LP und Bow am Südharz und Leipzig am 20.05.2022

  • Wie viele andere Beiträge schon deutlich machten, gab es am Freitag ein sehr gut geschertes Setup mit reichlich Cape. Das durfte ich mir natürlich nicht entgehen lassen, also ging es gegen 15.30 Uhr von Leipzig los nach Westen nach Sangerhausen, genauer gesagt Allstedt. Hier konvergierten nicht nur die Luftmassen, sondern auch die Chaser. Die KOllegen von der Uni-Leipzig und den TSC fanden sich dort ein, so dass wir zwischenzeitlich mit 5 Autos und 15 Personen vor Ort waren. Bei den Gewittern tat sich noch nicht so viel, westlich hatte es ausgelöst, aber der Schirmregen hing noch zwischen uns und Aufwind. Das gab zunächst gute Lichtstimmungen.


    Dann stellte sich die Frage den Schirmregen am Standort abzuwarten oder etwas nach Osten zu verlagern, um ggf. einen besseren Blick zu haben. Die Blicke der Unentschlossenen:



    Während Anton mit Anhang beschloss nach Osten zu fahren blieb der Rest vor Ort und wartete den Durchzug ab. Das sollte sich wenige Minuten später bezahlt machen, als hinter dem Niederschlag eine Basis mit Absenkung zum Vorschein kam.


    Der Aufwind war sehr stark geneigt und hatte eine C-Form. Vmtl. ein Grund wieso die Zellen bisher so viel Probleme hatten: Die Scherung zerriss offenbar die Aufwinde. Dieser sah aber stabil aus. Beides sehr gut im nächsten Bild zu sehen. Wer findet den Pileus?


    Das Exemplar nochmal als Pano



    Die Basis wuchs, sowohl in der Fläche, als auch nach unten.


    Weiter ging es nun nach Osten, um an der Zelle dran zu bleiben. Der Aufwind stand nun rückseitig fast komplett frei. Ein herrlicher Anblick! Auch wie rückseitig die Fracti aus den Hügeln gesaugt werden.


    Ein Stückchen weiter ostwärts zeigt sich deutliche Rotation an der Zelle, für einige Sekunden war auch ein Funnel zu sehen, kurz an die nächste Raststätte gefahren. Der Funnel war zwar zwischenzeitlich wieder verschwunden, der Aufwind fuhr dennoch weiter Karussell. Am oberen Bildrand selbst im "Standbild" die Rotation gut zu sehen, hier hing wenige Sekunden zuvor noch der Funnel.


    Danach ging es weiter Richtung Osten, obwohl zwar über uns schon blauer Himmel war, wehte der RFD rückseitig massiv den Niederschlag heraus, so dass das Auto von links eine Vollwäsche erhielt. Bei Halle biegt die A38 nach Süden ab, so kam etwas Abstand zwischen Zelle und Standort. Das eröffenete neue Perspektiven und die Chemiewerke Leuna zeigt an, wohin der Wind weht. Hier hats den Rauch direkt in die kleine Wallcloud integriert.


    Die Zugbahn machte die Verfolgung schwierig, auf dem Radar war in Westthüringen bereits eine sich formierende neuen Linie zu sehen, die direkt auf Leipzig zuhielt. Also ging es zurück nach Hause, auch in der Hoffnung die nun nördlich vorbeiziehende Zelle aus dem Hochhaus beobachten zu können.

    Das klappte dann auch und stellte sich so dar. Beeindruckend!


    Kaum zu Hause angekommen, kurz was gegessen, ging es direkt weiter mit dem Bowecho gegen 21.15 Uhr. Der Aufzug ließ sich jedenfalls schon sehen.




    Kurz vor Weltuntergang.



    Das ganze gibts auch noch als Video:


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    Zum Abschluss gab es noch ein paar schöne Crawler zu bestaunen. Hier der mit Abstand beste.


    Ein gelungener Tag von denen gerne mehr folgen dürfen. :)

  • Das eröffenete neue Perspektiven und die Chemiewerke Leuna zeigt an, wohin der Wind weht. Hier hats den Rauch direkt in die kleine Wallcloud integriert.

    Der Begriff "giftige Zelle" bekommt damit eine ganz neue Bedeutung :)


    Danke für den Bericht. Das Bow Echo über der Stadt ist auch sehr schön anzusehen.

    1. Vorsitzender Thüringer Storm Chaser e.V.
    ESSL Voluntary Observer Person (Qualitätslevel QC1) (European Severe Storms Laboratory)
    Premium Advanced Spotter (Skywarn Deutschland e.V.)
    Weitere Mitgliedschaften: Arbeitskreis Meteore e.V. • Cloud Appreciation Society