Beiträge von Anton Koetsche

    Moin Sebastian,

    danke für den ausführlichen Bericht. Hierzulande chased man ja eh eher selten die Superlative, und zu sehr gehypte Lagen sind immer eher stressig. Von daher genieße ich solche spontanen entspannten chasings auch sehr ;)

    Hättest aber ruhig was für Markus, Felix und mich übrig lassen können, wir haben das System später und weiter östlich abgefangen, die nächtlichen MCS Reste waren bei uns weniger ansehnlich ^^

    Stand 17.01.2024 09:45:


    Die voraussichtliche Position der LMG liegt im Vergleich zu gestern wieder etwas weiter nördlich, insbesondere der in den letzten Tagen angesprochene Föhn im Bereich des Vorgtlands und dem westlichen Erzgebirge könnte dafür sorgen, dass Niederschläge am Mittwoch Nachmittag östlich einer Linie Jena - Saalfeld in Schneeregen, Regen oder gefrierenden Regen übergehen. Durch die gefrorenen Böden ist in jedem Fall mit Glätte zu rechnen. Die Neuschneemengen fallen hier dementsprechend geringer aus und liegen zwischen 2 - 10cm.


    Westlich der Linie Jena - Saalfeld werden die Niederschläge mit ziemlicher Sicherheit dauerhaft als Schnee fallen. Ausnahmen Bilden dabei die südlichsten Kreise Thüringens, insbesondere HBN,SON,SOK. Hier ist bis in die Nacht zum Donnerstag mit Regen und gefrierende Regen zu rechnen.


    Wo Niederschläge dauerhaft als Schnee fallen sind bis zum Donnerstag Vormittag flächig Neuschneemengen von 5-15cm, im westlichen Thüringen auch bis 30cm möglich. In Staulagen des Thüringer Waldes werden bis zu 40cm erreicht.


    Kommt gut durch den Tag und seid vorsichtig auf den Straßen.


    /AK

    Stand 16.01.2024 16:00:


    Die voraussichtliche Position der LMG liegt im Vergleich zu gestern etwas weiter südlich:


    In der zweiten Nachthälfte zum Mittwoch bzw. Mittwoch Vormittag bewegt sich die LMG nordostwärts, gegen Vormittag setzen dabei in Thüringen Schneefälle ein. Besonders in Tieflagen wie dem Saaletal ist anfangs auch Schneeregen denkbar. Die S-SO Strömung vor der LMG und eine entsprechenden Überströmung von Thüringer Wald und Erzgebirge scheint weiterhin wahrscheinlich. Die mit der Überströmung einhergehende Durchmischung und teilweise Föhneffekte führen in Mittel-Ostthüringen und in Südsachsen zu leicht positiven Tagestemperaturen (https://kachelmannwetter.com/d…-6std/20240117-1500z.html). Vor allem in Westthüringen bleiben die Temperaturen den gesamten Mittwoch lang unter oder um 0°C.


    Am Mittwoch Nachmittag/Abend gehen die Niederschläge in den äußeren südlichen und südwestlichen Teilen Thüringens in Regen oder gefrierenden Regen über. Im restlichen Bundesland fallen die Niederschläge dauerhaft als Schnee


    Wo Niederschläge dauerhaft als Schnee fallen sind bis zum Donnerstag Vormittag flächig Neuschneemengen von 10-20cm, in Staulagen des Thüringer Waldes auch bis 25cm möglich. In Mittel- und Westthüringen fallen die Schneehöhen durch die anfänglich positiven Temperaturen möglicherweise etwas geringer aus.


    Insgesamt bleiben nach wie vor Unsicherheiten in der genauen Lage der LMG bestehen. Gefrierender Regen in großen Stil dürfte Thüringen aber nach jetzigem Stand erspart bleiben


    Morgen früh folgt ein letztes Update zur Lage. /AK


    Von Mittwoch Vormittag bis voraussichtlich Donnerstag Vormittag gerät Thüringen unter den Einfluss einer wetteraktiven Luftmassengrenze (LMG).


    Stand 15.01.2024 14:00:


    Die meisten hochauflösenden Modelle suggerieren folgenden Ablauf:


    In der zweiten Nachthälfte zum Mittwoch bzw. Mittwoch Vormittag bewegt sich die LMG nordostwärts, gegen Vormittag setzen dabei in Thüringen Schneefälle bei Minustemperaturen ein. Vor der eigentlichen LMG rechnen die Modelle mit Bodenwind aus S-SO und einer entsprechenden Überströmung von Thüringer Wald und Erzgebirge (https://kachelmannwetter.com/d…ittel/20240117-1400z.html).


