Lightning Spotting zu betreiben, wenn nicht sogar mit Strukturen. Mit Blick aufs Radar und auf den Himmel mussten wir feststellen, dass der Outflow uns überlief und der stärkste Teil vom Regen verdeckt in Richtung Nord / Nordost zog. Die Bilder von Peter der freistehenden Rückseite des Südendes des Zellkomplexes erweckten Hoffnungen, wodurch wir uns südöstlich von Leipzig positionierten und die Gewitter abwarteten. Vorausgegangener Schirmregen und Neuentwicklungen reicherten die Luft so mit Feuchte an, so dass vor lauter Fractus Wolken kaum etwas von der Shelfcloud zu sehen war:


    Auch sonst spielte die Musik eher in der Wolke selbst, so dass kaum Blitze zu sehen waren. Nach Feststellung, dass der Eisschirm rückseitig zu ausladend war und so nicht die schöne Stern-Lampenschirm-Kombination eintrat, fuhren wir wieder zurück und beendeten das Spotting.


    Donnerstag, 17.08.2023


    Die Lage hatte sich soweit geändert, so dass tägliches Geblubber vom Erzgebirge / Vogtland ausging und sich dann nach Norden hin verlagerte. Am Donnerstag Abend trafen sich die Leipziger Meteos / Studierenden zum Stammtisch in privaten Räumen, als Einstand als Chasingspot. Aus Südwesten zog seehr langsam eine Shelfcloud auf Leipzig zu, welche auf magische Art und Weise (Ironiieee) in Richtung Stadtgebiet immer weiter abbaute. Die Reste zogen über Leipzig und erzeugten mit der rückseitig untergehenden Sonne eine sehr nette Farbszenerie. Blick nach Südwesten, als die Shelfreste die Stadt überqueren:


    Blick nach Nordwesten mit dem "besseren" Licht:


    Südöstlich der bereits entlang des Westens der Stadt ziehenden Zelle bildete sich eine weitere Zelle, welche die zentraleren Stadtteile wässerte und dies mit einer netten Lightningshow schmückte.

    Blitze schlugen verbreitet im Stadtgebiet ein, einer soll sogar einen Schornstein auf einem Mehrparteienhaus gesprengt haben - so der Wortlaut aus dem Funk der Feuerwehr (An dem Abend hatte ich Bereitschaft & musste diverse Einsätze abarbeiten)


    Das Wetter brachte neben ca. 50l im Nordwesten Leipzigs 30 Einsätze für die Feuerwehren und 7 für die Polizei mit sich. Es liefen mehrere Keller und Tiefgaragen voll, im Leipziger Westen kam mindestens ein Baum zu Schaden.


    Aus der unwetterträchtigen Woche geht Leipzig mit in der Spitze 81l/qm im äußersten Westen der Stadt hervor, im Südosten waren es dagegen nur 23l/qm. Leipzig/Halle Flughafen maß eine Summe von 53,1 Litern.


    Insgesamt war es eine Woche mit spannenden Spitzen, sofern es möglich war, diese zu beobachten. Da nehme ich gerne mehr davon!


    Viele Grüße,

    Florian

    Heyho an die Foren & Vereinsgemeinde,


    der gestrige Tag versprach in der Harzer Region nach den Modellen ein wenig Konvektion bei doch recht guter Dynamik. So waren die HKN recht niedrig, sowohl Richtungs- als auch Geschwindigkeitsscherung vorhanden und damit allg. ansprechende Bewegung in der Wetterküche. Einzig Hebungsantrieb und CAPE waren leichte Mangelware.

    Mit viel Elektrizität in den Wolken war nicht von auszugehen, wohingegen das ICON-D2 mit verstärkten Signalen etwas Hoffnung daher heuchelte. Für weitere Details der synoptischen Lage: Wetterzentrale - DWD Synoptische Übersicht Kurzfrist


    Zunächst starteten wir 17 Uhr von Leipzig und fuhren die A14 & A36 entlang bis in den Raum Quedlinburg / Halberstadt und warteten ab ca. 18.30 ab. Dabei "unterquerten" wir die Leewellen vom Harz ausgehend, welcher als perfekte Referenz zur Bestimmung des HKNs (< 1km) herhielt. Auf den Radarbildern machten sich derweil die Differenzen zwischen Berechnung des ID2 und der Realität bemerkbar, denn trotz dass das konvektive Band vor uns liegend erkennbar war, waren gesunde Quellungen nicht zu sehen. Es zeigte sich, dass eine zu starke Fokussierung auf das Modell während des Chasings nicht sehr förderlich ist. Nowcast muss hier mehr "erlernt" werden.

    Sehr flach und schnell vereist zogen die Schauer vor uns entlang, wobei die Sonne rückseitig hervorscheinend schöne Schattenstrahlen hervorbrachte.


    Nach Rücksprache beschlossen wir zunächst uns nördlich von Halberstadt zu positionieren, um trotz mangelnder Schnellstraßen-Option relativ flott nach Nord / Nordost zu gelangen, falls sich etwas an der Nordflanke Richtung mittleres Sachsen-Anhalt verstärken sollte. Wir mussten jedoch feststellen, dass dank mangelnder Hebung so nichts zu holen war und fuhren zurück Richtung Quedlinburg / A36. Eine etwas "scharfkantigere" im Radarbild sich zeigende Entwicklung verleitete dazu, in Richtung Hoym sich einen Spottingpoint zu suchen, welcher alsbald gefunden war (Debüt in der Chasing Map erfolgt alsbald).

