2020-05-10-11 GEWITTER + KALTLUFTEINBRUCH

  • Vom warmen Frühling zurück zum Winter in nur einem Tag! Das kommt nicht häufig vor!

    Am Sonntag zuerst Gewitterlage und am Montag Kaltlufteinbruch mit Flockengruß und Temperaturen unter 10°C - wow!


    Das bevorstehende Ereignis könnte so manchen mehr an eine typische Kaltfront in den USA erinnern, als an ein Wettergeschehen in Mitteleuropa. Während am Sonntag teilweise noch T-Shirt-Wetter mit Höchsttemperaturen zwischen 20 und 25°C vorherrscht, sinkt die Temperatur am Montag Vormittag bis in den niedrigen einstelligen Bereich. Dazu fallen je nach Modell zum Teil zweistellige Niederschlagssummen, die bis ins Flachland kurzzeitig in Schnee oder Schneeregen übergehen können, was für Mitte Mai ein herausragendes Ereignis wäre!


    GFS für Montag Mittag: Das Modell geizt nicht mit Schneesymbolen. (Quelle: wetter3.de)


    Doch zunächst könnte es am Sonntag für unsere gewitterhungrigen Storm Chaser nach längerer Zeit mal wieder interessant werden. Der Tag startet nach Norden zu (Sachsen-Anhalt, Nordthüringen, Nordsachsen) möglicherweise noch recht sonnig, doch schon am Vormittag zieht von Süden her dichtes Gewölk auf, das schauerartigen Regen und einzelne Gewitter bringen kann.


    Doch auch danach können sich immer wieder Schauer und einzelne Gewitter entwickeln, die in einer moderaten Höhenströmung aus WSW aufziehen.


    Höhenströmung bei GFS am Sonntag Nachmittag


    Eine sommerliche Gewitterlage mit hohen Blitzraten darf man nicht erwarten. Dazu reicht der Energiegehalt der Luftmasse noch nicht aus (850 hPa Pot. Äquiv. Temp. < 50°C, ML-CAPE grob 600 - 1000 J/kg). Für Starkregen, kleinkörnigen Hagel und kräftige Böen, vielleicht auch örtlich mal eine Sturmböe, reicht es aber allemal.


    Allerdings sollte man in den kommenden Modellläufen auch die Scherungswerte nicht ganz außer Acht lassen. Sowohl an der Welle am Vormittag, als auch später an einer möglichen zweiten Welle am späten Sonntagabend / Nacht zu Montag sind diese erhöht. In vorangegangenen Berechnungen führte das mitunter zu munter rotierenden Aufwinden, was dann die Gefährlichkeit einzelner Zellen erhöhen würde. Sollte sich die Situation hier wieder verschärfen, würden wir das aber in einem Update nochmal ansprechen.


    Die Scherung könnte letztlich auch dazu führen, dass die konvektive Aktivität auch am späten Sonntagabend und in der Nacht zum Montag aufrecht erhalten werden kann, wie es manche Modelle zeigen. Zumindest aber dürfte sich dann die Niederschlagsaktivität nördlich der Kaltfront in Form von Regen und Richtung Montag sogar teils als Schnee deutlich verstärken. Diese überquert uns in der Nacht zum Montag dann südwärts und bringt einen Temperatursturz von etwa 20K!


    Viele Grüße

    Markus & Chris

    1. Vorsitzender Thüringer Storm Chaser e.V.
    ESSL Voluntary Observer Person (Qualitätslevel QC1) (European Severe Storms Laboratory)
    Premium Advanced Spotter & Regionaler Ansprechpartner Thüringen (Skywarn Deutschland e.V.)
    Weitere Mitgliedschaften: Arbeitskreis Meteore e.V. • Cloud Appreciation Society

    Einmal editiert, zuletzt von Chris ()

  • Update zur Gewitterlage am Sonntag:


    Die Modelle sind noch im Detail recht diffus für morgen. Es wird also wieder einmal mehr auf das Nowcasting, die neuen Läufe morgen Früh/Mittag sowie die Soundings ankommen.


    Grob umrissen ergibt sich folgendes Bild:


    Feuchte und Labilität (Lapse Rates) liegen quer in einem breiten Streifen von NRW über Süd-Niedersachsen bis nach Brandenburg. CAPE ist in diesem Korridor in geringer bis moderater Größenordnung vorhanden. Hebung wird durch kurzwellige Tröge in der Höhe verursacht, die über diesen Korridor von WSW nach ONO ziehen (Trog=Hebung, dahinter absinken und abklingende Konvektion bis zum nächsten KW-Trog). Am Boden kommt das Bergland als Hebungs- und Auslösefaktor in Frage. Das umso mehr, da die konvektive Hemmung (CIN) gering bis gar nicht vorhanden ist. Der Bodenwind kommt aus Südwest, der Wind "oberhalb" aus WSW. Die 0-6km hochreichende Scherung erreicht niedrige bis moderate Werte. D.h. Zellen werden sich mit 30-40 km/h von WSW nach ONO fortbewegen und dabei nach Südwesten hin neue Zellen bilden.