    Obwohl die eigentliche LMG vermutlich südlich des Thüringer Waldes zum erliegen kommt, wird die mit der Überströmung einhergehende Durchmischung besonders in Mittel-Ostthüringen und in Südsachsen zu leicht positiven Tagestemperaturen führen (https://kachelmannwetter.com/d…ratur/20240117-1400z.html).


    Hier werden die Niederschläge im Tagesverlauf in Regen übergehen. Das würde zu insgesamt geringeren Schneehöhen, aber auch zu einer Entschärfung der Glatteisgefahr in diesen Regionen führen, da die Durchmischung die bodennahe flache Kaltluftschicht erwärmen würde.


    Nördlich einer Linie Erfurt - Gera - Dresden bleiben die Temperaturen den gesamten Mittwoch lang unter oder um 0°C. (https://kachelmannwetter.com/d…ratur/20240117-1600z.html). Insbesondere in diesem Übergangsstreifen ist die Glatteisgefahr erhöht, da der Schnee aus höheren Luftschichten in einer flach über dem Boden eingeschobenen Schicht aus warmer Luft schmilzt, und dann bei negativen 2m Temperaturen am Boden wieder gefriert.


    Weiter nördlich ist der Warmlufteinschub in der Höhe schwächer und Niederschläge fallen den ganzen Mittwoch über als Schnee. Wo Niederschläge dauerhaft als Schnee fallen sind bis zum Donnerstag Vormittag flächig Schneehöhen von 10-15cm, in Staulagen des Harzes auch bis 30cm möglich (https://kachelmannwetter.com/d…oehen/20240118-1200z.html). Weiter südlich, wo Niederschläge am Mittwoch Nachmittag in Regen übergehen, wird mit einer Südwärts Verlagerung der LMG wohl ab der ersten Nachthälfte von Mittwoch auf Donnerstag wieder Schnee fallen. Dort sind bis Donnerstag Vormittag 5-7cm zu erwarten.


    Insgesamt bleiben bis wenige Stunden vorher Unsicherheiten in der genauen Lage der LMG bestehen. Bewegt sich die LMG weiter nach Norden könnten am Mittwoch Niederschläge in gesamt Thüringen in Regen übergehen. Liegt die LMG weiter südlich bleibt es frostig, aber die Schneefälle beschränken sich auf südliche Teile Thüringens.


    Updates folgen. /AK

    Ja denke auch dass an dem Spot die OB von der anderen Zelle reingespielt hat. Glaube aber dass die Zelle schon noch lange gut aussah. Selbst in Berlin hatteste noch ne nice mehrstöckige Shelf, aber dran bleiben war da echt unmöglich.


    Synoptische Lage:

    Der 24.07.2023 brachte uns eine klassische Low-Cape High-Shear Gewitterlage mit viel Hebungsantrieb. Das führt in unseren Breiten erfahrungsgemäß am ehesten zu ansehnlichen Gewittern. Entlang einer schleifenden Kaltfront bildete sich gegen Mittag ein Bodentief und m Zuge dessen ein Gewitterkomplex. Dieser zog von der Deutsch-Belgischen Grenze bis nach Polen, getrieben durch einen markanten Höhentrog und unterstützt durch die Hebung im Bereich unter dem linken Jetausgang. Der Gewitterkomplex bewegte sich entlang einer bodennahen Windkonvergenz von NW und SW Wind (https://kachelmannwetter.com/d…htung/20230724-1500z.html hier gut im Bereich Magdeburg zu sehen). Und hier das interessante daran: Die feuchte Luftmasse lag nicht auf der Südseite der Konvergenz in der SW Strömung, sondern auf der Nordseite in der feuchteren NW Strömung (https://kachelmannwetter.com/d…punkt/20230724-1500z.html hier schön an den Taupunkten zu sehen). Der Bereich nördlich der Konvergenz war ca. 4°C kühler als der südliche Bereich, der Taupunkt dafür 4°C höher. Zudem war dieser kühlere Bereich schwach gedeckelt. In diesem schmalen Streifen fanden sich ca 800 J/kg CAPE kombiniert mit 60km DLS und SRH >150 m^2 s^2. Die Zuggeschwindigkeit der Zellen würde allerdings bei >60km/h liegen, das ist schon ne Hausnummer. In Modell-Hodographen des ID2 (kann ich hier leider nicht zeigen) sieht man dementsprechend einen Haufen streamwise Vorticity bis 3km und ca 20-25kn storm-relative Inflow. Das Setup ist schon ziemlich perfekt, und der bereits seit Stunden existierende Gewitterkomplex bewegt sich direkt in diese Luftmasse hinein. Zusätzlich lösten vorlaufend erste kleinere Zellen aus und bewegten sich schnell nach Osten (https://kachelmannwetter.com/d…oerde/20230724-1540z.html). Diese verbrauchten praktisch nichts von der Energie der Luftmasse, erzeugten jedoch durch ihre nach Westen laufende Outflowboundary zusätzlich eine gewitterrelative Windkomponente (und noch mehr Grundschichtfeuchte).