    Hier zeigte sich folgende Szenerie mit Schattenstrahlen:


    Links im Bild ist die zu dem Zeitpunkt potentielle Entwicklung zu erahnen, mittlerweile lugte auch die ein oder andere Quellung hervor, auch wenn diese schnell wieder zusammenfielen:


    In Gegenrichtung zeigten sich Mammatus im Abendlicht:


    Auch angestrahlte Virga war am Himmel auszumachen:


    Die Linie zog schräg rechts auf uns zukommend, weswegen wir lange die Position "halten" konnten, ehe wir uns in Richtung Osten wieder verlagerten, wobei wir auf weitere uns bekannte Chaser trafen (Leipz'scher Unifraktion). Bis kurz bevor uns der Niederschlag erreichte, war der Wind deutlich abgeflaut.


    Die A36 schien wie gemacht für das Chasing, nahezu perfekt konnten wir uns ausfahrtsweise verlagern und beobachten, während sich die aufsteigenden Fractus immer weiter zu einen Böenkragen / Shelf formierten.

    Der Höhepunkt war dann bei Aschersleben zu erleben, wo sich auch der ein oder andere Blitz mit beimischte, es war jedoch nur das Leuchten zu sehen. An diesem Bild habe ich mich in Lightroom etwas ausprobiert (ich bemerkte zunehmend eine starke Körnung / Rauschen des Bildes, weswegen ich erzsmaks das KI unterstütze Entrauschen ausprobiert habe) und ich finde, dass so ein bessere Qualität nochmals zu erkennen ist.


    Die zunehmende Dunkelheit machte Probleme (zu erkennen an der hervorragenden Bildqualität des Panoramas /s) und auch der Wind nahm weiter zu:


    Noch einmal final verlagert:


    Hier trennten sich dann unsere Wege des gemeinsamen Tourings, um nochmal davor kommen zu wollen, was dann aber nicht von Erfolg gekrönt war - wobei die Struktur eh zusehends weiterhin abbaute und somit der Heimweg angetreten wurde. Lag ja wortwörtlich nahezu auf dem Weg :)


    Das Fazit gezogen, muss man schon abwägen, inwiefern sich die Strecke (360km hin & zurück) beim Resultat gelohnt hat. Hätte sich die Struktur nicht gebildet, dann deffo ein Schuss in den Ofen, aber so gerade noch hinnehmbar und doch zufriedenstellend. Was ich selbst mitnehmen würde, ist eben das Nowcasting. Nicht zu sehr auf Modell und die digitale Sichtweise (Radar) fokussieren, sondern rausgucke', um es auf gutdeutsch zu sagen. Insgesamt war es organisatorisch ein gelungenes Chasing: Hinfahren, mit Zeitpuffer abwarten, abstimmen und ansteuern (mit Erfolg). So für mich ein weiteres, erfolgreiches Erlebnis im jungen, eigenen Chasingleben.


    Viele Grüße,

    Florian


    Eine kleine Zusammenfassung der letzten Tage / Wochen...


    In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch (20.06. / 21.06.) zog ein Multizellgewitter aus Südwesten kommend auf Leipzig zu. Hinter vorlaufenden Regen verbarg sich eine Böenwalze, welche sich im Verlauf immer weiter löste und so Rollcloud Charakter annahm.


    Standort bei Krositz, nördlich von Leipzig


    Hauptsächlich Wolkenblitze erleuchteten den Himmel bis zum Morgengrauen.


    Gleich am Donnerstag, 22.06., beobachte ich nachts noch bei Wilsdruff das Clustergeflacker, tagsüber war ich Arbeitstechnisch verhindert.



    Und am heutigen 26.06. konnte ich an einer Zelle bei Leipzig diese Böenwalze festhalten, welche sich dann recht rasch auflöste, aber ordentlich Wind in Gepäck hatte.


    Viele Grüße,

    Florian

    Hallöchen an die Runde,


    Diese Nacht habe ich es nochmals probiert, nachdem endlich die Bewölkung verschwand.

    Man sah dem Kometen die Helligkeitsentwicklung, war er doch nach kurzer Suche (mittlerweile hatte er sich deutlich verlagert), diesmal auch mit bloßem Auge auszumachen. Auf meinen Bildern ließen sich dennoch keine weiteren Teile eines Schweifes erkennen, die Koma war dafür umso deutlicher als beim vergangenen Mal zu sehen.


    Ich habe es vergangene Nacht mal probiert, ca 30km östlich von Leipzig. Die Suche allein gestaltete sich komplizierter, als erwartet und so dauerte es, bis ich endlich mal den Kometen als grünen vermatschten Fleck ausmachen konnte. Leider hatte ich dann auch noch mein Teleobjektiv (300mm) zuhause vergessen, so dass ich hoffe, bei steigender Helligkeit demnächst noch einmal die Chance zu haben.




    Bilder gemacht mit der Canon Eos 1300d, nicht gerade die beste für Sky-Fotografie