    Das Timing mit den Kurzwellen düfte entscheidend sein für etwas mehr dynamische Hebung und Organisiation. Entwickeln sich Zellen ohne diese Hilfe, wird eine Organisation schwer werden.


    Begleitet werden die Gewitter primär durch Starkregen. Neue Zellen können auch etwas Hagel im Gepäck haben, wobei die Devise eher viel und kleiner Hagel ist, aber bei maxiamler Ausreizung der morgigen Paramter auch mal 3cm drin sein dürften. Mit konvektiven Zellen sind einzelne Windböen möglich, die sich im Bereich von 60-80 km/h einpegeln sollten.


    Es sind durchaus mehrere Phasen der Konvektion möglich. Einen am frühen Nachmittag, eine weitere am Abend.

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  • Estofex gibt Level 1 für Thüringen/Sachsen vor allem wegen der Möglichkeit für Starkniederschlag mit der Diskussion dazu:

    "[...]

    ... Northern France into Central Germany ...


    A zonal organized low pressure trough with increasing low-level convergence is forecasted in this region. Combined with enhanced low-level moisture and instability a few hundred J/kg of CAPE can develop. The highest values of up to 1000 J/kg can be found in Northeastern France.


    Several storms will develop along this convergence zone. Since DLS is rather weak they should mainly stay unorganized. However, the can cluster and several storms can move over the same area as mid-level wind vectors indicate. They are oriented along the convergence zone. Also, storms are forecasted to be rather slow-moving, especially to the east of the LVL1 area with 500 hPa winds around 10 kn.


    Altogether, the main threat will be excessive precipitation. In the eastern part of the LVL1 area, DLS is a bit higher. Marginal to locally large hail and strong wind gusts can thus not be ruled out.

    [...]"

  • Zitat

    Die Modelle sind noch im Detail recht diffus für morgen.

    Ein schöner Euphemismus dafür, dass man nach der Synoptik genau so schlau ist wie vorher.

    Die frühere Konvektion ist nur bei SuperHD noch zu sehen, die Euros hier sehr spät. Rapid im Moment fast mit Totalausfall, mal sehen was die nächsten Läufe machen.

    Alles in allem ausgesprochen chaserunfreundlich.

  • Richtig, man ist auch heute Morgen nicht schlauer als gestern :)

    Man muss sich schon auf örtliche Schauer beschränken um einigermaßen treffsicher zu argumentieren.

    Gewitter für Thüringen demnach maximal vereinzelt wo Berge helfen. Etwas besser sieht es Richtung Sachsen aus.

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  • Das Sounding zeigt uns einen (nicht) netten Deckel (Inversion) in 900 hPa, der Konvektion schwierig macht. Ein Schauer, der in der Thüringer Rhön orografisch ausgelöst wurde, schwächt sich auf seinen Weg nach Nordosten aktuell weiter ab.


    Ich sehe eher Möglichkeiten zur Konvektion östlich einer Linie Saalfeld - Weimar mit besseren Chancen Rtg Ostthüringen in den nächsten 2h. Dort gefallen mir 2m Temperatur besser und das Windprofil am Boden hat was konvergentes von Erfurt bis Jena. Bei SW am Boden und WSW-Strömung wäre das nach Erfahrungswert auch ein typisches Auslösegebiet in den Hügelländern im Weimarer Land/Saaletal. Mal schauen.

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  • Frankenheim (SM) aktuell:

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  • Nach einträchtiger Beobachtung des Radars hat sich heute wieder klassische Entwicklung in Mittelhessen abgezeichnet. Aus Richtung Lahn war eine vielversprechende Zelle unterwegs. Also ab ins Vehikel, und via A661, A5 und A45 Gießen angesteuert, wo ich mich südlich bei Lützelinden positioniert habe.


    Radar HD+, Regenradar vom 10.05.2020, 16:20 Uhr - Hessen | Wetter von kachelmann.


    Ich habe spekuliert, dass das Teil ganz knapp nördlich vorbeischrammt und ich schön die Basis vor die Linse kriege. Aber wie das so ist, habe ich mal wieder die Rechnung ohne das Eigenleben der Meso gemacht, und so bog sie, wie sich das gehört, schön nach rechts ab.