    Chasingbereicht:

    Ich positionierte mich gegen 17:40 bei Wanzleben und hatte einen schönen Blick auf die abziehenden Zellen. Gut zu sehen wie niedrig die Wolkenoberkante dieser Zellen ist:



    Von Westen her nähert sich schnell der Gewitterkomplex, durch die Nähe zum Radarstandort Ummendorf ist das Radarbild leider schwer zu interpretieren. Optisch schält sich allerdings schnell etwas aus der blauen Pampe heraus, Zeit ist 17:57



    Die Struktur entwickelt sich so schnell, dass ich kaum Zeit habe es so schnell zu realisieren. Zeit hier ist 18:02, vergleicht mal die Änderung innerhalb von 5min. Dass das eine absolut brachiale Superzelle ist habe ich allerdings schnell Begriffen. Schön zu sehen ist die massive RFD Shelf (links) und der langgestreckte Inflowtail im Bereich des FFD (rechts). Mittig ist deutlich die abgesenkte Wallcloud zu sehen.



    Ich frage mich zunehmend ob ich nicht falsch abgebogen und in den Great Plains gelanden bin. Zeit ist 18:07, wieder 5 min später. Noch nie ist eine Zelle so schnell auf mich zugerast und hat zeitgleich so ihr Aussehen verändert.



    18:09, also gerade mal 2 min später, steht die mehrschichtige Aufwindschraube direkt vor mir. Versetzt euch mal in dieses Bild hinein, aber nicht aus Sicht eines Weitwinkelobjektivs sondern mit eurer augeneigenen Brennweite. EInfach nur eine riesige weiße Wand soweit das Auge reicht.



    18:11, davor bleiben wäre absolut sinnlos. Ich genieße die letzten Minuten bevor mich der Kern überrollt.



    Der Kern ist kurz und heftig, schwere Sturmböen peitschen Regen und kleinen Hagel gegen mein Auto. Nach wenigen Minuten ist allerdings auch dieser Spuk vorbei. Ein echtes High-Speed Chasing mit meinem persönlichen Strukturhighlight in Deutschland.


    Hier noch der Link zum Video:

    Externer Inhalt youtu.be
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


    Danke fürs lesen!


    Anton

    Der 20.06.2023 bescherte eine eher diffuse Gewitterlage mit wenig Hebungsantrieb. Gewitterauslöse war fraglich. In einem schmalen Streifen, entlang einer bodennahen Konvergenz aus trockener SW-Strömung und feuchtem NO Wind waren durch die ausgeprägte Feuchtekonvergenz lokal CAPE-Werte um 2000 J/kg verfügbar (https://kachelmannwetter.com/d…hicht/20230620-1500z.html). Die Konvergenz resultierte aus der Outflowboundary eines zuvor durchgegangenen konvektiven Systems und wurde im Tagesverlauf durch eine diffuse Tiefdruckrinne (Hitzetief) verstärkt. Auf der Nordseite der Konvergenz drehte der bodennahe NO Wind (10kn) auf SW Wind in 2km Höhe (20kn). Die aus der starken Rechtsdrehung und leichten Geschwindigkeitszunahme resultierende effektive Scherung resultierte in viel streamwise Vorticity in den unteren 2km und erhöhter Helizität von lokal 200 m2/s2. Kombiniert mit 30kn effektiver DLS und den CAPE Werten herrschten lokal also gute Bedingungen für Superzellen. Der große Knackpunkt der Lage war allerdings die fehlende synoptische Hebung, weshalb es die Gewitter schwer hatten. Denn trotz der lokal hohen CAPE Werte waren die Lapserates in der mittleren Troposphäre eher klein und die Temperaturschichtung eher feuchtabiabatischer Natur. Es würde also etwas Hebung benötigen und diese entsprechend zu labilisieren. Getrieben durch einen subtilen Kurzwellentrog bestand in den frühen Mittags und Nachmittagsstunden noch die beste Chance auf die ein oder andere isolierte Auslöse. Erste Zellen bildeten sich bereits gegen 12 Uhr. 13 Uhr nahm ich auf höhe des Hermsdorfer Kreuzes die sich verstärkende östliche Zelle ins Visier. Die Dashcam (Noch in Winterzeit) zeigt die Rückseite der Zelle gegen 13:10, die Quellung ist zwar gesund, hat aber noch einen "congestusartigen" look und ist nicht sehr hochreichend. (https://kachelmannwetter.com/d…/gera/20230620-1110z.html)



    Nach einem kleinen Corepunsh stand ich auf der Vorderseite der Zelle, diese nach wie vor noch eher unorganisiert, aber schön am grummeln.



    Dieser Entwicklung ging auf Höhe von Schmölln allerdings schnell die puste aus, und während ich mich noch über die sogenannte Bundesstraße zurück durch Schmölln kämpfte entstand bei Jena eine weitere Zelle. Diese meinte es scheinbar ernst(er), denn der Eisschirm wirkte optisch deutlich kräftiger und die Quellung deutlich höher. Ich positionierte mich nahe Gera nördlich der A4 um die Zelle auf mich zuziehen zu lassen. Gegen 14:30 (https://kachelmannwetter.com/d…/gera/20230620-1230z.html) konnte ich von meinem Standort aus eine Recht tiefe Wolkenbasis erkennen. Darüber bildete sich soeben ein neuer Aufwind aus. Das ganze sah recht gesund und vielversprechend aus, der Wind wehte mittlerweile mäßig aus NO direkt auf die Zelle zu. Ich vermute, dass eine zurückgebliebene Outflowboundary der ersten entstandenen Zelle den zusätzlichen "push" für diese zweite, stärkere Entwicklung lieferte.



    Besonders in diesem Zeitraum wirkte die Wallcloud der Zelle sehr dynamisch, an der Basis deutet sich ein RFD Cut an und kurzzeitig hatte ich den Verdacht dort einen Funnel zu beobachten. Dazu gerne auch nochmal den ersten Teil des unten gezeigten Zeitraffers anschauen. Dort wird die verstärkte Rotation an der Wolkenbasis im Bereich der Wallcloud sichtbar.



    Die Zelle zieht unter Verstärkung weiter auf meinen Standort zu. Die Tailcloud ist zu diesem Zeitpunkt besonders schön ausgebildet und züngelt in den FFD. Das Dauergrummeln nimmt zu.


    <


    Je näher die Zelle kommt, desto schöner strukturiert sich der Aufwindteller. Die Tailcloud verliert allerdings Kontakt zum FFD.



    Direkt vor mir zeigt sich die Zelle nochmal in voller Pracht.



    Daraufhin zerfiel die Zelle sehr schnell.


    Und hier der Link zum gesamten Chasingvideo mit Zeitraffer:

    Externer Inhalt youtu.be
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Also in diesem Bowecho mit gemessenen Böen >130km/h sind "straight line wind" Sturmschäden ja zu erwarten. Für einen Tornadoverdacht sehe ich ehrlicherweise auch erstmal keine Indikation, weder im Doppler noch in der synoptischen Lage. Das Folding im Doppler Radar legt nahe, dass die maximale Dopplergeschwindigkeit von 115km/h überschritten wurde in dieser Region : https://kachelmannwetter.com/d…5grad/20230621-0755z.html (Die Bereiche mit Folding sind jene orangen Flecken im ansonsten hellblauen Bereich. Diese sind auch mit weißen Punkten überlegt, als Indikation, dass Folding wahrscheinlich ist.)
    Dabei darf man allerdings nicht den Fehler machen und das mit einem DiPol verwechseln. Folding entsteht vereinfacht gesagt dadurch, dass die maximale Dopplergeschwindigkeit überschritten wird die ein Dopplerradar aufgrund seiner Funktionsweise besitzt. Bei einem Dopplerradar wird die Geschwindigkeit über die Phasenverschiebung zwischen gesendetem und empfangenen Signal gemessen. Überschreitet diese Phasenverschiebung den Wert von 2pi (i.e. überschreitet der Wind die maximale Dopplergeschwindigkeit) dann "rutscht" die Messung beispielsweise von einem stark positiven zu einem stark negativen Wert. Das ist in diesem Fall natürlich keine reale Messung, manchmal wird sowas aber vom ungeübten Auge oder von Rotationsdetektionsalgorithmen als Rotation detektiert :)

    Der Hodograph für Meiningen zeigt schöne Low Level Shear. Die Vorticity ist allerdings nicht komplett streamwise, sturmrelativ gesehen. Die Inversion in 750 hPa ist allerdings offenbar sehr hinderlich momentan für . Das CAPE in den unteren 2.5km ist kombiniert mit der ordentlichen LLS auf jeden Fall zuträglich für eventuelle tornadische Aktivität an Zellen die den Deckel in 750hPa knacken. Sounding Plots in diesem Design findet ihr hier: Sounding Plotter

    Hallo Zusammen,


    am 14.09.2022 fuhren Marco und ich sehr spontan in Richtung Nordbayern/Franken, um eine recht interessantes Mid-September Setup zu chasen. Ausgangslage war eine gut ausgeprägte Luftmassengrenze über Mitteldeutschland, an der sich immer wieder kleinere Wellenstörungen ausbildeten.