    Ja, richtig, eine Meso. Was das Radar zeigte, ließ sich dann sogar kurz mit bloßem Auge beobachten. Nur: So perfekt wie der Standort war, so besch…eiden waren die Gegebenheiten fürs Fotografieren.


    Gießen-Lützelinden, im Hintergrund Ansatz einer Böenfront erkennbar.

    etwa 5 min später


    Das da wäre dann die Basis... Tja...

    Hier mit so wenig Baum wie möglich. Rechts naht schon Unheil.



    Keine 2 min später.


    Das sah zumindest schon gut aus, also an der nächsten Abfahrt umgedreht und nichts wie hinterher in der Hoffnung, mich nochmal vor die Zelle setzen zu können. Bis auf Höhe Wölfersheim zog die Zelle auch parallel zur A45. Eigentlich perfekt, wären da nicht noch die anderen Verkehrsteilnehmer und deren erratisches Verhalten während eines Core Punches... Nach kurzem Stop zum Checken der Lage dann in Florstadt runter von der Bahn und hinein in den Kaninchenbau namens Wetterau. Wenn man da die richtigen Spots kennt, kann man im dortigen hügeligen Gelände sehr gute Motive bekommen. Aber man muss sie kennen. Dazu klassisch enge Landstraßen, die vieles sind, aber sicher nicht schnell. Zwischen Nidda und Glashütten fand ich dann endlich geeignete Stellen mit guter Sicht:



    Und etwas später nochmal auf dem Weg Richtung Schotten:




    Anschließend noch weiter bis auf den Hoherodskopf in der Hoffnung auf Ausblick. Leider war dann die sich inzwischen gebildet habende Linie schneller, und es schüttete bereits aus Kübeln bei Ankunft. Also den direkten Heimweg angetreten, und auf dem Weg noch die dabei ostwärts laufenden Wasserbomben gepuncht. Alles in allem nichts revolutionäres, aber es gab mit Sicherheit schon schlechtere Saisonstarts.


  • Gestern Abend eine recht nette Zellentwicklung mit zumindest etwas Struktur über unserer Region - wenn auch nur für kurze Zeit.

    Kurze Zeit später starker Schauer mit mäßig Frostgraupel, ein schöner Abschluss des Wochenendes.




  • 10.05.2020 - Gewitterzelle bei Jena



    Gewitterzelle bei Gera



    Gewitterzelle bei Schleusingen - Blick Richtung Saalfeld



    Gewitterzelle bei Schleusingen - Blick Richtung Eisfeld



  • :kaltKaltlufteinbruch am 11.05.2020

    Es war beeindruckend innerhalb von 24-36h vom Frühling in den Winter zu stürzen. Der Wintereinbruch mit Neuschneedecke bis ins Flachland wurde es nicht, wenn auch anfangs von den Modellen simuliert. Bereits am Wochenende wurden die Tendenzen deutlicher, dass es wohl nur in den höheren Lagen für weiße Bezuckerung ausreichen wird.


    Dennoch waren einzelne Flocken dem Regen auch bis zu 350m hinab sichtbar. Ein Blick ins Sounding gestern (12Z Meiningen) zeigte ab 700hPa aufwärts eine südliche Strömung, darüber auf WSW drehend. Somit war wohl immer noch eine gewisse Warmluftzufuhr vorhanden und mit der fortgeschrittenen Jahreszeit reichts dann eben doch noch nicht für Schnee bis ganz runter. Dennoch eines der außergewöhnlichsten Ereignisse in diesem Jahr.


    Ein paar Webcambilder habe ich zwischendurch noch gesichert:


    Crawinkel (GTH) um 15:48 Uhr:

    Quelle: crawinkel-wetter.de


    Tambach-Dietharz (GTH) um 18:02 Uhr:

    Quelle: Stadt Tambach-Dietharz -


    Tambach-Dietharz (Neue Ausspanne) um 18:44 Uhr:

    Quelle: Stadt Tambach-Dietharz -


    Masserberg (HBN) um 18:50 Uhr:


    Quelle [2]: Willkommen im Masserberg.Net


    Neue Rekorde wurden aufgestellt (wird ergänzt/aktualisiert):


    Tagestiefsttemperatur in °C 2m:

    -1,2°C Schleiz am 11.05.2020 (alt: -1,1°C vom 05.05.2011)

    -2,5°C Neuhaus/Rwg. am 11.05.2020 (alt: -2,2°C vom 04.05.2019)


    Tagestiefsttemperatur in °C 5cm:

    -5,6°C Neuhaus/Rwg. am 11.05.2020 (alt: -4,8°C vom 04.05.2011)


    Vergleich der Tagesmaxima. Anzumerken ist natürlich, dass die Tmax am Montag meist noch in der Nacht erericht wurden, bevor die Kaltluft uns flutete.