    Entlang der LMG herrschte bereits initial etwas erhöhte Low Level Shear mit 15-20kn und SRH mit 100-200 m2/s2, außerdem lagen die Wolkenbasen durch den vorangegangenen Regen praktisch auf Bodenniveau. Energie war recht wenig vorhanden, aber für ein paar konvektive Zellen würde es reichen. Marco und ich entschieden uns für ein Gespann aus mehreren Zellen, welches sich mit einer Konvergenz langsam nach Südosten verlagerte (Radar HD+, Regenradar vom 14.09.2022, 19:00 Uhr - Schweinfurt | Wetter von kachelmann.). Die Scherung war mit bloßem Auge deutlich sichtbar, während über uns der tiefe Stratus aus SW auf die Zelle zuströmte, bewegte sich der abgesenkte Bereich langsam auf uns zu. Immer wieder kam es zu kleineren Verwirbelungen. Unser Standort hier war leicht oberhalb von Erbshausen-Sulzwiesen.



    Gegen 19:00 überquerte uns die Konvergenz, entlang der Wolkenkante wurde es zunehmend interessant.


    (Quelle: Live-Wetteranalyse für Deutschland, Feuchtefluss in Bodennähe (10^-7/s) | SuperHD (Mesoanalyse) | Wetter von kachelmann.)


    Offenbar bildete sich entlang der Konvergenz, unterstützt durch erhöhte Feuchtekonvergenz, ein neuer kleiner Aufwind der schnell begann zu rotieren (Auch sichtbar in den Doppler Sweeps Doppler-Sweeps vom 14.09.2022, 19:00 Uhr - Offenthal (Ost) | Wetter von kachelmann.). Die Wolkenbasis senke sich zunehmend, und erste kleine "Vorticity Noodles" wurden sichtbar. Die Zirkulation wickelte sich ein, Marco und ich befanden uns zu dieser Zeit im "RFD", also im relativ sicheren Bereich hinter der Rotation und konnten diese ungestört beobachten. Die Rotation wuchs schnell zu einem weit zum Boden kondensierten Funnel, darin wurden zeitweise "Suction Vorticies" sichtbar - kleine schnellere Rotationen innerhalb der Hauptrotation. Im Folgenden das gesamte Video der Tornadogenese leicht beschleunigt. Wir schauen zu diesem Zeitpunkt von Erbshausen Richtung Bergtheim (der Kirchturm des Dorfs ist unten rechts zu sehen)


    P1360670.mp4


    Und hier nochmal Marcos Video in Originalgeschwindigkeit mit unseren Audiokommentaren :D


    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


    Nachdem sich der Funnel abschwächte, bewegten wir uns weiter Richtung Osten, um die Zirkulation weiter zu beobachten. Dabei hatten wir einen tollen Blick auf den eingedrehten Aufwind (Siehe Marcos Video). Die Bodenkonvergenz war immer noch deutlich ausgeprägt, aber die Zelle schwächelte zunehmend. Es wurde auch langsam dunkel und eine Suche nach Schäden gestaltete sich schwierig, da der anhaltende Regen sämtliche Feldwege in Mudroads verwandelt hatte.


    Alles in allem bleibt nur zu sagen - was für ein spannendes Chasing (und das Mitte September! ).

    Danke für die Ergänzung deines Zeitraffers. Ich denke orografisch spielte der westliche Thüringen Wald bzw das Eichsfeld besonders in der Entstehung eine Rolle.

    Flach war diese Superzelle in dem Sinne, dass die Rotation besonders auf die unteren 3km oder so begrenzt war. Sieht man ja auch schon dass der obere Bereich des Aufwindes nur wenig Rotation zeigt. Die Aufwinde waren dabei aber trotzdem sehr hochreichend, also in dem Sinne Low Topped war sie nicht.

    Prolog:

    Wenn bei Vorbesprechungen der Gewitterlage am 16.05.2022 eines nicht in Betracht gezogen wurde, dann mit Sicherheit eine langlebige Superzelle in Thüringen. Zu schwach die Dynamik, zu wenig CAPE vorhanden. Und doch entstand an der Thüringisch - Hessischen Grenze gegen 16 Uhr ein Gewitter, dass in 3h rund 80km bis in die Region Nohra zurücklegte und dabei insbesondere in den unteren 3km fast dauerhaft eine deutliche Rotation aufwies.



    Komposit mehrerer Radarbilder. Quelle der ursprünglichen Radarbilder: Skywarn Deutschland e.V. - IRAS (React App)


    Synoptik:

    Am frühen Nachmittag des 16.05.2022 erstreckt sich am Boden eine Tiefdruckrinne vom Ärmelkanal über Mitteldeutschland bis hinab zur Adria. In der Höhe bewegt sich ein subtiler Kurzwellentrog über Sachsen hinweg, während sich ein gut ausgeprägter Höhentrog von Großbritannien über BENELUX bis nach Südfrankreich erstreckt.

    Während der erste subtile Trog hauptsächlich die mittäglichen Regenfälle in Thüringen begünstigt, sorgt der gut ausgeprägte Trog für die nötige Hebung bei der späteren Gewitterlage.




    Die Warmfront eines ersten Bodentiefs bewegt sich gegen Mittag und am frühen Nachmittag in Form eines schmalen Regenbands über Thüringen hinweg. Dahinter strömt deutlich feuchtere und labilere Luftmasse ein. Die zusätzliche Sonneneinstrahlung sorgt mit der durch den Regen angefeuchteten Luft für günstige Energieverhältnisse. Einstrahlungsbedingt, unterstützt durch die Hebung des aus Westen hereinkommenden Troges, entwickelte sich im Laufe des Nachmittags ein lokales Hitzetief im Bereich des westlichen Thüringer Waldes. Das ist z.B. sichtbar an der 3h Drucktendenz, die deutlich fallende Druckwerte im Bereich Eisenach - Gotha - Erfurt aufweist: Luftdruckänderung, 3std, Messwerte Thüringen vom 16.05.2022, 16:00 Uhr | Wetter von kachelmann.

    Spannend ist auch der Feuchtefluss in Bodennähe (SuperHD Mesoanalyse - Quelle: Feuchtefluss in Bodennähe (10^-7/s) - Wetteranalyse vom 16.05.2022, 16:00 Uhr für Thüringen | SuperHD (Mesoanalyse) | Wetter von kachelmann.). Blaue Werte bedeuten hier Konvergenz und Advektion von Feuchte . Genau in Zugbahn der Superzelle ist eine markante Feuchtekonvergenz auszumachen - etwa von Eisenach bis nach Nohra:




    Markant ist auch die Drehung des Bodenwindes von Südwind südlich der Konvergenz und Ostwind knapp nördlich der Konvergenz. Es ist zu vermuten, dass diese Konvergenz der Bodenwarmfront des lokalen Hitzetiefs geschuldet ist. Eine Superzelle ,die sich entlang der Bodenwarmfront eines Tiefs bewegt, profitiert sowohl von der Feuchtekonvergenz als auch von der erhöhten Windscherung durch die Warmluftadvektion. Sowas klappt für gewöhnlich eher in den Staaten, aber in sehr kleinem Maßstab können wir uns hier auch immer mal darüber freuen. Analysesoundings des ID2 zeigen in Zugbahn der Superzelle ca. 800 J/kg MLCAPE sowie 0-3km SRH Werte von rund 130 m^2s^2. Letzterer Wert ist entscheidend für die Rotation von Gewitteraufwinden. Die magische Grenze für Superzellen liegt bei ca. 150 m^2s^2. In Anbetracht dessen, dass die SRH im Bereich von starken Gewittern aber tendenziell noch etwas erhöht ist und die 150 m^2s^2 eher eine fließende Grenze ist lässt sich sagen: Die Bedingungen für eine Superzelle waren gegeben.


    Ablauf:

    Bereits aus großer Ferne war ab ca. 15:30 eine markante Quellung westlich von Eisenach zu erkennen. Diese wuchs zusehends, gegen 16:00 Uhr wurde die Zelle dann auch durch hohe Radarreflektivität auffällig. Markus war im Anfangsstadium der Zelle zugegen und berichtete bereits da von deutlich sichtbarer Rotation. Entsprechende Bilder zeigen bereits im frühen Stadium eine deutliche Trennung von Auf- und Abwind. Die Bilder finden sich hier: 2022-05-16-17 GEWITTER


    Zeitraffer:

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


    Auch ein Blick in die Doppler Radar Daten zeigen in verschiedenen Höhen einen Dipol, der auf Rotation hinweist: Doppler-Sweeps vom 16.05.2022, 16:30 Uhr - Neuhaus (Nordwest) | Wetter von kachelmann.