    Station TMAX 10.05. in °C TMAX 11.05. in °C
    Artern 22,9 13,7
    Berka, Bad (Flugplatz) 22,8 14,5
    Birx/Rhön 20,1 11,8
    Dachwig 23,2 13,3
    Eisenach 21,2 12,6
    Erfurt-Weimar 21,3 13,5
    Gera-Leumnitz 23,2 14,2
    Jena (Sternwarte) 25,1 14,8
    Kleiner Inselsberg 18,7 10,2
    Krölpa-Rockendorf 23,9 14,1
    Langenwetzendorf-Göttendorf 22,8 13,2
    Leinefelde 19,6 8,7
    Lobenstein, Bad 22,0 12,7
    Martinroda 22,7 13,9
    Meiningen 20,8 13,2
    Moorgrund Gräfen-Nitzendorf 21,2 13,5
    Mühlhausen/Thüringen-Görmar 22,0 11,9
    Neuhaus am Rennweg 18,3 11,8
    Olbersleben 21,8 14,6
    Schleiz 22,2 12,8
    Schmieritz-Weltwitz 23,5 13,6
    Schmücke 17,1 11,6
    Schwarzburg 23,6 14,6
    Starkenberg-Tegkwitz 24,2 14,3
    Veilsdorf 24,2 13,4
    Waltershausen 21,5 12,3
    Weimar-Schöndorf 22,1 14,3


    Erfreulich war auch für Teile Thüringens der flüssige Niederschlag:

    Datenquellen: DWD, mtwetter

    Nachrichtenartikel und Bildergalerien:

    Eisheilige sorgen für Schnee im Thüringer Wald | inSüdthüringen.de (Freies Wort, 12.05.2020)

    Oberhof: Auto überschlägt sich auf schneeglatter Straße | inSüdthüringen.de (Freies Wort, 12.05.2020)

    Unwetter fegt über Thüringen und lässt Bäume umstürzen | inSüdthüringen.de (Freies Wort, 12.05.2020)

    Unwetter und Wintereinbruch (Freies Wort, 12.05.2020)

    1. Vorsitzender Thüringer Storm Chaser e.V.
    ESSL Voluntary Observer Person (Qualitätslevel QC1) (European Severe Storms Laboratory)
    Premium Advanced Spotter & Regionaler Ansprechpartner Thüringen (Skywarn Deutschland e.V.)
    Weitere Mitgliedschaften: Arbeitskreis Meteore e.V. • Cloud Appreciation Society

  • Tagesmax gestern in Neuhaus 4,7°C - damit wurde der Tagestiefstwert aus 1961 um ein Zehntel verfehlt. Ein paar Bilder aus meiner Mittagspause





  • Kaatschen/Sonnendorf/Jena.


    Durch den Kaltlufteinbruch und die sehr kalten Nächte bei bereits sehr sehr weit fortgeschrittener Vegetationsentwicklung vermelden die Thüringer Weingüter aus Bad Sulza,Kaatschen und Jena erhebliche Frostschäden an den Weinstöcken! Die Ernte wird daduch vermutlich heuer sehr mager werden,zumal auch etliche Blütenansätze erfroren sind.Es ging ja teilweise bis auf Minus 6 Grad herunter


    OTZ:

    Thüringer Weingüter melden katastrophale Frostschäden | Wirtschaft | Ostthüringer Zeitung

  • Durch den Kaltlufteinbruch und die sehr kalten Nächte bei bereits sehr sehr weit fortgeschrittener Vegetationsentwicklung vermelden die Thüringer Weingüter aus Bad Sulza,Kaatschen und Jena erhebliche Frostschäden an den Weinstöcken! Die Ernte wird daduch vermutlich heuer sehr mager werden,zumal auch etliche Blütenansätze erfroren sind.Es ging ja teilweise bis auf Minus 6 Grad herunter


    Der 6.5. ging ja bereits tiefer in den Frostbereich als der Kaltlufteinbruch Anfang Mai 2019. Der Dienstagmorgen hat dann nochmal einen drauf gesetzt. Da es mindestens ein 1-in-50 (würde schätzen sogar 1-in-100 Jahre) Event war, ist es eigentlich kein Wunder, dass es solche Schäden seit 50 Jahren nicht gegeben hat. Wenn man bedenkt, dass die Maxima auch schon Richtung 34-35°C gehen könnten (wenn wir das umgekehrte Extrem hätten), dann sind 40K weniger schon eine krasse Hausnummer für Mitte Mai.