    Von 17-18 Uhr MESZ hatte ich von meinem Standpunkt östlich von Gotha die Möglichkeit, die heranziehende Zelle zu Zeitraffern. Schön sichtbar sind die dauerhaft rotierende Basis und die darüber neu hochgehenden Aufwinde. Auch die bodennahe Südströmung wird durch die flachen Cumuli sichtbar:


    Raffer_SZ_komplett.mp4


    Kurz nach 18 Uhr ereignete sich genau über meinem Standort eine mehr oder weniger bilderbuchartige RFD Surge, wobei der Rear Flank Downdraft (RFD) die Aufwindbasis unterläuft und diese in eine Art Hufeisenform bringt. Dieses Stadium ist besonders relevant für die Tornadoentstehung, da durch den oft rabiaten Vorstoß des RFD verstärkt bodennahe Rotation erzeugt wird. So waren auch bei dieser Superzelle deutliche Wirbel und ein RFD Clear Slot erkennbar:


    Rotation.mp4


    Um 18:45 an der Autobahnabfahrt Nohra zeigt sich die Zelle bereits deutlich geschwächt, die Basis verliert an Größe und die Zelle wird in den folgenden Minuten zunehmend outflowdominant:



    Das Leben der Zelle würde ich somit gegen 19 Uhr für beendet erklären. Alles in allem eine tolle, langsam ziehende Superzelle, mit der an diesem Tag wohl niemand gerechnet hätte. Umso mehr erweist sich mal wieder der Nowcast als entscheidend. Besonders die Mesoanalyse des Feuchteflusses auf Kachelmannwetter (unter Rubrik Live-Wetter) kann ich ja nur jedem ans Herz legen.

    Schließen möchte ich diese Analyse mit dem, von mir während der Besprechung am Vorabend so in etwa geäußerten, Satz: "Mit guter Struktur muss man morgen nicht rechnen".

    ***Update***


    Aktuelle Lage

    Ein Bodentief mit Kern über dem Ruhrpott verlagert seine Warmfront langsam nach Osten. Diese ist durch ein schmales Niederschlagsband gekennzeichnet, dieses liegt aktuell über dem Thüringer Wald an der Thüringisch- Hessischen Grenze. Erste schwache konvektive entkoppelte Zellen sind in diesem Band bereits aktiv.


    Verlauf

    Das Bodentief verlagert sich weiter nach Osten. Hinter dem Niederschlagsband der Warmfront scheint die Sonne und sorgt für energiereiche Luftmasse. Erste Gewitter bilden sich ab ca. 14 Uhr MESZ über dem westlichen Thüringer Wald und dem Eichsfeld. Diese verclustern zunehmend und ziehen bis zum späten Abend über weite Teile Thüringens und Sachsens hinweg.


    Modelle

    Aktuell wird die Entwicklung am besten von FHD (Arome) , EZ4 und ID2 (Icon D2) erfasst. Der ID2 6z Lauf ist etwas pessimistisch mit der Auslöse über Westthüringen - vermutlich aber ein Ausrutscher.


    Hauptgefahren

    Wie im Hauptpost ganz oben auf der Seite.


    Wetterlage/Ablauf:


    Vorderseitig einer nahenden Kaltfront erstreckt sich eine Tiefdruckrinne über Thüringen bis ins Böhmische Becken. In diesem Bereich sind höhere Theta Ae Werte sichtbar, was eine feuchte und/oder warme Luftmasse andeutet. In diesem Fall sind diese hohen Werte vor allem durch ein feuchtes Band in 850 hPa zu erklären.

    Modellkarten für Deutschland (Relative Luftfeuchtigkeit, 850hPa) | Mitteleuropa Super HD (3 Tage)

    Die meisten hochauflösenden Modelle rechnen eine schöne kleine Konvergenz die sich ab Nachmittags im Lee des Harzes durch die Schwache NW Strömung bildet. (Modellkarten für Sachsen-Anhalt (Windrichtung und Windmittel) | Mitteleuropa Super HD (3 Tage))

    Diese wird gegen Abend verstärkt durch die hereinkommende Kaltfront. Gleichzeitig schwenkt in der Höhe ein schwacher Kurzwellentrog drüber, der aber für den nötigen Hebungspush sorgen könnte (highres_gfs_dt.html).

    Die späte Konvektion in den Modellen ist elevated und startet aus der feuchten Schicht in und um 850hPa die heute im Tagesverlauf aus Süden reingesuppt kommt (dieses Feuchteband ist bereits am Samstag über uns hinweg und hat für die paar Wolken gesorgt. Dann blieb es über Bayern liegen und jetzt kommt es langsam zurückgesuppt).


    CAPE Werte bewegen sich je nach Modell zwischen 100 und 300 J/kg. Die mittlere Troposphäre ist allerdings trocken und daher labilisierbar, sofern genug Hebung stattfindet.

    Modellkarten für Deutschland (CAPE) | Mitteleuropa Super HD (3 Tage)


    Impact:


    Sollten sich am Abend Gewitter bilden bleiben diese wahrscheinlich entkoppelt und sind am ehesten für Blitze interessant. Die hochreichend durchmischte Grundschicht könnte Fallböen in Gewitternähe begünstigen.



    Man kann sagen, es spielen viele Faktoren eine Rolle und das Timing muss passen (wie immer ^^)

    ***UPDATE***


    Aktuelle Lage:


    Lasset die Einstrahlung beginnen! Aktuell starke Einstrahlung in Thüringen östlich von Erfurt und im gesamten Raum Sachsen:

    Satellit HD, Deutschland | Wetter von kachelmann.


    Dementsprechend steigen die Temperaturen in Sachsen und Thüringen zügig und die Taupunkte analog dazu. Ein Bodentief liegt über dem Dreiländereck SN/ST/BB und bewegt sich weiter Richtung Berlin. Hier schön im "eingedrehten" Windfeld zu sehen:

    Windrichtung, Messwerte Deutschland vom 11.05.2021, 10:00 Uhr | Wetter von kachelmann.


    Auf dessen W und SW Seite hat der Wind auf NW gedreht und maritime Luftmasse wird aus Richtung Ostsee herantransportiert. Diese erwärmt sich zwar auf dem Weg zu uns, trotzdem ist in den Temperaturen aktuell ein Sprung zu sehen, zwischen sehr warmer kontinentaler Luft in einer Achse Dresden-Berlin, und der sich anwärmenden maritimen Luft westlich davon:

    Temperatur 2m, Messwerte Deutschland vom 11.05.2021, 10:00 Uhr | Wetter von kachelmann.


    Zum weiteren Ablauf:


    Der nördliche Tiefkern bewegt sich weiter Richtung Berlin, währenddessen bildet sich im Tagesverlauf ein weiterer Tiefkern über Nordtschechien/Südsachsen aus. Dieses sorgt für eine Nordkomponente des Windes auf das Erzgebirge und bestimmt über den Entstehungsort der ersten Zellen. Hierfür das Windfeld und die dreistündige Drucktendenz im Auge behalten:

    Luftdruckänderung, 3std, Messwerte Deutschland vom 11.05.2021, 10:00 Uhr | Wetter von kachelmann.


    Die Modelle:


    SuperHD 0z ist sehr zögerlich mit den Gewittersignalen und beschränkt die Auslöse auf das Erzgebirgsvorland. Dieser Lauf gibt die aktuelle Bewölkung allerdings nicht gut wieder, der 0z ist daher eher zu vernachlässigen, dazu auch ein Kommentar von Janek:

    Externer Inhalt twitter.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


    Arome (FHD) 3z hat eine deutliche Gewitteroption für Thüringen, erfasst die aktuelle Bodentiefentwicklung und damit das Windfeld nicht gut. Auch diesen Lauf würde ich daher nicht als Aussagekräftig erachten.


    ECMWFbase Swiss HD (EZ4) 0z erfasst sowohl die Bodentiefentwicklung als auch die aktuelle Bedeckung sehr gut. Temperatur und Taupunktverteilung passt ebenfalls, auch wenn die Taupunkte besonders Richtung Ostthüringen leicht zu hoch sind. Das Modell rechnet die Auslöse gegen 16 Uhr im Vogtland, mit anschließender NO Verlagerung von potentielle Superzellen Richtung Leipzig. Diesen Lauf würde ich als repräsentativ erachten.


    Rapid Update ICON-D2 (ID2) 6z erfasst die aktuelle Bodentiefentwicklung ähnlich gut wie das EZ4, ebenso die Taupunkt und Temperaturverteilung. Die aktuelle Bedeckung überschätzt das ID2 allerdings leicht. Die Auslöse im ID2 beginnt relativ spät gegen 18 Uhr im Dresdener Raum, mit einer relativ isolierten Zelle, die sich Richtung Berlin verlagert. Auch diese Option scheint für mich plausibel.


    Zusammenfassung:

    ID2 und EZ4 sind nach aktuellem Stand die besten Modelle für weitere Vorhersage. Das EZ4 ist für mich persönlich aktuell am glaubwürdigsten, weil es die Strahlungssituation am besten wiedergibt und damit den Schwerpunkt der neuerlichen Bodentiefentwicklung vermutlich am besten erfasst. Neuere Läufe des ID2 sind zu beachten, ebenso wie der 6z des SHD der noch vor auslöse verfügbar sein sollte.